Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Im österreichischen Schloß Wartholz in Reichenau an der Rax gibt es auch ein öffentliches Wettlesen, das von einem in Gartenbaubetrieb initiiert wurde. Anders als in Klagenfurt lesen dort auch Lyriker, und einer gewann heuer: Der Hauptpreis (10.000 Euro) ging an den 1960 geborenen oberösterreichischen… Continue Reading „56. Literaturwettbewerb Wartholz“
Jehuda Halevi ist vor allem als Dichter bekannt, eine der Leuchtgestalten des sogenannten Goldenen Zeitalters des jüdischen Spanien im 11. und 12. Jahrhundert. Aber wenn man Hillel Halkins neues Buch „Jehuda Halevi “ gelesen hat, wird klar, daß Halevi noch bedeutender ist, als seine… Continue Reading „55. Jehuda Halevi“
Die Freundschaft mit dem Dichter Artmann führt zu ersten, vom Dadaismus beeinflussten Laut- und Wortgestaltungen, nach und nach gesellen sich Konrad Bayer, Jazzmusiker Oswald Wiener und Architekt Friedrich Achleitner zum Kreis der experimentellen Kunstproduzenten. Als Dichtergruppe werden sie erst 1958 tituliert, die wichtigsten Gemeinschaftsarbeiten… Continue Reading „55. Gerhard Rühm wird 80“
Atatürks Republik brachte eine wahre Sprachenvielfalt. Das lateinische Alphabet ersetzte das arabische, das alte Ottomanische wurde von der türkischen Sprache verdrängt, einfacher und jedem verständlich. Orhan Veli wird sich diese neue Epoche wie besessen aneignen, sein „Dilettantenleben“ begann „mit 29 Jahren“. Dilettant in dem… Continue Reading „54. Orhan Veli“
Drei Monate vor dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München ist eine Lyrikanthologie zu dem Großereignis erschienen. Der Band mit dem Titel «Die Hoffnung fährt schwarz» vereint 74 Gedichte von Autoren aus drei Generationen, darunter Matthias Politycki, Gerhard Rühm, Said und Erika Burkart. Leitgedanke der… Continue Reading „53. Hoffnungspoesie“
Den mit 15.000 Euro dotierten Europäischen Übersetzerpreis bekommt in diesem Jahr Hanns Grössel. Die Auszeichnung der Stadt Offenburg (Baden) und der Hubert Burda Stiftung würdige „seine ausgesprochene Sensibilität bei seinen Übersetzungen dänischer Lyrik, voran der Werke von Inger Christensen, der 2009 verstorbenen bedeutendsten Lyrikerin… Continue Reading „52. Europäischer Übersetzerpreis für Hanns Grössel“
Die Welt fragt die „17jährige Starautorin Helene Hegemann“, warum sie denn keine Revolution darstelle. Die wiederum weiß, daß auch andere geklaut haben: Brecht Goethe Shakespeare.
Der türkische Schriftsteller Orhan Kemal wurde als junger Mann während seines Militärdienstes wegen kommunistischer Umtriebe verhaftet. Die Beweislast: Er hatte ein Gedicht seinem Helden Nazım Hikmet gewidmet. Außerdem besaß er ein Buch des sowjetischen Schriftstellers Maxim Gorki und ein paar Zeitungsausschnitte über russische Autoren… Continue Reading „50. Mit Hikmet im Knast“
Meine beiden Oratorien haben ja die Geschichten von Nazim Hikmet und Metin Altiok erzählt. Das sind großartige Dichter, die beide aus politischen Gründen größte Schwierigkeiten in der Türkei gehabt haben. Nazim musste das Land verlassen und Altiok wurde von Islamisten ermordet. / Der türkische… Continue Reading „49. Oratorien“
Bereits zur Buchmesse durfte Liao Yiwu nicht ausreisen, jetzt wird ihm der Besuch der „lit.Cologne“ in Köln verwehrt. Der Frankfurter Fischer Verlag hat den Offenen Brief des chinesischen Schriftstellers an Angela Merkel weitergeleitet. Liao Yiwu appelliert darin an die Bundeskanzlerin, ihren Einfluss geltend zu… Continue Reading „48. Brief an die Kanzlerin“
Eßlingen ehrt Kurt Leonhard, und die Eßlinger Zeitung bleibt am Ball. Hier zum Dritten: An Beispielen aus der Lyrik Leonhards wies Ringleben nach, wie der erklärte Agnostiker die Spur des göttlichen Logos – der Sinnhaftigkeit des platonischen Kosmos – im Werden der Sprache gewahrt.… Continue Reading „47. Leere Fläche“
Nach dem Schwabenkrieg hat sich die Schweiz von Deutschland losgesagt und eine eigene Identität entwickelt, zum Beispiel in Bezug auf die Sprache. Dennoch: Dass in Schweizer Grossunternehmen immer mehr Deutsche tätig sind, die schneller reden und wortgewandter sind als wir, verunsichert viele Schweizer. Nein,… Continue Reading „46. Nach dem Schwabenkrieg“
Max Bense, der Stuttgarter Philosoph und Wissenschaftstheoretiker, dessen Geburtstag sich am 7. Februar zum hundertsten Male jährt, galt zu Lebzeiten als das Enfant terrible seiner Zeit. Nach einer offenen Gesellschaft strebend, bekämpfte er die »metaphysische Gemütlichkeit« der Deutschen. Mit Elisabeth Walther gründete er 1955… Continue Reading „45. Max Bense 100“
Im Februar 1930 druckte die Chemnitzer sozialdemokratische Tageszeitung „Volksstimme“ ein Gedicht mit dem Titel „Nie wieder Krieg!“. Verfasser: Helmut Flieg, 16 Jahre, Gymnasiast, Sohn einer deutsch-jüdischen Unternehmerfamilie. Die Verse gelten heute als die früheste Veröffentlichung des später international erfolgreichen Schriftstellers und Chemnitzer Ehrenbürgers Stefan… Continue Reading „44. Anfang“
Gehörte ich als Berliner Student zu denen, die in der Zeitschrift „Neue Deutsche Literatur“ die ersten dort gedruckten Gedichte der Strittmatter nicht nur mit glühenden Ohren lasen, sondern sie auch mit Durchschlägen abtippten, mit ihnen Freunde zu erfreuen, bekam diese frühe Begeisterung einen Dämpfer,… Continue Reading „43. Eva Strittmatter zum 80.“
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