Monat: Januar 2010

108. Poe-Fan schweigt

Der rätselhafte Fan des Dichters Edgar Allan Poe, der seit 60 Jahren den Geburtstag des Dichters am 19.1. zelebrierte, trat dieses Jahr nicht in Erscheinung. Er hatte am Grab in Baltimore seit 1949 Rosen und Kognak niedergelegt. Es war der 201. Geburtstag Poes./ Guardian… Continue Reading „108. Poe-Fan schweigt“

107. Molière der DDR?

Der kommunistische Schriftsteller Peter Hacks hat seine geniale Lyrik, seine anregend skurrilen Essays und seine leider sterbenslangweiligen Dramen zeitlebens unter dem Einfluss eines narzisstischen Phantasmas geschrieben: Er war heimgesucht von der Vorstellung, der Molière oder Goethe des ersten sozialistischen Staates zu sein. Diese phantasmatische… Continue Reading „107. Molière der DDR?“

106. „Verlinken ist ein Recht“

Links setzen zu können, ist sehr viel mehr als nur eine technische Fähigkeit des Internets. Verlinken ist ein Recht. Ein Link macht gleichberechtigte Anmerkungen möglich. Er ist Motor der Link-Wirtschaft, die Medien am Leben erhält. Er ist ein Werkzeug, um Verantwortung zu übernehmen. Er… Continue Reading „106. „Verlinken ist ein Recht““

105. Erinnerung an Peter Huchel

Meckel, selbst ein bedeutender Lyriker und Prosaautor, gelingt mit diesen siebzig Seiten Vergegenwärtigungsprosa etwas Außerordentliches: Peter Huchels Biographie als politischer Fall skizziert in anteilnehmender Präzision, Peter Huchels dichterisches Werk dokumentiert als exemplarisches Gelingen von Poesie. … Man wünscht sich als Leser, Meckel könnte sich… Continue Reading „105. Erinnerung an Peter Huchel“

104. Gegenstrophe. Blätter für Lyrik

Eine neue Zeitschrift ist anzuzeigen, ein Jahrbuch eher, etwas blässlich Gegenstrophe. Blätter für Lyrik getauft, herausgegeben von Michael Braun, Kathrin Dittmer und Martin Rector, und zwar im Zusammenhang mit dem im September 2008 erstmals in Hannover vergebenen Hölty-Preis. Die Herausgeber sind bemüht, über die… Continue Reading „104. Gegenstrophe. Blätter für Lyrik“

103. Macíntosh-Ode

Gary Snyder, amerikanischer Lyriker mit Wurzeln in der Beat Poetry, ist wahrscheinlich nicht der beste Zeuge, wenn es darum geht, die Meilensteine des digitalen Zeitalters zu reflektieren. Er ist 79 Jahre alt und lebt am Fuße der Sierra Nevada in Nordkalifornien. Und doch haben… Continue Reading „103. Macíntosh-Ode“

102. Gebennt

In der Mitteldeutschen Zeitung / Elbe-Kurier berichtet  CORINNA NITZ über eine Veranstaltung mit der Schriftstellerin Eva Zeller, die in Wittenberg bei Christian Lehnert zu Gast war. Worum es ging: Zum Beispiel um autobiografisches Schreiben. Man müsse die Freiheit haben, gelebtes Leben so darzustellen, „dass… Continue Reading „102. Gebennt“

101. Derek Walcott 80

Große Schriftsteller – darunter die Nobelpreisträger Séamus Heaney aus Irland und den Nigerianer Wole Soyinka – lud Walcott in seine Heimat nach Castries ein, der Hauptstadt des karibischen Inselstaats St. Lucia, der zum britischen Commonwealth gehört. Doch dann erschütterte ein schweres Erdbeben Haiti. Dort… Continue Reading „101. Derek Walcott 80“

100. Lyrischer Februar in Kiel

Im Februar setzt sich die Reihe „Lyrik im Gespräch“ zum einen mit Antonio Colinas (02.02.) und zum anderen mit dem Besuch von Michèle Métail (08.02.) fort. Sie präsentieren jeweils im Gespräch mit ihren Übersetzerinnen ihre aktuellen Gedichte und sprechen über ihr lyrisches Schaffen. Antonio… Continue Reading „100. Lyrischer Februar in Kiel“

99. Zum Tod des jiddischen Dichters Abraham Sutzkever

Von Uwe Wittstock, Die Welt 22. Januar 2010: Der große jiddische Dichter Abraham Sutzkever ist im Alter von 97 Jahren in Tel Aviv gestorben. Er zählte zu den jüdischen Schriftstellern des 20.Jahrhunderts, deren Leben durch Vertreibung und Verfolgung in kaum vorstellbarem Maße gezeichnet war… Continue Reading „99. Zum Tod des jiddischen Dichters Abraham Sutzkever“

98. Lebt weiter…

sagt Peter von Matt im Tagesanzeiger, 21.1. Nämlich die Kultur : Kulturkritik … auch Lyrik. Und zwar auch ohne die Printmedien. (Überleben die’s auch?): Seit die Printmedien in der Krise stecken, gehört es zu den Lieblingsbeschäftigung der Kulturkritik, ihren Untergang zu beklagen und darin… Continue Reading „98. Lebt weiter…“

97. Eugen Gomringer

Gomringers Werke sind nicht nur im deutschsprachigen Raum in jedem Schulbuch zu finden, sondern werden auch international wie beispielsweise in China und Russland veröffentlicht. Gleichzeitig hat sich der Sohn einer bolivianischen Halbindianerin und eines Schweizer Kaufmanns als Kulturvermittler in der ganzen Welt einen Namen… Continue Reading „97. Eugen Gomringer“

96. Papiertauben für Haiti

Hier nenne ich mit Entschiedenheit, aus der Ferne aufgeschnappt, drei junge Stimmen der haitianischen Poesie:  Bonel Auguste (geboren 1973), James Noël (1978), Farah Martine Lhérisson (1970). Die beiden ersten habe ich zufällig durch Internetpublikationen entdeckt, durch Flüsterpropaganda, namentlich aus der Feder des Kritikers und… Continue Reading „96. Papiertauben für Haiti“

95. „Es ist nichts geblieben von der Revolution!“

1985 suspendierte ihn der Vatikan endgültig von der Ausübung des Priesteramtes. Er bemühte sich jedoch nie um eine Rückgängigmachung dieser kirchlichen Sanktion. Ein berühmtes Zitat Cardenals: „Das Evangelium hat uns radikalisiert, ich bin durch das Neue Testament zum Marxisten geworden.“ … Cardenal sitzt als… Continue Reading „95. „Es ist nichts geblieben von der Revolution!““

94. Königin der Literatur

Mit Fug kann man von N Scott Momaday sagen, daß die Literatur der Indianer (Native Americans) ohne seine Bücher nicht das wäre, was sie heute ist. Sein erster Roman „House Made of Dawn“ brachte ihm den Pulitzer Prize 1969. Als bevorzugte Berufsbezeichnung würde er… Continue Reading „94. Königin der Literatur“