Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Junge russische Literatur unter Pop-Verdacht – dass es dazu überhaupt kommen konnte, liegt fraglos vor allem an einem Autor: an Viktor Pelewin, dessen Werke seit längerem auf Deutsch vorliegen. Unvergessen ist das Gespräch seiner moribunden Kosmonauten über Pink Floyds «The Dark Side of the… Continue Reading „19. Pop à la Russe“
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE I’m very fond of poems that demonstrate their authors’ attentiveness to the world about them, as regular readers of this column have no doubt noticed. Here is a nine-word poem by Joette Giorgis, who lives in Pennsylvania, that… Continue Reading „18. American Life in Poetry: Column 250“
Jan Wagner, geboren 1971 in Hamburg, lebt jetzt in Berlin und ist unterwegs in der Welt. Und was er sieht, verwandelt er in Poesie. Zwölf seiner Gedichte vereint das achte Lyrik-Heft aus der Chemnitzer Sonnenberg-Presse. Jan Wagner, formsicher in freien und gebundenen Versen, schaut… Continue Reading „17. Gedichte von Jan Wagner in einem Chemnitzer Lyrikheft“
Er erhielt den „Stern der Satire“ des Deutschen Kabarettarchivs – eine Auszeichnung, die den „Universal-Dilettanten“, wie er sich selbst bezeichnet, durchaus freut. Denn er hat vieles in seinem Leben versucht, sich in vielem ausprobiert und ist auch immer wieder gescheitert. Allerdings, meint Werner Schneyder,… Continue Reading „16. „Na gut, ich bin halt kein Dichter““
Nin Andrews ist die Wonder Woman der Lyrik. Ihr goldenes Lasso ist das Prosagedicht, das sie mit Geschick und Witz meistert. (Lesen Sie nur ihre bewegende, umwerfende und äußerst lehrreiche Sammlung „The Book of Orgasms“ aus dem Jahr 2000 als Beweis). Ihr jüngstes Buch,… Continue Reading „15. Wonder Woman“
In äußerst konzentrierter Form widersetzt sich das lyrische Ich darin dem immer häufiger aufkommenden Schmerz des Verlustes von Freunden und Seelenverwandten. Im Fall des 2009 verstorbenen Dichterfreundes Gert F. Jonke heißt es: „ich traf zuletzt ihn in der Strasze, er/ war in Eile, eilte… Continue Reading „14. Verluste“
Krimis, Kinderbücher und Komik: Wenn von Literatur aus dem Ruhrgebiet die Rede ist, geht es selten um Gedichte. Auch das soll sich im Kulturhauptstadt-Jahr ändern. Im Klartextverlag erscheint dazu ein Sammelband mit Ruhrgebietspoesie. Die Zeit ist reif für einen „Stimmenwechsel”: Unter diesem Titel erscheint… Continue Reading „13. Ruhrgebietspoesie“
In der Kölner Galerie Stracke sind noch bis zum 12. Februar beispielhafte Arbeiten der in Wien geborenen, in Köln und Tel-Aviv lebenden und arbeitenden Künstlerin Andrea Morein zu sehen. Andrea Morein, Tänzerin, Regisseurin, Video- und Installationskünstlerin setzt sich in ihrem Werk „Before Poetry“ mit… Continue Reading „12. Wort-Schwärzungen“
Cuban poet Juan Francisco Manzano was born into a slave owner’s household in 1797. From the time of his birth, his life was not his own. He was forced to call a woman „Mama,“ who wasn’t his real mother. And even though he was… Continue Reading „11. Kubanischer Sklavendichter“
Mit großem Spaß liest man in „Der Pass des Vergessens“ (Matthias Biskupek) von einem DDR-Dichter, der sich mit „konkreter Lyrik“ durchs zensierende System schummelt und sogar die Genehmigung für eine Westreise bekommt, bei der er mit einem schottischen Kollegen den Pass tauscht. Nicht etwa,… Continue Reading „10. Konkreter Krimi“
Meine Anthologie 12: Ezra Pound, The Garret The Garret Come let us pity those who are better off than we are. Come, my friend, and remember that the rich have butlers and no friends, And we have friends and no butlers. Come let us… Continue Reading „9. Meine Anthologie: butlers and friends“
Die amerikanische Lyrikerin Rachel Wetzsteon hat sich in der Nacht vom 24. zum 25.12. in ihrem Haus in Manhattan das Leben genommen. Sie war 42 Jahre alt. Ihre Gedichte erschienen u.a. in in The New Yorker, The Paris Review, The New Republic und The… Continue Reading „8. Gestorben“
Was Adonis in Versform zu Papier bringt, ist mehr als nur schöne Lyrik. Sie ist „ein zivilisiertes Kulturprojekt, um die arabische Geschichte neu zu schreiben und neu zu definieren“, erklärte der Intellektuelle. Durch seine Rückgriffe auf klassische arabische Dichter, die kritisch gegenüber der Religion… Continue Reading „7. Modernisierungsprojekt“
Gewiss zeugen ihre Platitüden, ihre selbstgemachten Gemeinplätzchen zum Tee, ihre Liederkränzchen, zeugt ihr naiv-komisches Pathos von wesentlich höherer Gesinnung als literarischer Qualität, aber: Entwaffnend ehrlich war sie doch. Sogar zu wahrhaftig, als dass sie bewusst Kitsch erzeugt hätte. Und eben dieses entscheidende Quäntchen hat… Continue Reading „6. Kempners Vorsprung“
Gedichte kann man nicht übersetzen. Wie soll man Emily Dickinson ins Deutsche bringen? „Wild nights. Wild nights.“ – „Wilde Nächte, wilde Nächte!“ Der Rhythmus! Der Klang! Wie die Poesie entschwindet, wenn aus vier klanghaften Silben 8 nach nichts klingende werden! – Kann man Keats… Continue Reading „5. Meine Anthologie: Bright Star“
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