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74. Pulitzer für Stag’s Leap
The winning book is Stag’s Leap, a collection of poems about the breakup of her marriage more than a decade ago.
“This is something I thought would never happen in my life,” Olds said in a telephone interview after the prize was announced. She recalled that when she began publishing poetry collections 33 years ago, “a lot of people despised my work, and they let me know it. All I wanted then was what all poets want: to write our poems and see what happens, or doesn’t.”
The Pulitzer citation called Stag’s Leap “a book of unflinching poems on the author’s divorce that examine love, sorrow and the limits of self-knowledge.”
The Pulitzer Prize board selected Stag’s Leap from among three finalists chosen by a panel of poets. Earlier this year the book also won the T.S. Eliot Prize, awarded annually for the best poetry collection published in the United Kingdom and Ireland. That prize came with a cash award of 15,000 pounds, about $22,500. The Pulitzer honorarium is $10,000. / Mike Pride, Concord Monitor
Gedichte auf Deutsch in:
Sehen heißt ändern
Dreißig amerikanische Dichterinnen des 20. Jahrhunderts
Mary Barnard, Louise Bogan, Amy Clampitt, Rita Dove, Elaine Equi, Kathleen Fraser, Alice Fulton, Isabella Gardner, Louise Glück, Jorie Graham, Barbara Guest, Ellen Hinsey, Carolyn Kizer, Denise Levertov, Amy Lowell, Marianne Moore, Hilda Morley, Marilyn Nelson, Lorine Niedecker, Sharon Olds, Alicia Suskin Ostriker, Linda Pastan, Adrienne Rich, Muriel Rukeyser, Kay Ryan, Ruth Stone, May Swenson, Marilyn L. Taylor, Mona van Duyn, Miriam Vermilya
Eine zweisprachige Anthologie, zweisprachig englisch/deutsch
Herausgegeben, übertragen und mit einem Nachwort versehen von Jürgen Brôcan.
354 Seiten, Broschur. Hier
Das Schnüffelbuch
Hrsg. Brüggemann, Rolf
(Gebundene Ausgabe, 277 Seiten)
Reclam, Ditzingen, Januar 1995 Hier
L&Poe-Nachrichten, darunter ein Gedicht in meiner Anthologie hier
(hier eine richtig banausische)
64. TS-Eliot-Preis geht an John Burnside
Der schottische Dichter John Burnside gewann den in diesem Jahr heftig umstrittenen TS Eliot-Preis für seinen Band “Black Cat Bone”. Zwei Dichter, Alice Oswald und John Kinsella, hatten sich aus Protest gegen die Finanzierung durch einen Hedge Fond von der Shortlist des Preises zurückgezogen.
Burnside hat bereits den Whitbread poetry prize gewonnen. ”Black Cat Bone” ist sein elfter Gedichtband. Auf der Auswahlliste für den £15,000 schweren Preis standen u.a. die gegenwärtige Poet laureate Carol Ann Duffy, Sean O’Brien, der vor 4 Jahren gleichzeitig den Eliot- und den Forward-Preis gewann, und David Harsent, ebenfalls ein früherer Forward-Gewinner.
Die walisische Dichterin Gillian Clarke als Juryvorsitzende sagte, unter der außerordentlich reich bestückten Shortlist rage Burnsides Band als ein Buch von betörender Schönheit hervor, getrieben von Liebe, Kindheitserinnerungen, Sehnsucht und Einsamkeit. In einem Ausnahmejahr sei es ein herausragendes Buch, das für die Juroren mit jeder Lektüre stärker geworden sei.
Valerie Eliot, die Witwe des Dichters, überreichte Burnside den Scheck bei einer Feierstunde in London. Sie hat den Preis vor 18 Jahren gestiftet und hält immer noch den größten Anteil an der Finanzierung. Doch war die Poetry Society, die den Preis organisiert, in Schwierigkeiten geraten, weil der Arts Council die bisher gewährten Zuschüsse zurückgezogen hat. Auf der Suche nach Ersatz war sie an den Hedge Fonds Aurum geraten, der einen Dreijahrvertrag unterschrieb. Der [kann man sagen:] Deal wurde gleichzeitig mit der Shortlist auf dem Höhepunkt der Londoner Occupy-Proteste bekanntgegeben. Auch das Sponsoring der Tate Gallery und anderer großen Museen durch die Erdölgruppe BP wird heftig debattiert.
Alice Oswald, die für den Band “Memorial” nominiert war, eine Nacherzählung der Ilias, zog sich zurück und sagte, die Lyrik solle solche Institutionen nicht moralisch unterstützen, sondern in Frage stellen. Der australische Dichter John Kinsella schloß sich prompt an. Er beschrieb sich als Anarchist, Pazifist und Antikapitalist und sagte, Hedgefonds seien die Speerspitze des Kapitalismus.
Man erwartete weitere Rücktritte, doch die restlichen acht blieben im Rennen. Clarke verteidigte den Preis und das Sponsoring und kritisierte den Arts Council, der “ohne vernünftigen Grund” seine Zuschüsse zurückgezogen habe, um die Poetry Society zu zwingen, sich um Zuschüsse der Stadt zu bemühen. “Nehmt es von den Reichen, gebt es einem Dichter und dem Leser”, schrieb sie. Der Eliotpreis wasche das Geld.* / Maev Kennedy, Guardian
[* Uff, das dachten sich die Heckenschützen, äh Heckenfondler doch auch!]
30. Auch Kinsella will ihn nicht
Ein Skandal bahnt sich an: nach Alice Oswald tritt auch John Kinsella von der Shortlist des T.S. Eliot-Preises zurück mit der gleichen Begründung.
Er dankt Alice Oswald, daß sie ihn auf dieses Sponsoring aufmerksam gemacht hat. Zwar bedauere er, daß die preisstiftende Poetry Book Society durch den Rückzug staatlicher Subventionen in diese Lage gekommen sei. Aber die Geschäfte von Aurum paßten nicht zu seiner persönlichen Politik und Ethik. Er als Antikapitalist könne nicht anders entscheiden. Schließlich seien Hedge Fonds “das spitze Ende des Kapitalismus”.
Gegen den Rückzug des Arts Council aus der Finanzierung des T.S.Eliot-Preises hatten über 100 Lyriker protestiert, darunter Carol Ann Duffy und Simon Armitage.
Bericht im Guardian, 7.12. Mehr: New York Observer
29. Streit um T.S. Eliot-Preis
Die Lyrikerin Alice Oswald, die bereits 2002 für ihren Band “Dart” mit dem prestigeträchtigen TS Eliot-Preis ausgezeichnet wurde, zog sich aus Protest gegen das Sponsoring von der 10 Titel umfassenden Shortlist des diesjährigen Preises zurück. Die Investmentgesellschaft Aurum, die Hedge Fonds verwaltet, hat einen dreijährigen Sponsoringdeal mit der Poetry Book Society abgeschlossen. Die Finanzierung steht im Zusammenhang mit der Streichung staatlicher Zuschüsse.
Oswald, die mit ihrem Band “Memorial” nominiert war, sagte, ihrer Meinung nach solle Poesie solche Institutionen in Frage stellen und nicht stützen.
Der 1953 von T.S. Eliot begründete Preis soll den besten Gedichtband eines Jahres auszeichnen. Die Preissumme beträgt 15.000 Pound. Im vorigen Jahr gewann der Nobelpreisträger Derek Walcott. Die verbliebenen Titel der Liste:
- John Burnside: Black Cat Bone
- Carol Ann Duffy: The Bees
- Leontia Flynn: Profit and Loss
- David Harsent: Night
- John Kinsella: Armour
- Esther Morgan: Grace
- Daljit Nagra: Tippoo Sultan’s Incredible White-Man-Eating Tiger Toy-Machine!!!
- Sean O’Brien: November
- Bernard O’Donoghue: Farmers Cros
Die Jury, der in diesem Jahr Gillian Clarke, Stephen Knight und Dennis O’Driscoll angehören, wählt den Preisträger. Die Mitteilung erfolgt am 15. Januar.
/ Florence Waters, Telegraph
2. Leserdiskussion
On this page you’ll find pdfs for each of the poets on the 2011 T S Eliot shortlist. There is also one pdf containing the material on all ten individual pdfs.
Each individual pdf contains three poems from each book, together with reading group notes on the poems, a biography and photo of each poet.
- John Burnside - Black Cat Bone (Cape)
- Carol Ann Duffy - The Bees (Picador)
- Leontia Flynn - Profit and Loss (Cape)
- David Harsent - Night (Faber)
- John Kinsella - Armour (Picador)
- Esther Morgan - Grace (Bloodaxe)
- Daljit Nagra - Tippoo Sultan’s Incredible White-Man-Eating Tiger Toy-Machine!!! (Faber)
- Sean O’Brien - November (Picador)
- Bernard O’Donoghue - Farmers Cross (Faber)
- Alice Oswald - Memorial (Faber)
48. Leseland
Dass das Lesen längst nicht tot ist im Land Shakespeares, zeigt die empörte öffentliche Reaktion auf die drohende Schliessung von achthundert Bibliotheken. Die geplante Massnahme löste teilweise heftige Reaktionen unter britischen Schriftstellern aus: Philip Pullman unterstellte David Cameron und Nick Clegg, vermutlich nie eine öffentliche Bibliothek benutzt zu haben. Im Gespräch mit dem «Evening Standard» fuhr er fort: «Die Entscheidung, so viele Bibliotheken so schnell zu schliessen, muss ideologisch motiviert sein. Es ist ein Akt grösster Dummheit, veranlasst von Menschen, die nicht viel lesen und den Wert von Büchern nicht verstehen.» …
So allgegenwärtig wie in Dublin, wo die Dichter des Landes schon am Flughafen in Bild und Zitat grüssen, ist die Literatur in London sicher nicht. Aber ein Blick auf die zahlreichen Events rund um die Literatur im Land lässt die englische Lesefreudigkeit in nahezu rosigem Licht erscheinen – und macht auch eine Veränderung im Leserverhalten deutlich. …
Das Southbank Centre ist auch Schauplatz der Lesungen für den T. S. Eliot Prize der Poetry Book Society, einen der wichtigsten Literaturpreise im Vereinigten Königreich neben dem Booker Prize, dem Costa Book Award (in der Nachfolge des Whitbread Book Award), dem Independent Foreign Fiction Prize und dem Forward Poetry Prize. Die Lyriklesungen zum T. S. Eliot Prize mussten in diesem Jahr in die Royal Festival Hall mit 2900 Sitzplätzen verlegt werden, da doppelt so viele Karten verkauft werden konnten wie im Vorjahr – so sehr hat allein die Lyrik in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen. / Marion Löhndorf, NZZ
92. Philip Gross gewinnt TS Eliot-Preis
Philip Gross, Professor für Creative writing an der University of Glamorgan in Pontypridd (Wales) gewinnt den diesjährigen TS Eliot Poetry Prize (mit £15,000 ein ganzes Stück besser dotiert als unser Huchel) für den Band “The Water Table”.
Der ursprünglich aus Cornwall stammende Autor hat sich gegen hochklassiger Mitbewerber, unter ihnen zwei frühere Preisträger, durchgesetzt. Nicht einen Augenblick habe er damit gerechnet, sagt er. Er sei schon hoch erfreut darüber gewesen, daß er es auf die Shortlist gebracht hat. “Ich bewundere die 9 anderen Autoren und bin froh darüber, daß ich Autor war und nicht Juror.” Der Erfolg sei eine große Ermutigung für ihn. Es bedeute, daß seine Arbeit gelesen werde, gründlicher gelesen – was die Lyrik am meisten brauche, seien gute Leser. / Karen Price, Western Mail 20.1.
124. TS Eliot Prize Shortlist
Die Jury, bestehend aus Simon Armitage (Vorsitzender), Colette Bryce und Penelope Shuttle, hat 10 Gedichtbücher aus 98 Titeln der Longlist ausgewählt. Diese Titel repräsentierten “Reichweite, Breite und Vitalität der gegenwärtigen Lyrik”, erklärte Armitage.
Der Sieger erhält am 18.1. einen Scheck über £15,000 von TS Eliots Witwe Valerie Eliot, alle Autoren der Shortlist erhalten £1,000. / Guardian 22.10.
The shortlist
The Sun-fish by Eiléan Ní Chuilleánain
Continental Shelf by Fred D’Aguiar
Over by Jane Draycott
The Water Table by Philip Gross
Through the Square Window by Sinéad Morrissey
One Secret Thing by Sharon Olds
Weeds & Wild Flowers by Alice Oswald
A Scattering by Christopher Reid
The Burning of the Books and Other Poems by George Szirtes
West End Final by Hugo Williams