Lyrikzeitung & Poetry News

13. März 2012

55. Tom Schulz über Ulrich Zieger

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Dies alles sei voran geschickt, um klar zu machen, dass Zieger nichts mit den (zu) späten Debütanten gemein hat; er hat bisher ein nicht unerhebliches Werk verfasst, das einer größeren Öffentlichkeit freilich überwiegend verschlossen geblieben ist.

Ein Blick auf seine lyrischen Texte zeigt sofort, dass hier ein ästhetisch geschulter Autor am Werke ist, der weniger im Referenzraum gegenwärtiger Postmoderne zuhause ist, als in den Stimmen, Stimmungen und Strömungen der Moderne, die aus dem zwanzigsten Jahrhundert weisen. Im Gegensatz zu vielen anderen heutig Schreibenden reklamiert Zieger nichts artistisch Neues für sich und seine Gedichte. Sie stehen in einem variablen Sprechmodus und können in ihren besten Momenten Klarheit für sich beanspruchen, und die sich daraus ergebende Schönheit des Augenblicks: „in den monaten oktober, november,/zuweilen im januar machten wir den spaziergang/entlang der sümpfe vor séte,//wir überließen uns dem wind,/die wasseroberfläche spiegelte den himmel,/wie es ihn sonst im jahr nicht geben kann,//minuten saßen wir irgendwo drinnen, tranken etwas, blickten hinaus auf das meer/oder lehnten aneinander.“ In einer Reihe von Texten tritt eine Entrücktheit vom Alltäglichen hervor, die die Dinge jenseits des Profanen aufzeigt. Den Dingen werden Fähigkeiten und Eigenschaften zugesprochen in einem dichterischen Akt, und jene brüchigen Beziehungen, die Menschen eingehen um diese Dinge herum, in ihnen, mit ihnen und aus ihnen, vermag Zieger einen „poetischen Sinn“ einzuhauchen. / Tom Schulz, fixpoetry

Ulrich Zieger: Aufwartungen im Gehäus. Edition Rugerup. Berlin / Hörby, Schweden. 2011.

5. Februar 2012

21. Mich beispielsweise

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Obwohl Drawert, Jahrgang 1956, nicht zum Underground der DDR gehörte, findet sich in seinen frühen Gedichten viel Kritisches, freilich zumeist als Ausdruck einer inneren Emigration: „Mich beispielsweise, lieber Czechowski, / interessiert tatsächlich nur noch / das Privateigentum der Empfindung, / der Zustand des Herzens, wenn die schwarze Stunde / am Horizont steht, die Würde der Scham / und das Ende der Hochmut.“

Dass Drawert einen moralischen Raum des Sprechens reklamiert, mag manch einem überholt erscheinen. Doch Drawerts aufklärerische Haltung fragt nach der Zerstörbarkeit des Individuums und nach der möglichen Rettung des Schönen. / Tom Schulz, Tagesspiegel

Kurt Drawert: Idylle, rückwärts.
Gedichte aus drei Jahrzehnten. C.H. Beck, München 2011. 272 Seiten, 19,95 €.

9. Dezember 2011

39. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (1)

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Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Zusammengelesen von Theo Breuer, Mitarbeit Michael Gratz

Wird in den nächsten 6 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur A + B. – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

Auf dem Weg in ein poetisches Neuland, den jedes gelun­gene Gedicht geht (und dem damit zugleich das Kunst­stück gelingt, dieses Neuland als längst vertraut erschei­nen zu lassen), sind also die formalen Möglichkeiten so vielfältig wie die Anzahl denkbarer Gedichte, befreit von den Fesseln eines festgelegten Formenkanons.

Jan Wagner

  1. Silja Aðalsteinsdóttir, Jón Bjarni Atlason und Björn Kozempel (Hg.): Isländische Lyrik. Berlin: Insel 2011. 223 S.
  2. Kurd Adler · Gedichte (edition grillenfänger 29). 34 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  3. Gerd Adloff. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 4. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  4. Pegah Ahmadi „Mir war nicht kalt“, Gedichte, Sujet Verlag 2011
  5. Ahne · Gedichte, die ich mal aufgeschrieben habe. Voland & Quist, Dresden und Leipzig 2011., 95 Seiten.
  6. Bernhard Albers · Der Fall Michael Guttenbrunner. Eine Verteidigungsschrift (Guttenbrunner-Studien Bd. 3; Rimbaud-Taschenbuch Nr. 73). 8 Abb., 52 Seiten, brosch., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  7. Amanda Aizpuriete (Hg.): Kur Dieviņi paliksi. Wo Gott wirst du bleiben dann. Lettische Volkspoesie. Ausgewählt von Amanda Aizpuriete. Nachgedichtet von Manfred Peter Hein anhand der Übersetzung von Horst Bernhardt (Fäkätä 13). Queich Verlag Germersheim. Imprint des SAXA Verlags 2011. 20 S.
  8. Andreas Altmann · Axel Helbig (Hg.) ∙ Es gibt eine andere Welt. Neue Gedichte. Eine Anthologie aus Sachsen mit Gedichten von Uta Ackermann, Lars-Arvid Brischke, Uwe Claus, Renatus De­ckert, Margot Ehrich, Swen Friedel, Peter Gosse, Martina Hefter, Jayne-Ann Igel, Manfred Jendryschik, Thilo Krause, Kito Lo­renc, Dieter Mucke, Uwe Nösner, Kerstin Preiwuß, Bertram Reinecke, Ulrike Almut Sandig, Sandra Trojan, Günter Ullmann, Guntram Vesper, Michael Wüstefeld, Ulrich Zieger u.v.a., Nachwort von Peter Geist, 400 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, poe­tenladen, Leipzig 2011.
  9. Klaus Anders · Andreas Struve (Hg.) · So schmeckt ein Stern. Norwegische Lyrik des 20. Jahrhun­derts, über­setzt und kommentiert von Klaus Anders und Andreas Struve, Gedichte von Olaf Aukrust, Paul-Helge Haugen, Kristofer Uppdal u.v.a., 254 Seiten, Klappenbroschur, Edition Ru­gerup, Berlin · S-Hörby 2011.
  10. Eugénio de Andrade · Das Salz der Sprache & Die Furchen des Durstes – O Sal da Língua & Os Sulcos da Sede. Gedichte [zweisprachig]. Aus dem Portugiesischen von Juana und Tobias Burghardt. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt. 199 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  11. Guillaume Apollinaire · Poesiealbum 294. Herausgegeben und ausgewählt von Richard Pietraß. Grafik Raoul Dufy. Märkischer Verlag Wilhemshorst 2011.
  12. Michael Arenz ∙ Noch nicht ganz aber fast, 42 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edition, Marklko­fen 2011.
  13. Michael Arenz (Hg.) ∙ Der Mongole wartet. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 22. Ausgabe: Lyrik ∙ Prosa ∙ bildende Kunst, Gedichte Michael Arenz ∙ Peter Ettl ∙ Bernd harlem Fischle ∙ Erna Fitzner ∙ Florian Günther ∙ Kai Pohl ∙ Ruth Velser ∙ Johannes Witek ∙ Maximilian Zander, 504 Seiten, Zenon Ver­lag, Düs­seldorf 2011.
  14. Tone Avenstroup, Stefan Döring, Bert Papenfuß, Michael Peschke, Stefan Ret, Hugo Velarde (Hg.): Gegner. Quartalsschrift. H. 29, September 2011. Gedichte von Jóanes Nielsen, Prosa von Lothar Trolle, Ilia Kitup, Johannes Jansen u.v.a.
  15. Bassirou Ayeva, Cahier D’exil, Gedichte französisch-deutsch, Sujet Verlag 2011
  16. “Matthias” BAADER Holst·  Versensporn 2. Exdition Poesie schmeckt gut. Jena 2011
  17. Ulrike Bail ∙ wundklee streut aus. 47 gedichte über theodora, 103 Seiten, Broschur, CONTE Verlag, Saarbrü­cken 2011.
  18. Hugo Ball ∙ Zinnoberzack, Zeter und Mordio. Alle DADA-Texte, herausgegeben von Eckhard Faul, 144 Seiten, Klappenbroschur, Wallstein Verlag, Göttingen 2011.
  19. Hans Jürgen Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler und Oliver Vogel (Hg.): Neue Rundschau, 122. Jahrgang, Heft 1/ 2011. Thesen zur Literaturkritik. Lyrikosmose 3, zusammengestellt von Michael Braun und Michael Lentz, Gedichte von Konstantin Ames,  Franz Richard Behrens, Ulrich Koch, Dagmara Kraus, Renate Rasp, Werner Riegel, Jürgen Theobaldy. Carte Blanche, Gedichte von Uwe Dick. 248 S.
  20. Mary Jo Bang, Eskapaden, luxbooks, 2011.
  21. Maximilian Barck (Hg.): Kunst- und Literaturzeitschrift HERZATTACKE. Sonderband 2011: Wolfgang Hilbig. Mit Texten von Andreas Altmann, Maximilian Barck, Rita Bischof, Thomas Böhme, Rene Char, Francis Scott Fitzgerald, Eberhard Häfner, Andreas Koziol, E. O. Kuilman, Stéphane Mallarmé, Thomas Martin, Gérard de Nerval, Gert Neumann, Philipp Passeur, Simone Katrin Paul, Arthur Rimbaud, André Schinkel und Ilona Stumpe-Speer. Kunstverein HERZATTACKE e. V.
  22. Roland Bärwinkel: Bevor es zu spät wird. Wartburg Verlag: Edition Muschelkalk der Literarischen Gesellschaft Thüringen, Band 34.
  23. Christoph W. Bauer: getaktet in herzstärkender fremde. Haymon. 20 Seiten
  24. Christoph W. Bauer: mein lieben mein hassen mein mittendrin du. Haymon. 89 Seiten
  25. Sandra Beasley: Die Abtastnadel in der Rille eines traurigen Lieds. Gedichte (übersetzt von Ron Winkler), hochroth Verlag 2011.
  26. BELLA triste 30. [Pappschachtel] Beiträge von Niklas Bardeli ∙ Christian Filips ∙ Monika Rinck ∙ Bo Wiget ∙ Dieter M. Gräf ∙ Hendrik Jackson ∙ Judith Schalansky ∙ Marius Schmidt ∙ Philipp Schönthaler  ∙ Michael Stavaric ∙ Laetizia Praiss ∙ Andreas Töpfer ∙ Robert Wenrich ∙ Uljana Wolf ∙ Christian Hawkey
  27. Hans Bender ∙ O Abendstunde. Ausgewählte Gedichte, mit einem Nachwort von Arnold Stadler, 40 Seiten, handfadengebundene Broschur, Verlag Ulrich Keicher, Warmbronn 2011.
  28. Timo Berger, Rike Bolte, Juan Carlos Guédez Méndez, Enno Stahl (Hg.): Frachtgut Überseepoesie (Latinale 2011). Remesa Poética de Ultramar: Neue Gedichte aus Lateinamerika und Deutschland / Nuevos Poemas de Latinoamérica y Alemania«. Mit llustrationen von Mónica León, unter Verwendung des Logo von Ana Albero. Mit Gedichten von Luis Alberto Arellano, Damaris Calderón, Luis Chaves, Martín Gambarotta, Maricela Guerrero, Victoria Guerrero, Adrian Kasnitz, Odile Kennel, Björn Kuhligk, Stan Lafleur, Swantje Lichtenstein, Marie T. Martin, Benjamín Moreno, Jinn Pogy, Minerva Reynosa, Monika Rinck, Tom Schulz, Enno Stahl, Ernesto Suárez, Andira Watson, Uljana Wolf. sUkUltUr, November 2011.
  29. Aloysius Bertrand, Gaspard de la nuit, Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Jürgen Buchmann, Reinecke & Voß, Leipzig 2011, 150 Seiten.
  30. Wolf Biermann: Fliegen mit fremden Federn. Nachdichtungen und Adaptionen. Hoffmann und Campe 2011, 526 S. Aus dem Griechischen, Portugiesischen, Spanischen, Koreanischen, Tschechischen, Italienischen, Schwyzerdütschen, Schwedischen, Englischen, Russischen, Hebräischen, Jiddischen, Lettischen, Finnischen, Litauischen, Estnischen, Französischen. Texte u.a. von José Marti, Ernesto Cardenal, Victor Jara, Giacomo Leopardi, Mani Matter, William Shakespeare, Robert Burns, William Butler Yeats, Andrew Marvell, Robert Frost, John Keats, John Donne, e.e. cummings, W.H. Auden, George Orwell, Dylan Thomas, Bob Dylan, Bulat Okudshawa, Sergej Jessenin, Novella Matwejewa, Wladimir Wyssozki, Andrej Wosnessenski, Julij Daniel, Jizchak Katzenelson, Elie Wiesel, Hirsch Glik, Uri Zvi Grinberg, Mordechaj Gebirtig, Pierre-Jean de Béranger, Boris Vian, Louis Aragon, Jacques Prévert, George Brassens, Guillaume Apollinaire, Paul Verlaine, Arthur Rimbaud.
  31. Bilhana: Gestohlene Lust. Hg. u. aus dem Sanskrit übersetzt von Albertine Trutmann. München: C.H. beck textura 2011. 128 S.
  32. Horst Bingel, Stafettenlauf. Gedichte aus dem Nachlaß. Corvinus Presse
  33. Paulus Böhmer ∙ Teigwaren auf der Terrasse nachts. 36 Seiten. Ostheim/Rhön, Peter Engstler 2011.
  34. Dietrich Bode (Hg.): Blumen, Gärten, Landschaften. Bilder und Gedichte. Reclam. 183 Seiten, 75 farbige Abbildungen (Gestaltung: Susanne Zippel).
  35. Rike Bolte und Ulrike Prinz (Hg.): Transversalia. Horizontes con versos. Horizonte in verkehrten Versen. Verlagshaus J. Frank. Quartheft 31, Edition Polyphon. 220 S.
  36. Jürgen Born: Endlosreise. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
  37. Nora Bossong ∙ Sommer vor den Mauern, 96 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, Mün­chen 2011.
  38. Michael Braun · Kathrin Dittner · Martin Rector (Hg.): Gegenstrophe. Blätter zur Lyrik 3. Mit Texten und Gedichten von Paulus Böhmer · Michael Braun · Cornelia Jentzsch · Simone Kornappel · Michael Krüger · Nadja Küchenmeister · Michael Lentz · Dirk von Petersdorff · Marion Poschmann · Martin Rector · Bertram Reinecke · Jan Volker Röhnert · Àxel Sanjosé · Jan Wagner · Levin Westermann. 120 Seiten, Hardcover, Wehrhahn Verlag, Hannover 2011. (http://www.wehrhahn-verlag.de/index.php?section=03&subsection=details&id=596)
  39. Michael Braun (Hg.): Lyrikkalender 2012. 740 Seiten, Tagesabreißkalender zum Stellen und Hängen, Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 2011 (http://www.wunderhorn.de/wunderhorn/content/buecher/pool/978_3_88423_365_8/index_ger.html)
  40. Bess Brenck-Kalischer. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 3. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  41. Tom Bresemann · Berliner Fenster, 94 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Berlin Verlag, Berlin 2011.
  42. Rainer Weiss, Martin Bruch (Hg.): „Kein herz ungeteilt”. 99 Haiku von Frauen. Frankfurt/Main: Weissbooks 2011. 96 S. Mit Farbseiten zum Ausklappen, Illustrationen im Siebdruck. Beiträge von Barbara Bongartz, Daniela Danz, Tanja Dückers, Nora Gomringer, Martina Hefter, Ursula Krechel, Swantje Lichtenstein, Elsemarie Maletzke, Ilma Rakusa, Silke Scheuermann, Sabine Scho, Anja Utler u.a.
  43. Helwig Brunner. Vorläufige Tage: Prosagedichte. Leykam
  44. Helwig Brunner + Stefan Schmitzer. gemacht/gedicht/gefunden: über lyrik streiten. Droschl.
  45. Werner Bucher ∙ Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, 98 Seiten, Broschur mit Schutzum­schlag, Verlag im Waldgut, CH-Frauenfeld 2011.
  46. Werner Bucher · Malcolm Green · Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, CD und Booklet, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  47. Werner Bucher · Rütegger Gedichte, 108 Seiten, Klappbroschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  48. Werner Bucher ∙ Jolanda Fäh ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) ∙ Poesie Agenda 2012, Cartoons, ∙ Ge­dichte, ∙ Bil­der ∙ Zitate von Michael Arenz ∙ Hans Bender ∙ Gottfried Benn ∙ Claus Bremer ∙ Blaise Cendrars ∙ René Char ∙ Simon Dach ∙ Margot Ehrich ∙ Peter Ettl ∙ Lawrence Ferlinghetti ∙ Brigitte Fuchs ∙ Alexander Xaver Gwerder ∙ Friedrich Hölderlin ∙ Hadayatullah Hübsch ∙ Alfred Ilk ∙ Kla­bund ∙ Axel Kutsch ∙ Ivo Lederger­ber ∙ Erwin Messmer ∙ Andreas Noga ∙ Frank O’Hara ∙ Vera Piller ∙ Salvatore Quasimodo ∙ Joachim Ringel­natz ∙ Christian Saalberg ∙ Barbara Traber ∙ Jürgen Völkert-Marten ∙ William Carlos Williams ∙ Maximilian Zander u.v.a., 256 Seiten, Broschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  49. Werner Bucher ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) orte. Schweizer Literaturzeitschrift. Nr. 167, Mai/Juni 2011. Sag was zur Nacht – oder: die Gomringers sind hier. Enthält: Werner Bucher: Claus Bremer – von der konkreten Poesie bis zur Einsicht, dass wir andere sind. Gedichte von Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Virgilio Masciadri; Beiträge über Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Forugh Farrokhzad.
  50. Christoph Buchwald ∙ Kathrin Schmidt (Hg.) ∙ Jahrbuch der Lyrik 2011, Gedichte von 138 Au­torinnen und Autoren, darunter Urs Allemann ∙ Friedrich Ani ∙ Anke Bastrop ∙ Thomas Böhme ∙ Mara-Daria Cojo­caru ∙ Crauss ∙ Carolin Dabrowski ∙ Róža Domašcyna ∙ Elke Engelhardt ∙ Elke Erb ∙ Karin Fellner ∙ Ludwig Fels ∙ Mara Gen­schel ∙ Tina Ilse Gintrowski ∙ Caroline Hartge ∙ Mi­chael Hüttenberger ∙ Jan Imgrund ∙ Mag­dalena Jagelke ∙ Manfred Jendryschik ∙ Synke Köhler ∙ Axel Kutsch ∙ Christian Lehnert ∙ Vesna Lubina ∙ Ma­rie T. Martin ∙ Friederike Mayröcker ∙ Mar­cus Neuert ∙ Harry Oberländer ∙ Hellmuth Opitz ∙ Eva Paula Pick ∙ Richard Pietraß ∙ Jan Volker Röhnert ∙ Hendrik Rost ∙ Ulrike Almut Sandig ∙ Vera Schindler-Wunderlich ∙ Marita Tank ∙ Hans Thill ∙ Isabella Vogel ∙ Ernest Wichner ∙ Bastian Winkler ∙ Eva Christina Zeller ∙ Michael Zoch u.v.a., Essays von Jürgen Brôcan · Andre Rudolph · Christa Wißkir­chen u.v.a., Nachworte von Chris­toph Buchwald und Kathrin Schmidt, 272 Seiten, Klappenbroschur, Deutsche Verlags-An­stalt, Mün­chen 2011.
  51. Hansjürgen Bulkowski, Und wie! Corvinus Presse.
  52. Hans Georg Bulla, „Wechselgetriebe – Ausgewählte Gedichte und Notate“, herausgegeben von Gerd Kolter, mit Zeichnungen von Peter Marggraf und einem Nachwort von Hermann Kinder, 174 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag, Bücher der Nyland-Stiftung, Köln, Aisthesis-Verlag, Bielefeld 2011.
  53. Erika Burkart: Nachtschicht. / Ernst Halter: Schattenzone. Weissbooks. 150 S.
  54. John Burnside · Versuch über das Licht, zweisprachige Ausgabe, aus dem Englischen und mit einem Nachwort versehen von Iain Galbraith, 138 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, München 2011.
  55. Matthias Buth, Weltummundung, Gedichte, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2011.

11. November 2011

47. LATINALE 2011: Ein mobiles Festival der Entdeckungen

Eine Kooperationsveranstaltung von KRASH NEUE EDITION und Instituto Cervantes Berlin – gefördert vom NRW KULTURsekretariat (Wuppertal) und vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport

Die LATINALE versteht sich als jährlich stattfindendes Forum, auf dem aktuelle Tendenzen der lateinamerikanischen Lyrik präsentiert werden. Seit ihrer Gründung 2006 durch Rike Bolte und Timo Berger hat sich das Festival als Plattform für in ihren Heimatländern herausragende, in Deutschland aber noch weitgehend unbekannte junge Autorinnen und Autoren etabliert. Die LATINALE bemüht sich, in Zusammenarbeit mit deutschen Autoren und Autorinnen, Übersetzern und Übersetzerinnen sowie Studierenden, Schülern und Schülerinnen und den jeweiligen dahinter stehenden Institutionen, einen ästhetischen und intellektuellen Dialog zwischen den Kulturen zu initiieren.

Die LATINALE legt seit ihrem Anbeginn großen Wert auf professionelle Übersetzungen ins Deutsche. Im Jahr 2011 werden deutsche Autorinnen und Autoren aktiv am Festival teilnehmen; ihre Werke werden ins Spanische übersetzt, so dass die lateinamerikanischen Gäste in den Genuss kommen, in Berlin, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Köln, Wuppertal (und später in Guadalajara) deutschsprachige Literatur kennen zu lernen. Gleichzeitig werden die Gedichte der lateinamerikanischen Gäste ins Deutsche übersetzt, so dass ein paralleles Cross-Over in beiderlei Richtungen möglich wird. Ziel ist die Förderung des nachhaltigen Kulturaustausches (in Form von Publikationen, Audio-Aufnahmen und einem „Übersee-Archiv“) zwischen beiden Erdteilen.

Die LATINALE ist ein mobiles Festival, das sich an verschiedenen Orten präsentiert, neben dem Schwerpunkt Berlin wurden in den letzten Jahren immer auch andere Bundesländer mit bedacht. Im November 2011 wird nach einer Veranstaltungsschiene in Berlin ein eigenes NRW-Programm realisiert, das – neben den Aspekten Nachhaltigkeit und Interkulturalität – auch wegen der vergleichsweise geringen Wahrnehmung zeitgenössischer Lyrik im bevölkerungsreichsten Bundesland begrüßenswert erscheint. Denn Lyrik-Veranstaltungen sind in NRW noch dünn gesät. In den Programmen der Literaturhäuser und anderer institutioneller Veranstalter gibt es kaum oder gar keine Lyriktermine. Hier kann die LATINALE mit mehreren attraktiven Poesie-Veranstaltungen Ergänzung und Anstoß bieten.

Im Jahr 2011 wird der räumliche Fokus des Festivals neben den deutschen Spielstätten erstmalig auch in Guadalajara, Mexiko, liegen. Hier werden einige der deutschen Autorinnen und Autoren (u.a. Swantje Lichtenstein, Tom Schulz, Enno Stahl und Uljana Wolf) nach den Veranstaltungen in der Spree-Metropole und in NRW in einem weiteren faszinierenden Kulturgebiet mit Aussicht auf einen zukunftsträchtigen Austausch auftreten. Neben den Berliner Festival-Initiatoren und Kuratoren Timo Berger und Rike Bolte wird der NRW-Teil kuratiert von Enno Stahl.

Folgende Termine werden NRW angeboten:

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17. Oktober 2011

73. Open Mike – Die Termine

Das Mikro ist offen: 15 Minuten beim open mike

Für 23 junge Autoren entscheiden beim open mike 15 Minuten über den Erfolg. Ausgewählt aus über 700 Einsendungen, ist für sie beim Finale am 5. und 6. November in der Wabe in Berlin 15 Minuten das Mikro geöffnet, um Jury und Publikum von ihren Texten zu überzeugen und die versammelte literarische Welt auf sich aufmerksam zu machen. Drei Preise können die Juroren Felicitas Hoppe, Tilman Rammstedt und Kathrin Schmidt vergeben, einen für Lyrik. Insgesamt steht ein Preisgeld von 7500 EUR zur Verfügung. Dem Gewinner des Preises der taz-Publikumsjury winkt ein Textabdruck in der taz.

Der open mike bietet über den Wettbewerb hinaus mit Lesereise, Autoren-Workshop, Kolloquium und Schreibwerkstätten eine umfassende literarische Nachwuchsförderung.
Das Wettbewerbswochenende wird durch ein Rahmenprogramm ergänzt: Autoren und Wissenschaftler diskutieren am Vortag des Wettbewerbs in einem Kolloquium das Politische in der Literatur mit open mike-Teilnehmern der letzten Jahre. Am Vorabend stellen mit Konstantin Ames, Sebastian Polmans und Rabea Edel traditionell ehemalige open miker ihre neuen Bücher vor. Direkt nach dem Wettbewerb geht es für die Gewinner nach Frankfurt, Zürich und Wien, wo sie sich und ihre Texte der literarischen Öffentlichkeit vorstellen, begleitet von Juror Tilman Rammstedt. Beim Workshop im Februar 2012 kommen alle Finalisten noch mal zusammen und arbeiten in konzentrierter Atmosphäre mit Autoren und Lektoren an ihren Texten.
Auch für ganz junge Autoren gibt es ein Angebot: Kostenlose Prosa- und Lyrik- Schreibwerkstätten für junge Autoren von 16-23 Jahren bieten die ehemaligen open miker Tom Schulz in Berlin und Thomas von Steinaecker in Frankfurt am Main an, “open poems“ und „open writing“, beide starten in der Woche nach dem open mike.

Die Wettbewerbstexte des 19. open mike erscheinen als Anthologie im Allitera Verlag und sind ab dem 2.11.2011 in den Buchhandlungen Anakoluth, Prenzlauer Berg, und ebertundweber, Kreuzberg, erhältlich, danach im Buchhandel oder unter www.allitera.de.
Am 13.11.2011 um 0:05 Uhr sendet Deutschlandradio Kultur die Reportage „19. open mike“.

Der 19. open mike ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin und der Crespo Foundation in Zusammenarbeit mit der WABE und dem Allitera Verlag.

Termine

Freitag, 4.11.2011, 14 -18 Uhr
Kolloquium „Was macht einen Text politisch?“
- Nur auf Einladung -
Podium: Andres Veiel (Regisseur und Autor), Thomas Ernst (Literaturwissenschaftler), Tom Schulz (Autor), Katja Lange-Müller (Autorin)
Moderation: Ina Hartwig (Literaturkritikerin, Frankfurt)
Ort: Literaturwerkstatt Berlin, Knaackstr. 97/Kulturbrauerei, 10435 Berlin

Freitag, 4.11.2011, 20 Uhr
Leben und Schreiben nach dem open mike
In Lesung und Gespräch: Konstantin Ames (Berlin), Rabea Edel (Berlin), Sebastian Polmans (Niederkrüchten)
Moderation: Karin Heyl (Crespo Foundation, Frankfurt)
Ort: WABE , Danziger Str.101, 10405 Berlin, Eintritt 5 EUR/erm. 3 EUR

19. open mike – Internationaler Wettbewerb junger deutschsprachiger Prosa und Lyrik
Samstag, 5.11. 2011
ab 14 Uhr: Lesungen 19. open mike
Sonntag, 6.11. 2011
ab 12 Uhr: Lesungen 19. open mike
ca. 16.45 Uhr: Bekanntgabe der Preisträger des 19. open mike durch die Juroren Felicitas Hoppe, Kathrin Schmidt und Tilman Rammstedt
Ort: WABE , Danziger Str.101, 10405 Berlin, Eintritt frei

Lesereise der open mike-Preisträger 2011
Mittwoch, 9.11.11, 20 Uhr
Literaturhaus Zürich
mit Jurymitglied Tilman Rammstedt
Ort: Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, CH-8001 Zürich
www.literaturhaus.ch

Donnerstag, 10.11.11, 19 Uhr
Literaturhaus Wien
mit Jurymitglied Tilman Rammstedt
Ort: Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, A-1070 Wien
www.literaturhaus.at

Freitag, 11.11.11, 20 Uhr
open mike@ orange peel
mit Jurymitglied Tilman Rammstedt
Ort: orange peel, Kaiserstraße 39, 60309 Frankfurt am Main
www.orange-peel.de

Die Lesereise zum 19. open mike ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin und der Crespo Foundation in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Zürich, dem Literaturhaus Wien und Volltext im Rahmen der BUCHWIEN Lesefestwoche und text&beat@orangepeel.

Schreibwerkstätten

Ab 9.11. 2011
Open poems
Lyrik-Schreibwerkstatt für junge Dichter von 16–23 Jahren.
Leitung: Tom Schulz
open poems findet jeden zweiten Mittwoch statt, jeweils von 17:00 bis 18:30 Uhr.
Termine 2011: 9.11., 23.11., 7.12., 21.12.
Anmeldung erforderlich unter: mail@literaturwerkstatt.org
Ort: Literaturwerkstatt Berlin, Knaackstr. 97/Kulturbrauerei, 10435 Berlin

Ab 11.11.2011
Open writing
Prosa-Schreibwerkstatt für junge Autoren von 17 bis 23 Jahren.
Leitung: Thomas v. Steinaecker
Open writing findet an insgesamt neun Freitagen von 14 bis 18 Uhr statt, Termine und Infos unter: www.crespo-foundation.de
Bewerbung (2-5 Seiten Prosa und Lebenslauf) bis zum 11.10. an: Katrin Krampe, Crespo Foundation, Tel. 069 – 27 10 7950, katrin.krampe@crespo-foundation.de
Ort: Crespo Foundation, Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt

27. September 2011

127. außerbetrieb: Lost in Postpoetry, All Work and no play & Konfrontation

Der außerbetrieb geht auch diese Woche weiter. Gleich morgen, am Mittwoch, den 28. September um 19:30 Uhr erwartet Sie die Performance-Installation Lost in Postpoetry. Der Autor und sein Text – eine Beziehung ohne Entkommen? Wie steht der Autor zum Text, und inwieweit entfernt sich dieser von seinem Urheber, verfolgt andere Richtungen oder wird verloren? Jinn Pogy hat die Autoren Norbert Lange und Mara Genschel sowie die Soundkünstlerin Elen Flügge eingeladen, sich gemeinsam in den Orbit der poetischen Relationen, Navigationen und Verluste von Text, Laut und Poesie zu begeben.

Am Donnerstag, den 29. September ab 19:00 Uhr folgt die zweite Sitzung des Autoren-im-Horrorfilm-Workshops All Work and no play von und mit Georg Leß. Mit dabei sind diesmal der Autor Jörg Albrecht sowie die Horrorfilm-Schauspielerin Anna Roth. Man kann jederzeit in den Workshop ein- und aussteigen, eine Teilnahme an allen drei Sitzungen ist nicht zwingend erforderlich.

Am Freitag, den 30. September ab 19:30 Uhr kommt es zur Begegnung von Gegenwartslyrik und Literaturwissenschaft. Oder soll man sagen: zur Konfrontation? Jedenfalls scheint es noch immer einige Berührungsängste zu geben. Dies gilt jedoch sicher nicht für die Teilnehmer/innen des Abends. Es lesen und diskutieren: Daniela Seel, Norbert Lange, Steffen Popp, Tom Schulz, Prof. Dr. Remigius Bunia (Freie Universität Berlin), Dr. Michael Gratz (Universität Greifswald), Dr. Tim Lörke (Freie Universität Berlin) und Johannes Schüller (Master-Student Freie Universität Berlin).

Wir würden uns freuen, wenn Sie dabei sind!

Mehr zu allen Veranstaltungen unter ausserbetrieb.lettretage.de und www.lettretage.de.

19. September 2011

98. Dichter dran

Die Literaturwerkstatt Berlin feierte am Samstag, 17.9.2011 ihren 20. Geburtstag mit „Dichter dran. Das großen Berliner Lyrikfest“.

Bei strahlendem Sonnenschein kamen ca. 5.500 Besucher zu der open-air-Veranstaltung in die Kulturbrauerei, um ein „Volksfest der Poesie“ zu erleben, in dem sie es gestalteten. Das Berlin-Gedicht hatte seine Premiere, der Beschwerdechor brachte am Tag vor der Berlin-Wahl die gesammelten Beschwerden der Berliner auf die Bühne und es fand zum ersten Mal in Berlin ein Lyrikmarkt statt.

Mit dabei waren u. a. die Dichter Andreas Altmann, Ulrike Draesner, Norbert Hummelt, Orsolya Kalász, Björn Kuhligk, Brigitte Oleschinski, Monika Rinck, Valeri Scherstjanoi und Tom Schulz, die Slammer Gauner, Frank Klötgen und Ken Yamamoto, die Bands The Incredible Herrengedeck und Peer sowie die Chöre Männer-Minne, der Berliner Beschwerdechor und der Chor des Jungen Ensembles Berlin. Ab 20.00 Uhr bließ dann die Fanfara Kalashnikov gemeinsam mit Johanna Zeul und FiL im Kesselhaus zum Abschlusskonzert.

Am Tag vor der Berlin-Wahl sang der Berliner Beschwerdechor den Politikern ins Gewissen, was in Berlin alles stört. Aus den über 300 gesammelten Beschwerden der Berliner texteten die Dichter Birgit Kreipe, Björn Kuhligk, Tom Schulz und Florian Voß ein Beschwerdelied, das von Andrés Atala-Quezada musikalisch umgesetzt und vom Chor des Jungen Ensembles Berlin gemeinsam mit dem Berliner Beschwerdechor uraufgeführt wurde. Der Beschwerdechor bestand aus Berliner Bürgerinnen und Bürgern, die sich für diesen Anlass angemeldet hatten. Die Leitung hatte Frank Markowitsch.

In allen Bezirken schrieben Berliner Bürger unter Anleitung eines erfahrenen Dichters ein Gedicht über ihren Bezirk. Herausgekommen ist ein großes Berlin-Gedicht, für jeden der 12 Bezirke je 100 Zeilen. „Das Große Berlin-Gedicht“ (be.bra Verlag) ist als Buch im Handel erhältlich.

Auf dem Lyrikmarkt verführten Verlage und Buchhändler zum Stöbern und Schmökern in lyrischen Neuerscheinungen und Raritäten. Erstmals gab es damit in Berlin einen Markt, der sich ausschließlich der Poesie widmete. Mit dabei waren: be.bra verlag, BELLA triste, Berliner Handpresse, Edit, Edition Rugerup, Hochroth Verlag, Kollwitz Buchhandlung, KOOKbooks, luxbooks, Matthias Wagner Antiquariat, Merve Verlag, Poesiealbum/Märkischer Verlag, poetenladen, Suhrkamp Verlag, Verlag das Wunderhorn, Verlag Hans Schiler, Verlagshaus J. Frank / Berlin, Wallstein Verlag.

12. September 2011

54. Dichter dran. Das große Berliner Lyrikfest

Sa 17.9.2011 ab 14.00 Uhr, Kulturbrauerei

Eintritt frei

Die Literaturwerkstatt Berlin feiert ihren 20. Geburtstag, feiern Sie mit! Bis in die Nacht verwandelt sich die Kulturbrauerei in einen lyrischen Abenteuerpark. Sie sind herzlich eingeladen, zu entdecken und zu experimentieren und mit uns auf eine Reise durch alle Spielarten der Poesie zu gehen.

Eingang über:
Knaackstr. 97
10435 Berlin 
Verkehrsverbindung:
U2 Eberswalder Straße
Tram 12/M1/M10 Eberswalder Straße

Aus dem Programm:

Große Bühne

14:00 Eröffnung und Auftakt
Die Dichter und Dichterinnen des großen Berlin-Gedichts werden vorgestellt und machen ausschnittsweise Lust darauf. Es spielt PEER und Erich Kästners »Berlin in zahlen« wird aktualisiert.
16:30 Quizshow mit Knut Elstermann
Hier können alle mit ihrem Wissen über Lyrik, Dichter und Denker punkten. Teams aus dem Publikum treten gegeneinander an. Natürlich gibt’s auch einen Publikumsjoker. Es winken tolle Preise!
18:20 Frank Klötgen: Kottbusser Tor
Frank Klötgen rast in fünf Minuten durch 35 Klassiker der deutschen Dichtkunst. Schulbuch-Lyrik revisited.
18:30 Poetry Slam
Bühnen-Lyrik zwischen Rap, Freestyle und Goldschnitt-Poesie mit Gauner, Ken Yamamoto und Frank Klötgen.
19:00 Das Große Berlin-Gedicht
Finale.
19:15 Beschwerdesingen
Die Beschwerden der Berliner, vertextet von der 1. Lyrischen Inter­nationale Neuköllns (Björn Kuhligk, Tom Schulz, Birgit Kreipe, Florian Voß), und uraufgeführt vom Chor des Jungen Ensembles Berlin und Bürgern der Stadt. Am Tag vor der Berlin-Wahl wird den Politikern ins Ohr gesungen, was verbessert werden muss. Musik: Andrés Atala-Quezada, Leitung: Frank Markowitsch.

Kleine Bühne: Das Große Berlin-Gedicht

Moderation: Peter Winkels

In den zwölf Bezirken der Stadt schrieben 75 Berliner Bürger unter Begleitung je eines erfahrenen Dichters ein Gedicht über ihren Bezirk. Die Autoren laden Sie ein zu zwölf lyrischen Spaziergängen durch die Stadt.

15:00 Pankow Mentor: Norbert Hummelt
15:20 Reinickendorf Mentor: Ron Winkler
15:40 Spandau Mentor: Michael Speier
16:00 Mitte Mentorin: Orsolya Kalász
16:20 Lichtenberg Mentor: Andreas Altmann
16:40 Marzahn-Hellersdorf Mentor: Valeri Scherstjanoi
17:00 Friedrichshain-Kreuzberg Mentor: Björn Kuhligk
17:20 Charlottenburg-Wilmersdorf Mentorin: Kerstin Hensel
17:40 Steglitz-Zehlendorf Mentor: Michael Lentz
18:00 Tempelhof-Schöneberg Mentor: Ulf Stolterfoht
18:20 Neukölln Mentor: Tom Schulz
18:40 Treptow-Köpenick Mentorin: Brigitte Oleschinski

Das Buch »Das Große Berlin-Gedicht« (be.bra verlag) erhalten Sie auf dem Lyrikmarkt.

Lyrikcamp

ab 15:00 Valeri Scherstjanoi: Herstellen einer Stimmcollage
Kunstaktion mit Hilfe des Publikums.
ab 15:00 Frank Köllges: Guerilla-Poesie
Extraterrestrische Überraschungsangriffe im Laufe des Nachmittags.
15:00 Monika Rinck: Kritische Masse
Poetische Experimente auf Kosten Ihrer Garderobe. Teilnahme auf eigene Gefahr.
15:00 Brigitte Oleschinski: Zerstörungsprüfung
Wir verformen ein Gedicht, bis es Ihnen ganz persönlich passt.
15:00 Haiku-Wettbewerb mit Claudia Maaß
Es muss nicht immer 5–7–5 sein! Folgen Sie den japanischen Kurzgedichten auf ihrer Reise über die Kontinente und durch die Jahrhunderte. Die besten Gedichte werden prämiert.
15:00 Poesie für Kinder mit Sybille Hein
15:30 Ulrike Draesner: Gedicht auf Zuruf

Spontandichtung, Vernichtung aller vorhandenen Gedichte, Entdeckung neuer Wortarten.
15:30 Poesie für Kinder mit Sybille Hein
15:40 Poesiesprechstunde: Kerstin Hensel
Was Sie schon immer einen Dichter fragen wollten. Eigene und vor Ort gefundene Texte können mitgebracht werden.
15:40 Metaphernmaschine mit Claudia Maaß
Metapherwürfel schaffen amüsante, bezaubernde oder rätselhafte Bilder, die zum Weiterträumen und Ausfantasieren einladen.
16:00 Poesiesprechstunde: Ulrike Draesner
Was Sie schon immer einen Dichter fragen wollten. Eigene und vor Ort gefundene Texte können mitgebracht werden.
16:00 Lesung: Tom Schulz, Björn Kuhligk
Berlin-Gedichte aus 200 Jahren.
16:20 Lesung: Ulf Stolterfoht
16:20 Poesiesprechstunde: Tom Schulz
Was Sie schon immer einen Dichter fragen wollten. Eigene und vor Ort gefundene Texte können mitgebracht werden.
16:20 Haiku-Wettbewerb mit Claudia Maaß
Es muss nicht immer 5–7–5 sein! Folgen Sie den japanischen Kurzgedichten auf ihrer Reise über die Kontinente und durch die Jahrhunderte. Die besten Gedichte werden prämiert.
16:30 Monika Rinck: Kritische Masse
Poetische Experimente auf Kosten Ihrer Garderobe. Teilnahme auf eigene Gefahr.
17:00 Ulrike Draesner: Gedicht auf Zuruf
Spontandichtung, Vernichtung aller vorhandenen Gedichte, Entdeckung neuer Wortarten.
17:00 Poesiesprechstunde: Ulf Stolterfoht
Was Sie schon immer einen Dichter fragen wollten. Eigene und vor Ort gefundene Texte können mitgebracht werden.
17:00 Lesung: Orsolya Kalász
»Schöne Heimat, ich habe dich geliebt« (István Kemény).
Auswahl ungarischer Gedichte der Gegenwart.
17:30 Poesiesprechstunde: Ulrike Draesner
Was Sie schon immer einen Dichter fragen wollten. Eigene und vor Ort gefundene Texte können mitgebracht werden.
17:30 Poesie für Kinder mit Rainer Stolz
17:40 Lesung: Andreas Altmann
Andreas Altmann erforscht seine Schreibgründe.
17:40 Lesung: Norbert Hummelt
Berlingedichte.

Maschinenhaus

15:00–17:00 Jugendprogramm
Hereinspaziert! – Lyrik zum Anfassen, Gestalten und Aufessen – ein Mitmachprogramm für alle (ab 12 J.) mit Claudia Maaß.

lechts und rinks kann man nicht velwechsern
Spiele rund um und mit Lyrik: Gedichtepuzzle, Reimscrabble, Reißverschlussgedichte, Reim dich oder ich fress dich.
Das kann sich sehen lassen!
Bildcollagen zu Gedichten entwerfen und visuelle Poesie gestalten und plakatieren.
17:00 Auf die Bretter! Fertig! Los!
Performanceworkshop zu einem Gedicht von Kurt Schwitters mit abschließender Inszenierung (ab 14 J., in Teams).

ab 20:00 Uhr Lounge

1. Berliner Lyrikmarkt

Stöbern Sie in lyrischen Neuerscheinungen und poetischen Raritäten in den Ständen von be.bra verlag, BELLA triste, Berliner Handpresse, Edit, Edition Rugerup, Hochroth Verlag, Kollwitz Buchhandlung, KOOKbooks, luxbooks, Matthias Wagner Antiquariat, Merve Verlag, Poesiealbum / MärkischerVerlag, poetenladen, Suhrkamp Verlag, Verlag das Wunderhorn, Verlag Hans Schiler, Verlagshaus J. Frank / Berlin, Wallstein Verlag

50. außerbetrieb

Das junge Literaturhaus Lettrétage wird fünf Jahre alt und gibt zu diesem Anlass den Schlüssel einen Monat an das Team der Berliner Lesereihe Kreuzwort ab…

Kreuzwort wird ein Jahr alt – wie lange kann man den Debütantenstatus noch für sich beanspruchen? Das etablierte Kreuzberger Literaturhaus Lettrétage besteht schon bald fünf Jahre – ist der jugendliche Eifer der Routine gewichen?

Zeit für ein Experiment: Die Lettrétage ergibt sich von Mitte September bis Mitte Oktober lang der Willkür der Kreuzwort-Mitglieder. Jenseits der gemütlichen Kneipenlesungen wird der Zufall regieren, Grenzen werden angetastet, ausgetestet und -gelotet, es wird Kurs auf das Außergewöhnliche gesetzt, jenseits aller Betriebsblindheit wird zum aktiven Dialog aufgefordert.

Die Versuchsanordnung: Der übliche Lettrétage-Alltag wird außer Betrieb gesetzt. Das Kreuzwort-Team übernimmt für einen Monat das Programm in der Methfesselstraße in Kreuzberg. Umgekehrt werden die Kreuzwort-Lesungen von denjenigen bestritten, für die das Hobby von Damals bereits zum Beruf geworden ist.

Was ist möglich abseits von Wasserglaslesungen, Podiumsdiskussionen und Buchpremieren? Die Lettrétage hat es vorgemacht: Es wurde gecovert, geskypt und immer wieder über den europäischen Tellerrand geschaut. Etwas Neues zu bewegen ist nicht einfach. Doch wir wollen ihn zumindest erproben, den Ausnahmezustand – und rufen den außerbetrieb aus.

Aus dem Programm:

Mittwoch, 14. 9.11, 19.30 Uhr
außerbetrieb: Willkürliche Würfel - außerbetrieb beginnt mit dem Ende von Lesenden und Publikum. Der Text überlebt und wird dem Zufall preisgegeben. Wo der Zufall zu regieren scheint, ist die Willkür nicht weit – sie wird, ebenso wie der Text, angetragen von jedem, der kommt.
Die Konvention ist außer Betrieb, die Würfel entscheiden den Abend. Jeder bringt Texte mit, jeder liest.

Mittwoch, 21. 9.11, 19.30 Uhr
Netzbetriebe Lyrik: Leipzig, Hildesheim, Berlin – Sie gelten gemeinhin als die drei Zentren für junge und jüngste Literatur. Das etablierte Deutsche Literaturinstitut Leipzig, die Universität Hildesheim mit ihrem breiten Angebot an literaturorientierten Fächern und Berlin mit seiner lebendigen Szene von JungschriftstellerInnen. Getroffen wird sich meistens nur auf Festivals, Preisverleihungen oder ähnlichen Großevents – und dort nur in der Rolle des Besuchers. außerbetrieb bringt junge Dichtende in einem öffentlichen Workshop zusammen. In zwei Sitzungen werden Lyrik und Prosa gelesen und diskutiert.
Mit Manuel Stallbaumer, Michael Spyra, Friederike Scheffler, Alexander Kappe, Yevgeniy Breyger und Kathrin Bach.

Mittwoch, 28. 9.11, 19.30 Uhr
Lost in Postpoetry: Poetic Performance - Der Autor und sein Text – eine Beziehung ohne Entkommen? Wie steht der Autor zum Text und inwieweit entfernt sich dieser von seinem Urheber, verfolgt andere Richtungen oder wird verloren?
Jinn Pogy hat die Autoren Norbert Lange und Mara Genschel sowie die Soundkünstlerin Elen Flügge eingeladen, sich gemeinsam in den Orbit der poetischen Relationen, Navigationen und Verluste von Text, Laut und Poesie zu begeben.

Freitag, 30. 9.11, 19.30 Uhr
Literatur-Wissenschaft: Anknüpfung - Die Berührungspunkte sind eigentlich offensichtlich und trotzdem widmen sich wenige Akademikerinnen und Akademiker der Gegenwartslyrik, noch seltener jene, die nicht sowieso mit dem Literaturbetrieb in Berührung stehen. Es ist nicht nur an der Zeit, nach den Gründen zu suchen, es ist vor allem dringend notwendig, dies zu ändern. Vier Autorinnen und Autoren stehen vier Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftleern gegenüber, der Text bleibt Mittelpunkt. Es wird Zeit, wieder anzuknüpfen.
Mit: Prof. Dr. Remigius Bunia (Freie Universität Berlin), Dr. Michael Gratz (Universität Greifswald), Dr. Tim Lörke (Freie Universität Berlin), Johannes Schüller (Master-Student Freie Universität Berlin), Daniela Seel, Norbert Lange, Steffen Popp und Tom Schulz.

Samstag, 1.10.11, 19.30 Uhr
Splitterpole: Traditionslinien - In der Vielfalt der Stimmen, die die deutsche Gegenwartslyrik ausmachen, meinen wir immer wieder Traditionslinien ausmachen zu können, sprechen von Einflüssen und sogar Epigonentum. Sechs Autoren stellen sich dem Versuch, die Linien offen zu legen, miteinander ins Spiel zu bringen und werden dabei Überraschendes aufdecken. Auf einen Abend mit Diskussion folgt die performative Probe aufs Exempel: Wie werden sich die sechs Autorinnen und Autoren mit ihren Texten positionieren?

Mit Ulf Stolterfoht, Max Czollek und anderen.

Mittwoch, 5.10.11, 19.30 Uhr
Netzbetriebe Prosa: Leipzig, Hildesheim, Berlin - Sie gelten gemeinhin als die drei Zentren für junge und jüngste Literatur. Das etablierte Deutsche Literaturinstitut Leipzig, die Universität Hildesheim mit ihrem breiten Angebot an literaturorientierten Fächern und Berlin mit seiner lebendigen Szene von JungschriftstellerInnen. Getroffen wird sich meistens nur auf Festivals, Preisverleihungen oder ähnlichen Großevents – und dort nur in der Rolle des Besuchers. außerbetrieb bringt junge Dichtende in einem öffentlichen Workshop zusammen. In zwei Sitzungen werden Lyrik und Prosa gelesen und diskutiert.
Mit Hakan Tezkan, Isabel Bredenbröker und Juan Gosze.

Mittwoch, 12.10.11, 19.30 Uhr
transsub: Lyrische Cover mit Untertitel - Kein Text ist frei von Referenzen. An diesem Abend werden Einflüsse offen gelegt und Stammbäume ausgebreitet – es wird gecovert. Lyriker suchen nach Anregungen bei Kollegen und Klassikern gleichermaßen. Der Blick über den medialen Tellerrand darf hierbei auch nicht fehlen: Dieser Abend liefert eine Übersetzungsarbeit zwischen Texten und anderen Medien, bei denen die Untertitel jederzeit mitlaufen.
Performative Lesung der Texte von Luise Boege, Katharina Schultens, Tom Bresemann, Richard Duraj, Philip Maroldt, Lissy Pernthaler, Tobias Roth, Stephan Reich, Stefan Schmitzer, Jan Skudlarek und anderen. Mit Live-Illustrationen von Johannes Boegle und anderen.

Sonntag, 16.10.11, 19.30 Uhr
Offen beendet: Ein vorläufiger Abschluss - Unsere einmonatige Lettrétage-Besetzung und somit vier Wochen Programm außerbetrieb wollen wir in sonntäglich-träger Runde ausklingen lassen. Die Beteiligten werden nochmals zusammen kommen und den Monat Revue passieren lassen, Gäste haben die Möglichkeit des Austauschs mit den Autoren und Künstlern. Auch werden die Nachfolge-Projekte von außerbetrieb präsentiert und gemeinsam Erinnerungen festgehalten. Essen und Showeinlagen inklusive.

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22. August 2011

102. Berlin-Gedicht

Matthias Kniep, Thomas Wohlfahrt
Das große Berlin-Gedicht
be.bra verlag
ISBN 978-3-8148-0188-9
Paperback, 80 Seiten
Preis 8.00 €
erscheint September 2011

Berlin: Eine Stadt – zwölf Bezirke – zwölf Töne = ein Gedicht!

Großstadtlyrik hat eine lange Tradition. Schon Bertolt Brecht, Erich Kästner, Kurt Tucholsky und viele andere haben urbanes Lebensgefühl in Versen spürbar gemacht.

Zum ersten Mal nun haben Berlinerinnen und Berliner selbst ein Gedicht über ihre Stadt verfasst – ein lyrischer Spaziergang, der die zwölf Bezirke in ihrer ganzen reizvollen Vielfältigkeit durchstreift und zu einem lebendigen Ganzen werden lässt.

Die Entstehung des Gedichts wurde von zwölf namhaften Dichtern Berlins begleitet: Andreas Altmann, Kerstin Hensel, Norbert Hummelt, Orsolya Kalász, Björn Kuhligk, Michael Lentz, Brigitte Oleschinski, Valeri Scherstjanoi, Tom Schulz, Michael Speier, Ulf Stolterfoht und Ron Winkler.

Leseproben und Pressestimmen [uh, gibts die schon?] hier

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