Getagged: Stefan Heuer

147. Stimmig und überraschend

Die auf fünf kurze Kapitel verteilten Gedichte werfen sich niemandem an den Hals, aber genau wie die eingangs erwähnten Zeitschriften und Anthologien vermag auch “im toten winkel des goldenen schnitts” als formidable Fundgrube herzuhalten – als eine Fundgrube für stimmungsvolle, an vielen Stellen extrem plastische Bilder, für steile Einstiege und schön gewählte Titel, für Passagen mit phonetischem Wohlklang, für stimmige und gleichzeitig überraschende letzte Zeilen, so wie hier:

balcke & heym

überm winter die landschaft durch watte & licht-
schrulle leer. eisiger werder. er wolle den raureif
feiern. wenn er sterbe seien die menschen tot. Wie
stottern sei das nur dass nichts hängen bleibe denn
da werfe man ja die silben in eine art doppelten
boden. die welt klappe nach hinten. aber eigentlich
stottere niemand. das sei nur reminiszenz an die
rememorierte gegend zwischen havel & havel.

/ Stefan Heuer, Cineastentreff

110. Moselfränkisch und Georgisch

Ich beziehe mich nicht gerne auf das, was andere über Bücher gesagt oder geschrieben haben, aber es gibt ärgerliche Punkte in Opitz’ Kritik, denen ich widersprechen muss.

Der wohl ärgerlichste (und nur auf diesen möchte ich ausführlich eingehen, weil er mich tatsächlich geschockt hat) bezieht sich auf den Umstand, dass der Band nicht nur die Gedichte von Crauss in deutscher Sprache, sondern auch Übertragungen einiger von ihnen in insgesamt zehn andere Sprachen enthält. Manche Gedichte werden nicht übersetzt, andere hingegen zwei- oder dreifach. Opitz zieht daraus den Schluss der Inkonsequenz und geißelt die Übersetzung in Sprachen wie Moselfränkisch oder Georgisch als „überambitionierte Polyphonie“ ohne Erkenntniswert. Er moniert eine „prätentiöse Mehrsprachigkeit, die nicht erhellend wirkt, sondern nur dem Pump up the volume-Prinzip zu dienen scheint“.
Das aber heißt, Crauss Beliebigkeit und konzeptuelle Willkür zu unterstellen.

Wer sich nur ein wenig mit dem Werk von Crauss auskennt, weiß, dass man ihm eines sicher nicht vorwerfen kann, und das ist Beliebigkeit. Es gibt wohl nur wenige Autoren, die sich so skrupulös mit dem eigenen Output beschäftigen wie er. / Stefan Heuer, satt.org

Crauss, Lakritzvergiftung. juicy transversions making your dick ache,.Gedichte. 180 Seiten, Softcover. Verlag J. Frank, Berlin 2011. 16,90 Euro

127. Geheime Pressemitteilung

Vor mir liegt ein konspirativ eingeflogenes Dokument mit der Überschrift

Pressemitteilung

und der martialischen Drohung:

Die obige Mitteilung ist ausschließlich für den angeführten Adressaten bestimmt. Die unbefugte Verwendung dieser Mitteilung ist verboten und könnte strafrechtlich verfolgt werden. Wer diese Mitteilung irrtümlicherweise erhält, wird gebeten, uns umgehend zu informieren und anschließend diese Mitteilung zu vernichten.

Die Information über irrtümlichen Erhalt sei hiermit gegeben, der “angeführte Adressat” ist der Pressesprecher des Preises, dessen Namen ich vorsichtshalber nicht nenne (sie finden ihn hier).

Diese kuriose Form der Presseinformation ist die Zuspitzung einer vielerorts zu beobachtenden Tendenz. In der Regel halten Preisvergeber nicht Namen und Geburtsjahr der Kandidaten oder Datum der Preisverleihung geheim, das ist nach meiner Kenntnis hier durchaus singulär: wohl aber verschweigen viele inzwischen die Namen der Jurymitglieder, wie hier bei Huchel.

Die Meraner Jury besteht aus:

Ilma Rakusa, Autorin, Zürich; Hans Jürgen Balmes, S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main; Maria Gazzetti, Lyrik Kabinett München; Hans Höller, Universität Salzburg; Jan Wagner, Autor, Hamburg

Aus 350 Bewerbern wählte die Jury diese 9 für das Finale aus:

Marie T. Martin (geb. 82, Freiburg), Daniela Danz (geb. 76, Eisenach), Thomas Kunst (geb. 65, Stralsund), Hartwig Mauritz (geb. 64, Eckernförde), Stefan Heuer (geb. 71, Großburgwedel), Christoph Wenzel (geb. 79, Hamm), Karin Fellner (geb. 70, München), Andrea Heuser (geb. 72, Köln) und Uwe Kolbe (geb. 57, Berlin).

Damit stammen, sagt die Pressemitteilung weiter, zum ersten Mal in der Geschichte dieses Preises alle Finalisten aus Deutschland.

Die Lesungen finden am 4. und 5. Mai 2012 im Pavillon des Fleurs in Meran statt. Die Einführungsrede am Eröffnungsabend (3. Mai) hält der Schriftsteller, Übersetzer, Kulturpublizist und Herausgeber Felix Philipp Ingold. Am 5. Mai werden in Meran wieder drei Preise vergeben: Der Lyrikpreis Meran (8.000 Euro; Südtiroler Landesregierung), der Alfred-Gruber-Preis der Stiftung Südtiroler Sparkasse (3.500 Euro) und der Medienpreis (2.500 Euro) des RAI-Senders Bozen. Der RAI-Sender Bozen wird die Lesungen zeitversetzt in seinem Radioprogramm übertragen.

Und hier die offizielle Pressemeldung

59. Zentralantiquariat

… familiäre Devotionalien wie das “schlampig geführte Reichsarbeitsbuch des Großvaters” ebenso wie die eigene Person betreffende Unterlagen und “Mitgliedsausweise verschiedener Massenorganisationen” – der “Ausweis der Freien Deutschen Jugend”, der “Ausweis der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft” und andere, jeweils ohne das herausgerissene Passbild, das für den jeweils nächsten Ausweis benötigt wurde …

/ Stefan Heuer, cineastentreff, über

Jan Kuhlbrodt: Zentralantiquariat. Gedichte (parasitenpresse)

71. Das kann doch wohl nicht sein

Auch zum Thema Lyrik-Debut: Stefan Heuer über die Erwartungshaltung von Lyriker/innen mit wenig oder gar keiner Erfahrung beim Publizieren:

[...] Eine große Anzahl unangeforderter Lyrikbände findet seinen Weg in meinen Briefkasten. Und ich muss es sagen, wie es ist: Die Gedichte werden dadurch nicht besser, dass man sie mir schickt – wenn dies so wäre, würde ich mir das patentieren lassen! Die in diesem Zusammenhang bislang allerschönste Mail, gerade eine gute Woche alt: »Herr Heuer, wie mir zu Ohren gekommen ist, haben Sie einige Dichter sogar bereits mehrfach besprochen, meinen Debütband jedoch nicht. Das kann doch wohl nicht sein!« Doch, lieber Mensch, dessen Namen ich an dieser Stelle nicht nennen möchte und werde: Das kann sein! Und zwar deshalb, weil mir viel zu viele wirklich gute Lyrikbände in die Hände kommen, zu denen ich viel lieber was schreibe als über ein Buch, das mich in keiner Weise interessieren konnte. [...] / Titel-Magazin

(Es folgt eine Rezension zu Andreas Nogas neuem Band “Lücken im Lärm” [kein Debüt].)

103. Hier geht es um das wahre Leben

Die Lyrik ist eine gefährliche Sache. INNEN und AUSSEN drohen Mißverhalten und Mißverstand. Stefan Heuer hat das Lob hinter seinen gar nicht tänzerischen Schwerthieben fast versteckt. Im 11. und 12. Satz (ich fange hier mit dem 3. an) kommt es aber gottlob doch (und mit Biermann möchte man ihm zurufen: Du lob mal wieder ohne Bitterkeit).

Doch nicht nur IN, sondern vor allem auch in Sekundärliteratur ÜBER Gedichte wird ohne Unterlass Fragwürdiges geschrieben. Vor allem die an verschiedenen Stellen immer mal wieder gestreute, auf welcher Berechtigung auch immer fußende elitäre Behauptung, Gedichte könne nur genießen, wer über einen entsprechenden akademischen Background verfüge, sich mit dem Kanon auskenne und vergleichen und analysieren könne, ist natürlich Humbug. Es mag richtig sein, dass die Kenntnis von gesellschaftlichen und geschichtlichen Herleitungen und interliterarischem Kontext den Zugang zu einem Text erleichtern kann. Es mag auch richtig sein, dass der regelmäßige Lyrikkonsum das Gefühl für Vers und Metrik öffnet, aber dennoch: Ein jedes Gedicht ist ein neu zu bewertendes Unikat, ein Novum, in dem man sich nicht auskennen kann, ein neues Feld, das es mit Herz und Hirn zu erkunden gilt.

Nun gibt es Autorinnen und auch Autoren, die sich in ihren Gedichten monopoetisch einem Thema widmen. Unglücklicherweise führt diese Spezialisierung oftmals dazu, dass sich große Teile einer potentiellen Leserschaft als unwürdiger Laie vorkommen und damit ausgeschlossen und/oder ausgeladen fühlen. Martina Hefters bei kookbooks erschienener Gedichtband “Nach den Diskotheken” (ihr Lyrikdebüt nach drei vorangegangenen Romanen in anderen Verlagen) begeht diesen Fehler nicht. Die von ihr in den Mittelpunkt ihrer Gedichte gestellte Differenz, die an vielen Stellen mit dem für sie bedeutsamen Körpergefühl des Tanzens eine Komplizenschaft eingeht, lässt den Leser erstaunlich nah an Körper und Seele heran. Die im Allgäu aufgewachsene Martina Hefter, die in München und Berlin in zeitgenössischem Tanz ausgebildet wurde, präsentiert ihre Gedichte eben so: tänzerisch, nur wenigen Einschränkungen unterworfen, im stetigen Wechselspiel von Bodenständigkeit und dem Griff in den Himmel, ernst und bedeutsam und gleichzeitig spielerisch und offen. Offen für alle, Tanz als Lehrstoff bleibt außen vor, eins zwei Wechselschritt, wie man es in der der Konfirmation vorgeschalteten Tanzstunde über sich ergehen lassen musste, immer wieder der gleiche Blues zu “In the army now” von Status Quo, getrost kann man das vergessen, wenn man es nicht längst getan hat. Hier geht es um das wahre Leben, um das Daherschreiten der Pfauen, um Bewegungen in der Natur und in Gesellschaft. / cineastentreff

Martina Hefter: Nach den Diskotheken. Gedichte
Kookbooks 2010

39. Exakt und detailverliebt

Macht die Reduktion Altmann zu einem „altmodischen“ Dichter? Nein, tut sie nicht, und sein Verzicht auf Experimente und Anglizismen stört mich nicht, vielmehr erfreue ich mich an dem, was seine Kunst zu einem Großteil ausmacht: Die Wiedergabe einer subjektiven Realität in Einzelbildern und Einzelheiten, aus denen er ein Ganzes zu formen vermag. Altmann transkribiert eine Momentaufnahme, ist dabei exakt und detailverliebt, gibt wieder und eröffnet Räume, hat aber gleichzeitig genug Vertrauen in seine Leserschaft, um sie nicht über die Schwelle schubsen zu müssen. / Stefan Heuer, Titel

Andreas Altmann: Das zweite Meer. Gedichte.
Poetenladen 2010. 96 Seiten. 15,80 Euro.

132. Neues von Frank Milautzcki und fixpoetry.com

Liebe Freunde und Kollegen,

begrüßen möchte ich euch mit einer Übertragung eines alten portugiesischen Gedichtes, das viel vom Expressionismus vorweg genommen hat und das hierzulande niemand kennt.

Ich finds einfach schön.

Eduardo Coimbra (gestorben 1884)

Landschaft

Im Westen ist die Sonne noch ein roter Hall
jenseits der Höhen, die dämmernd stehn und schweigen.
Zum Rascheln aus dem dichtbelaubten Dunkel zweigen
Vögel späte Melodien aus dem grünen Wall.

Im Feld ringsum verstummt der Schall
und kein andres Lied will mehr entsteigen
als das Trotten müder Mädchen und der Kicherreigen
in den Blicken nach den Burschen und ihrm Hosenstall.

Matt ziehn die Stiere kreischende Gespanne.
Im Wirtshaus schwatzen Bauern bei einer roten Kanne
Wein, der Regen fehlt, was ist zu tun?

Laut keift die Nachbarsfrau vom Stall zur Stube
und aus der Türe springt ein kleiner Bube,
barfuß im Hemd, und hascht nach einem Huhn.

Nachdichtung aus dem Portugiesischen

Frank Milautzcki 13.11.08

DIE NEUEN LESEHEFTE SIND DA!

Für die aktuelle Staffel vom März 2010 haben wir neben „Himmel / Haut – Variationen“ des noch unbekannten Robert Monat und den wundervollen Liebesgedichten in „Apfel und Szepter“ von André Schinkel, bislang unveröffentlichte Gedichte und „Brieftauben aus dem Internet“ des völlig zu Unrecht oft vergessenen Großen der deutschen Nachkriegslyrik, Hans-Jürgen Heise, zu Ehren seines diesjährigen achtzigsten Geburtstags an den Start geschickt.

Heft 16 – ANDRÉ SCHINKEL Apfel und Szepter

Heft 17 – ROBERT MONAT Himmel / Haut – Variationen

Heft 18 – HANS-JÜRGEN HEISE Brieftauben aus dem Internet

jedes Leseheft kostet – wie immer – 6,90 Euro.

Dann gibt es einiges Neues zu vermelden. Neue Rezensionen sind erschienen:

http://www.fixpoetry.com/feuilleton/rezensionen/614.html

http://www.fixpoetry.com/feuilleton/rezensionen/604.html

http://www.fixpoetry.com/feuilleton/rezensionen/601.html

http://www.fixpoetry.com/feuilleton/rezensionen/562.html

http://www.fixpoetry.com/feuilleton/rezensionen/522.html

Auch einen kurzen Essay gibt es:

http://www.fixpoetry.com/feuilleton/interviews_essays/546.html

und zwei Fixative:

http://www.fixpoetry.com/feuilleton/fixative/528.html

http://www.fixpoetry.com/feuilleton/fixative/510.html

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88. Lesehilfe

Ohne eine Zeile, die überraschend den Verstand durchzuckt und etwas aufblitzen lässt, das man so bisher nie zu sehen wagte, braucht man mit dem Lesen von Gedichten gar nicht erst anzufangen. Das gilt für Hölderlin wie für Gottfried Benn, aber auch für einen jungen Berliner Lyriker wie Steffen Popp. „Tannen im Grenzland, sie brüllten /wie eine Herde, im Sperrdraht“ schreibt er etwa über eine Nachtlandschaft, und schon betritt man „freies Feld, urweltlich ragte / unter dem Mond eine Garage / ein Zwergwürfel, unversöhnt“. Das Leseerlebnis beginnt mit einer Faszination – und es kehrt nach allen Etappen dessen, was man Verstehen nennt, im besten Fall wieder zu ihr zurück: Was Gedichte sagen, sagen sie nur, indem sie Gedichte sind.

Auf dem Weg dazwischen aber sind Erklärungen hilfreich. Zwei Dutzend poetologische Selbstauskünfte zu zeitgenössischen Gedichten hat Thomas Geiger in seiner Anthologie „Laute Verse“ versammelt. Ihr jeweiliger Ehrgeiz, von der autobiografischen Rahmung über die Materialanalyse bis zur Prosaparaphrase, ist so unterschiedlich wie der lyrische Ton, dem die beteiligten Autoren verpflichtet sind, wie ausführliche Werksproben beweisen.

Thomas Kling, Jahrgang 1957, den ältesten – und früh verstorbenen – Dichter, verbindet fast nichts mit der Jüngsten, der 1982 geborenen Nora Bossong. Vielleicht könnten sie sich dennoch auf einen Satz von Max Bense einigen, den Ulf Stolterfoht für „unangreifbar“ hält: „Literatur ist Sprache in einem unwahrscheinlichen Zustand.“ Was daraus folgt, nimmt in Stolterfohts ganz dem Eigensinn von Wörtern und Wortpartikeln gehorchender Sprache ganz andere Formen an als bei der mit erzählenden Elementen spielenden Bossong. Die Schönheit des perfekten Gedichts, erläutert er, vereine maximale Ordnung und Unordnung. Sie zeigt sich für ihn in einem Text, „in dem jedes seiner Glieder mit jedem anderen auf jede erdenkliche Weise verbunden wäre; ein so dichtes Geflecht, dass der ursprüngliche Text hinter einem schwarzen Gitter aus sich kreuzenden Bezügen verschwände – Struktur pur.“ So leuchten einem auch Stolterfohts sonst erst einmal gar nicht einleuchtende Gedichte ein. „Laute Verse“ bietet wertvolle Lesehilfe: Für die junge Lyrik hat es das so bisher nicht gegeben.**

/ Gregor Dotzauer, Tagesspiegel 13.12.2

**) Wirklich nicht? Wie schade! – Ich verweise auf die Anthologie “An Deutschland gedacht”, in der zahlreiche jüngere und auch ältere Autoren mit Text und Selbstkommentar vertreten sind, von den jüngeren nach Thomas Geigers Maßstab (außer Thomas Kling und Kathrin Schmidt, 1957 und 1958, sind alle bei ihm vertretenen Autoren in den 60er und 70er Jahren geboren, nur Nora Bossong jünger, 1982: also jung U 50): Melanie Arzenheimer, Peter Brings, Stephan Brings, Jürgen Brôcan, Uwe Claus, Crauss, Volker Demuth, Alex Dreppec, Ansgar Eyl, Tobias Falberg, Karin Fellner, Anke Glasmacher, Dieter M. Gräf, Stefan Heuer, Marc Hieronimus, Norbert Hummelt. Adrian Kasnitz, Christian Kreis, Stan Lafleur, Anton G. Leitner, Swantje Lichtenstein, Vesna Lubina, Hartwig Mauritz, Frank Milautzcki, Andreas Noga, Lothar Quinkenstein, Heinz Ratz, Arne Rautenberg, Bertram Reinecke, Jan Röhnert, Marcus Roloff, Sabine Römmer, Angela Sanmann, Walle Sayer, Frank Schablewski, Amir Shaheen, Rainer Stolz, Olaf Velte, Achim Wagner, Christoph Wenzel, Ron Winkler, Gerrit Wustmann.

Alle zu vernachlässigen? Wohl kaum. Von einigen werden wir sicher noch hören! Wer weiß schon genau, von welchen? Also empfehle ich neugierigen Lesern und Kritikern,  beide Anthologien supplementär zu benutzen. Lesestoff und Lesehilfe!

Und in Norbert Hummelts Anthologie “Quellenkunde” findet man poetologische Statements unter dem Quellenaspekt von durchweg jüngeren Autoren aus beiden “Listen” vereint. Voilà: ein Grenzüberschreiter! Denn, Zufall oder nicht, tatsächlich gibt es keine einzige Überschneidung zwischen den Anthologien von Geiger und Kutsch. Any idea?

Thomas Geiger (Hg.): Laute Verse.
Gedichte aus der Gegenwart. dtv, München 2009.
360 Seiten, 14,90 €.

92. Lyrik und Lyriker bei textenet

www.textenet.de

Freitag, 20. November 2009 um 19:30 Uhr

Werkstatt für Kunstprojekte
Jens Paul Wollenberg und Uta Pilling – „Ein Bericht für eine Akademie“
Jens Paul Wollenberg liest „Ein Bericht für eine Akademie“ von Franz Kafka, Musik: Uta Pilling

Freitag, 20. November 2009 um 20:00 Uhr

Galerie Koenitz:
Bild und Bildner – Texte zur bildenden Kunst
Texte zur Bildenden Kunst mit Interessierten aus Bildender Kunst und Literatur: u.a. Rosemarie Fret, Jutta Pillat und Ralph Grüneberger, Musik: Martin Höpfner

Freitag, 20. November 2009 um 21:00 Uhr

Galerie A und V:
Ronald M. Schernikau – Abend
Mit Tobias Amslinger und Hannes Becker

Samstag, 21. November 2009 um 16:00 Uhr

Werkstatt für Kunstprojekte:
Verlagspräsentation der Leipziger Belletristik-Verlage
Mit Verlag Faber & Faber, Plöttner Verlag – für den Verlag lesen: Reinhard Bernhof & Thomas Kunst, Poetenladen – für den Verlag lesen: Katharina Bendixen & Johanna Schwedes, Leipziger Literaturverlag – für den Verlag lesen: Viktor Kalinke & Carsten Zimmermann, Connewitzer Verlagsbuchhandlung, Passage Verlag, Mitteldeutscher Verlag – für den Verlag liest Jörg Jacob, PaperOne – für den Verlag treten auf: Volly Tanner & Wolfgang Flür (vom Schlagzeuger der Gruppe „Kraftwerk“ zum Schriftsteller), Zeitschrift EDIT, Carpe Plumbum, Poesiealbum neu, Buchverlag für die Frau – für den Verlag liest: Christel Foerster, edition vulcanus – für den Verlag lesen: Maren Uhlig & Elmar Schenkel, Edition TP, Ausgabe 1 – für den Verlag lesen Marcel Rabe & Thomas Jez

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