Getagged: Sascha Kokot
88. Modern und gut
Es scheint, als hätte die begeisterte Jury das Urteil der Vorjury zurückgenommen, Kurt Drawert:
„Moderner und besser kann man keine Lyrik schreiben.“
Das Darmstädter Echo berichtet:
Sascha Kokot klang ein wenig verzagt, als er aufs Podium der Centralstation stieg und seine Kollegen ansprach. „Liebe Katharina, lieber Lewin“, fragte er, „wie kann man nach Euch noch lesen?“ Lewin Westermann hatte am Samstagmorgen den Lesewettbewerb des Literarischen März mit sehr konzentrierten Gedichten eröffnet, die den Deutungseifer der ausgeschlafenen Jury ausgiebig beschäftigten. Und direkt vor Kokot hatte sich bei der Lesung von Katharina Schultens ein kleines Wunder ereignet. Ihr Vortrag glitt hell über die langen Texte, setzte zarte Widerhaken in den Rhythmus, verfiel ins Singen und vollzog die emotionalen Bewegungen nach, wenn etwa in dem Gedicht „Gewinnwarnung“ die Herde der Angestellten die Energie aus dem Herdendynamo gewinnt.
Denn Schultens Zyklus „Hysteresis“, für den die Autorin am Abend den Leonce-und-Lena-Preis erhielt, ist eine irritierende Zustandsbeschreibung aus der dunklen Welt globaler Geldgeschäfte. Die Autorin ist gar keine Expertin für derlei Fragen. „Ich interessiere mich für Begriffe aus unvertrauten Bereichen“, sagt sie, „für Begriffe, die banale Tätigkeiten mythologisieren.“ So ist es beispielsweise mit den „dark pools“ im letzten der Gedichte. Es sind anonyme Handelsplätze für Finanzprodukte, die keiner Kontrolle unterliegen. Für Schultens ist das eine unheimliche Vorstellung. In ihrem Zyklus findet sie überraschende Wege, die Entfremdung dieser Arbeitswelt zu zeigen. Sie lässt fremdgesteuerte Wesen um einen Rest an Menschlichkeit ringen, vergeblich: „wie er behauptete manchmal da müsse man / zwischen-d-durch ja auch noch mensch sein // antworte ich verspätet: sind wir aber nicht“.
Mit diesen Texten machte Katharina Schultens die Jury ganz ehrfürchtig. Sibylle Cramer schwärmte von der Vielfalt der Redeformen, in denen sich die Typisierung des „global player“ entwickele, und entdeckte Bilder des Satanischen in dieser Gegenwartsbeschreibung. Joachim Sartorius beschrieb, wie die Sprache von New Economy und Arbeitswelt in die Poesie hineingeholt wird, Kurt Drawert fasste die Begeisterung im Lob zusammen: „Moderner und besser kann man keine Lyrik schreiben.“
(…) Und es war, als habe die Auswahl ein Schaufenster lyrischer Möglichkeiten öffnen wollen. Unter den neun Kandidaten waren etliche, denen man einen Preis hätte geben können. Die Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise von je 4000 Euro gingen dann an Uljana Wolf und Tobias Roth. Roth, der sich am Samstagnachmittag als letzter vorgestellt hatte, bezieht seine Texte auf Malerei. Das lyrische Ich erscheint als Kulturmensch, staunte Juror Jan Koneffke, während Ulrike Draesner insbesondere von der großartigen Beschreibung von Albrecht Altdorfers mittelalterlicher Darstellung der Alexanderschlacht angetan war, die dem Gemälde noch etwas hinzufüge.
Mit Uljana Wolf zeichnete die Jury eine experimentelle Lyrikerin aus, deren Arbeit sich erst in der Verbindung von Lesung und Schriftbild erschließt – die Texte sind gesetzt in lückenhafte Blöcke, enthalten Abkürzungen und Zeichnungen.
Über die Jury:
Insgesamt freilich war das intellektuelle Schaulaufen der Juroren häufiger als die tatsächliche Auseinandersetzung. Aber es ereignete sich auf so ansprechendem Niveau, dass die Unterhaltung gewährleistet war.
/ Johannes Breckner, Darmstädter Echo
63. Buchmesse 1
52. Lange Leipziger Lesenacht
L3 Lange Leipziger Lesenacht
14. März 2013 | 20:00
Mitwirkende:
Sascha Kokot, Simone Kornappel, Levin Westermann
Veranstalter:
ClaraPark, Leipziger Buchmesse, Moritzbastei , luxbooks,edition AZUR
Beschreibung:
Sascha Kokot “Rodung”; Levin Westermann; Simone Kornappel “Raumanzug”
Ort:
Moritzbastei, Ratstonne Universitätsstr. 9, 04109, Leipzig (Zentrum)
Eintritt:
Tageskasse / Abendkasse , 10 / 7€ erm.

L3 Lange Leipziger Lesenacht
14. März 2013 | 21:00
Mitwirkende:
Sünje Lewejohann, Christian Schloyer, Jan Skudlarek
Moderation:
Ulrike Feibig
Veranstalter:
ClaraPark, Leipziger Buchmesse, Moritzbastei , poetenladen , luxbooks, CVB
Beschreibung:
Sünje Lewejohann “In den Hirschen”; Jan Skudlarek “landzungen”; Christian Schloyer “panik · blüten”
Ort:
Moritzbastei, Schwalbennest, Universitätstr. 9, 04109, Leipzig (Zentrum)
Eintritt:
Tageskasse / Abendkasse , 10 / 7€ erm.
81. Nachwüchse
In Deutschland geschriebene Dichtung gehört zu der besten in der Welt
sagt das künftige Deutsche Zentrum. Allerdings wohl nicht der Nachwuchs:
Das Lektorat des Literarischen März 2013 hat in den vergangenen Wochen aus 469 Bewerbungen neun junge Autoren aus Deutschland und der Schweiz ausgewählt. Sie kämpfen am 22. und 23. März in der Centralstation um den mit 8000 Euro dotierten Leonce-und-Lena-Preis. Besonders stark ist Berlin mit vier Lyrikern vertreten.
Die Auswahl für den bedeutendsten Nachwuchspreis deutschsprachiger Lyrik sei den Verantwortlichen in diesem Jahr schwergefallen, berichtete Lektoratsmitglied Christian Döring bei einer Pressekonferenz. „Es gab keine herausragenden Einsendungen oder prägnante Stimmen, die sich besonders herauskristallisiert haben“, sagte der Literaturkritiker. Er hat die Finalisten zusammen mit seinen Kollegen Fritz Deppert und Hanne F. Juritz ausgewählt.
Den Texten habe es nicht an Qualität gemangelt, sondern eher an literarischer Innovation. Dennoch hätten die Werke von Myriam Keil (Hamburg), Sina Klein (Düsseldorf), Levin Westermann (Biel/Schweiz), Sascha Kokot und Marlen Pelny (beide Leipzig) sowie Georg Leß, Tobias Roth, Katharina Schultens und Uljana Wolf (alle Berlin), die Lektoren am Schluss überzeugt.
Von der Website des Wettbewerbs:
Das Lektorat entscheidet unter Ausschluss des Rechtsweges darüber, welche Autorinnen und Autoren zum Wettbewerb eingeladen werden. Die ausgewählten Autorinnen und Autoren erhalten bis Ende 2012 eine Einladung.
Lektorat
Fritz Deppert, Christian Döring, Hanne F. Juritz
Jury
Sibylle Cramer, Ulrike Draesner, Kurt Drawert, Jan Koneffke, Joachim Sartorius
Die Vorjury (Lektorat) bestand bei (Neube-)Gründung des Leonce-und-Lena-Preises 1979 aus Fritz Deppert (* 1932), Karl Krolow (1915-1999) und Wolfgang Weyrauch (1904-1980). Hanne F. Juritz (* 1932, Leonce-und-Lena-Preis 1972) und Christian Döring als Benjamin (* 1954) kamen hinzu.
Jury 2011:
Sibylle Cramer, Kurt Drawert, Jan Koneffke, Raoul Schrott (wegen Krankheit ausgeschieden), Monika Rinck
Jury 2009:
Sibylle Cramer, Kurt Drawert, Jan Koneffke, Raoul Schrott
Jury 2007:
Sibylle Cramer, Kurt Drawert, Jan Koneffke, Brigitte Oleschinski, Raoul Schrott
Jury 2005:
Sibylle Cramer, Kurt Drawert, Jan Koneffke, Brigitte Oleschinski, Raoul Schrott
Letzte Preisträger:
- 2011 Steffen Popp
- 2009 Ulrike Almut Sandig
- 2007 Christian Schloyer
- 2005 Ron Winkler
68. Literarischer März
Die Teilnehmer stehen schon mal da:
Keil, Myriam
Klein, Sina
Kokot, Sascha
Leß, Georg
Pelny, Marlen
Roth, Tobias
Schultens, Katharina
Westermann, Levin
Wolf, Uljana
51. Mike-Blogger
Elena Philipp bloggt über Yevgeniy Breyger:
Yevgeniy Breyger “Gedichte”
Es wassert und wuchert, scheuert und schuppt, früchtet und flickt: Üppig bestückt Yevgeij Breyger seine See- und Angelstücke mit verbalen Bildern.
“ehemals standsicher
eine böschung, kaum vorzustellen: / geflutet, eignet sich vorzüglich / zum sammeln von schwemmgut, / kriecht das aus allen ecken. / ich erforsche täglich die küste, / ein breitgelegenes wirrsal, / gebe etlichem einen begriff. / neulich habe ich eine lilie / zum kompass gefaltet, fortan / trage ich ihn kühn vor mir her.”
Gelegentlich dunkle Bilder tauchen auf, etwa das “gekerbte projektil”*. Angler- und Fischereiwortschatz wellt auf und ab. Die Texte scheinen über den Zyklus hinweg zu korrespondieren: Steht in einem Gedicht eine “obstschale / reif gefüllt”, finden sich im nächsten “früchte allerlei”; “algen” werden als “rhodophyta” botanisch präzisiert. Der Eindruck: genau komponiert.
Über Sascha Kokot:
Kalt ist die Welt dieser Gedichte. Menschen am Rand der Zivilisation: Sie asphaltieren, was die Tektonik über den Winter wieder zerklüften wird, warten auf den Wetterumschwung, zur Untätigkeit verdammt, sprengen tief im Bauch der Berge und wandeln auf Routen, die der Körper noch kennt, deren Sinn und Ziel der Verstand aber nicht mehr begreift. Ein “du” entrümpelt und räumt sich leer, ein anderes oder dasselbe “du” erfährt den Riss zwischen Ich und Welt:
“ irgendwann greift es dir / fest in den eigenen Körper / trennt dich ab / bis du fremd vor dem stehst / was dir lange Rückhalt war / du hilflos darin plündern gehst / aber nicht erkennst wie alles / zusammenzusetzen ist / was dir verschütt ging”
Multiple Kältetode, nur gelegentlich ein Wärmeschub. Atmosphärisch zwischen Roland Emmerich und Derek Walcott (“Things do not explode / They fail, they fade.”). Spröde, vielschichtig, schön.
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Solches “embedded” Blogging gefällt mir, weil es a) überhaupt Informationen und b) konkretere als feuilletonüblich liefert. Mal sehn was noch kommt.
* ein gekerbtes projektil ist ein projektil mit kerben. wie dunkel es ist, hängt vmtl. vom material ab. m.g.
109. Open Mike
Die Finalisten des 20. open mike stehen fest. Es sind für die Lyrik
- Yevgeniy Breyger (Magdeburg)
- Sascha Kokot (Leipzig)
- Martin Piekar (Bad Soden)
- Friederike Scheffler (Berlin)
- Michael Spyra (Leipzig)
- Arne Vogelgesang (Berlin)
- Linus Westheuser (Berlin)
- Tristan Marquardt (München)
Jury:
Marcel Beyer, Silke Scheuermann und Thomas von Steinaecker mehr
Lektoren:
Daniel Beskos, Natalie Buchholz, Christoph Buchwald, Lars Claßen, Georg Hasibeder, Birgit Schmitz mehr
Die Lektoren haben die Teilnehmer aus über 630 anonymisierten Texten ihre Kandidaten ausgewählt. Während des Finales stellen sie die Teilnehmer dem Publikum und der Jury vor.
72. 3 lyrische Ichs
Am Donnerstag, den 28. 6., ist es soweit: München hat eine neue Lesereihe, die sich ausschließlich neuer Lyrik widmet. Drei Mal im Jahr laden Walter Fabian Schmid und Tristan Marquardt drei Lyriker/innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ein, die erst einen oder noch keinen Band veröffentlicht haben. Die Angst vorm Neuen fürchten lehren – das ist das Credo.
Den Anfang machen Sascha Kokot, Max Czollek und Markus Hallinger.
28. 6., 20 Uhr | Kulturzentrum Einstein, Einsteinstr. 42 | U 4/5 Max-Weber-Platz | Eintritt: 5 / 3
Am 1. 11. geht es dann weiter mit Martina Hefter, Daniela Seel und Andrea Heuser.

51. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (5)
Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift
Wird in den nächsten 2 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden. (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur N – Sch. Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)
- Shafiq Naz (Hg.) · Der deutsche Lyrikkalender für junge Leser 2012. Jeder Tag ein Gedicht, 366 Gedichte von 200 Autorinnen und Autoren von den Anfängen bis zur Gegenwart, darunter ∙ Ernst Moritz Arndt ∙ Rose Ausländer ∙ Hans Bender ∙ Rolf Dieter Brinkmann ∙ Manfred Chobot ∙ Matthias Claudius ∙ Klaus Peter Dencker ∙ Annette von Droste-Hülshoff ∙ Marie von Ebner-Eschenbach ∙ Manfred Enzensperger ∙ Theodor Fontane ∙ Günther Bruno Fuchs ∙ Stefan George ∙ Günter Grass ∙ Peter Handke ∙ Heinrich Heine ∙ Hendrik Jackson ∙ Mathias Jeschke ∙ Franz Kafka ∙ Axel Kutsch ∙ Oskar Loerke ∙ Martin Luther ∙ Christian Morgenstern ∙ Wilhelm Müller ∙ Andreas Noga ∙ Novalis ∙ Martin Opitz ∙ Oswald von Wolkenstein ∙ Walther Petri ∙ August von Platen ∙ Monika Rinck ∙ Joachim Ringelnatz ∙ Paul Scheerbart ∙ Raoul Schrott ∙ Volker von Törne ∙ Georg Trakl ∙ Ludwig Uhland ∙ Friedrich Theodor Vischer ∙ Jan Wagner ∙ Robert Walser ∙ Albin Zollinger, 430 Seiten, Tischkalender mit Spiralbindung, Alhambra Publishing, B-Bertem 2011.
- Cyprian Kamil Norwid: Über die Freiheit des Wortes. Poem. Aus dem Polnischen von Peter Gehrisch. Leipziger Literaturverlag. 220 Seiten.
- Gisela Noy · Gänge ans Licht, mit drei Graphiken von Berthold Mallmann, 36 Seiten, handfadengebundene Broschur, numeriert und signiert, Atelier Verlag, Andernach 2011.
- Hellmuth Opitz · Die Dunkelheit knistert wie Kandis, 126 Seiten, Hardcover, Pendragon Verlag, Bielefeld 2011.
- Jutta Over · Grünland Grauland, 24 unpaginierte Seiten, geheftete Broschur, Machandel Verlag, Haselünne 2011.
- José Emilio Pacheco: Früher oder später. Edition Delta (Aus dem Spanischen von Juana und Tobias Burghardt)
- Bert Papenfuß: Pro tussi à gogo. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
- Alexej Parschtschikow: Erdöl. Gedichte. Übersetzung: Hendrik Jackson. kookbooks 2011
- Teresa Pascual ∙ Die geordnete Zeit & Rebellion des Salzes – El temps en ordre & Rebellió de la sal. Gedichte [zweisprachig]. Aus dem Katalanischen von Juana und Tobias Burghardt. Titelbild von Juana Burghardt. 161 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
- Miodrag Pavlović: Mißhelligkeiten, alte und neue. Gedichte. Aus dem Serbischen von Peter Urban. Leipziger Literaturverlag. 152 Seiten.
- Francesco Petrarca, Canzoniere, aus dem Italienischen übersetzt von Karl-Heinz Stierle, gebunden, 273 Seiten, Insel Verlag 2011.
- Annelotte Piper (Hg.): Kaum berührt, zerfällt die Mauer der Nacht.28 japanische Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit Gedichten von Yosano Akiko, Nagase Kiyoko, Fukao Sumako, Sagawa Chika, Machida Shizuko, Ishigaki Rin, Nakamura Chio, Mitsui Futabako, Uchiyama Tomiko, Ibaragi Noriko, Shinkawa Kazue, Shiraishi Kazuko, Tada Chimako, Kora Rumiko, Takarabe Toriko, Kawata Ayane, Kanai Mieko, Tomioka Taeko, Yoshihara Sachiko, Aoki Harumi, Tatara Chieko, Arai Toyomi, Yoshiyuki Rie, Ito Hiromi, Isaka Yoko, Hirata Toshiko, Inaba Mayumi und Kawaguchi Harumi. Mit einem Geleitwort von Yoko Tawada. Aus dem Japanischen von Annelotte Piper. Deutsche Erstausgabe. 368 Seiten. München: dtv, Dezember 2011.
- Kai Pohl (Hg.): floppy myriapoda. Subkommando für die freie Assoziation. Heft 18. Mit Gedichten von Niccolò Agnoli, Ernst-Jürgen Dreyer, Emmanuel Eni, Ernst Fuhrmann, Alex Galper, Rex Joswig, Andreas Paul, Kai Pohl, Clemens Schittko, Schwartz, HEL Toussaint, Johannes Witek u. a. Broschur, 40 S. EdK/Distillery, Berlin, Oktober 2011.
- Kai Pohl ∙ Clemens Schittko ∙ da kapo mit CS-Gas, 59 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
- Kai Pohl: Phantomkalender. Broschur, 24 S. Distillery, Berlin 2011.
- Traian Pop (Hg.) · BAWüLON. Süddeutsche MATRIX für Literatur und Kunst, 1. Ausgabe, Essay, Lyrik und Prosa, Gedichte von Johann Lippet · Horst Samson · Rainer Wedler u.a., 106 Seiten, Broschur, Pop Verlag, Ludwigsburg 2011.
- Traian Pop (Hg.) · Matrix. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 24. Ausgabe, Essay, Lyrik und Prosa, Gedichte von Róža Domašcyna ∙ Benedikt Dyrlich ∙ Kito Lorenc ∙ Friederike Mayröcker ∙ William Totok u.a., 192 Seiten, Broschur, Pop Verlag, Ludwigsburg 2011.
- Magorzata Poszewska (Hg.): Ein Fenster bis zum Horizont / Okno po horyzont. 198 Seiten. edition art science, St. Wolfgang. Reihe: Lyrik der Gegenwart, Band 10.
- Kevin Prufer, Wir wollten Amerika finden. Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Norbert Lange und Susanna Mewe. luxbooks, 2011.
- Hans Raimund/Friedrich Danielis: “Choral Variationen”. Edition Thurnhof, Reihe oxohyph 2011, 24 Euro, ISBN 978-3-900678-15-9. Auflage 400, 20 Exemplare erschienen als Vorzugsausgabe im Holzschuber mit einem Autograph von Hans Raimund und einer Arbeit von Friedrich Danielis, 180 Euro.
- Arne Rautenberg: Miami Bach. Illustration/ Grafik: Olrik Kohlhoff. 8 Bögen, keine Nummerierung. Cordel Kiel 2011.
- Arne Rautenberg: Triebabfuhr. Gedichte mit Zeichnungen von Thomas Palme, 24 Seiten. Cordel Kiel 2011.
- Tom Raworth: Logbuch. Gedichte. Übersetzung: Ulf Stolterfoht. 96 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden, Softcover. Das Wunderhorn 2011.
- Marcel Reich-Ranicki (Hg.) ∙ Frankfurter Anthologie. Vierunddreißigster Band, Gedichte und Interpretationen, Gedichte von H. C. Artmann · Gottfried Benn · Bertolt Brecht · Walter Helmut Fritz · Wolfgang Hilbig · Peter Huchel · Theodor Kramer · Alfred Lichtenstein · Friederike Mayröcker · Helga M. Novak u.v.a., 317 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011.
- Walter Rheiner. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 1. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
- Walter Rheiner · Ausgewählte Gedichte (edition grillenfänger 27). 48 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Øyvind Rimbereid · Herbarium, aus dem Norwegischen von Klaus Anders, 85 Seiten, Klappenbroschur, Edition Rugerup, Berlin · S-Hörby 2011.
- Jan Volker Röhnert ∙ Notes from Sofia. Bulgarische Blätter, Gedichte, Notate, Erzählung, 148 Seiten, Klappenbroschur, edition AZUR, Dresden 2011.
- Ludwig Rubiner · Das himmlische Licht. Gedichte (edition grillenfänger 26). 32 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Tuvia Rübner · Lichtschatten. Gedichte. 102 Seiten, gebunden, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Peter Rühmkorf: Poesiealbum 293. Hg. u. ausgewählt von Richard Pietraß, Grafik Horst Janssen. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011, 32 S.
- Wilhelm Runge · Das Denken träumt. Gedichte (edition grillenfänger 30). 62 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Gabriele Sander (Hg.): Die Welt hebt an zu singen. Musik-Gedichte. Reclam. 192 Seiten.
- Julia Sander ∙ Der Fernseher blinkt in Blitzblau Augengeflatter, 24 unpaginierte Seiten, Handsatz und Handfadenbindung von Karl-Friedrich Hacker, footura black, Itzehoe 2011.
- Ulrike Almut Sandig ∙ Dickicht, 80 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändchen, Schöffling & Co., Frankfurt am Main 2011.
- Jordi de Sant Jordi · Der letzte Trobador. Eine Anthologie. Herausgegeben und übersetzt von Hans-Ingo Radatz (Reihe: Katalanische Literatur des Mittelalters, Bd. 5), 120 Seiten, broschiert, Berlin – Münster – Wien – Zürich – London, LIT Verlag 2011.
- Knut Schaflinger ∙ Schneebrand, 103 Seiten, Klappbroschur, Edition POEMA, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2011.
- Valeri Scherstjanoi: Mein Futurismus. Mit einem Nachwort von Michael Lentz. Matthes & Seitz Berlin 2011, 191 S.
- René Schickele · Ausgewählte Gedichte (edition grillenfänger 22). 48 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Clemens Schittko: Manifest der Nachhut. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
- Clemens Schittko: Und ginge es demokratisch zu. sUkUltUr 2011.
- Tibor Schneider • Christiane Schweitzer • Anselm Treichler (Hg.), ]trash[pool. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 2. Ausgabe, Lyrik und Prosa von Richard Duraj, Sascha Kokot, Lucia Leidenfrost, Jinn Pogy, Jan Skudlarek u.a., 106 Seiten, Broschur, Tübingen 2011.
- Wieland Schmied · Ein Irrer schreibt an einen Blinden. Ezra Pound Studien III (Rimbaud-Taschenbuch Nr. 72), 112 Seiten, broschiert, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Stefan Schmitzer : scheiß sozialer frieden . Gedichte. Wien: Edition Korrespondenzen, 2011. Mit einem Nachwort von Clemens Setz, gebunden, 21 x 13 cm, 96 Seiten.
- Ernst Schönwiese · Baum und Träne (Lyrik-Taschenbuch Nr. 74), 72 Seiten, broschiert, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Karl-Heinz Schreiber ∙ Das Wundern der Romantizierer generiert altmodische Beulen, 38 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edition, Marklkofen 2011.
- Natalia Shchyhlevska · Verschränkungen. Leben und Werk von Autoren aus der Bukowina anhand von Briefen und Nachlässen (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 58).7 Abb., 124 Seiten, gebunden, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
46. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (3)
Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift
Wird in den nächsten 4 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden. (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur Ha – Kr – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)
- Ulla Hahn · Wiederworte, 192 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Deutsche Verlags-Anstalt, München 2011.
- Dirk Uwe Hansen: Sirenen. Gedichte (Grillenfänger 24). Udo Degener Verlag Potsdam, 44 S.
- Walter Hasenclever · Der Jüngling (edition grillenfänger 23). 52 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011. F
- Seamus Heaney · Die Amsel von Glanmore. Gedichte 1965 – 2006, zweisprachige Ausgabe, herausgegeben von Michael Krüger, 430 Seiten, Broschur, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2011.
- Andreas Heidtmann (Hg.), poet. Literaturmagazin, 11. Ausgabe: Gedichte · Gedichtkommentare · Prosa · Gespräche · Reportagen · Illustrationen, mit Gedichten von Uwe Kolbe, Franz Hodjak, Christian Schloyer, Dirk von Petersdorff, Martina Weber, Manfred Enzensperger, Thilo Krause, Sascha Kokot, Tim Holland, Peggy Neidel, Anne Dorn, Felix Philipp Ingold, Theo Breuer, Augusta Laar, Max Czollek, Tina Ilse Maria Gintrowski, Jörg Bernig, Ulrich Koch, Michael Speier, Adolf Endler, Steffen Popp, Ulrich Koch, Dirk von Petersdorff, Levin Westermann, Elisabeth Langgässer, Kerstin Preiwuss, Harald Hartung, Ulrike Almut Sandig, Norbert Lange, Nadja Küchenmeister, Clemens Eich, Michael Speier, Volker Sielaff, Vorwort des Herausgebers, 297 Seiten, Klappenbroschur, poetenladen Verlag, Leipzig 2011.
- Hel ToussainT: Nachbarin Dimitrowa. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
- Axel Helbig (Hg.) · Ostragehege. Die literarische Arena, 62. Ausgabe, Zeitschrift für Literatur und Kunst, mit Gedichten von Thomas Böhme, Kerstin Hensel, Daniela Seel u.a., 76 Seiten, Broschur, Literarische Arena e. V., Dresden 2011.
- Angelika Hentschel: Unerhörte Zeiten. Esslingen: Civitas Imperii Verlag 2011.
- Rolf Hermann ∙ Kurze Chronik einer Bruchlandung, 101 Seiten, Klappenbroschur, Verlag X-Time, Bern 2011.
- Rainer Hesse ∙ Sternenlicht und unberührter Schnee, 112 Seiten, Broschur, Lyrikedition 2000 · Allitera Verlag, München 2011.
- Fermín Higuera ∙ Ich möchte ans Meer gehen – Yo quiero ir al mar. Gedichte 1982-2006. [zweisprachig]. Aus dem Spanischen von Juana und Tobias Burghardt. 179 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
- Michael Hillen · Beschattete Erinnerungen, 36 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edition, Marklkofen 2011.
- Herbert Hindringer ∙ Judith Sombray ∙ Nähekurs, 48 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
- Hadayatullah Hübsch: Das Vergessen ist die Mutter der Verwahrlosung. Gedichte, mit Linolschnitten von Frank Wildenhahn (Frontispiz, signiert / Umschlag)Vorbemerkung: Hendrik Liersch (signiert). 56 Seiten, 100 Exemplare, Handsatz (Texte) und Maschinensatz(Vorbemerkung), ISBN 978-3-942280-12-9. 16,-
- hochroth Nr. 3, Herausgegeben von G. H. H. Beiträge von Walter Famler, Joachim Sartorius, Caspar Wündrich, Benoît Gréan, Gert Pehling, René Haddad, Ilarie Voronca, Piet de Moor, A. S. J. Tessimond. hochroth Verlag 2011.
- Robert Hodel (Hg.): Hundert Gramm Seele. Deset deka duše. Serbische Poesie aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hg. u. übertragen von Robert Hodel. Leipziger Literaturverlag 2011. 316 S.
- Florian Höllerer (Hg.): Ulf Stolterfoht: handapparat heslach. Quellen, Dokumente und Materialien. roughbook 018. Berlin, Rettenegg, Stuttgart und Solothurn, November 2011. 32 S.
- Georg Hoprich ∙ Bäuchlings legt sich der Himmel, Nachwort von Bertram Reinecke, 101 Seiten, Broschur, Verlag Reinecke & Voß, Leipzig 2011.
- Horn, Hans: Niemand zahlt mir ein Bier. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
- Horn, Katja: Abseitsmoral. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
- Norbert Hummelt · Pans Stunde, 91 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Luchterhand Literaturverlag, München 2011.
- Laura (Riding) Jackson, Christian Filips und Monika Rinck: PARA-Riding. roughbook 015, Berlin und Solothurn, September 2011. 190 S.
- Franz Janowitz · Auf der Erde. Gedichte (edition grillenfänger 28). 56 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Mathias Jeschke: Das Gebet der Ziege. Mit einem Nachwort von Arne Rautenberg. 80 S., Klapenbroschur, 14,90 EUR (= Blaue Reihe, Bd. 5).
- Nina Russo Karcher • Manchmal berührt mich das Dunkel, zweisprachige Ausgabe, ins Italienische übertragen von Fausto Romanato, Vorwort von Sonja Viola Senghaus, 186 Seiten, Broschur, Pop Verlag, Ludwigsburg 2011.
- Adrian Kasnitz, Schrumpfende Städte, luxbooks 2011.
- Sebastian Kleinschmidt (Hg.): Sinn und Form 63. Jh. H. 6/ 2011. Adam Zagajewski: Ich kann keine Erinnerung an Czesław Miłosz schreiben. Angela Krauss: Das im Leben verborgene Gedicht. Michael Mertes über John Donne. Igor Pomeranzew: Gespräch mit Joseph Brodsky über John Donne. Gespräch mit Richard Wagner. Gedichte von Esther Kinsky, John Donne, Joseph Brodsky.
- Heinrich von Kleist. Poesiealbum 296. Hg. Richard Pietraß, Auswahl Arno Pielenz, Grafik Josef Hegenbarth. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011. 30 S.
- Thomas Kling, „Das brennende Archiv“, Unveröffentlichte Gedichte, Briefe, Handschriften und Photos aus dem Nachlaß sowie zu Lebzeiten entlegen publizierte Gedichte, Essays und Gespräche, zusammengestellt von Norbert Wehr und Ute Langanky, Schreibheft. Zeitschrift für Literatur, Nr. 76, Februar 2011
- Hubert Klöpfer (Hg.) · Wetzstein Gedichtekalender 2012, faksimilierte Abschriften des Autographen Thomas Bader mit Gedichten von Ingeborg Bachmann, ∙ Bertolt Brecht, ∙ Joseph von Eichendorff, ∙ Marie von Ebner-Eschenbach, ∙ Theodor Fontane, ∙ Stefan George, ∙ Johann Wolfgang von Goethe, ∙ Heinrich Heine, ∙ Hermann Hesse, ∙ Friedrich Hölderlin, ∙ Christoph Meckel, ∙ Conrad Ferdinand Meyer, ∙ Rainer Maria Rilke, ∙ Theodor Storm ∙ Georg Trakl, 24 Blätter, 24 x 45 cm, Ringbindung, Klöpfer & Meyer, Tübingen 2011.
- Synke Köhler, waldoffen, 73 Seiten, Broschur, Lyrikedition 2000 · Allitera Verlag, München 2011.
- Ko Un: Blüten des Augenblicks. Übersetzt von Hans-Jürgen Zaborowski. Suhrkamp. 154 Seiten.
- Alfred Kolleritsch, Günter Waldorf (Hg.): manskripte, Zeitschrift für Literatur. Nr. 194/ Dezember 2011, 154 S. Lyrik von Ronald Pohl, Marcus Pöttler, Elke Erb, Walle Sayer, Willi Hengstler. Prosa von Yoko Tawada, Elfriede Jelinek u.v.a. Essays von Klaus Hoffer, Jürg Laederach, Andreas Unterweger, Klaus Peter Dencker.
- Thomas Kraft (Hg.): Rock Lyrik. Mit Konzertfotografien von Helmut Ölschlegel. München: dtv 2011. 128 Seiten. Gedichte von Marcel Beyer, Friedrich Ani, Helmut Krausser, Lydia Daher u.v.a.
- Erika Kronabitter (Hg.): Feldkircher Lyrikpreis 2011. Gedichte. 150 Seiten. edition art science, St. Wolfgang. Reihe: Lyrik der Gegenwart, Band 14.
- Jürgen Kross ∙ unverwandt, 109 Seiten, Broschur, Brandes & Apsel, Frankfurt am Main 2011.









