Getagged: Matthias Göritz

52. Ashbery lesen

Ashbery lesen heißt, den Faden verlieren zu wollen. Denn die Suche nach dem Sinn dieses Gedichts wäre unvorteilhaft, da es lediglich „Marginalien“ hervorhebt. Der Leser ist in der Folge völlig auf sich gestellt; stilistische Fallhöhen sind wichtiger als Stabilität. „Obwohl der Sonne knusprig verkohlte / Eingeweide hinter jenen Gipfel gesackt sind, hat bisher niemand einen Anspruch auf / die erstaunliche Summe angemeldet, welche der Sachverwalter verspricht. Weißte, kein / Minnesänger brach je einen Eid“.

Mit diesem ästhetischen „Plan“ macht sich der Autor unangreifbar. Einerseits kann man ihm vorwerfen, beliebig zu sein, andererseits ist er nicht beliebig genug, weil das „Flussbild“ nicht in alle Winkel auswuchern kann. Im begrenzten Rahmen des Buches stellt Ashbery aber klar, dass er nicht Herr im Hause seiner Dichtung ist, was den Text in Bewegung setzt. Er wendet sich gegen jede Literatur, die einen ganz bestimmten Inhalt vermitteln will, und dürfte damit viele Leser abschrecken. Wer sich jedoch darauf einlässt, empfindet mitunter Freude daran, sich dem Bilderstrom zu überlassen, den Sinn dabei jedoch zu vergessen.

Matthias Göritz und Uda Strätling versuchen, diese Problematik in ihrer Übersetzung zu bedenken. Sie schaffen es, den ständigen Wechsel stilistischer Register auch im Deutschen wiederzugeben; die weitschweifige Gedichtstruktur bewältigen sie ohne weiteres. Allerdings geben sie vor allem Fachausdrücke wörtlich wieder („dislocation“ wird zu „Dislozierung“) oder verwenden Genitive oft in altmodischer Form (z. B. „heaven’s summit“ als „des Himmels Zenit“). Gelegentlich passieren den Übersetzern auch stilistische Patzer, wenn etwa Ashberys „replacement-sun“ auf einer „Sonnenersatzbahn“ davonfährt oder wenn sich ein schlichter „someone“ in einen „dünne[n] Mann“ verwandelt.

Solche Fehler sind zwar ärgerlich, im Großen und Ganzen ist es aber auch deutschen Lesern möglich, das surrealistische Sammelsurium an Bildern, Strichen und Fragmenten zu betrachten (obwohl Textverständnis hier nicht gefragt ist). / Matthias Friedrich, literaturkritik.de

John Ashbery: Flussbild / Flow Chart. Ein Gedicht. Zweisprachig.
Übersetzt aus dem Amerikanischen von Matthias Göritz und Uda Strätling.
luxbooks, Wiesbaden 2012.
388 Seiten, 29,80 EUR.
ISBN-13: 9783939557296

80. Ausgepackt

und das Prüfen kann beginnen!

  • Poesiealbum 309: Hilde Domin. Auswahl Klaus Siblewski, Grafik Cy Twombly. 32 S., 4€. Mehr
  • Poesiealbum 310: Friederike Mayröcker. Auswahl Sonja Harter. Grafik Max Ernst. 32 S., 4€.
  • Mara Genschel: Referenzfläche 3# 8/50
  • Mara Genschel: Referenzfläche 3# 10/50 (Foto s. unten)
  • Lettre international. Europas Kulturzeitung. # 103. 138 S., 14,50€ (Beiträge von/über Gertrude Stein, Péter Nádas, Andrzej Stasiuk, Eliot Weinberger u.v.a.)
  • Richard Pietraß: Pariser Lust. Au plaisir de Paris.  Deutsch-Französisch. Ins Französische übertragen von Alain Lance und Gabriele Wennemer. Warmbronn: Ulrich Keicher, 2011.
  • Ludwig Steinherr: Flüstergalerie. Gedichte. München: Allitera, 2013.
  • Dirk Uwe Hansen: zwischen unge/ sehnen orten. silbende_kunst 2013.
  • floppy myriapoda. Subkommando für die freie Assoziation. Heft 23. 5€ (Mit Clemens Schittko, Kai Pohl, Gerd Adloff, HEL Toussaint, Linkeck u.v.a.).
  • Tone Avenstroup: ineinandersetzung samstemmelse. Distillery 38. 6€.
  • Katja Horn: Mengenleere. Gedichte. Distillery 39. 6€.
  • John Ashbery: FLOW CHART / Flussbild. Langgedicht, zweisprachig. Aus dem Amerikanischen von Matthias Göritz und Uda Strätling. Wiesbaden: Luxbooks 2013. 384 S.,  29,80 €
  • Sprache im technischen Zeitalter 208. Mit & über: Rolf Haufs, Nico Bleutge, Annett Gröschner, Frank Milautzcki, Aris Fioretos, Matthias Göritz, John Ashbery u.a.
  • Risse 31: Zensur. Mit & über Wolfgang Schreyer, Reinhard Jirgl, Kristoffer Cornils, Christa Wolf u.a. 5€
  • Zeitschrift für Ideengeschichte H. VII/4, Winter 2013: Die spinnen. Mit & über Anthony Grafton, Bruno Latour, Günter Figal, Derrida u.a.
  • manuskripte. Zeitschrift für Literatur. 202/ 2013. Mit Swantje Lichtenstein, Ann Cotten, Ulrike Draesner, Fabjan Hafner, Norbert Hummelt, Nadja Küchenmeister, Ales Rasanau, Martin Piekar, Marcel Beyer, Peter Hamm u.v.a.
  • Jenny Feuerstein: Lyriklos. Gedichte und Fotografien. Köln: silbende_kunst, 2013.
DSCI1543

Eine Doppelseite im Vergleich. Fans oder Archivare: Auflage aufkaufen!

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74. Tools

«Tools», nach «Loops» und «Pools» der dritte Gedichtband des 1969 in Hamburg geborenen Matthias Göritz, versammelt, sehr modern und ganz altmodisch, Verse, die noch einmal nach der Conditio humana fragen. Und die schöne Antworten geben können, Momente von irisierender Intensität: «Es ist das / Hin und Her, was uns fasziniert. Das nicht / Festgelegte.» An Realitätspartikeln steigen vergangene Welten auf und öffnen sich nun zu surrealen Räumen, fliessenden Collagen: «Ein Rätsel klopft an, // das von Grossmutters Schrank. Mit dem / Radio. Den beleuchteten Skalen. / Sie klingen wie Schiebetüren. Damals // glitten sie die Strassen entlang. Meine / Eltern. Es waren Spontanzeugungen in // Gedanken.» Viele Texte reflektieren die Genese ihrer Bilder. Wie die Übergänge vom Wachen zum Schlafen sind auch die Passagen vom geteilten Alltag hin zum Unabsehbaren erinnerter Intimität nicht genau zu bezeichnen. Ihre Realität im Gedicht bleibt beweglich. / Angelika Overath, NZZ

Matthias Göritz: Tools. Gedichte. Berlin-Verlag, Berlin 2012. 113 S., Fr. 29.90.

103. Allmende 89

Der Literaturwissenschaftler Max Kommerell schrieb: “Über Gedichte ist schwer reden.” Doch unumstritten ist sie die schillerndste, vielleicht kreativste aller literarischen Gattungen – ihrer Poesie, im wahrsten Sinne, kann sich nur entziehen, wer sich der Hingabe an das spielerische Wort zu verschließen vermag. Die Karlsruher Literaturzeitschrift “Allmende” widmet ihre 89. Ausgabe nun der modernen ästhetischen Wortkunst, mit Beiträgen namhafter und junger Autoren.

Gedichte verschiedenster Form bilden den Schwerpunkt des Hefts. Besonders bemerkenswert sind zum Beispiel die Gedichte der jungen Autoren Nora Bossong oder Alexander Gumz, dem diesjährigen Clemens-Brentano-Preisträger. Daneben stehen Essays zu verschiedenen Aspekten der lyrischen Welt. Lesenswert ist da ein Plädoyer an das lyrische Du von Christophe Fricker, wie es in Werken Stefan Georges zelebriert wird. Aber auch der Essay von Matthias Göritz, der sich auf vielschichtige Art mit der Frage nach dem politischen Gedicht in unserer Zeit beschäftigt und die Notwendigkeit unterstreicht, beschreibende und besänftigende Worte zu finden für die, angesichts der schrecklichen Katastrophen unseres Jahrhunderts, verstörte Seele. / Anna Suckow, Mannheimer Morgen

80. M-Z (Theo Breuer über Friederike Mayröcker)

… Me­moirenMen­schenMetamor­pho­sen, Mnemosyne, Mo­nolo­gen (und hätte ich dieses mein Schrei­ben nicht), Morphemen, Musik (also aus allem beziehe ich meine Spra­che, Material aus verschiedenen Quel­len, Bild, Ge­spräche, Musik, über­haupt die Musik, überhaupt habe ich der Mu­sik immer unrecht ge­tan, sie immer ins Un­recht gesetzt oder wie soll ich sagen, vermut­lich habe ich die Musik immer nur für meine literarischen Vor­haben ausgebeu­tet, mein Ver­hält­nis zur Musik st immer para­sitär gewesen, über­haupt mein Verhältnis zur Welt, zu den Menschen, also die wankendsten Funda­mente einer Gedankenwelt .. mit vielen Federn und Feder­kielen und wie es mich in halluzi­natori­sche Stimmungen versetzt hat ..)· über­schwemmt von Namen, No­ten und Notizen · über­schwemmt von Okeanos, Orakeln, Origina­len, Orten · über­schwemmt von Phanta­sie-Passa­gen, Pflanzen (die im leichten Wind schwanken­den Dol­den des Schier­lings), Po­sitionen · über­schwemmt von Quas­tenlärmQuellen, Quint­es­senzen (»Quer durch den Schlaf / die Buch­staben­spur / einer Sprache die / du nicht verstehst« · W. G. Sebald) · über­schwemmt von Räumen, Re­den, Reisen, (was werde ich mir dort­hin alles mitnehmen wenn es ans Ende geht), Reflexen, Re­flexionen · über­schwemmt von Sät­zen, Sil­ben, Sounds, »Spiralen« (Der­rida), »spitzennoten ausm äther« (Su­sanne Eules), Split­tern, Stachel­halm­wäldern, Steinen (be­trachtete die wäh­rend des Spazierenge­hens auf­gelese­nen Steine in meiner Hand), Stim­mun­gen · über­schwemmt von Täto­wie­rungen, Täuschungen, Tau­tropfen, Toden (Am 2. Februar 2012 schneit die Nachricht vom Tod Wisława Szymborskas – »Mir ist die Lächerlich­keit, Gedichte zu schreiben, lieber / als die Lä­cherlich­keit, keine zu schrei­ben« – ins Haus, drau­ßen Temperaturen um minus 13°C, hier unten verei­sen die Schei­ben. Wenn ich über den Tod schreibe, ist das eine positive Be­schäftigung. Ich kann mich dann mit der Sprache gegen ihn sträuben. Es ist eine Me­tamor­phose der Angst vor dem Tod. Aber nur für die Zeit, in der ich schreibe. Die Angst kommt immer wie­der), To­huwa­bohu, Topogra­phienTränenTräumen· über­schwemmt von Umlau­ten und Urlau­ten (»Wir baun die Welt aus den Unendlich­kei­ten« · Jakob van Hoddis) · über­schwemmt von Ver­gisz­meinnicht (sehr viele Wörter kommen mir abhanden), Vermutun­gen, Verzwei­gun­gen,Vögel­chen (ihr Ge­sang tröstet mich / diese ra­sende Poesie, etwas zwitschert beim Tippen), Verben (»Zukunft, / merk dir’s, / gibt es manchmal / nur in den Verben« · Matthias Gö­ritz), Verwunderungen, Verzweiflungen, Vo­ka­beln, Voka­len, Vor­spiege­lungen, »irrsinnigen Vor­stellun­gen« (Marcel Beyer) · über­schwemmt von Wahr­neh­mun­gen, warmen Wörtern (»nach wel­chem wort geht die welt zu ende«, fragt Wolfgang Hilbig), »Wasser­schrift / Welle um Welle« (Marie T. Mar­tin), Wieder­holungen be­stimm­ter Wörter, Wir­beln, Wol­ken (»die Wol­ken hetzen« · Ingrid Fichtner), Wortschätzen (»wortlos ins stru­delnde Wasser« · Martin Jankowski), Wünschen (du brauchst einen Baum du brauchst ein Haus / keines für dich allein nur einen Winkel ein Dach / zu sitzen zu denken zu schla­fen zu träumen / zu schreiben zu schwei­gen zu se­hen den Freund / die Gestirne das Gras die Blume den Him­mel), Wun­dern, Weh- und Wut­geheul · (…)

/ Theo Breuer: Überschwemmt, die Lust am Taumel • Im atmenden Alphabet für Friederike Mayröcker, Kuno (1/5)

77. Anschein von Literarizität

Harsch das Urteil des Rezensenten über den dritten Band von Matthias Göritz:

Leider muss man konstatieren: Anstatt das Potenzial seiner Werkzeuge auszunutzen, fasern die Gedichte in labberiges Pathos aus, verfallen in einen rhythmisch unglücklichen Stop-and-Go-Modus oder hüllen noch die belanglosesten Gedanken in den Anschein von Literarizität. Sei es die zyklische Schilderung eines Krankenhausaufenthaltes, eine als Sonettenkranz gebaute Roadmovie-Romanze oder seien es tagebuchartige  Notate: Weder inhaltlich noch sprachlich kann »Tools« wirklich begeistern. Wenn im Peter-Lustig-Parlando eine kleine Geschichte der Tulpe im eurasischen Kulturkreis in Verse gebrochen wird, kommt dabei mit Ausnahme einiger etymologischer Nebenbemerkungen wenig herum. Was hängen bleibt sind eher gruselige Kalauer und Momente klebrigen Kitsches. Wird die Dichterin Emily Dickinson mit den Worten »Du, / eine Frau,/ in die man sich / wieder verliest« apostrophiert, ist das ein ziemlich müder Kalauer und kein erfrischendes Wortspiel, das die Möglichkeiten der Sprache nachvollzieht. Auch Verse wie »Tränen hinterlassen keine Spur, / Ähnlich ist es mit dir« haben weniger poetischen als Poesiealbencharakter. / Kristoffer Cornils, junge Welt 13.6.

Matthias Göritz: Tools. Gedichte. Berlin Verlag, Berlin 2012. 112 S., 19,90 Euro

48. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (4)

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Wird in den nächsten 3 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur Kr – Na. Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

  1. Michael Krüger (Hg.) ∙ Akzente. Zeitschrift für Literatur, Heft 2/April 2011: Moderne hebräische Lyrik, zusammengestellt von Ariel Hirschfeld, aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer, 108 Seiten, Broschur, Verlag Carl Hanser, München 2011.
  2. Alexej Krutschonych: Phonetik des Theaters. Hg. von Valeri Scherstjanoi. Leipzig: Reinecke & Voß 2011.  81 S.
  3. Georg Kulka: Sichtbarkeit. Aufzeichnende Prosa. Prosagedichtezyklus, hochroth Verlag 2011.
  4. Thomas Kunst · Legende vom Abholen, 109 Seiten, Klappbroschur, Edition Rugerup, Berlin · S-Hörby 2011.
  5. Kunstverein Kunstgeflecht (Hg.): Rhein! Zeitschrift für Worte, Bilder, Klang Nr. 2 (Oktober), Kidemus: Köln 2011. Lyrik von Kurt Drawert, Armin Foxius, Frederike Frei, Thomas Geduhn, Harald Gröhler, Gert Heidenreich, Franz Hodjak, Yaak Karsunke, Jochen Kelter, Regine Mönkemeier, Albert Ostermeier, Elisabeth Plessen, Manfred Pricha, Carmen Elisabeth Puchianu, Francisca Ricinski-Marienfeld, Kurt Roessler, Said, Joachim Sartorius,Rolf Stolz, A. J. Weigoni.
  6. Axel Kutsch (Hg.) · Versnetze_vier. Deutschsprachige Lyrik der Ge­genwart von 216 Autorinnen und Autoren, dar­unter Andreas Altmann ∙ Michael Arenz ∙ Hans Bender ∙ Hans Georg Bulla ∙ Uwe Claus ∙ Crauss ∙ Hugo Dittberner ∙ Richard Dove ∙ Hans Eichhorn ∙ Peter Ettl ∙ Karin Fellner ∙ Brigitte Fuchs ∙ Claudia Gabler ∙ And­rea Heuser ∙ Franz Hodjak ∙ Jürgen Israel ∙ Peter Kapp ∙ Ulrich Koch ∙ Christoph Leisten ∙ Vesna Lu­bina ∙ Marie T. Martin ∙ Jürgen Nendza ∙ Andreas Noga ∙ Irmhild Oberthür ∙ Antje Paehler ∙ Tom Pohl­mann ∙ Arne Rauten­berg ∙ Francisca Ricinski ∙ Horst Samson ∙ Vera Schindler-Wunderlich ∙ Marita Tank ∙ Ralf Thenior ∙ Beate Ün­ver ∙ Marianne Ullmann ∙ Ruth Velser ∙ Jürgen Völkert-Marten ∙ Ron Winkler ∙ Ma­rio Wirz ∙ Maximilian Zander ∙ Rosemarie Zens, Vor­wort des Herausgebers, 329 Seiten, Broschur, Verlag Ralf Liebe, Wei­lerswist 2011.
  7. Stan Lafleur/Helena Becker: Das Lachen der Hühner. Liechtenstein-Gedichte und Papierschnitte, parasitenpresse, Köln 2011
  8. James Laughlin: Dylan schrieb Gedichte. Aus dem US-Amerikanischen von Christine Pfammatter. Leipziger Literaturverlag. 136 Seiten.
  9. lauter niemand e.V. (Hg.): lauter niemand. Die Berliner Zeitschrift für Lyrik und Prosa. 11. Ausgabe. Lyrik von Clemens Schittko, Sylvia Geist, Philipp Güntzel, Isabella Roumiantsev, Catherine Hales, Elke Engelhardt, Sina Klein, Richard Duraj, Andrea Scholl, Kerstin Becker, Martina Winter, Levin Westermann, Niklas Lem Niskate, Sonja vom Brocke, Charlotte Warsen, Thomas Steiner, Jan Imgrund, Dieter M. Gräf, Theresa Klesper, Claudia Gabler, Philippe Kottoros, Carl-Christian Elze, Lutz Steinbrück, Tom Nisse, Roberto Yañez, Tibor Schneider, Kirsten Hartung, Simone Hirth, Julian Walther, Robert Bahr, Prosa von Ulrike Almut Sandig, David Frühauf, Dirk Alt, Yulia Marfutova, Stephan Roiss, Martin Lechner, Guy Helminger, Joachim Wendel, Florian Wacker, Marie T. Martin, Bernd Gonner.
  10. Radmila Lazić: Das Herz zwischen den Zähnen. Gedichte. Aus dem Serbischen von Mirjana & Klaus Wittmann. Leipziger Literaturverlag. 160 Seiten.
  11. Ivo Ledergerber · Besuch bei einem Freund, 92 Seiten, Hardcover, Waldgut Verlag, CH-Frau­enfeld 2011.
  12. Wilhelm Lehmann, Poesiealbum 297. Auswahl Axel Vieregg, Grafik Herbert Tucholski. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011. 32 S.
  13. Christian Lehnert · Aufkommender Atem, 99 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Suhr­kamp Verlag, Ber­lin 2011.
  14. Anton G. Leitner · Arne Rautenberg (Hg.) · Das Gedicht, 19. Ausgabe: götterschöner freudefunken, Gedichte von Melanie Arzenheimer ∙ Jürg Beeler ∙ Brigitte Fuchs ∙ Norbert Göttler ∙ Ulla Hahn ∙ Erich Jooß ∙ Chris­tine Langer ∙ Andreas Peters ∙ Ilma Rakusa ∙ Robert Schindel ∙ Babette Werth ∙ Johannes Zultner u.v.a., 135 Seiten, Broschur, Anton G. Leitner Verlag, Weßling 2011.
  15. Anton G. Leitner (Hg.) ∙ Gedichte für Zeitgenossen. Lyrik aus 50 Jahren von H. C. Artmann ∙ Ingeborg Bachmann ∙ Werner Dürrson ∙ Jörg Fauser ∙ Axel Kutsch ∙ Mario Wirz u.v.a., 142 Seiten, Taschenbuch mit Schutzumschlag, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2011.
  16. Anton G. Leitner, Die Wahrheit über Uncle Spam und andere Enthüllungsgedichte, mit einem Nachwort von Ulrich Johannes Beil, 128 Seiten, Broschur, Daedalus-Verlag, Münster 2011.
  17. Michael Lentz · Textleben. Über Literatur, woraus sie gemacht ist, was ihr vorausgeht und was aus ihr folgt, herausgege­ben sowie mit Vor- und Nachwort versehen von Hubert Winkels, 576 Seiten, Hard­cover mit Schutzumschlag, Lesebändchen, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011.
  18. Ben Lerner: Die Lichtenbergfiguren. Gedichte, zweisprachig. Übersetzt von Steffen Popp. Mit e. Nachwort von Matthias Göritz.  luxbooks.americana, Wiesbaden 2011.
  19. Lettre International. Europas Kulturzeitung. Heft 95. Winter 2011. 138 S. Wassili Dimow: Kafkasus. Ein Poem. Beiträge von Péter Nádas, Slavoj Žižek, Friedrich Kittler u.v.a.
  20. Liao Yiwu: Massaker. Frühe Gedichte. Übersetzt von Hans Peter Hoffmann, hochroth Verlag 2011.
  21. Ernst Wilhelm Lotz · Wolkenüberflaggt (edition grillenfänger 20). 52 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  22. Wolfram Lotz: Fusseln. Liste. Köln: Parasitenpresse 2011 (paradosis Nr. 8). 16 S.
  23. Gertrud Luick-Conrad: Lebenslinien. Esslingen: Civitas Imperii Verlag 2011.
  24. Nikola Madzirov · Versetzter Stein, aus dem Mazedonischen von Alexander Sitzmann, 64 Sei­ten, Hardco­ver, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, München 2011.
  25. Zvonko Maković: lügen. warum nicht? Gedichte. Übersetzung: Alida Bremer. 96 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden, Softcover. Das Wunderhorn 2011.
  26. Nadeschda Mandelstam: Erinnerungen an Anna Achmatowa . Aus dem Russischen von Christiane Körner. Kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Pawel Nerler. Bibliothek Suhrkamp 1465, Berlin 2011. 205 S., mit zahlreichen Abbildungen.
  27. Horst-Ulrich Mann [d.i. Ulrich Horstmann]: Kampfschweiger. Gedichte 1977–2007. Verlag Shoebox House, Hamburg 2011. 187 S., € 16.90
  28. Julia Mantel ∙ dreh mich nicht um, Bilder von Petrus Akkordeon, Vorworte von Kurt Drawert und Jörg Sun­dermeier, 47 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
  29. Peter Marggraf (Hg.) · Berichte aus der Werkstatt, 10. Ausgabe, Bilder von Peter Marggraf, Gedichte von Hans Georg Bulla ∙ Uwe Claus ∙ Georg Oswald Cott ∙ Hugo Dittberner ∙ Paul Klee ∙ Gerd Kolter ∙ Heiner Müller ∙ August von Platen ∙ Rainer Maria Rilke, 40 Seiten, Format 23 x 33 cm, San Marco Handpresse, Neustadt 2011.
  30. Alfred Margul-Sperber (Hrsg.) · Die Buche. Eine Anthologie deutschsprachiger Judendichtung aus der Bukowina. Aus dem Nachlass herausgegeben von George Guțu, Peter Motzan und Stefan Sienerth. Mit Gedichten von Rose Ausländer · Uriel Birnbaum · Klara Blum · Paul Celan · Zeno Einhorn · Norbert Feuerstein · Ernst Maria Flinker · Robert Flinker · Benjamin Fuchs · David Goldfeld · Lotte Jaslowitz · Josef Kalmer · Alfred Kittner · Ewald Ruprecht Korn · Artur Kraft · Josef I. Kruh · Kamillo Lauer · Siegfried Laufer · Ariadne Baronin Löwendal · Hugo Maier · Itzig Manger · Alfred Margul-Sperber · Tina Marbach · Salome Mischel · Johann Pitsch · Moses Rosenkranz · Heinrich Schaffer · Isaac Schreyer · Jakob Schulsinger · Erich Singer · Isak Sonntag · Klaus Udo Tepperberg · Victor Wittner · Kubi Wohl. 469 Seiten, gebunden, 2. Auflage, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  31. Jean-Michel Maulpoix: Schritte im Schnee. Prosagedichte. Aus dem Französischen von Margret Millischer. Leipziger Literaturverlag. 140 Seiten.
  32. Ernst Meister · Gedichte, ausgewählt von Peter Handke, 150 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, Lese­bändchen, Suhrkamp, Berlin 2011.
  33. Burkhard Meyer-Sickendiek · Lyrisches Gespür. Vom geheimen Sensorium moderner Poesie, 571 Sei­ten, Bro­schur, Wilhelm Fink Verlag, München 2012.
  34. Suzanna Mikesh, “wann eigentlich haben wir damit aufgehört” 97 Gedichte, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, HC mit Schutzumschlag, Lesebändchen und Faksimilie auf dem Umschlag, ISBN: 978-3-935259-83-5, erscheinen im worthandel : verlag, 2011, 19,80 Euro (www.worthandel.de/wh_voe/aufgehoert.htm)
  35. Anja Möbest (Hg.): Alles auf Anfang. Trennungsgedichte. Reclam. 96 Seiten.
  36. Esther Mohnweg: Zuerst versinkt der Horizont. Berlingedichte und Fotografien. Leipziger Literaturverlag. 124 Seiten.
  37. Shafiq Naz (Hg.) · Der deutsche Lyrikkalender 2012. Jeder Tag ein Gedicht, 366 Ge­dichte von 300 Autorin­nen und Autoren von den An­fängen bis zur Gegen­wart, darunter Hans Assmann von Abschatz ∙ Friedrich Ani ∙ Jürgen Becker ∙ Irène Bourquin ∙ Ann Cotten ∙ Crauss ∙ Michael Donhauser ∙ Jutta Dornheim ∙ Elke Erb ∙ Peter Ettl ∙ Wolfgang Fienhold ∙ Walter Helmut Fritz ∙ Claudia Gabler ∙ Sylvia Geist ∙ Caroline Hartge ∙ Kerstin Hensel ∙ Angelika Janz ∙ Markus Manfred Jung ∙ Gottfried Keller ∙ Thomas Kling ∙ Wilhelm Leh­mann ∙ Alfred Lichtenstein ∙ Friederike Mayröcker ∙ Ernst Meister ∙ Jörg Neugebauer ∙ Hans Erich Nossack ∙ Hellmuth Opitz ∙ Jutta Over ∙ Silke Peters ∙ Marion Poschmann ∙ Bertram Reinecke ∙ Sophie Reyer ∙ Chris­tian Saalberg ∙ Horst Samson ∙ Suleman Taufiq ∙ Jesse Thoor ∙ Unbekannter Dichter ∙ Jürgen Völkert-Mar­ten ∙ Florian Voß ∙ Christian Wagner ∙ A. J. Weigoni ∙ Annemarie Zornack ∙ Stefan Zweig, 440 Seiten, Tischkalen­der mit Spiralbindung, Al­hambra Publishing, B-Bertem 2011.