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7. Friedrich-Hölderlin-Preis 2011 für Jan Wagner
Die Universität Tübingen und die Universitätsstadt Tübingen verleihen in diesem Jahr den Friedrich-Hölderlin-Preis an den Lyriker und Übersetzer Jan Wagner (*1971) so das einstimmige Ergebnis der Jurysitzung vom 24. Januar 2011. Der gebürtige Hamburger hat im vergangenen Jahrzehnt neben etlichen Veröffentlichungen in Anthologien und Übersetzungen aus dem Englischen vier eigene Lyrikbände veröffentlicht. Wagner hat in Hamburg, Dublin und Berlin Anglistik studiert und lebt in Berlin. In seiner Tätigkeit als Schriftsteller schreibt er neben Lyrik auch Rezensionen für verschiedene Zeitungen und den Rundfunk und ist außerdem als Übersetzer tätig.
Die sechsköpfige Jury, die aus je zwei Vertretern des Fachbereichs Neuphilologie der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen, des deutschen Literaturarchivs Marbach und der Hölderlin-Gesellschaft besteht, würdigt mit ihrer Wahl Wagners lyrisches Schaffen, das sich durch eine große Vielfalt der Formensprache auszeichnet und künstlerische Virtuosität wie beiläufig darbietet. Die Jury hebt weiter hervor, dass der Lyriker in jedem seiner bisher erschienenen Gedichtbände neue Felder lyrischen Sprechens erschlossen habe. Darüber hinaus würdigt sie ihn mit dem Preis auch als Übersetzer zeitgenössischer anglo-amerikanischer und anglo-irischer Lyrik.
Der mit 10.000 Euro dotierte Friedrich-Hölderlin-Preis wird seit 1989 alle zwei Jahre verliehen. Die Preisverleihung findet traditionell am 21. Oktober statt, dem Tag des Einzugs von Friedrich Hölderlin ins Tübinger Evangelische Stift. Die Laudatio hält der Lyriker, Publizist und Literaturwissenschaftler Professor Harald Hartung.
Mit dem Preis sollen gemäß der Satzung Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, „die einen neuen dichterischen Beitrag zur deutschen Sprache geleistet“ haben oder „als Forscher, Schriftsteller, Künstler oder Kritiker dem Werk Friedrich Hölderlins besonders verbunden“ sind.
Bisherige Preisträger:
2009 D. E. Sattler
2007 Harald Bergmann
2005 Andrea Zanzotto
2003 Marcel Beyer
2001 György Kurtág
1999 Thomas Rosenlöcher
1997 Philippe Jaccottet
1995 Prof. Dr. Dieter Henrich
1993 Uwe Kolbe
1991 Michael Hamburger, Litt.D. (h.c.)
1989 Theater Lindenhof Melchingen
Kontakt:
Krishna-Sara Kneer
Universität Tübingen, Hochschulkommunikation
Wilhelmstraße 5, 72074 Tübingen
+49 7071/29 77757
http://krishna-sara.kneer[at]uni-tuebingen.de
16. Zeitkunst Festival
2 Tage, 4 Konzertlesungen, 15 Kammermusiker,
11 Autoren, 8 Schauspieler, 2 Uraufführungen:
Eine Vision
Villa Elisabeth, Invalidenstr. 3, Berlin
Das Festival Zeitkunst möchte mit dem künstlerischen Dialog zwischen Kammermusik und Gegenwartsliteratur neue Wege beschreiten. Es ist das Anliegen der Initiatoren, die Qualitäten und Eigenarten beider Künste zu verbinden und diese Verbindung über die Dauer des Festivals hinaus ins öffentliche Interesse zu rücken.
Die 33 internationalen Musiker, zeitgenössischen Autoren und Schauspieler werden gemeinsam die Anknüpfungspunkte zwischen Text und Musik erkunden, herausbilden, hör- und erlebbar machen.
Die programmatische Zusammenstellung der Konzert-Lesungen folgt der Perspektive, die Interdisziplinarität zwischen den Künsten hervorzuheben. So dienen den Autoren einerseits ausgewählte Kammermusikwerke als Inspirationsmaterial, andererseits wurden zwei außergewöhnliche Komponisten gewonnen, die für das Festival ein Werk zu mehreren Texten junger Autoren komponieren.
Das direkte, sinntragende Miteinander von Literatur und Musik erhält durch das Festival Zeitkunst eine neue, visionäre Plattform.
Programm
Eröffnungs-Konzertlesung 7.11.2009, 19:00
Kammermusik: Paul Ben-Haim, Benjamin Britten, Gideon Klein, Uraufführung Samir Odeh-Tamimi
Gegenwartsliteratur: Jan Wagner, Ulrike Almut Sandig, Johannes CS Frank, Swantje Lichtenstein
Musiker: Shirley Brill, Jonathan Aner, Julian Arp, Caspar Frantz, Ensemble Zeitkunst, Sergey Malov, Manuel Hofer
Matinée, 8.11.2009, 11:00
Komponisten: Joseph Achron, Paul Hindemith, Bela Bartók, György Ligeti
Gegenwartsliteratur: Ron Winkler, Maa Brami, Andre Rudolph, Johanna Melzow, Swantje Lichtenstein, Alexander Graeff, Katharina Bendixen, Cornelia Schmerle, Katharina Hartwell
Musiker: Shirley Brill, Jonathan Aner, Ardeo Quartett, Claudio Bohorquez, Christoph Ehrenfellner, Sergey Malov
Konzertlesung am Nachmittag, 8.11.2009, 15:00
Komponisten: Robert Schumann, György Kurtag
Gegenwartsliteratur: Jan Wagner, Thien Tran, Ron Winkler, Ulrike Almut Sandig
Musiker: Matan Porat, Shirley Brill, Jonathan Aner, Guy Ben-Ziony, Sergey Malov, Manuel Hofer, Julian Arp.
Abschluss-Konzertlesung, 8.11. 2009, 19:00
Kammermusik: Arnold Schoenberg, Anton Webern, Gustav Mahler, Uraufführung Christoph Ehrenfellner
Gegenwartsliteratur: Andre Rudolf, Lilly Jäckl, Johannes CS Frank
Musiker: Caspar Frantz, Claudio Bohorquez, Matan Porat, Gergana Gergova, Guy Ben-Ziony, Julian Arp.