Getagged: Georg Heym
103. Offene Poetik
Gleich zwei Literaturzeitschriften, das sehr experimentierfreudige Literaturheft „randnummer“ und die dereinst von Höllerer selbst begründete Zeitschrift „Sprache im technischen Zeitalter“, haben nun bislang unveröffentlichte Gedichte aus dem Nachlass des 2003 verstorbenen Höllerer ausgegraben, die im Umfeld des Bandes „Systeme“ anzusiedeln sind. Der Berliner Dichter und Veranstaltungsmacher Tom Bresemann hat vor einiger Zeit im Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg ein Typoskript mit Höllerer-Gedichten gefunden, die vielleicht auch wegen ihrer formalen Kühnheit nie zur Veröffentlichung gelangt waren. In der aktuellen Ausgabe, dem Heft 5 der „randnummer“ hat Bresemann nun einige Funde zusammengetragen und in einem kleinen Vorwort kommentiert.
Im aktuellen Heft 203 von „Sprache im technischen Zeitalter“ werden weitere Höllerer-Gedichte im Faksimile präsentiert und in einem kundigen Aufsatz von Dieter M. Gräf in ihrem literaturhistorischen Kontext erschlossen. Gräf verweist zum Beispiel auf die berühmten „Thesen zum langen Gedicht“, in denen Höllerer bereits 1965 den Weg zu einer offenen Poetik bahnte, die dann in seinem Band „Systeme“ Gestalt annahm. In diesen Thesen spricht Höllerer dem langen Gedicht eine besondere Beweglichkeit zu: „die Entscheidung für ganze Sätze und längere Zeilen bedeutet Antriebskraft für Bewegliches.“ Die offene poetische Form manifestiert sich in den Nachlass-Gedichten in dem Umstand, dass die einzelnen Verse systematisch aus der Reihe tanzen und sich auf der Buchseite in vielfach aufgefächerten, sehr unregelmäßigen, oft auch fragmentierten Gedichtzeilen gruppieren. Diese sehr freie Versform ist zum Teil auch ein Import aus der modernen amerikanischen Poesie, den Höllerer in den frühen 1960er Jahren selbst organisiert hat. (…)
Es geht bei dieser Ausgrabung der nachgelassenen Gedichte Walter Höllerers jedoch nicht um bloße Literatur-Archäologie. Denn die „randnummer“ nutzt diese offene Poetik Höllerers ganz offenkundig als literarisches Leitbild. Neben die Höllerer-Gedichte platziert die Redaktion sehr reizvolle visuelle Poeme der Autorin Angelika Janz, in denen durch verschiedene Montagetechniken Zeitungsausrisse oder kleine Malereien in die poetische Textur integriert werden. Das ist ebenso als eine widerständige Poesie in Bewegung zu begreifen wie die hier abgedruckten Gedichte von Norbert Lange, Léonce Lupette oder Jan Skudlarek, in denen Verfahren der Überschreibung, der semantischen De-Regulierung oder gar des Rückbaus von Texten angewandt werden. Jan Skudlarek beispielsweise reduziert expressionistische Großstadtgedichte von Georg Heym oder Ernst Blass auf wenige Wörter, um sie damit gleichzeitig semantisch ungeheuer aufzuladen. Überhaupt ist dieses neue Heft der „randnummer“ als ein vielversprechendes Manifest der offenen Poetik und ihrer avanciertesten Autoren aus der jungen Generation zu lesen. / Michael Braun, Poetenladen
- randnummer, No 05

c/o Simone Kornappel, Okerstr. 43, 12049 Berlin. 252 Seiten, 8 Euro. - Ostragehege, No 67

c/o Axel Helbig, Birkenstr. 16, 01328 Dresden, 70 Seiten, 4,90 Euro - Edit, No 59

Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig. 112 Seiten, 5 Euro. - Sinn und Form, 5/2012

Postfach 2102 50, 10502 Berlin. 130 Seiten, 9 Euro. - Idiome, No 4

c/o Florian Neuner, Lübecker Str. 3, 10559 Berlin.104 Seiten, 9,90 Euro.
42. Heym-Cover-Versionen und Remixe
Mit der Anthologie „Ich bin von dem grauen Elend zerfressen“ will der Dichter und Herausgeber [Florian Voß] Heym wieder in die öffentliche Wahrnehmung hieven. Dazu hat er sich nicht für eine geschmackssichere, aber fade Best-of-Sammlung der Heymschen Gedichte entschieden, die als bessere coffee table-Lektüre enden würde.
Vielmehr setzt er auf einen frontalen Diskurs: 27 zeitgenössische Dichterinnen und Dichter haben sich mit dem – für einen mit 24 Jahren verstorbenen Schriftsteller doch sehr umfangreichen Werk – auseinander gesetzt und präsentieren nun ihre ganz eigenen Erwiderungen, literarische Cover-Versionen und Remixe des Originalmaterials. Flankiert werden die Texte von Tagebuchauszügen Heyms, die ihn als Neurotiker, Leidenden zeigen, der sein Heil im überbordenden Narzissmus suchte. Beinahe scheint er gegen Voß‘ Bemühungen unwissentlich Einspruch erhoben zu haben, als er am 5. Oktober 2011, ein paar Monate, bevor er zusammen mit seinem Freund Ernst Balcke in der vereisten Havel ertrank, notierte: „Wenn mein Werk etwas bedeutet, wird es von allein an das Licht kommen und bleiben.“ Die Sammlung spielt trotzdem (Wieder-)Geburtshelfer,
„Ich bin von dem grauen Elend zerfressen“ hat einen mehr als nur summierenden Charakter, findet seine Rechtfertigung nicht allein in seinem morbiden Anlass. Heym hatte, wie Stephan Reich das in seiner eindringlichen Verschränkung von dessen Gedicht „Ophelia“ und seinem eigenen tragischen Tod schreibt, „an den lippen noch reste // strenger, / nie wuchernder sprache“, als er 16. Januar 1912 langsam in einem Eisloch versank. Die darf nun wieder wuchern, in Gedichten, die hundert Jahre später entstanden sind. …
Eine Anthologie, die viele andere Lyriksammlungen in den Schatten stellt, obwohl und gerade weil sie zeigt, dass sich die aktuelle Gegenwartslyrik nicht auf einen Nenner zusammen streichen lässt. Wie damals, zu Zeiten Georg Heyms. Ob der mit diesem Buch wieder zu Ruhm kommt, sei dahin gestellt. Aber er dient als Katalysator für einige der interessantesten Dichterinnen und Dichter, die die deutschsprachige Gegenwartsliteratur zu bieten hat. / Kristoffer Patrick Cornils, Fixpoetry
Georg Heym: Ich bin von dem grauen Elend zerfressen. Gedichte und Erwiderungen. Herausgegeben von Florian Voß. Paperback. 88 S. 11,50€. ISBN 978-86906-373-7. Lyrik Edition 2000, Allitera Verlag, München 2012.
Über das gleiche Buch Mario Osterland: Noch nicht ganz vergessen, ebenfalls Fixpoetry
42. Heym und Erwiderungen
Verbotene Zone schreibt:
Und ihr dort draußen müsst das Buch alle, alle kaufen. Denn es ist ein phantastisches Buch geworden, eine Anthologie zum 100sten Todestag Georg Heyms. Mit dreißig Gedichten von ihm, die von dreißig zeitgenössischen Dichterinnen und Dichtern erwidert wurden, so von zum Beispiel Max Czollek, Stephan Reich, Birgit Kreipe, Jinn Pogy, Hendrik Jackson, Jan Wagner, Björn Kuhligk, Tom Schulz und Katharina Schultens.
Und hier ist der Link zum Verlag: Lyrikedition 2000. Und so sieht es aus:
65. Humus für Benn
Berlin bot in kurzer Zeit einen sehr fruchtbaren Humus für neue Lyrik.
Franz Werfel veröffentlichte Ende 1911 im Charlottenburger Verlag Juncker seinen ersten Gedichtband “Der Weltfreund”.
Herwarth Walden gab hier seit 1910 die Zeitschrift “Der Sturm” heraus, die Zeitschrift der künstlerischen Avantgarde, 1912 gründete er die gleichnamige Galerie. Für ihn dichtete man und schrieb Manifeste.
Der maschinengeile Futuristen-Häuptling, der reiche Italiener Filippo Tommaso Marinetti, fuhr im Cabriolet durch Berlin und verteilte massenhaft seine Manifeste, blieb hier aber trotz seines Aktionismus ziemlich isoliert. In Frankreich hatte er es immerhin auf die Titelseite des “Figaro” geschafft!
Und Ernst Rowohlt und Heinrich Bachmair gaben in ihren gerade gegründeten Verlagen den neuen Dichtern ein Forum.
Der Jura-Student Georg Heym veröffentlichte im April 1911 seinen ersten, viel beachteten Gedichtband. / Rainer Schmitz, DLF
53. Unfall eines Stars
Das “Berliner Tageblatt” berichtete über den tragischen Unfall: “Der ertrunkene Referendar Dr. Georg Heym war auch literarisch hervorgetreten, er hatte vor einiger Zeit einen Band Gedichte Das ewige Leben veröffentlicht, die Spuren einer schönen Begabung zeigen.” Hier wurde nachlässig recherchiert, denn der erwähnte, 1911 erschienene Gedichtband trägt den Titel “Der Ewige Tag”.
Außerdem ist das “Tageblatt” nicht ganz auf dem Laufenden, was Georg Heyms Bedeutung angeht: In dem gerade vergangenen Jahr 1911 war es dem angehenden Gerichtsreferendar nämlich gelungen, in der Berliner Avantgarde Fuß zu fassen. Ein wirklich informierter Nachrufschreiber hätte also nicht herablassend von den “Spuren einer schönen Begabung” gesprochen, sondern hätte wohl den Verlust eines Stars der jungen Literatur beklagt. …
Heyms (auf Berlin beschränkter) literarischer Erfolg zu Lebzeiten verdankte sich vor allem seinen spektakulären Auftritten im “Neopathetischen Cabaret für Abenteurer des Geistes”, das seit 1910 das Forum für avantgardistische Literatur in der deutschen Hauptstadt war. Die Veranstaltungen dieses Cabarets wurden von der Berliner Literaturkritik stark beachtet, und Georg Heym wurde von mehreren Rezensenten als besonders interessante Begabung gewürdigt. Wie Gunnar Decker in seinem jüngst erschienenen, sehr lesenswerten Heym-Essay berichtet, ist dieses Lob allerdings nicht ohne Nachhilfe des Poeten zustande gekommen: Heym hat einige Kritiker so lange beschwätzt, bis sie entnervt bereit gewesen sind, seinen Namen hervorzuheben (das dürfte auch heutigen Rezensenten bekannt vorkommen). / Hermann Schlösser, Wiener Zeitung
Gunnar Decker: Georg Heym. “Ich, ein zerrissenes Meer.” Ein biographischer Essay. vbb Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2011, 171 Seiten.
124. Ereignisarm
Seit jenen Tagen ist Georg Heym ein Begriff. Seine Strophen stehen in Anthologien und Auswahlbänden, gedruckt einst auch bei Aufbau und Reclam in Leipzig (mit dem schönen Nachwort von Stephan Hermlin), aber zu einer Biografie hat es dieser außerordentliche Dichter seltsamerweise nicht gebracht. Liegt’s daran, dass sein Leben so kurz und ereignisarm war? Vielleicht. Auch Gunnar Decker, der zum bevorstehenden hundertsten Todestag im Verlag für Berlin-Brandenburg ein Büchlein über Heym vorlegt, verspricht keine Lebensbeschreibung, sondern einen »biographischen Essay«. Es ist die erste Heym-Publikation nach langer Zeit und die bislang einzige Studie, die eingehend die Voraussetzungen dieser Dichtung erzählt, ohne dem Ehrgeiz zu verfallen, die letzten Dinge im Leben Heyms klären zu wollen. / Klaus Bellin, ND 29.11.
Gunnar Decker: Georg Heym. »Ich, ein zerrissenes Meer«, Verlag für Berlin-Brandenburg, 176 S., geb., 19,95 €.
55. Loerkes Kunst der Selbstbehauptung
Von diesem Dichter kann man die Kunst der Selbstbehauptung lernen. Oskar Loerke (1884 – 1941), der lyrische Solitär aus Westpreußen, hat den ästhetischen wie politischen Ernstfall erlebt, als der nationalsozialistische Machtstaat nach dem Januar 1933 alle Institutionen des freien Denkens zerschlagen wollte. Seine Biografie ist ein respektgebietendes Beispiel für eine Poetik des subtilen Widerstands unter den Bedingungen der Diktatur. Die Literaturgeschichte hat Loerke zum braven Naturlyriker verkleinern wollen, der sich wie viele Autoren der “Inneren Emigration” zu einer Ergebenheitsadresse an die Nazis hat hinreißen lassen.
Zwar kann man Loerke eine Unterwerfungsgeste anlasten, als er nach seiner Entlassung als Sekretär der Preußischen Akademie der Künste im April 1933 ein “Gelöbnis treuer Gefolgschaft” an Adolf Hitler unterzeichnete. Aber diese Unterschrift leistete er auf Druck seines Verlegers Samuel Fischer, der seinen Verlag in seiner Existenz bedroht sah und durch das Treugelöbnis an den “Herrn Reichskanzler” sein Lebenswerk vor dem Untergang retten wollte. Das erzwungene Gelöbnis hat Loerke, der als Lektor im S. Fischer Verlag arbeitete, in der Folge schwer belastet, hat aber nie seinen Willen zum Widerstand gebrochen. Sein Gedichtband “Der Silberdistelwald” erschien 1934, ein glänzendes Beispiel für den Versuch, ästhetische Autonomie gegen die Politik der Gleichschaltung zu behaupten. Dieser Versuch Loerkes, die künstlerische Freiheit gegen die Diktatur zu verteidigen, ist bislang kaum gewürdigt worden. Nun hat der nimmermüde Freiburger Literaturentdecker Uwe Pörksen gemeinsam mit dem Karlsruher Literaturwissenschaftler Wolfgang Menzel und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung einen kühnen Versuch zur Wiederaneignung dieses großen dichterischen Werks initiiert. In einer zweibändigen Ausgabe im Wallstein Verlag haben Pörksen und Menzel “Sämtliche Gedichte” Oskar Loerkes gesammelt und mit kundigen Anmerkungen versehen. / Michael Braun, Badische Zeitung 12.2.
Oskar Loerke. Sämtliche Gedichte. Herausgegeben von Uwe Pörksen und Wolfgang Menzel. Mit einem Essay von Lutz Seiler. Zwei Bände. Wallstein Verlag, Göttingen 2010. 1076 Seiten, 45 Euro.
22. Sonne, Mond und ISS
Sonne und Mond spielen in der Dichtung seit mindestens 4.000 Jahren eine Rolle. Das muß man nicht belegen. Peter Rühmkorf hat über den Mondwahnsinn in der deutschen Literatur geschrieben. Hier ein paar nur sehr grob chronologisch sortierte Beispiele für die Sonne:
- Du erscheinst vollkommen am Horizont des Himmels (Echnaton)
- Fear no more the heat o’ the sun (Shakespeare)
- My mistress’ eyes are nothing like the sun (Dito)
- The day’s grown old; the fainting sun has but a little way to run (Cotton)
- Geh unter, schöne Sonne, sie achteten / nur wenig dein (Hölderlin)
- Und die Sonne machte den weiten Ritt / um die Welt. (Arndt)
- Wie sank die Sonne glüh und schwer (Droste-Hülshoff)
- While we slumber and sleep the sun leaps up from the deep (Rossetti)
- Le soleil du matin doucement chauffe et dore (Verlaine)
- I’ll tell you how the sun rose (Dickinson)
- Sonne hat ihn gesotten. (Heym)
- And here face down beneath the sun (MacLeish)
- sonne! die du uns leuchtest und sengst die fofemberwiese (Okopenko)
- Plötzlich ging die Sonne aus (Bayer)
- Here Comes The Sun (Harrison)
- We were born of a sun stroke (Mohammed)
ISS-Gedichte gibts noch nicht so lang, aber es gibt sie. Vgl. hier und hier.
Hier nun ein Foto von gestern mit Mond und ISS vor der Sonne:
61. Heymweh
»Heymweh – eine konzertante Performance« nennt sich die Inszenierung eines internationalen Künstlertrios, das mit einem Mix aus Neuer Musik, Elementen des zeitgenössischen Tanzes, schauspielerischen Episoden und klassischem Vortrag die wortgewaltige Lyrik Heyms zu neuem Leben erwecken möchte. Es ist ein hehrer Anspruch, den der Hamburger Schauspieler und Regisseur Carsten Clemens da zusammen mit der italienischen Tänzerin Ambra Pittoni und dem kanadischen Musiker Miles Perkin versucht hat umzusetzen. Und genau das ist das Problem: Die Performance ist vor lauter Bemühung wie gelähmt, nichts ist darin zu finden von der ungestümen Wut und der Rauschhaftigkeit, die einem aus Heyms Lyrik entgegen springt. / Anouk Meyer, ND 17.12.
34. Meine Anthologie 52: Georg Heym, Der Dichter
DER DICHTER
Einem Dichter müssen spenden
Alle, die sich ihm gesellen,
Daß ihm aus gefüllten Händen
Wiedrum wunderbar entquellen
00Die Gesänge sonder Zahl.
Und er weiß es nicht, von wannen
Ihm die Stimme seltsam tönet,
Doch er kann sie nimmer bannen,
Bis sie sich zum Lied verschönet
00Und sich bildet sonder Qual.
Ewig geht er voller Freuden,
Und der Seele Schmerzen fügen,
Und der Liebe tiefste Leiden
Sich in ihm, auf daß sie trügen
00Ihn in ein erhöhtes Reich.
Keins kann ihn so tief verwunden,
Daß es nicht Genesung trage
In sich schon in schwersten Stunden,
Ewig schwebt des Schicksals Waage
00Ihm mit beiden Schalen gleich.
Und er rastet in den Städten
An der Frommen trautem Herde,
Lächelnd naht er ungebeten,
Doch er weilet ohn Beschwerde,
00Und er schuldet keinen Dank.
Früh des Tages zieht er weiter.
Doch es söhnen gern sich wieder
Aus die lang verhaßten Streiter,
Und es ist, als ob die Lieder
00Um den Herd noch tönen lang.
(Oktober 1906)
Georg Heym: Dichtungen und Schriften. Gesamtausgabe. Hg. Karl Ludwig Schneider. Bd. 1: Lyrik. Hamburg und München: Heinrich Ellermann 1964, S. 630.

