Getagged: Dmitry Golynko
43. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (2)
Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift
Wird in den nächsten 5 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden. (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur C – Ha. – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)
- Odile Caradec: Le Ciel, Le Cœur / Der Himmel, das Herz. Französisch-deutsch. Übertragung von Rüdiger Fischer. Éditions En Fôret / Verlag Im Wald. 258 S.
- Daniil Charms: Werke in 4 Bänden. Hrsg. von Vladimir Glozer und Alexander Nitzberg. Galiani, Berlin 2011.
- Chirikure Chirikure: Aussicht auf eigene Schatten. Gedichte. Dreisprachige Ausgabe, deutsch-englisch-shona. Herausgeber: Indra Wussow, Übersetzung: Sylvia Geist. 120 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden, Hardcover, Fadenheftung, mit CD. Das Wunderhorn 2011.
- Seymour Chwast: Dantes Göttliche Komödie. Adaptiert und gezeichnet von Seymour Chwast. Aus dem Englischen von Reinhard Pietsch. München: Knesebeck 2011, 128 S.
- Karl Corino ∙ In Bebons Tal. Neue Bilder aus Bebenhausen, 136 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Klöpfer & Meyer, Tübingen 2011.
- Ann Cotten: Pflock in der Landschaft. EdK / Distillery, Berlin 2011 (Schock-Edition).
- Carl Cairo Cramer: Dorn, ohne Alpha und Omega. Esslingen: Civitas Imperii Verlag 2011.
- CRAUSS. lakritzvergiftung. Verlagshaus J. Frank Berlin. Quartheft 29 // Edition Polyphon. 179 Seiten
- H.D.: Denken und Schauen : Fragmente der Sappho. (roughbooks 016)
- Christoph Danne · finderlohn, 107 Seiten, Broschur, tauland-Verlag, Köln 2011.
- Dietmar Dath: Gott ruft zurück. Connewitzer Verlagsbuchhandlung. 55 Seiten
- Jan Decker: Der Abdecker, Essay, Prosa, Gedichte, Vorwort: Jürgen Brocan, Illustrationen: Wienke Treblin, FIXPOETRY.Verlag, Hamburg Dezember 2011.
- Dedović, Dragoslav [Hrsg.]: Ulaznica : Srbija: panorama pesništva 21. veka. – Eintrittskarte / Panorama der serbischen Lyrik im 21. Jahrhundert. Klagenfurt : Drava, 2011. 359 S. Texte von Nina Živančević, Zvonko Karanović, Danica Vukićević, Živorad Nedeljković, Dejan Ilić, Vojislav Karanović, Nenad Milošević, Rade Tanasijević, Marija Knežević, Saša Radojčić, Saša Jelenković, Dejana Nikolić, Oto Horvat, Srđan Valjarević, Petar Miloradović, Ana Ristović, Nenad Jovanović, Milena Marković, Miloš Živanović, Alen Bešić, Željko Mitić, Jasmina Topić, Enes Halilović, Petar Matović, Dragana Mladenović, Siniša Tucić, Marjan Čakarević, Ljiljana Jovanović und Maja Solar.
- Udo Degener (Hg.): Deine Dummheit ist nicht zu ertragen. Gedichte über böse Weiber. Von: Blum, Blumauer, Boie, Brockes, Cartheuser, Castelli, Ebersberger, Epple, Förg, Friedreich, Goekingk, Hartleben, Haug, Hengeler, Karsch, Koller, Küttner, Langbein, Lessing, Logau, Marx, Neukirch, Niedermayer, Opitz, Pfeffel, Presber, Rachel, Ratschky, Richey, Rosegger, Rückert, Saphir, Schubart, Thümmel, Tucholsky, Weckherlin, Wedekind, Zuckermandel (edition grillenfänger 25). 60 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Udo Degener (Hg.): Gorilla, Pavian, Madrill. Affengedichte von: Abschatz, Busch, Castelli, Fröhlich, Grillparzer, Hagedorn, Hartleben, Hebbel, Hey, Heym, Heyse, Hoffmann-Donner, Kaulbach, Klabund, Lessing, Lichtwer, Liliencron, Mertens, Michaelis, Müller, Nicolay, Niedermayer, Pfau, Pfeffel, Presber, Thoma, Trojan, Weisse, Weissmann, Zöllner (edition grillenfänger 21). 40 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Klaus Peter Dencker (Hrsg.): Morgenstund hat kurze Beine. Unsinnspoesie. Reclam Stuttgart 2011.
- Stefan Döring ∙ morgestern, 48 Seiten, geheftete Broschur, Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2011.
- Anne Dorn ∙ Wetterleuchten, 79 Seiten, Nachwort von Jayne-Ann Igel, Hardcover mit Schutzumschlag, poetenladen Verlag, Leipzig 2011.
- Richard Dove · Straßenbahn, Hiroshima. Gedichte. Mit einem Nachwort von Pia-Elisabeth Leuschner. 300 Seiten, geb., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Edit. Papier für neue Texte 56. Hg. vom Literaturverein Edit e.V., Leipzig. Gedichte von Jan Imgrund, Anke Bastrop, Rick Reuther, Kenah Cusanit, Mirko Wenig, Sonia A. Petner, Renate Rasp.
- Edit. Papier für neue Texte. Edit 57. Hg. vom Literaturverein Edit e.V., Leipzig. Gedichte von Konstantin Ames, Miron Bialoszewski, Georg Leß; Anagramme von Elfriede Czurda, Michael Lentz, Ferdinand Schmatz und Christian Steinbacher zu einem Gedicht von Carlfriedrich Claus.
- Sara Ehsan ∙ Deutschland Mon Amour, Gedichte, illustriert von Hannes Haus, Sujet Verlag 2011
- Joseph von Eichendorff · Und es schweifen leise Schauer. Die schönsten Gedichte, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Karl-Heinz Ott, 127 Seiten, Hardcover, Hoffmann und Campe, Hamburg 2011.
- Erwin Einzinger: Die virtuelle Forelle. Jung & Jung. 143 Seiten
- Urs Engeler (Hg.): Zwischen den Zeilen. Eine Zeitschrift für Gedichte und ihre Poetik. Nr. 32, Januar 2011. Variations sérieuses – Neue Musik trifft neue Poesie. Ein Projekt der Sing-Akademie zu Berlin, hrsg. von Christian Filips. Mit Compact Disc. 117 S. Beiträge von Ann Cotten, Sebastian Elikowski-Winkler, Christian Filips, Mara Genschel, Christoph Herndler, Harald Muenz, Florian Neuner, Monika Rinck, Arne Sanders, Ulrich Schlotmann, Christian Steinbacher, Katia Tchemberdji, Asmus Trautsch.
- Urs Engeler (Hg.): Quarta Lingua Quadrophon – vier Miniaturen von Luzius Keller zu vier rätoromanischen Gedichten und deren Übersetzung ins Deutsche, Französische und Italienische. roughbook 017, Zürich und Solothurn, November 2011. Gedichte von Andri Peer, Luisa Famos, Vic Hendry. 62 S.
- Jürgen Engler (Hg.): So knallvergnügt: Hundert Gedichte über das Glück. 192 Seiten. Aufbau.
- Epidemie der Künste (Hg.): floppy myriapoda. Subkommando für die freie Assoziation, H. 18, 2011. Gedichte von Kai Pohl, Rex Joswig, Ernst Fuhrmann, Johannes Witek, Ernst-Jürgen Dreyer, Emmanuel Eni, Ronald Galenza, Clemens Schittko, Schwartz, Andreas Paul, HEL Toussaint, Niccolò Agnoli, Ralf S. Werder, Alex Galper, Jörg Burkhard, Siegfried Strauch; Kai Pohl über “Matthias” BAADER Holst, weitere Texte von Scheiffele, Paul Günter Krohn, Ann Cotten, Bertram Reinecke u.v.a. Beilage: lauter heiland 0. (zu einem Kommentar von Knofo, Texte von Alexander Krohn, Thomas Steiner, Tom de Toys u.a.).
- Herbert Fehmer · die welt braucht keine dachdecker. Gedichte. 88 Seiten, Klappenbroschur, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Joachim Feldmann ∙ Frank Lingnau u.a. (Hg.) · Am Erker. Zeitschrift für Literatur, 61. Ausgabe: Über Grenzen, Geschichten ∙ Gedichte ∙ Essays, u.a. mit Gedichten von Gernot Wolz und Johannes Witek, Essay von Martin Brinkmann über Matthias Baader Holst, 160 Seiten, Broschur, Daedalus Verlag, Münster 2011.
- Michael Fiedler ∙ Geometrie und Fertigteile, Nachwort von Jan Kuhlbrodt, 63 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, poetenladen Verlag, Leipzig 2011.
- Julietta Fix (Hg.) ∙ Brennpunkte. Lyrik aus der Schweiz, Gedichte von Irène Bourqin ∙ Brigitte Fuchs ∙ Svenja Herrmann ∙ Marianne Rieter ∙ Nathalie Schmid ∙ Elisabeth Wandeler-Deck, Illustrationen von Judith Sombray, 68 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
- Julietta Fix (Hg.) ∙ ein Bild von einem Gedicht, Bilder und Gedichte von Michael Arenz, ∙ Klara Beten, ∙ Jan Decker ∙ Peter Ettl ∙ Sabine Georg ∙ Herbert Hindringer ∙ Magdalena Jagelke ∙ Ulrich Koch ∙ Sünje Lewejohann ∙ Undine Materni ∙ Frank Norten ∙ Silke Peters ∙ Sophie Reyer ∙ Ulrike Almut Sandig ∙ Iris Thürmer ∙ Janin Wölke ∙ Michael Zoch, 116 Seiten, Broschur, Querformat, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
- Kurt Flasch: Warum hat Dante Odysseus in die tiefste Hölle verbannt? Münchner Reden zur Poesie. Herausgegeben von Ursula Haeusgen und Frieder von Ammon. Rede #9, gehalten am 19. Juli 2010 im Lyrik Kabinett. 23 Seiten.
- Kersten Flenter ∙ Die fetten Haare sind gewaschen, 52 Seiten, geheftete Broschur, Ariel-Verlag, Riedstadt 2011.
- Johannes CS Frank und Aurélie Maurin (Hgg.): Zeitkunst. Lyrik und Prosa. Zweisprachig: deutsch und französisch. Verlagshaus J. Frank Berlin. 240 Seiten.
- Angelica Freitas, rilke shake, gedichte, zweisprachig. aus dem brasilianischen portugiesisch von odile kennel, luxbooks 2011
- Hans-Joachim Gelberg (Hrsg.): Wo kommen die Worte her? Neue Gedichte für Kinder und Erwachsene. Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim 2011. 262 S.
- Ali Ghazanfari · Falsche Züge, Gedichte, Engelsdorfer Verlag 2011
- Traugott Giesen (Herausgeber): Gedichtekalender Kleiner Bruder 2012. Beck. 25 Seiten.
- Tina Gintrowski · PENG. Lyrikstories und andere Gedichte, 86 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, poetenladen Verlag, Leipzig 2011.
- Peter Goßens (Hrsg.) · »So etwas wie eine Bukowiner Dichterschule«. Ernst Schönwieses Briefwechsel mit Dichtern aus der Bukowina (1947/1948). Vorwort von Peter Goßens (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 57). 3 Abb., 64 Seiten, Klappenbrosch., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Benoît Gréan: PSA 14 / Petite suite attique / Kleine attische Suite / Piccola suite attica (französisch, deutsch, griechisch, italienisch). Herausgegeben von G. H. H., hochroth Verlag 2011.
- Andrea Grewe, Hiltrud Herbst und Doris Mendlewitsch (Hgg.): Fliegende Wörter 2012. Postkartenkalender. Daedalus. 56 Seiten
- Durs Grünbein: Limbische Akte. Gedichte. Ausgewählt u. mit einem Nachwort von Norbert Hummelt. Stuttgart: Reclam 2011. 365 S.
- Gert Robert Grünert, „Flußschnellen“, Neun Gedichte und ihre Analyse, 128 Seiten, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2011.
- Oskar Gudmundsson: Snorri Sturluson. Homer des Nordens. Eine Biografie. Aus dem Isländischen von Regina Jucknies. Böhlau-Verlag, Köln 2011. 447 S., Fr. 35.50.
- Gumz, Alexander: Ausrücken mit Modellen. Kookbooks. 88 S.
- Egon Günther: unsortierte wahrnehmungen. gedichte und prosa. medien streu. Engstler Verlag, Ostheim/Rhön 2011, 72 S.
- Florian Günther: Ausgemistet. Gedichte 1989 – 2011. Taschenbuch, 336 S. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2011.
- Philipp Günzel, Simone Kornappel (Hg.): randnummer. literaturhefte 04, September 2011, 128 S. Gedichte von Dennis Büscher-Ulbrich, Kristoffer Patrick Cornils, Max Czollek, Nicolai Kobus, Jan Kuhlbrodt, Tristan Marquardt, Robert Monat, Stephan Reich, Monika Rinck, Tibor Schneider, Sabine Scho, Mathias Traxler, Michael Zoch, Dmitry Golynko, Birgit Kreipe.
- Aldona Gustas, Untoter. Corvinus Presse.
- Victor Hadwiger · Wenn unter uns ein Wandrer ist (edition grillenfänger 19). 28 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Matthias Hagedorn (Hg.) ∙ Rheintor Linz – Anno Domini 2011, 64 Seiten, Bilder ∙ Prosa ∙ Gedichte von Swantje Lichtenstein ∙ Peggy Neidel ∙ A. J. Weigoni ∙ Kurzessays über Stan Lafleur ∙ Swantje Lichtenstein ∙ Andreas Noga ∙ Francisca Ricinski ∙ A. J. Weigoni, Vorzugsausgabe mit einem Holzschnitt von Haimo Hieronymus, Hardcover, Edition Das Labor, Bad Mülheim 2011.
- František Halas, „Töt ich den Schatten der krächzt“, Gedichte, ausgewählt von Antonin Brousek, aus dem Tschechischen übertragen von Manfred Peter Hein, mit einem Essay von Ludvik Kundera, herausgegeben von Volker Demuth und Swantje Lichtenstein, Edition Poema im Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2011.
- Mehrzad Hamzelo · Rudolf Kraus · Gorji Marzban (Hrsg.) · Neun Gärten der Liebe. Zeitgenössische persische Liebesgedichte, Edition Roesner 2011
117. LYRIK 25.3.11. Daniela Seel, Dmitry Golynko, István Kemény, Tobias Herold
Zeit
Freitag, 25. März · 20:00 - 23:00
Ort
“Ausland” – Territory for experimental music, performance and art
Lychener Str. 60 10437 Berlin
Berlin, Germany
Weitere Informationen
Lyriklesung:
Daniela Seel
Dmitry Golynko
István Kemény
Tobias Herold
25 Mar 2011 – 20:00
[Geöffnet ab 20 Uhr / Beginn der Veranstaltung um 20:30 Uhr]
Dimitry Golynko las bereits Anfang Dezember im Rahmen unserer Lyrikreihe im ausland, und es hat ihm offenbar so gut gefallen, dass er gerne wiederkommt – diesmal mit anderen Texten, die von ihm selbst auf Russisch und in Übersetzung von Alexander Filyuta vorgetragen werden.
Weiterhin freuen wir uns, dass auch István Kemény aus Budapest, wie Golynko derzeit Gast im Berliner Künstlerprogramm des DAAD, lesen wird; Orsolya Kalász, ihres Zeichens selbst Autorin, trägt Übersetzungen von Keménys Gedichten ins Deutsche vor.
Außerdem lesen Daniela Seel, deren Lyrikdebüt “ich kann diese stelle nicht wiederfinden” Mitte März erschien, sowie Tobias Herold.
Dimitry Golynko wurde 1969 in Leningrad, UdSSR, geboren. Nach dem Studium der Kunsttheorie und Russischen Literatur promovierte er mit einer Arbeit über die russische Post-Avantgarde des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Zuletzt erschienen von ihm “As it turned out” (Russ./Amerik.) und “Betonnye golybki/Concrete Doves”.
Tobias Herold, geboren 1983, lebt in Berlin. Als Autor schreibt er vor allem Lyrik, vereinzelt auch Prosa. Studium verschiedener Geisteswissenschaften. Sein erster Gedichtband “Kruste” erschien 2009.
István Kemény wurde 1961 in Budapest geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet – als Autor von Lyrik, Prosa, Essays und Dramen. Seine letzten Veröffentlichungen waren der Roman “Kedves Ismeretlen” (Dt.: Geliebtes Unbekanntes) und “Nützliche Ruinen. Célszerű romok” (Zweisprachig; ins Deutsche übersetzt von O. Kalász, M. Rinck, G. Falkner und S. Popp).
Daniela Seel, geboren 1974 in Frankfurt/Main, lebt als Autorin und Betreiberin von kookbooks – Labor für Poesie als Lebensform in Berlin. Ihr erster Gedichtband “ich kann diese stelle nicht wiederfinden” erscheint im März 2011.
Daniela Seel
Dmitry Golynko
István Kemény
Tobias Herold
25 Mar 2011 – 20:00
[Geöffnet ab 20 Uhr / Beginn der Veranstaltung um 20:30 Uhr]
Dimitry Golynko las bereits Anfang Dezember im Rahmen unserer Lyrikreihe im ausland, und es hat ihm offenbar so gut gefallen, dass er gerne wiederkommt – diesmal mit anderen Texten, die von ihm selbst auf Russisch und in Übersetzung von Alexander Filyuta vorgetragen werden.
Weiterhin freuen wir uns, dass auch István Kemény aus Budapest, wie Golynko derzeit Gast im Berliner Künstlerprogramm des DAAD, lesen wird; Orsolya Kalász, ihres Zeichens selbst Autorin, trägt Übersetzungen von Keménys Gedichten ins Deutsche vor.
Außerdem lesen Daniela Seel, deren Lyrikdebüt “ich kann diese stelle nicht wiederfinden” Mitte März erschien, sowie Tobias Herold.
Dimitry Golynko wurde 1969 in Leningrad, UdSSR, geboren. Nach dem Studium der Kunsttheorie und Russischen Literatur promovierte er mit einer Arbeit über die russische Post-Avantgarde des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Zuletzt erschienen von ihm “As it turned out” (Russ./Amerik.) und “Betonnye golybki/Concrete Doves”.
Tobias Herold, geboren 1983, lebt in Berlin. Als Autor schreibt er vor allem Lyrik, vereinzelt auch Prosa. Studium verschiedener Geisteswissenschaften. Sein erster Gedichtband “Kruste” erschien 2009.
István Kemény wurde 1961 in Budapest geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet – als Autor von Lyrik, Prosa, Essays und Dramen. Seine letzten Veröffentlichungen waren der Roman “Kedves Ismeretlen” (Dt.: Geliebtes Unbekanntes) und “Nützliche Ruinen. Célszerű romok” (Zweisprachig; ins Deutsche übersetzt von O. Kalász, M. Rinck, G. Falkner und S. Popp).
Daniela Seel, geboren 1974 in Frankfurt/Main, lebt als Autorin und Betreiberin von kookbooks – Labor für Poesie als Lebensform in Berlin. Ihr erster Gedichtband “ich kann diese stelle nicht wiederfinden” erscheint im März 2011.
90. Die Wettbewerbsteilnehmer des 5. ZEBRA Poetry Film Festival stehen fest
Die Programmkommission hat entschieden. Aus den über 900 Bewerbungen aus 71 Ländern für das 5. ZEBRA Poetry Film Festival wählte sie die 26 Teilnehmer des Wettbewerbs aus. Die Wettbewerbsfilme finden sich unter www.literaturwerkstatt.org
Eine international besetzte Jury wird während des Festivals die Gewinner des Wettbewerbs ermitteln. Es werden der „ZEBRA-Preis für den besten Poesiefilm“, der „Filmpoesie-Preis des Goethe-Instituts“ und der „Ritter-Sport-Preis, gestiftet von der Alfred Ritter GmbH & Co KG“ vergeben, mit einem Gesamtwert von 10.000 EUR.
Das ZEBRA Poetry Film Festival findet vom 14. – 17. Oktober 2010 im Kino Babylon, Berlin statt und ist ein Projekt der Literaturwerkstatt Berlin in Kooperation mit interfilm Berlin.
Die Programmkommission besteht aus internationalen Vertretern von Poesie und Film. Mit dabei sind der Dichter Dmitry Golynko (Russland), die Filmemacherin Anna Henckel-Donnersmarck (Deutschland), der Leiter des Filmfestivals interfilm Berlin Heinz Hermanns (Deutschland), der Projektleiter der Webseite für Poesie www.lyrikline.org Heiko Strunk (Deutschland) sowie Thomas Zandegiacomo del Bel (Deutschland), Projektleiter des ZEBRA Poetry Film Festival.
Das ZEBRA Poetry Film Festival ist ein Projekt der Literaturwerkstatt Berlin in Kooperation mit interfilm Berlin sowie mit der freundlichen Unterstützung durch den Hauptstadtkulturfonds. Preisstifter sind das Goethe-Institut, die Alfred Ritter GmbH & Co KG, der Deutsche Literaturfonds e.V. und Cine Impuls. Es findet statt im Rahmen des poesiefestival berlin.
14.-17. Oktober 2010
5. ZEBRA Poetry Film Festival
Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin
13. poesiefestival berlin
Eröffnet wird das poesiefestival am 4. Juni mit dem Kolloquium »Mittelmeer und Europa – die andere Geschichte der Literatur«. Es fragt, wie sich der Flüchtling in der Dichtung jener Region spiegelt und wie er heute zivilrechtlich behandelt wird. An der verlesenen »Europäischen Verfassung in Versen« haben gut 50 Dichter mitgeschrieben. Der Abend gehört »Weltklang – Nacht der Poesie« in der Akademie der Künste, wo das Festival bereits im dritten Durchgang sein Domizil hat. Stars der Szene tragen in Originalsprache ihre Gedichte vor, so die Deutschen Elke Erb und Michael Krüger, der Russe Dmitry Golynko, Nina Kibuanda aus dem Kongo, Yang Lian aus China, Michael Ondaatje aus Kanada, Anat Pick aus Israel, Cole Swensen aus den USA, Raúl Zurita aus Chile. In einer eigens publizierten Anthologie kann man dem Weltklang jener Gedichte in deutscher Übersetzung folgen. Auch Berliner Autoren haben ihr Podium: In sechs Bezirken lesen sie an öffentlichen Orten.
Tägliche »Poesiegespräche« forschen bis zum 12. Juni dem Stand der Dichtung in den Anrainerstaaten und darüber hinaus nach. Ondaatje, bei uns mehr für seinen Roman »Der englische Patient« bekannt, obwohl Autor von 13 Gedichtbänden, ist dabei; Abbas Beydoun aus dem Libanon, Alaa Khaled aus Ägypten berichten über die Hafenstädte Beirut und Alexandria sowie – mit Kollegen aus Palästina und Syrien – über Poesie als Ort der Freiheit. / Volkmar Draeger, ND 3.6.