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Schlagwort-Archive: Dirk von Petersdorff

Im Netz seit 1.1.2001

18. Radio-Fundsachen

Sendezeit: So., 9:05 – 10 Uhr

Neue Sendezeit ab 07.01.2014
Sendezeit (14-tägig):
So., 16:05 – 17 Uhr
Wiederholung:
Do., 21:05 – 22 Uhr

91. Stänkert

In seiner Tübinger Poetik-Vorlesung spielte Hans Magnus Enzensberger gemeinsam mit dem Germanisten Dirk von Petersdorff mit den Gedichten von Rilke, Klopstock und Benn. Da war er wieder: Enzensbergers ewiger Hang zum Spiel, zum Luftigen, zum Unernst.

Im Vergleich zu dem zornigen jungen Mann der 50er-Jahre, der die Wölfe gegen die Lämmer verteidigte, ist er doch ziemlich zahm geworden. Aber kein Wunder, Hans Magnus Enzensberger ist 84, seit vielen Jahren ist er mehr als intellektueller Spieler denn als wilder Poet und politischer Polemiker in Erscheinung getreten. Er gibt in Tübingen am ersten Abend den heiteren Alten, der kostenlos Apercus verteilt, ein bisschen gegen Barthes und Derrida stänkert und Schiller gegen Nietzsche in Stellung bringt. / Christian Gampert, DLF

111. Frühling. Lentz …

selbst hat in „offene unruh“ ein Gedicht namens „kaum frühling“ geschrieben, das er als „janusköpfig“ bezeichnet und das mit den Versen beginnt: „ist der krokus verblüht / was stellt er an das ganze jahr / soll auch ich einfach verschwinden? / jedes jahr dieses große hallo / als sei weiß gott was geschehen.“ Gerade arbeitet er an einem Nachwort zu Gedichten von Jesse Thoor, der, so Lentz, die schönsten Frühlingsverse überhaupt geschrieben habe. Und tatsächlich verblüffen Thoors „Rufe zur Nacht“ durch ihre liedhafte Einfachheit: „Ich, der Dichter Jesse Thoor – / dem Zünglein, Zeh und Ohr / und die Seele fror! // Wenn der März alle Bäche taut, / singe ich wieder laut! / Du meine hohe Braut! // Singe ich dein Herz gesund! / Du meines Sterbens Grund! / Küsse ich deinen Mund!“

Und auch Dirk von Petersdorffs Empfehlung ist hochgradig inspirierend – das betörende Gedicht „Fastfrühling“ von E. E. Cummings: „im Fast-/frühling“, beginnt es, „ist die welt schlamm-/selig und der kleine / lahme luftballonmann / flötet weit und winzig.“ / Uwe Ebbinghaus, FAZ (mehr Frühling mit Hans Magnus Enzensberger, Nora Gomringer, Christoph Buchwald, Marion Poschmann, Silke Scheuermann, Oleg Jurjew

Eine exklusive Lesung mit eigenen und klassischen Frühlingsgedichten von Silke Scheuermann, Nora Gomringer und Oleg Jurjew finden sie im Internet unter www.faz.net/frühlingslyrik.

 

101. Grünbein wie ein Hund (19 zu 70)

Eine schöne Idee*: „Lyrikerinnen und Lyriker der Gegenwart stellen sich vor“. Dirk von Petersdorff legt 19 Gedichte von Frauen und 70 von Männern vor, die die sich ausgesucht hatten, um zu sagen, zu zeigen, wer sie sind. 17 von ihnen sind vielleicht nicht für diese Sammlung geschrieben, aber hier doch erstmals veröffentlicht. Wolf Wondratscheks Gedicht zum Beispiel hat er zwar geschrieben, stammt aber, wie hinten bei den Nachweisen erklärt wird, aus dem Besitz von Dr. med. Wolfgang te Breuil. Man stellt sich vor, wie Wondratschek seinem Arzt Gedichte geschenkt hat wie mancher Maler mit seinen Bildern Rechnungen bezahlt. Vielleicht aber ist es ein Geschenk unter Freunden, und es gibt überall auf der Welt bisher unveröffentlichte Gedichte von Wondratschek, die er verstreut hat. Einfach aus Lebensfreude. Dieses hier ist ein Gedicht vom Ende, ein Gedicht auch wie von Descartes:

„Es kommt vor, daß wir in Zügen sitzen,
die durch die gelbe indische Nacht fahren.
Wir haben aufgehört zu schlafen.
Wir glauben nicht mehr, daß wir träumen.
Ja, es kommt vor! Es kommt vor, daß es dort,
wo wir hinfahren, keine Bahnhöfe mehr gibt,
keine anderen Reisenden außer uns,
am Ende nicht einmal mehr den Zug,
in dem wir sitzen.“

Der älteste Dichter in diesem Band ist Günter Grass, Jahrgang 1927. Die jüngste Autorin Theresa Hahl, geboren 1989 in Heidelberg. Sie hat eines der längsten Gedichte beigesteuert und auch das mit der längsten Zeile: „spült das auch immer ein bisschen gefühl durchs rippengemühl“. Theresa Hahl steuert auch das längste Wort bei: „ventrikelverdichtungsverschluss“ und sie spricht vom „gefühlsbausatz mensch“. (…) Der Versuch, sich den Gefühlen zu nähern, sie – frei von aller Empathie – zu verstehen, ist heute so reizvoll und nötig wie vor zweihundert Jahren. Die alphabetische Anordnung der Autoren fügt es, dass gleich nach Theresa Hahl Ulla Hahn kommt und sofort ist ein ganz anderer, ein gegensätzlicher Ton da:

„Für
All die geschundenen Körper zerrissenen Seelen
Gesichter ohne NAMEN ohne Gesicht“

Es macht den Reiz solcher Sammlungen aus, dass der Leser sehr Unterschiedliches, Popsongs und Durs Grünbein, zu sehen bekommt, dass er sich wie ein Hund hinlegen kann, wo er gerade Lust hat. / Arno Widmann, FR

*) sagt Arno Widmann

29. Kanonisch

Walter Fabian Schmid zu Harald Hartungs Poesierede

„Ewiger Ruhm dem Erfinder des Sonetts“ schrieb Valéry emphatisch – und Harald Hartung will mit seiner Rede vom 06. Oktober 2010 genau diesem Ideal des durch­konstru­ier­ten Gedichts auf die Spur. Oder eben nicht. Denn anstatt die streng kalku­lierte, geschlos­sene Form zu unter­suchen, sucht er das Offene, das Elas­tische, viel­leicht auch das Chaos. Dazu inte­rpretiert er ein Sonett des US-Ameri­kaners Robert Lowell und Sonette von deut­schen Autoren wie Chris­tian Lehnert, Jan Wagner und Dirk von Peter­sdorff sowie eigene Texte.

Harald Hartung 
Der vierzehngliedrige Salamander
Münchner Reden zur Poesie 10
Herausgegeben von Ursula Haeusgen und Frieder von Ammon
Lyrik Kabinett, 2010
28 Seiten, 12,00 Euro
Zu beziehen ist die Rede über das Lyrik Kabinett  externer Link

Beim Poetenladen komplett  anhörbar

44. Dürener Förderung

Die Stadt Düren hat einen Namen in der Kunstförderung. Eine private Stiftung vergibt u.a. Stipendien an junge Künstler, die 2 Jahre lang jeden Monat 1250 Euro erhalten und, man höre, “Die Stipendiaten sollten möglichst im Umkreis von etwa 1.000 km von Düren leben und arbeiten.” Sollten, möglichst”…, damit können viele leben. (Quelle)

Von einem Dürener Förderstipendium für Lyrik konnte ich bei Google nichts finden. Und doch scheint es zu existieren. Die Edition Azur informiert bei Facebook über ein Förderstipendium für Nancy Hünger in Höhe von 6000 Euro. So, nun findet es auch Google (wenn es nicht von Frau Wulff geschlossen wird).

Im Bereich Literatur des Kunstfördervereins bildet die Lyrik zweifelsohne den Schwerpunkt der Arbeit. Neben der Kammermusik ist sie die zweite tragende Säule der Kulturarbeit des Vereins.
Begonnen wurde die Reihe “Der Lyrik eine Gasse” im September 2002 mit einer Lesung von Sarah Kirsch im Töpfereimuseum in Langerwehe. Danach sind wir aus räumlichen Gründen nach Schloss Burgau umgezogen. Dort stellt uns die Stadt Düren als Veranstaltungspartner den Konzertsaal für Lesungen zur Verfügung. In dieser Reihe waren viele berühmte Namen in Düren zu Gast. Zu nennen sind u.a. Hilde Domin, Christoph W. Aigner , Durs Grünbein, Arnold Stadler, Ulla Hahn, Silke Scheuermann, Dirk von Petersdorff, Jan Wagner, Raoul Schrott, Wolf Wondratschek und Norbert Hummelt. / Kunstförderverein Düren

Mehr:

Seit der Gründung des Vereins „Heinrich-Böll-Haus Langenbroich e.V.“ im Jahr 1989 konnten inzwischen über 150 Schriftstellerinnen und Schriftsteller, bildende Künstlerinnen und Künstler, Komponistinnen und Komponisten aus Asien, Afrika, Lateinamerika, Südost- und Südeuropa in das ehemalige Wohnhaus der Familie Böll in der Eifel eingeladen werden.
Die bewährte Zusammenarbeit zwischen der Heinrich-Böll-Stiftung, der Stadt Düren und dem Land Nordrhein-Westfalen ermöglichte den aus vielfach bedrängten Situationen kommenden Gästen, für einige Zeit finanziell abgesichert und frei von staatlicher Kontrolle oder Verfolgung kreativ und ungestört arbeiten zu können. Zusätzlich konnte 2003 die Zusammenarbeit in einem europaweit entstandenen Netzwerk von Institutionen, die politisch verfolgten Autorinnen und Autoren Hilfe anbieten, konnte erfolgreich fortgesetzt werden.

Gäste im Böllhaus kamen 2012 aus Syrien, Bahrein (Qassim Haddad), Rußland und Serbien. / mehr

Peill-Stiftung

In Düren geboren: Bruno Hillebrand, Michael Lentz (sowie etliche Fußballer, Politiker vieler Couleur etc.)

Zeitweilig in Düren lebten: Karl der Große, August Stramm

49. Yves Bonnefoy liest in München

Mittwoch, den 13. Juni, Amalienstraße 83a, 20 Uhr:

Yves Bonnefoy liest aus Raturer outre / Streichend schreiben (Lyrik Kabinett 2012).

Durch den Abend führen Elisabeth Edl und Wolfgang Matz (Lesung französisch – deutsch)

Yves Bonnefoy (Copyright Mathilde Bonnefoy)

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125. Lyrik Kabinett und Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung kooperieren

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung und die in München ansässige Stiftung Lyrik Kabinett, die sich als einzigartiges, allein der Lyrik gewidmetes literarisches Zentrum erfolgreich im deutschen Sprachraum etabliert hat, kooperieren. Maria Gazzetti, die Leiterin des Kabinetts, hat vor einem Jahr die Veranstaltung „Das Lyrische Quartett“ ins Leben gerufen, das dreimal jährlich stattfindet. Die Akademie wird sich künftig als Institution kontinuierlich an dieser Reihe beteiligen. Dies soll der Beginn einer längerfristigen Zusammenarbeit sein.

“In einer Zeit, in der das Wort Literatur in der Öffentlichkeit oft als Synonym für Roman gebraucht wird, ist es wichtig, die Stimmenvielfalt der gegenwärtigen deutschen Poesie ins öffentliche Gespräch zu bringen. Dieses Ziel verfolgen Lyrik Kabinett und Akademie gemeinsam“, sagt Heinrich Detering, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Er wie auch der Kritiker und Lyriker Harald Hartung, ebenfalls Mitglied der Deutschen Akademie, gehören zum festen Ensemble des Quartetts, dem die Kritikerin Kristina Maidt-Zinke vorsitzt. Die vierte Person der Runde hat Gaststatus und wechselt jeweils zu den Veranstaltungen. Jedes Mal diskutiert das Quartett über vier Lyrikbände: drei Neuerscheinungen und einen Klassiker. „Im gemeinsamen Lesen und im Reden über Gedichte setzen wir an“, sagt Maria Gazzetti, „um zu zeigen: Die Poesie ist lebendig und gesellig.“

Am 18. April 2012 kommt das Lyrische Quartett zum vierten Mal zusammen. Als Gast wird der Verleger und Schriftsteller Michael Krüger dabei sein. Diskutiert wird über:

  • Tanja Dückers: Fundbüro und Verstecke (Schöffling, 2012)
  • Alexander Nitzberg: Farbenklavier (Suhrkamp, 2012)
  • Derek Walcott: Weiße Reiher (Hanser, 2012)
  • Wisława Szymborska: Der Augenblick/Chwila (Suhrkamp, 2005)

Mit der kommenden Veranstaltung wird die Internetseite www.daslyrischequartett.de freigeschaltet. Sie bietet nähere Informationen zu der Reihe: Audiodokumentationen der Veranstaltungen, Biographien der Kritiker, eine Liste der besprochenen Bücher u. a.

Es ist geplant, Ende 2012 eine Empfehlungsliste aus den Lyrikneuerscheinungen des Jahres vorzustellen. Über diese Liste wird ein Gremium aus Lyrik-Kennern und Mitgliedern der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung entscheiden.

Weitere Veranstaltungen der Reihe:

  • 20. Juni 2012, Gast: Dirk von Petersdorff
  • 28. November 2012 (Gast N.N.)

Veranstaltungsort des Lyrischen Quartetts: Lyrik Kabinett, Amalienstraße 83a, 80799 München.

46. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (3)

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Wird in den nächsten 4 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur Ha – Kr – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

  1. Ulla Hahn · Wiederworte, 192 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Deutsche Verlags-An­stalt, Mün­chen 2011.
  2. Dirk Uwe Hansen: Sirenen. Gedichte (Grillenfänger 24). Udo Degener Verlag Potsdam, 44 S.
  3. Walter Hasenclever · Der Jüngling (edition grillenfänger 23). 52 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011. F
  4. Seamus Heaney · Die Amsel von Glanmore. Gedichte 1965 – 2006, zweisprachige Ausgabe, herausgegeben von Michael Krüger, 430 Seiten, Broschur, Fischer Taschen­buch Verlag, Frankfurt am Main 2011.
  5. Andreas Heidtmann (Hg.), poet. Literaturmagazin, 11. Ausgabe: Gedichte · Gedichtkommentare · Prosa · Ge­spräche · Reportagen · Illustrationen, mit Ge­dichten von Uwe Kolbe, Franz Hodjak, Christian Schloyer, Dirk von Petersdorff, Martina Weber, Manfred Enzensperger, Thilo Krause, Sascha Kokot, Tim Holland, Peggy Neidel, Anne Dorn, Felix Philipp Ingold, Theo Breuer, Augusta Laar, Max Czollek, Tina Ilse Maria Gintrowski, Jörg Bernig, Ulrich Koch, Michael Speier, Adolf Endler, Steffen Popp, Ulrich Koch, Dirk von Petersdorff, Levin Westermann, Elisabeth Langgässer, Kerstin Preiwuss, Harald Hartung, Ulrike Almut Sandig, Norbert Lange, Nadja Küchenmeister, Clemens Eich, Michael Speier, Volker Sielaff, Vor­wort des Herausgebers, 297 Sei­ten, Klappenbroschur, poetenla­den Verlag, Leipzig 2011.
  6. Hel ToussainT: Nachbarin Dimitrowa. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
  7. Axel Helbig (Hg.) · Ostragehege. Die literarische Arena, 62. Ausgabe, Zeitschrift für Literatur und Kunst, mit Gedichten von Thomas Böhme, Kerstin Hensel, Daniela Seel u.a., 76 Seiten, Bro­schur, Literarische Arena e. V., Dresden 2011.
  8. Angelika Hentschel: Unerhörte Zeiten. Esslingen: Civitas Imperii Verlag 2011.
  9. Rolf Hermann ∙ Kurze Chronik einer Bruchlandung, 101 Seiten, Klappenbroschur, Verlag X-Time, Bern 2011.
  10. Rainer Hesse ∙ Sternenlicht und unberührter Schnee, 112 Seiten, Broschur, Lyrikedition 2000 · Allitera Ver­lag, München 2011.
  11. Fermín Higuera ∙ Ich möchte ans Meer gehen – Yo quiero ir al mar. Gedichte 1982-2006. [zweisprachig]. Aus dem Spanischen von Juana und Tobias Burghardt. 179 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  12. Michael Hillen · Beschattete Erinnerungen, 36 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edi­tion, Marklko­fen 2011.
  13. Herbert Hindringer ∙ Judith Sombray ∙ Nähekurs, 48 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Ham­burg 2011.
  14. Hadayatullah Hübsch: Das Vergessen ist die Mutter der Verwahrlosung. Gedichte, mit Linolschnitten von Frank Wildenhahn (Frontispiz, signiert / Umschlag)Vorbemerkung: Hendrik Liersch (signiert). 56 Seiten, 100 Exemplare, Handsatz (Texte) und Maschinensatz(Vorbemerkung), ISBN 978-3-942280-12-9. 16,-
  15. hochroth Nr. 3, Herausgegeben von G. H. H. Beiträge von Walter Famler, Joachim Sartorius, Caspar Wündrich, Benoît Gréan, Gert Pehling, René Haddad, Ilarie Voronca, Piet de Moor, A. S. J. Tessimond. hochroth Verlag 2011.
  16. Robert Hodel (Hg.): Hundert Gramm Seele. Deset deka duše. Serbische Poesie aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hg. u. übertragen von Robert Hodel. Leipziger Literaturverlag 2011. 316 S.
  17. Florian Höllerer (Hg.): Ulf Stolterfoht: handapparat heslach. Quellen, Dokumente und Materialien. roughbook 018. Berlin, Rettenegg, Stuttgart und Solothurn, November 2011. 32 S.
  18. Georg Hoprich ∙ Bäuchlings legt sich der Himmel, Nachwort von Bertram Reinecke, 101 Seiten, Broschur, Verlag Reinecke & Voß, Leip­zig 2011.
  19. Horn, Hans: Niemand zahlt mir ein Bier. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
  20. Horn, Katja: Abseitsmoral. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
  21. Norbert Hummelt · Pans Stunde, 91 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Luchterhand Lite­raturverlag, München 2011.
  22. Laura (Riding) Jackson, Christian Filips und Monika Rinck: PARA-Riding. roughbook 015, Berlin und Solothurn, September 2011. 190 S.
  23. Franz Janowitz · Auf der Erde. Gedichte (edition grillenfänger 28). 56 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  24. Mathias Jeschke: Das Gebet der Ziege. Mit einem Nachwort von Arne Rautenberg. 80 S., Klapenbroschur, 14,90 EUR (= Blaue Reihe, Bd. 5).
  25. Nina Russo Karcher • Manchmal berührt mich das Dunkel, zweisprachige Ausgabe, ins Italienische übertragen von Fausto Romanato, Vorwort von Sonja Viola Senghaus, 186 Seiten, Broschur, Pop Verlag, Ludwigsburg 2011.
  26. Adrian Kasnitz, Schrumpfende Städte, luxbooks 2011.
  27. Sebastian Kleinschmidt (Hg.): Sinn und Form 63. Jh. H. 6/ 2011. Adam Zagajewski: Ich kann keine Erinnerung an Czesław Miłosz schreiben. Angela Krauss: Das im Leben verborgene Gedicht. Michael Mertes über John Donne. Igor Pomeranzew: Gespräch mit Joseph Brodsky über John Donne. Gespräch mit Richard Wagner. Gedichte von Esther Kinsky, John Donne, Joseph Brodsky.
  28. Heinrich von Kleist. Poesiealbum 296. Hg. Richard Pietraß, Auswahl Arno Pielenz, Grafik Josef Hegenbarth. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011. 30 S.
  29. Thomas Kling, „Das brennende Archiv“, Unveröffentlichte Gedichte, Briefe, Handschriften und Photos aus dem Nachlaß sowie zu Lebzeiten entlegen publizierte Gedichte, Essays und Gespräche, zusammengestellt von Norbert Wehr und Ute Langanky, Schreibheft. Zeitschrift für Literatur, Nr. 76, Februar 2011
  30. Hubert Klöpfer (Hg.) · Wetzstein Gedichtekalender 2012, faksimilierte Ab­schriften des Auto­graphen Tho­mas Bader mit Gedichten von Ingeborg Bachmann, ∙ Bertolt Brecht, ∙ Joseph von Ei­chendorff, ∙ Marie von Ebner-Eschenbach, ∙ Theodor Fontane, ∙ Stefan George, ∙ Johann Wolfgang von Goethe, ∙ Heinrich Heine, ∙ Her­mann Hesse, ∙ Friedrich Hölderlin, ∙ Christoph Meckel, ∙ Conrad Ferdinand Meyer, ∙ Rainer Maria Rilke, ∙ Theo­dor Storm ∙ Georg Trakl, 24 Blätter, 24 x 45 cm, Ringbindung, Klöpfer & Meyer, Tübingen 2011.
  31. Synke Köhler, waldoffen, 73 Seiten, Broschur, Lyrikedition 2000 · Allitera Verlag, München 2011.
  32. Ko Un: Blüten des Augenblicks. Übersetzt von Hans-Jürgen Zaborowski. Suhrkamp. 154 Seiten.
  33. Alfred Kolleritsch, Günter Waldorf (Hg.): manskripte, Zeitschrift für Literatur. Nr. 194/ Dezember 2011, 154 S. Lyrik von Ronald Pohl, Marcus Pöttler, Elke Erb, Walle Sayer, Willi Hengstler. Prosa von Yoko Tawada, Elfriede Jelinek u.v.a. Essays von Klaus Hoffer, Jürg Laederach, Andreas Unterweger, Klaus Peter Dencker.
  34. Thomas Kraft (Hg.): Rock Lyrik. Mit Konzertfotografien von Helmut Ölschlegel. München: dtv 2011. 128 Seiten. Gedichte von Marcel Beyer, Friedrich Ani, Helmut Krausser, Lydia Daher u.v.a.
  35. Erika Kronabitter (Hg.): Feldkircher Lyrikpreis 2011. Gedichte. 150 Seiten. edition art science, St. Wolfgang. Reihe: Lyrik der Gegenwart, Band 14.
  36. Jürgen Kross ∙ unverwandt, 109 Seiten, Broschur, Brandes & Apsel, Frankfurt am Main 2011.

29. Nimm den langen Weg nach Haus

Unter dem Titel „Nimm den langen Weg nach Haus“ legt der Verlag C.H.Beck nun eine Sammlung mit Petersdorffscher Lyrik vor, die aus bereits veröffentlichtem Material und neuen Texten besteht. Angesichts des eingangs erwähnten, wirft das natürlich die Frage auf, ob es sich dabei um die haltbarsten Texte früherer Produktionen handelt, oder wenigstens um Texte, denen der Autor und der Verlag Haltbarkeit ansinnen, zumindest wünschen. Zuweilen scheint mir ein solches Vorhaben eitel, vor allem wenn sich die Texte so etwas wie ein tiefes Gedankentum zu borgen scheinen, wenn sie, wie vor allem im ersten Teil durch die individuelle Bildungsgeschichte des Autors spazieren und mit ausgestelltem Wissen nicht geizen. „wo der Berg ragt/ und die Sprache dünn wird,// wie an Mister Shelley zu studieren ist./…“ (40)

… Diese Texte sind mir zu klug. Zu durchdacht. Der Autor scheint an jeder Stelle genau zu wissen, was er tut, und stellt sich so zuweilen vor die Gedichte.

Hin und wieder aber, in dem Sonetten-Zyklus „Die Vierzigjährigen“ vor allem, durchbrechen Petersdorffs Texte ihre selbst auferlegte akademische Distanz. Dann rücken sie mir auf die Pelle, und ich stelle mich ihnen gern. / Jan Kuhlbrodt, Fixpoetry

Dirk von Petersdorff: Nimm den langen Weg nach Haus. Verlag C.H. Beck, München 2010.

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