Getagged: Carl-Christian Elze
19. Haidhauser Büchertage
142. Winter in Loschwitz
Carl-Christian Elze ist von Januar bis Ende März der erste “poet in residence” in Dresden-Loschwitz. Vergeben wird das Lyrikstipendium, das freie Unterkunft im Gästehaus des KulturHauses Loschwitz beinhaltet, vom Verein “Literarisches Dresden”.
Carl-Christian Elze konnte sich bei einer öffentlichen Lesung durchsetzen, und darf nun vom 6. Januar bis 31. März 2013 im KulturHaus Loschwitz wohnen. Bei einem monatlichen Stipendium von 900 Euro. …
Die in den drei Monaten entstehenden lyrischen Arbeiten sollen einen Bezug zur Stadt Dresden oder der sächsischen Kulturlandschaft erkennen lassen. / Börsenblatt für den deutschen Buchhandel
100. KOOKread
In unserer liebsten international befreiten Zone, dem Kvartira Nr. 62 in Kreuzberg, gibt es bei KOOKread auch diesmal wieder tolle junge und jüngste Literatur mit Musik, auf Deutsch, Polnisch, Englisch und – äh – Österreichisch.
Gerhild Steinbuch ist eine der spannendsten Theaterautorinnen ihrer Generation in Österrreich. Zur Zeit arbeitet sie unter anderem an einem ersten Roman. Sie liest Prosa und andere Textflächen.
Carl-Christian Elze hat einen Gedicht-Zyklus geschrieben über Olsztyn in Polen, wo er an einem Übersetzungsworkshop teilnahm. Karolina Golimowska war ebenfalls da und hat den Zyklus ins Polnische übersetzt. Sie lesen ihn, zum Erscheinen in Druck, zusammen, in beiden Sprachen.
Und mit Max Wallenhorst präsentieren wir einmal mehr ganz junge, gute Literatur – Wallenhorst ist 19 Jahre alt, war aber schon 2010 Preisträger des Treffens Junger Autoren der Berliner Festspiele und 2011 Gast des Internationalen Literaturfestivals Berlin.
Dazu kuratiert uns Rike Scheffler wieder schöne Musik:
Donna Stolz spielt “a bunch of little songs straight from the heart” -http://donnastolz.bandcamp.com/
Dienstag 20 Uhr
Kvartira 62
Ecke Skalitzerstr Wrangelstr/ Lübbener Str.18, 10997 Berlin
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Carl-Christian Elze wurde 1974 in Berlin geboren und wuchs in Leipzig auf. Nach dem Studium arbeitete er im Zoologischen Garten Berlin, um recht bald einen eigenen Zoo zu gründen, was leider ausfallen musste, bis jetzt. Auch Gedichte kamen dazwischen. Seit 2002 ist er Redakteur und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift plumbum. Von 2004-2008 tummelte er sich erneut studentisch am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sein zweiter Gedichtband „gänge” erschien in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung Leipzig 2009. Elze schreibt neben Gedichten auch Kurzprosa und Drehbücher. Zuletzt erhielt er 2010 ein New York-Stipendium des Deutschen Hauses NY und der Max Kade Foundation.
Karolina Golimowska, geboren 1985, aufgewachsen in Warschau, ist Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin/Konferenzdolmetscherin für Polnisch. Zusammen mit Carl Elze nahm sie im September 2011 an dem Projekt „LyrischerTRANSFERPoetycki“ in Olsztyn (Allenstein) teil, bei dem Elzes Gedichtzyklus und die Idee, ihn zu übersetzen, entstanden sind.
Gerhild Steinbuch, 1983 in Mödling (Österreich) geboren, studierte Szenisches Schreiben in Graz und studiert seit Herbst 2012 an der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch”. Neben vielen anderen Auszeichnungen und Preisen war sie bereits 2004 Gewinnerin des Stückewettbewerbs der Schaubühne am Lehniner Platz, bekam 2005 den Reinhard-Priessnitz-Preis, 2006 den Manuskripte – Förderpreis in Klagenfurt und 2008 den Deutsch-Französischen Autorenpreis. In der Saison 2008/2009 war Steinbuch Hausautorin des Schauspielhaus Wien. Sie arbeitet zur Zeit u.a. an ihrem ersten Roman „Berge und Täler mit Männern und Frauen“.
Max Wallenhorst, geboren 1993, lebt in Hannover. Preisträger des Treffens Junger Autoren 2010, 2011 Gast des Internationalen Literaturfestivals Berlin. Jemand kommentierte am seinem Blog: „in ein paar jahren ist dir dieser hochprätentiöse, pubertäre gymnasiast-macht-auf-kerouac-um-bräute-aufzureißen-mist peinlich, hoffe ich“. Zum Tod seines Patenonkels Michael Quasthoff schrieb er in der taz stattdessen Sätze wie: „Zu meinem 13. Geburtstag hast du mir ein Album von Tocotronic geschenkt, und jetzt schreibe ich Songzeilen auf meine Hände. Oder so ein Scheiß. […] Und eigentlich will ich zu dir gehen, tausend Fäuste in die Luft werfen und so was schreien wie, dass wir weitermachen, und so, aber ich lasse es lieber, das wäre dir bestimmt zu kitschig.“
48. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (4)
Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift
Wird in den nächsten 3 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden. (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur Kr – Na. Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)
- Michael Krüger (Hg.) ∙ Akzente. Zeitschrift für Literatur, Heft 2/April 2011: Moderne hebräische Lyrik, zusammengestellt von Ariel Hirschfeld, aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer, 108 Seiten, Broschur, Verlag Carl Hanser, München 2011.
- Alexej Krutschonych: Phonetik des Theaters. Hg. von Valeri Scherstjanoi. Leipzig: Reinecke & Voß 2011. 81 S.
- Georg Kulka: Sichtbarkeit. Aufzeichnende Prosa. Prosagedichtezyklus, hochroth Verlag 2011.
- Thomas Kunst · Legende vom Abholen, 109 Seiten, Klappbroschur, Edition Rugerup, Berlin · S-Hörby 2011.
- Kunstverein Kunstgeflecht (Hg.): Rhein! Zeitschrift für Worte, Bilder, Klang Nr. 2 (Oktober), Kidemus: Köln 2011. Lyrik von Kurt Drawert, Armin Foxius, Frederike Frei, Thomas Geduhn, Harald Gröhler, Gert Heidenreich, Franz Hodjak, Yaak Karsunke, Jochen Kelter, Regine Mönkemeier, Albert Ostermeier, Elisabeth Plessen, Manfred Pricha, Carmen Elisabeth Puchianu, Francisca Ricinski-Marienfeld, Kurt Roessler, Said, Joachim Sartorius,Rolf Stolz, A. J. Weigoni.
- Axel Kutsch (Hg.) · Versnetze_vier. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart von 216 Autorinnen und Autoren, darunter Andreas Altmann ∙ Michael Arenz ∙ Hans Bender ∙ Hans Georg Bulla ∙ Uwe Claus ∙ Crauss ∙ Hugo Dittberner ∙ Richard Dove ∙ Hans Eichhorn ∙ Peter Ettl ∙ Karin Fellner ∙ Brigitte Fuchs ∙ Claudia Gabler ∙ Andrea Heuser ∙ Franz Hodjak ∙ Jürgen Israel ∙ Peter Kapp ∙ Ulrich Koch ∙ Christoph Leisten ∙ Vesna Lubina ∙ Marie T. Martin ∙ Jürgen Nendza ∙ Andreas Noga ∙ Irmhild Oberthür ∙ Antje Paehler ∙ Tom Pohlmann ∙ Arne Rautenberg ∙ Francisca Ricinski ∙ Horst Samson ∙ Vera Schindler-Wunderlich ∙ Marita Tank ∙ Ralf Thenior ∙ Beate Ünver ∙ Marianne Ullmann ∙ Ruth Velser ∙ Jürgen Völkert-Marten ∙ Ron Winkler ∙ Mario Wirz ∙ Maximilian Zander ∙ Rosemarie Zens, Vorwort des Herausgebers, 329 Seiten, Broschur, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2011.
- Stan Lafleur/Helena Becker: Das Lachen der Hühner. Liechtenstein-Gedichte und Papierschnitte, parasitenpresse, Köln 2011
- James Laughlin: Dylan schrieb Gedichte. Aus dem US-Amerikanischen von Christine Pfammatter. Leipziger Literaturverlag. 136 Seiten.
- lauter niemand e.V. (Hg.): lauter niemand. Die Berliner Zeitschrift für Lyrik und Prosa. 11. Ausgabe. Lyrik von Clemens Schittko, Sylvia Geist, Philipp Güntzel, Isabella Roumiantsev, Catherine Hales, Elke Engelhardt, Sina Klein, Richard Duraj, Andrea Scholl, Kerstin Becker, Martina Winter, Levin Westermann, Niklas Lem Niskate, Sonja vom Brocke, Charlotte Warsen, Thomas Steiner, Jan Imgrund, Dieter M. Gräf, Theresa Klesper, Claudia Gabler, Philippe Kottoros, Carl-Christian Elze, Lutz Steinbrück, Tom Nisse, Roberto Yañez, Tibor Schneider, Kirsten Hartung, Simone Hirth, Julian Walther, Robert Bahr, Prosa von Ulrike Almut Sandig, David Frühauf, Dirk Alt, Yulia Marfutova, Stephan Roiss, Martin Lechner, Guy Helminger, Joachim Wendel, Florian Wacker, Marie T. Martin, Bernd Gonner.
- Radmila Lazić: Das Herz zwischen den Zähnen. Gedichte. Aus dem Serbischen von Mirjana & Klaus Wittmann. Leipziger Literaturverlag. 160 Seiten.
- Ivo Ledergerber · Besuch bei einem Freund, 92 Seiten, Hardcover, Waldgut Verlag, CH-Frauenfeld 2011.
- Wilhelm Lehmann, Poesiealbum 297. Auswahl Axel Vieregg, Grafik Herbert Tucholski. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011. 32 S.
- Christian Lehnert · Aufkommender Atem, 99 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Suhrkamp Verlag, Berlin 2011.
- Anton G. Leitner · Arne Rautenberg (Hg.) · Das Gedicht, 19. Ausgabe: götterschöner freudefunken, Gedichte von Melanie Arzenheimer ∙ Jürg Beeler ∙ Brigitte Fuchs ∙ Norbert Göttler ∙ Ulla Hahn ∙ Erich Jooß ∙ Christine Langer ∙ Andreas Peters ∙ Ilma Rakusa ∙ Robert Schindel ∙ Babette Werth ∙ Johannes Zultner u.v.a., 135 Seiten, Broschur, Anton G. Leitner Verlag, Weßling 2011.
- Anton G. Leitner (Hg.) ∙ Gedichte für Zeitgenossen. Lyrik aus 50 Jahren von H. C. Artmann ∙ Ingeborg Bachmann ∙ Werner Dürrson ∙ Jörg Fauser ∙ Axel Kutsch ∙ Mario Wirz u.v.a., 142 Seiten, Taschenbuch mit Schutzumschlag, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2011.
- Anton G. Leitner, Die Wahrheit über Uncle Spam und andere Enthüllungsgedichte, mit einem Nachwort von Ulrich Johannes Beil, 128 Seiten, Broschur, Daedalus-Verlag, Münster 2011.
- Michael Lentz · Textleben. Über Literatur, woraus sie gemacht ist, was ihr vorausgeht und was aus ihr folgt, herausgegeben sowie mit Vor- und Nachwort versehen von Hubert Winkels, 576 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändchen, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011.
- Ben Lerner: Die Lichtenbergfiguren. Gedichte, zweisprachig. Übersetzt von Steffen Popp. Mit e. Nachwort von Matthias Göritz. luxbooks.americana, Wiesbaden 2011.
- Lettre International. Europas Kulturzeitung. Heft 95. Winter 2011. 138 S. Wassili Dimow: Kafkasus. Ein Poem. Beiträge von Péter Nádas, Slavoj Žižek, Friedrich Kittler u.v.a.
- Liao Yiwu: Massaker. Frühe Gedichte. Übersetzt von Hans Peter Hoffmann, hochroth Verlag 2011.
- Ernst Wilhelm Lotz · Wolkenüberflaggt (edition grillenfänger 20). 52 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Wolfram Lotz: Fusseln. Liste. Köln: Parasitenpresse 2011 (paradosis Nr. 8). 16 S.
- Gertrud Luick-Conrad: Lebenslinien. Esslingen: Civitas Imperii Verlag 2011.
- Nikola Madzirov · Versetzter Stein, aus dem Mazedonischen von Alexander Sitzmann, 64 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, München 2011.
- Zvonko Maković: lügen. warum nicht? Gedichte. Übersetzung: Alida Bremer. 96 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden, Softcover. Das Wunderhorn 2011.
- Nadeschda Mandelstam: Erinnerungen an Anna Achmatowa . Aus dem Russischen von Christiane Körner. Kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Pawel Nerler. Bibliothek Suhrkamp 1465, Berlin 2011. 205 S., mit zahlreichen Abbildungen.
- Horst-Ulrich Mann [d.i. Ulrich Horstmann]: Kampfschweiger. Gedichte 1977–2007. Verlag Shoebox House, Hamburg 2011. 187 S., € 16.90
- Julia Mantel ∙ dreh mich nicht um, Bilder von Petrus Akkordeon, Vorworte von Kurt Drawert und Jörg Sundermeier, 47 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
- Peter Marggraf (Hg.) · Berichte aus der Werkstatt, 10. Ausgabe, Bilder von Peter Marggraf, Gedichte von Hans Georg Bulla ∙ Uwe Claus ∙ Georg Oswald Cott ∙ Hugo Dittberner ∙ Paul Klee ∙ Gerd Kolter ∙ Heiner Müller ∙ August von Platen ∙ Rainer Maria Rilke, 40 Seiten, Format 23 x 33 cm, San Marco Handpresse, Neustadt 2011.
- Alfred Margul-Sperber (Hrsg.) · Die Buche. Eine Anthologie deutschsprachiger Judendichtung aus der Bukowina. Aus dem Nachlass herausgegeben von George Guțu, Peter Motzan und Stefan Sienerth. Mit Gedichten von Rose Ausländer · Uriel Birnbaum · Klara Blum · Paul Celan · Zeno Einhorn · Norbert Feuerstein · Ernst Maria Flinker · Robert Flinker · Benjamin Fuchs · David Goldfeld · Lotte Jaslowitz · Josef Kalmer · Alfred Kittner · Ewald Ruprecht Korn · Artur Kraft · Josef I. Kruh · Kamillo Lauer · Siegfried Laufer · Ariadne Baronin Löwendal · Hugo Maier · Itzig Manger · Alfred Margul-Sperber · Tina Marbach · Salome Mischel · Johann Pitsch · Moses Rosenkranz · Heinrich Schaffer · Isaac Schreyer · Jakob Schulsinger · Erich Singer · Isak Sonntag · Klaus Udo Tepperberg · Victor Wittner · Kubi Wohl. 469 Seiten, gebunden, 2. Auflage, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Jean-Michel Maulpoix: Schritte im Schnee. Prosagedichte. Aus dem Französischen von Margret Millischer. Leipziger Literaturverlag. 140 Seiten.
- Ernst Meister · Gedichte, ausgewählt von Peter Handke, 150 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändchen, Suhrkamp, Berlin 2011.
- Burkhard Meyer-Sickendiek · Lyrisches Gespür. Vom geheimen Sensorium moderner Poesie, 571 Seiten, Broschur, Wilhelm Fink Verlag, München 2012.
- Suzanna Mikesh, “wann eigentlich haben wir damit aufgehört” 97 Gedichte, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, HC mit Schutzumschlag, Lesebändchen und Faksimilie auf dem Umschlag, ISBN: 978-3-935259-83-5, erscheinen im worthandel : verlag, 2011, 19,80 Euro (www.worthandel.de/wh_voe/aufgehoert.htm)
- Anja Möbest (Hg.): Alles auf Anfang. Trennungsgedichte. Reclam. 96 Seiten.
- Esther Mohnweg: Zuerst versinkt der Horizont. Berlingedichte und Fotografien. Leipziger Literaturverlag. 124 Seiten.
- Shafiq Naz (Hg.) · Der deutsche Lyrikkalender 2012. Jeder Tag ein Gedicht, 366 Gedichte von 300 Autorinnen und Autoren von den Anfängen bis zur Gegenwart, darunter Hans Assmann von Abschatz ∙ Friedrich Ani ∙ Jürgen Becker ∙ Irène Bourquin ∙ Ann Cotten ∙ Crauss ∙ Michael Donhauser ∙ Jutta Dornheim ∙ Elke Erb ∙ Peter Ettl ∙ Wolfgang Fienhold ∙ Walter Helmut Fritz ∙ Claudia Gabler ∙ Sylvia Geist ∙ Caroline Hartge ∙ Kerstin Hensel ∙ Angelika Janz ∙ Markus Manfred Jung ∙ Gottfried Keller ∙ Thomas Kling ∙ Wilhelm Lehmann ∙ Alfred Lichtenstein ∙ Friederike Mayröcker ∙ Ernst Meister ∙ Jörg Neugebauer ∙ Hans Erich Nossack ∙ Hellmuth Opitz ∙ Jutta Over ∙ Silke Peters ∙ Marion Poschmann ∙ Bertram Reinecke ∙ Sophie Reyer ∙ Christian Saalberg ∙ Horst Samson ∙ Suleman Taufiq ∙ Jesse Thoor ∙ Unbekannter Dichter ∙ Jürgen Völkert-Marten ∙ Florian Voß ∙ Christian Wagner ∙ A. J. Weigoni ∙ Annemarie Zornack ∙ Stefan Zweig, 440 Seiten, Tischkalender mit Spiralbindung, Alhambra Publishing, B-Bertem 2011.
109. Junge deutsche Lyrik in Mexiko
Metrópolis heißt eine mexikanische Lyrikzeitschrift, die in ihrer Nr. 36 (“Gratis-Exemplar”) neue deutsche Lyrik vorstellt.
http://www.revista-metropolis.com/
Die Onlineausgabe besteht aus einer großen Jpg-Datei (13 MB), die über Flash so gesteuert wird, daß sie auf Mausbewegung reagiert (was das Lesen etwas schwierig macht. Wer will, kann sich von mir die jpg schicken lassen – die hält wenigstens still.)
Sie enthält Texte von René Hamann, Carl Christian Elze, Ann Cotten, Ulrike Almut Sandig, Sabine Scho, Jan Volker Röhnert, Peggy Neidel, Ron Winkler, Christoph Wenzel und Swantje Lichtenstein.
123. 1. FIXPOETRY Lyrik Nacht
28. April 2011, 20 Uhr
Theater Heimathafen Neukölln (Karl-Marx-Str. 141, 12043 Berlin)
Beyoglu Blues mit Oya Erdogan und Gerrit Wustmann
Außerdem lesen Tanja Dückers, Carl-Christian Elze, Christian Kreis, Brigit Kreipe, Clemens Schittko und Orla Wolf
Musik: Frogbelly und Symphony (Thomas Lebioda und Liz Hanley)
Moderation: Julietta Fix
Eintritt: 8,- Euro (VVK) / 10,- Euro (AK)
139. Leipziger Poeten
Lyrik im Freitag? Aber ja doch. Ganz viel sogar, und alles aus Leipzig:
Doch da ist noch etwas anderes, wodurch diese Stadt auf der literarischen Landkarte hervorsticht: Hier leben erstaunlich viele Dichter. Ja, ausgerechnet die Lyrik, diese vielleicht heikelste Gattung, hat sich in dem Biotop aus literarischer Infrastruktur, geringen Lebenskosten und städtebaulicher Unfertigkeit bestens eingerichtet. Was auch andernorts nicht unbemerkt bleibt: Gerade sorgt eine Leipziger Poetengeneration von Anfang- bis Mitte-Dreißig-Jährigen bei einschlägigen Gelegenheiten für Aufsehen und -hören. Und das, ohne eine eigene Szene darzustellen; es gibt keine festen Orte oder regelmäßigen Treffen, obwohl die meisten mit dem Deutschen Literaturinstitut ein gemeinsames Nadelöhr haben. …
Konstantin Ames sitzt an einem kleinen Küchentisch im Leipziger Künstlerbezirk Plagwitz. Auf seiner frisch rasierten Glatze spiegelt sich orangefarbenes Licht, was seiner Erscheinung etwas Mönchhaftes verleiht. „Ich würde mich gar nicht als Lyriker bezeichnen“, sagt Ames, der im vergangenen Jahr den Lyrikpreis des open mike gewonnen hat; was eines der besten Dinge ist, die einem Nachwuchsdichter passieren können. „Den Lyriker umgibt eine Aura des weltabgewandten Sprachsensibelchens, des Sozialautisten, der ewige Wahrheiten verkündet“, meint er. Deshalb würden auch so wenige Gedichte gelesen: „Lyrik gilt weithin, und das nicht mal zu Unrecht, als urbane Klugscheißerei.“ Und was stellt er dem entgegen? „Gedichte haben auch eine übergeordnete Funktion: Es geht darum, Wahrnehmungsstrukturen aufzubrechen, neue Felder zu eröffnen.“ Lyrik habe schließlich eine politische Aufgabe, findet Konstantin Ames: „Das utopische Potenzial mag graduell verschieden sein, aber wenn man nichts verändern will, dann sollte man auch nicht schreiben.“
/ Jörn Dege, Freitag
Außerdem über Ulrike Almut Sandig, André Rudolph, Carl-Christian Elze und Kerstin Preiwuß.
Mit Texten von:
- Florian Adamski
- Konstantin Ames
- Kilian Bode
- Kenah Cusanit
- Carl-Christian Elze
- Ulrike Fiebig
- Michael Fiedler
- Normen Gangnus
- Jan Geiger
- Sascha Kokot
- Dagmara Kraus
- Christian Kreis
- Wolfram Lotz
- Kerstin Preiwuß
- Bertram Reinecke
- Gerald Ridder
- Andre Rudolph
- Christian Schultheisz
- Michael Spyra
- Manuel Stallbaumer
- Mirko Wenig
118. Füllhorn
Eine bisher an mir vorbeigegangene Seite fliegt mir in einer Anmerkung von Ron Winkler zu, danke! Die literaturwerkstatt Berlin stellt ihre Reihe “Gespräch des Monats” zum Nachhören ins Netz. Ich höre gerade Sherwin Bitsui, klingt gut! Hier können Sie stundenlang zuhören. Es sprechen: Oskar Pastior, Karl Mickel, Peter Rühmkorf, Adolf Endler, Mayröcker und Erb und…
Ihr nennt es Sprache: Rolf Dieter Brinkmann
Zum Todestag von Rolf Dieter Brinkmann lasen am 22.4.2010 Hans Christoph Buch, Matthias Göritz, Günter Herburger, Stephan Turowski in der Literaturwerkstatt Berlin. Die Moderation hatte Jan Röhnert.
Michael Lentz: Offene Unruh
In seinem aktuellen Buch kehrt Michael Lentz zu Liebesgedichten zurück. In der Literaturwerkstatt Berlin stellte er am 31.3.2010 “Offene Unruh – 100 Liebesgedichte” vor.
49. Ostseegedichte
Es ist erstaunlich wie viele Gedichte sich mit Esprit der Landschaft Ostsee annehmen. Dem Meer und den sich daraus und daran entspinnenden Gedankenlandschaften. Diese setzen sich nicht nur aus typischen Signalsymbolen wie Möwen oder Brandung zusammen. Ostsee kann auch heißen: Hinterland und Distanz. Eine Projektionsfläche des durchzivilisierten, urbanen, neurotischen Alltags. Ein Auslöser für poetische Bilder, die um Weite, Unschärfe und Individuum kreisen. Ein Raum mit großer Reichweite kann die Ostsee im Gedicht sein. Ein Ort sogar, an dem der Gischt des Nichtmaritimen begegnet wird oder die Stadt auf die Stadt trifft.
Mit Gedichten von: Andreas Altmann, Wilhelm Bartsch, Nico Bleutge, Mirko Bonné, Volker Braun, Tom Bresemann, Crauss, Ulrike Draesner, Carl-Christian Elze, Saskia Fischer, Claudia Gabler, Mara Genschel, Matthias Göritz, Dieter M. Gräf, Udo Grashoff, Ariane Grundies, René Hamann, Sebastian Himstedt, Hendrik Jackson, Nicolai Kobus, Uwe Kolbe, Jan Kuhlbrodt, Björn Kuhligk, Thomas Kunst, Birgit Kreipe, Christian Lehnert, Maik Lippert, Thomas Meyer, Bert Papenfuß, Silke Peters, Kerstin Preiwuß, Steffen Popp, Lutz Rathenow, Arne Rautenberg, Nikola Richter, Jan Volker Röhnert, Hendrik Rost, Maren Ruben, Ulrike Almut Sandig, Jörg Schieke, Sabine Schiffner, André Schinkel, Kathrin Schmidt, Tom Schulz, Achim Wagner, Jan Wagner, Judith Zander, Henning Ziebritzki.
Die Schönheit ein deutliches Rauschen
Ostseegedichte
Connewitzer Verlag
2010, 250 Seiten
Herausgeber: Ron Winkler
ISBN: 978-3-937799-43-8
/ Tubuk. Nicht jedes Buch
31. Grammatik der Sprachen von Babel
Immer wieder versuchen einige (ich paraphrasiere Volker Braun) ihre Vernunft und ihr Geld einzusetzen, um die Verhältnisse zu ändern. (Immer wieder raten ihnen die Verhältnisse, vernünftig zu sein, setzte Braun in einem anderen Leben fort). Eben passiert es wieder, dies Un-Vernünftige. Reinecke & Voß heißt ein neuer Verlag in Leipzig, von dem mir die ersten zwei Bände vorliegen. Gesammelte Aufsätze von Norbert Lange – Nachdrucke aus Zeitschriften und Anthologien wie Quellenkunde, Edit oder Umkreisungen sowie bisher Ungedrucktes. Lange gehört zu der neuen Leipziger Schule, die sich seit einigen Jahren ankündigt und die vielleicht, bei allen Überlappungen, den Berlinern um kookbooks und Jetzt bald selbstbewußt zur Seite treten wird. Die ersten Vorschuß-Lorbeeren (von Michael Braun und Alexander Nitzberg) zieren den Rücktitel. (Ich bin unironisch wie immer). Auf Lange wird zurückzukommen sein.
Jürgen Buchmann kannte ich von einigen Prosabänden, die ich in den ersten Jahren der Freiheit, eswar 1991, bei einer Lesung des Autors in Greifswald erwerben konnte. Vielleicht waren wir noch neugieriger und noch nicht von Bestseller-Kanonen durchschossen – wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, schien der Autor erstaunt über die Nachfrage. Eines der drei Bändchen, “Grammatik der Sprachen von Babel” (Pendragon 1987), legen Reinecke & Voß jetzt in einer überarbeiteten und erweiterten Auflage neu vor. Mein Entzücken ist vom ersten Satz an wieder ganz da. Zwei Proben:
XXIV
Die Sprache zeichnet sich hierzulande durch eine große Zahl von Redewendungen aus, die Wert und Würde des Menschen gelten. Diese Wendungen genießen solches Ansehen, dass ihr Gebrauch den Vornehmen des Landes vorbehalten ist. Gesindel, das sie missbräuchlich im Munde führt, um etwa Küchenabfälle zu erbetteln, wird streng gerügt und der Türe verwiesen.
XXV
Der Gelehrte Mukhtar Ibn Ahmad erzählte mir einst unter Lachen, im Arabischen besitze jedes Wort viererlei Bedeutung: Es bezeichne erstlich eine Sache, alsdann ihr Gegenteil, fernerhin etwas, das mit Kamelen zu tun habe, und endlich eine Obszönität. In letzterer Hinsicht geht die Sprache dieses Volks noch weiter. Von den Modi des Verbums kennt sie einzig den Konjunktiv, der das Verlangen bezeichnet: Kein Satz, der nicht ein Zeugnis ihrer Begehrlichkeit wäre; noch die Greise verbringen den Tag mit lüsternen Reden. Die Grammatiker des Landes beklagen die Frivolität ihrer Sprache; einer, heißt es, der sich um ihretwillen entmannte, habe zu spät gefunden, dass er auch damit ihr nicht zu entrinnen vermochte.
(Mehr auf der Website des Verlages)
Der volle Titel:
JÜRGEN BUCHMANN
GRAMMATIK DER SPRACHEN VON BABEL
AUFGEZEICHNET NACH DEN GESPRÄCHEN DES MESSER MARCO POLO, EDELMANNS AUS VENEDIG, VON DER HAND DES MAESTRO RUSTICHELLO DA PISA, DER AUCH RUSTICIANO GENANNT WIRD, IM GEFÄNGNIS ZU GENUA.
Norbert Lange
Das Geschriebene mit der Schreibhand
Aufsätze
Taschenbuch 12 x 19, 112 Seiten
Originalausgabe
9,95 Euro
ISBN: 978-3-981347
Jürgen Buchmann
Grammatik der Sprachen von Babel
ISBN 978-3-9813470-1-2
