Getagged: Birgit Kreipe

63. Lyrikpreis München 2014

Beim Finale zum Lyrikpreis München 2014 lasen am 18.10. um 19 Uhr im Vortragssaal der Bibliothek des Gasteig:

  • Konstantin Ames, Berlin
  • Kathrin Bach, Berlin
  • Markus Hallinger, Irschenberg
  • Tobias Roth, Berlin
  • Walter Fabian Schmid, Solothurn, CH
  • Sebastian Unger, Berlin

Die Jury entschied wie folgt:

Gewonnen hat Markus Hallinger.

Den zweiten Preis teilen sich Konstantin Ames und Kathrin Bach.

Die Jury:

  • Wolfram Malte Fues, Lyriker, Germanist, Basel
  • Andreas Heidtmann, Poetenladen, Leipzig
  • Birgit Kreipe, Gewinnerin des Preises 2013, Berlin
  • Àxel Sanjosé, Lyriker, Dozent an der LMU, München
  • Katharina Schultens, Lyrikerin, Berlin

56. “Lyrik im ausland”

Ricardo Domeneck, Birgit Kreipe und Rainer Stolz

Ricardo Domeneck, 1977 in São Paulo geboren, gehört zu den aufregendsten Stimmen Lateinamerikas, Er veröffentlichte fünf Gedichtbände, sowie Rezensionen und Übersetzungen in brasilianischen Zeitschriften und Zeitungen. Seine Gedichte wurden in Anthologien, u. a. in Deutschland, USA, Belgien, Spanien und Argentinien, übersetzt und publiziert. Auf Deutsch erschien von ihm zuletzt der Gedichtband “Körper: ein Handbuch.” im Verlagshaus J. Frank in der Übersetzung von Odile Kennel (2012). Seit 2002 lebt Domeneck in Berlin.
(Lesung findet in Portugiesisch/Brasilianisch, Deutsch u. Englisch statt)
http://www.belletristik-berlin.de/koerper-ein-handbuch

Birgit Kreipe, geboren in Hildesheim, Lyrikerin und Psychotherapeutin, lebt in Berlin. Neben zahlreichen Beiträgen für Zeitschriften (ostragehege, randnummer, edit u.a.) und Anthologien (Jahrbuch der Lyrik, Schneegedichte) sind von ihr die beiden Einzelveröffentlichungen “Schönheitsfarm” (2012) und “wenn ich wind sage seid ihr weg” (2010) erschienen. 2014 gewann Kreipe den Münchener Lyrikpreis, sowie den Irseer Pegasus Preis für ihre neuen Texte.
http://www.belletristik-berlin.de/schoenheitsfarm

Rainer Stolz, 1966 in Hamburg geboren. 1997 gründete er gemeinsam mit Lars-Arvid Brischke und Stephan Gürtler den Lyrikkreis „Die Freuden des jungen Konverters“, eine Gedicht-Werkstatt, die bis 2004 bestand. Für diesen Kreis gab Rainer Stolz gemeinsam mit Stephan Gürtler 2003 die Anthologie „Feuer, bitte! Berliner Gedichte über die Liebe“ (dahlemer verlagsanstalt, Berlin) heraus.
Zu seinen letzten Veröffentlichungen gehören „Stuckbrüche“ (SuKuLTuR-Verlag, Berlin 2006), “Während mich die Stadt erfindet” (Elfenbein Verlag, Berlin, 2007). 2012 “Spötter und Schwärmer. Haiku-Vogelporträts” (Edition Krautgarten, St. Vith). Am 15. Mai wird Rainer Stolz, seinen jüngst erschienen Gedichtband “Selbstporträt mit Chefkalender” vorstellen (Edition Voss beim Horlemann Verlag, 2014)
Mehr unter: http://www.horlemann.info/edition-voss/lyrikpapyri/buchtitel/selbstportraet-mit-chefkalender-202.html

  1. Mai 2014
    Geöffnet ab 20 Uhr, Beginn der Lesungen um 21 Uhr.
    Eintritt: 5 Euro

ausland – Territory for experimental music, performance and art
Lychener Str. 60, 10437 Berlin

11. Spoken Wor:l:ds Nairobi – Berlin

Berlin und Nairobi, Lyrik und Rap, vieles verbindet, vieles ist verschieden. Das Projekt Spoken Wor:l:ds führt die unterschiedlichen Welten zu einem genre-, künste- und kulturenübergreifendem Austausch zusammen. Vom 6.-12.4.2014 stellen Lyriker, Rapper und Spoken Word-Autoren aus Nairobi und ihre Kollegen aus Berlin die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit in Diskussionen, Lesungen, Gesprächen, Workshops Performances und Konzerten vor – eine Woche mit gewichtigen Texten und wuchtigten Beats, neuen Tracks, Lyrik und Spoken Word aus Nairobi und Berlin. Mit dabei sind Checkmate Mido, L-Ness, Ogutu Muraya, Namatsi Lukoye, Sitawa Namwalie, Wanjiku Mwaura, Octopizzo, Poeticbee (alle Nairobi) und Josefine Berkholz, Diamondog, Erko, Christian Filips, Birgit Kreipe, LMNZ, Joe Madog und MC Josh (alle Berlin). 

Swahili Lyrik, Spoken Word, Slam Poetry oder Rap – die urbane Dichtung boomt in Nairobi. Neben den offiziellen Sprachen Englisch und Swahili reimt die jüngere Generation auf Sheng, einem Slang der städtischen Regionen Kenias. Lyrik-Veranstaltungen in der kenianischen Hauptstadt mischen Spoken Word und HipHop, Improvisation und Freestyle, Literatur, Musik, Tanz. Anders als in Berlin sind für die reimenden, rappenden, geschichtenerzählenden und beatboxenden Dichterinnen und Dichter in Nairobi Genreüberschreitungen selbstverständlich. Bereits im November trafen Rapper, Dichter und Spoken Word-Autoren aus Berlin in Nairobi auf ihre Kollegen aus Kenia und arbeiteten sechs Tage zusammen an neuen Werken. Jetzt werden die Kooperationen in Berlin fortgesetzt und die Ergebnisse dem Publikum präsentiert.

Viele der Künstler von Spoken Wor:l:ds aus Berlin und Nairobi sind in kulturellen Bildungsprojekten engagiert, soziales Engagement ist für sie selbstverständlich. In Berlin sind Workshops in Schulen ebenso wie in Strafanstalten Teil ihres Programms.

Die Leitung des Projekts haben Olad Aden, Isabel Ferrin-Aguirre und Susanne Stemmler.

Spoken Wor:l:ds Nairobi–Berlin ist ein Projekt der Literaturwerkstatt Berlin mit dem Kwani Trust und der Maono Cultural Group, gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes und durch die Heinrich-Böll-Stiftung. Mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes und des Goethe-Instituts. Unterstützt durch Gangway e.V. Medienpartner: AfricAvenir.

So 6.4. 10.00–14.00

Spoken Wor:l:ds Nairobi–Berlin
Andere Schafe Afrika! – other sheep Africa!
Eine Installation, kuratiert von Christian Filips
Ort: Waschbar Uferhallen-Wedding
Uferstraße 8–11, 13357 Berlin
Eintritt frei
Anmeldung erbeten unter: andreschafeafrika@gmail.com

Mi 9.4. 19:00 Uhr

Spoken Wor:l:ds Nairobi–Berlin
Festival-Auftakt

Performance, Gespräche und CD-Premiere mit Checkmate Mido, L-Ness, Ogutu Muraya, Namatsi Lukoye, Sitawa Namwalie, Wanjiku Mwaura, Octopizzo, Poeticbee (alle Nairobi) und Josefine Berkholz, Diamondog, Erko, Christian Filips, Birgit Kreipe, LMNZ, Joe Madog und MC Josh (alle Berlin) Moderation Priya Basil

Ort: Heinrich Böll Stiftung,

Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Eintritt frei

Do 10.4 20:00 Uhr
Spoken Wor:l:ds Nairobi–Berlin
Das gesprochene Gedicht

Performance und Gespräch mit Josefine Berkholz, Checkmate Mido, Diamondog, Christian Filips, Billy Kahora, Birgit Kreipe, L-Ness, Namatsi Lukoye, Ogutu Muraya, Sitawa Namwalie

Moderation Antije Krog

Ort: Literaturwerkstatt Berlin, Knaackstr. 97, 10435 Berlin

Eintritt frei

Fr 11.4. 19:00 Uhr
Spoken Wor:l:ds Nairobi–Berlin
Kultur als Brücke. Grenzüberschreitungen Afrika–Europa
Filmpremiere, Performances und Gespräche mit Olad Aden, Josefine Berkholz, Erko, L-Ness, MC Kah, Octopizzo, Christa Randzio-Plath, Wolfgang Schneider
Moderation Shelly Kupferberg
Ort: Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin-Neukölln
Eine Kooperationsveranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Literaturwerkstatt Berlin und Gangway e.V.

Eintritt frei

Anmeldung erbeten unter: Forum.CY@fes.de

Sa 12.4. 20:00

Spoken Wor:l:ds Nairobi–Berlin
Benefizkonzert »Dandora!«

Konzert mit Checkmate Mido, L-Ness, Ogutu Muraya, Namatsi Lukoye, Sitawa Namwalie, Wanjiku Mwaura, Octopizzo, Poeticbee (alle Nairobi) sowie Josefine Berkholz, Diamondog, Erko, Christian Filips, Birgit Kreipe, LMNZ, Joe Madog und MC Josh (alle Berlin) Host Pyranja

Ort: Lido Berlin,
Cuvrystraße 7, 10997 Berlin
Eintritt: €5

4. Noch einmal: Lyrikpreis München

Andreas Heidtmann schreibt im Poetenladen über den Lyrikpreis München, Auszüge:

Das Feld der Finalisten war stark. Vielleicht reichte das Niveau an den Leonce-und Lena-Wett­bewerb heran. Ein Indiz dafür wäre, dass eine Reihe von Darm­städter Fina­listen in diesem und in den ver­gangenen Jahren auch beim Lyrikpreis München lasen, etwa Ale­xander Gumz, Sascha Kokot, Walter Fabian Schmid und Marie T. Martin. Und umge­kehrt las die Lyrikerin Sina Klein zuerst in München, ehe sie nach Darmstadt eingeladen wurde. Dass die teilnehmenden Open-Mike-Lyrik­preis­träger ohne Chance waren, zeugt nicht von schwachen Beiträgen, sondern von der Stärke der dichterischen Konkur­renz. (…)

Viel Zustimmung fand Kerstin Becker mit ihren ländlichen Szenen, die bäuer­liches Kolorit ein­banden, das Ernten von Kartoffeln (Erdäpfeln), das Verstecken in Milch­tonnen, das Spielen am Bach. Dass die Autorin das Ländliche so selbst­bewusst aufgriff, trug ihr viel Sympathie ein, zumal sie jedes Senti­ment ver­mied. Das Zerlegen von Ratten mit Rasierklingen oder das Ausnehmen eines Karpfens wirkte dem Idyl­lischen ent­gegen. (…)

Odile Kennels Texte waren vielleicht die avanciertesten des Abends, post­post­modern, souverän alle erdenk­lichen Ver­fahrens­weisen nutzend, kurze Formen wechsel­ten mit langen, Reim und Wortwitz, Speed­gedichte und sogar wörtliche Rede kamen vor, alles an Bord, aber bei so viel kunst­vollem Zauber durfte man am Ende auch die Frage stellen – wozu das alles? Egal, einen Preis hatte sie sich verdient. (…)

Birgit Kreipe hatte bereits im ersten Wahldurchgang die Mehrheit der Jury hinter sich. Ihr gelang mit dem Zyklus „nachts rücken die scheunen zusammen, werden zahm“ ein eigener poetischer Kosmos, in dem sie traumhafte, narrative und surreale Elemente ver­wob. Auch sprach­lich waren ihre Gedichte souve­rän von der Allite­ration bis zu hart kon­tras­tie­renden Elementen. Einer Über­poeti­sie­rung wirkte sie kühn mit Alltags­wendungen, ja, Vulga­rismen, entgegen wie etwa am Ende des sechsten Ge­dichts, wo zunächst mit „Marsh­mallow­knochen“ und „Vanille­schiffen“ eine gewisse klang­liche Anmut auf­kommt, ehe es unver­mittelt heißt: „fettsau wir hassen dich.“

89. Sieger beim Lyrikpreis München 2013

Der erste Preis in Höhe von 1000,- Euro, gespendet von dem Münchner Literaturbüro, wurde Birgit Kreipe zugesprochen.

„Märchenhaft und enigmatisch“ nannte die Jury ihre Gedichte, mit einer wunderbaren Dichte des Über-schichtens, die Räume öffnet, in denen Poesie aufkommt, überraschende, auch krasse Einzelbilder entstehen, traumhaft gehaltene Szenarien über Verlust und Ängste – insgesamt ein genau gearbeiteter Zyklus mit Dramaturgie.
Als Haltegerüst und Disziplinierung des lyrischen Ichs wurde die “Pseudo-Sonettform” gelobt, wobei die einen Juroren froh waren, dass Birgit Kreipe nur die Makroform des Sonetts einhält und sich Freiheiten erlaubt.

Der zweite Preis in Höhe von 500,- Euro, gespendet von dem “Bibliotheksverband Oberbayern e.V.” und den “Signaturen – Forum für autonome Poesie”, wurde von der Jury geteilt, und zwar zwischen Kerstin Becker und Odile Kennel.

Die beiden Dichterinnen, sagte der Jurysprecher Wolfram Malte Fues, zeichnen sich durch “sehr saubere und genau konstruierte Gedichte aus, abwechslungsreiche, durchgeformte Texte mit einer Vielfalt und Offenheit der Konstruktion; wobei die einen, die von Odile Kennel, mehr nach außen gehen und die von Kerstin Becker eher innengeleitet sind.”

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70. Lyrikpreis München

Am 22. Februar 2014 findet das Finale zum Lyrikpreis München 2013 um 19 Uhr (bis ca. 22:30 Uhr, mit zwei kleinen Pausen)  im Vortragsraum der Bibliothek des Gasteig  (Rosenheimer Str. 5, 1. Stock) statt.

Als Kandidaten lesen:

  • Dominic Angeloch, Berlin
  • Kerstin Becker, Dresden
  • Alexander Gumz, Berlin
  • Dirk Uwe Hansen, Greifswald
  • Anja Kampmann, Leipzig
  • Odile Kennel, Berlin
  • Birgit Kreipe, Berlin
  • Martin Piekar, Bad Soden

Die Juroren des Finales:

  • Marco Beckendorf, Hochroth-Verlag, Berlin
  • Carl-Christian Elze, Lyriker, Leipzig
  • Wolfram Malte Fues, Lyriker, Prof. Dt.Lit., Basel
  • Andreas Heidtmann, Poetenladen, Leipzig
  • Àxel Sanjosé, Lyriker, Lehrbeauftr. LMU, München
  • Florian Voß, Lyriker, Lyrikedition 2000, Berlin

Eintritt: 6,- (erm. 5,-)

Außerhalb des Wettbewerbs lesen am 21. Februar um 19:30 Uhr im Münchner Literaturbüro, Milchstr. 4, die Lyriker _innen (jeweils ca. 20 Minuten):

 

  • Christine Fellner, Nördlingen
  • Sergio Goncales dos Santos, München
  • Elfriede Hafner-Kroseberg, München
  • Evelyne von Heimburg, München
  • Beate Ünver, Ditzingen

Der Eintritt ist frei.

Sonntag, 23.2.2014, 11:00 Uhr, Bibliothek

Poesie-Matinee

mit Carl-Christian Elze (Leipzig), Wolfram Malte Fues (Basel), Àxel Sanjosé (München) und Florian Voß (Berlin)

 

Die Lyriker unter den Juroren des Finales zum Lyrikpreis München lesen aus ihren Werken.
Flyer (pdf)

Eintritt: Euro 7.- / 5.-
Veranstalter: Signaturen – Forum für autonome Poesie (Kristian Kühn – Ulrich Schäfer-Newiger)
Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München