Lyrikzeitung & Poetry News

1. Januar 2012

3. BONANZA REPARATUR

Das Jahr fängt gut an. Der erste Fund im 12. L&Poe-Jahr stammt von Facebook sowie heute:

BONANZA REPARATUR oder DAS LASSO DER POESIE. DIE WAHRHEIT ÜBER COWBOYLYRIK – DER FILM

mit:

  • Ulf Stolterfoht, als Hoss Cartwright, der Hauptheld
  • Hans Mayer & Walter Jens, in Doppelbesetzung als der weise Ben Cartwright
  • Prof. Dr. Hans Ulrich Treichel, als Adam C.
  • Norbert Hummelt als Little Joe

(Yoko Tawada kandidierte mit traditionell-originellen Buchstabensuppenrezepten bisher vergeblich für die Rolle des Kochs Hop-Sing. Stelle n.n. besetzt!).

In Special-Guest-Rollen:

  • Michael Lentz als Bruce Carradine
  • Häuptling Pappenfuß vom Stamm der Gorekerouac als Indianer-Joe aus „Die Abenteuer des Tom Sawyer“
  • Ann Cotten gibt die verschleppte weiße Lady, die in einer Prenzlauer Höhle gefangen gehalten wird. Neutrale Beobachter (NZZ) wollen den Ort auch als Heslacher Grotte erkannt haben (unweit der Schillereiche, wo die Räuber – die Söhne der Großen Bärin: Urs Engeler, Urs Widmer und Urs Allemann – bei Kalumet den Rütli schworen)
  • Monika Rinck war ursprünglich für die Rolle der Apanatschi vorgesehen, wogegen Uschi Glas vehementen Protest einlegte, die ihre Rolle mit Silke Scheuermann besetzt sehen will
  • für die Rolle des Winnetou konnte noch kein adäquater Darsteller gewonnen werden, einflussreiche Kreise bestehen auf Ilija Trojanow als Idealbesetzung.
  • Als Tierstimmenimitator und Studiogeräuschmeister kommt Valeri Scherstjanoi zum Dauereinsatz, eine Leihgabe der “Мосфильм“ / Mosfilm Gesellschaft.
  • Die Balletteinlage „TANZ DER GROßEN OCHSEN“ wird bestritten von Harald Hartung, Marcel Reich-Ranicki und Christoph Buchwald; die Frauenquote wird mit Sigrid Löffler erfüllt.
  • Die Solisten für den „TANZ DER KLEINEN OCHSEN“ werden in einem Auswahlverfahren aus Teilnehmern des Wettbewerbs „Dopen Mike“ gekürt;
  • der Jury präsidiert Monsignore Burkhard Spinnen.
  • Musik: IM Sezession & die Eindümpelnden Neubauten, dirigiert von Sir Uwe Tellkamp.

In einem prägnanten Kurzauftritt wird Raoul Schrott zu sehen sein. Er reitet den Wallach Wiglaf und führt einen Trek dt-öst. Siedler an, die, da Utah schon von den Mormonen besetzt war sowie von den Amischen auch aus New-Heslach vertrieben, mit Gil-games die Hauptstadt von Missionouri gründen, wobei sie ständig den Fluss übersetzten.

In einer Episode kommt Herta Müller zum Zuge, die auf den Spuren Nikolaus Lenaus die Stätten ihres nächsten Buches „Wellenschaukel hin und zurück“ besucht. Sie reist zusammen mit Richard Wagner-Lowrin, einem Botanisierer und Völkerkundler, den eine obgleich jeglicher Anwandlung von Eifersucht abhold sich zunehmend sorgende T. Adorna verfolgt … handelt es sich doch bei letztgenanntem um den unabdingbaren Mitherausgeber ihrer schon für die Bestenliste reservierten Untersuchung: „Teil 2: Die Seele deutscher Aussiedler“.

In einer anderen Szene wird ein weiterer dt. Nobelpreisträger zu sehen sein, der sich für den Erhalt der Prärie einsetzt, da diese die Lebensgrundlage des Wappentiers seines nächsten Romanprojektes „Das Bison“ ist.

Die Produzenten forderten unbedingt ein Kritiker-Revolverduell, entweder zwischen Felix Philipp Ingold und Klaus Nüchtern oder zwischen Wild Iris Radisch und Reverend Michael Braun, wobei jedes Mal André Vladimir Heiz als Marshall Mc Luhan für die neudefinierte Ordnung im Poets Corral sorgen sollte. Die angefragten Herrschaften erklärten sich jedoch allesamt für überzeugte Pazifisten und Schützenfestverweigerer, die nie ein Schießeisen in die Hand nehmen würden, nicht mal einen Spielzeugcolt oder Wasserpistole, und viel besser mit Messer und Gabel umgehen zu wissen … so dass dieses nun als Computerspiel auf den Markt kommen soll, ergänzt durch spawning Varianten wie „Literature-houses of the rising sun / Friede den Bretterhütten Euterpes“.

Mike Krüger, der Impressario der erfolgreichen Carl Hanser Rating-Agentur, bestand zusammen mit dem Honorarkonsul von New Mexiko, Joachim Sartorius, auf einer Rolle für Durs Grünbein, andernfalls jegliches Sponsoring entfällt, woraufhin es zu einer schwarzweiß Sequenz kommt, in der er als Ostküsten Johnny Depp immer tiefer in den wilden Westen hineingezogen wird, nach lateinischen Quellen in der Dichtung der Navajo Indianer suchend … aus welchen Jagdgründen ihn freilich alsbald Raoul Schrott vertreibt.

* Gerhard Falkner, als Regieassistent von Roland Emmerich vorgesehen, zog die Obliegenheiten eines Casting-controllers und Front-Stuntmans vor.

Ideen, Recherche, Mitarbeit – Klaus Thaler

1. FOLGE

 Jetzt & hier aber sind die Seminaristen und Magister gefragt!

26. Dezember 2011

98. Literatur, Unter­grund und Kneipe

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , , , — lyrikzeitung @ 16:07

Irgend­wie sehen sie sich doch ein bisschen ähnlich, Rock’n-Roll-Legende Lemmy Kilmister und Bert Papenfuß. Papenfuß hinter der Bar, Kilmister an der Wand: Papen­fuß eine Berliner Lyrik­legende – auch Rock’n Roll, nur eben lite­rarisch – prägt den Lite­ratur­unter­grund der Haupt­stadt konse­quent und seit Jahr­zehnten. Dass er sich dabei nicht um Trends schert und die Yuppisierung des Viertels irgendwie an ihm abzu­perlen scheint, macht die Idee der Rumbalotte noch sympa­thischer. In der Kneipe Torpe­dokäfer hat Papen­fuß 1994 zusammen mit Stefan Döring zum ersten Mal das Konzept Kneipe und Lite­ratur aus­pro­biert, erzählt er, setzt sich und zündet sich die erste ( von vielen) Zigaretten an. Zusammen grün­deten sie auch die Zeit­schrift Sklaven, die befreundete Autoren aus den 70er, 80er Jahren mit neuen Stimmen des litera­rischen Unter­grunds zusam­men­brachte. Im Torpedo­käfer fanden Lesungen statt. Hier trafen sich Autoren, Verleger von unab­hän­gigen Kleinst­ver­lagen und Zeit­schriften­heraus­geber. Als es dort nicht weiterging, hat Papenfuß viel aus­probiert, andere Lese­reihen in anderen Kneipen, unge­zählte Magazine, Zeit­schriften, Projekte. Mal mehr, mal weniger schräg, doch immer politisch. Allein, in der Gruppe, im eigenen Verlag. Das Tra­ditions­lokal Kaffee Burger hat er auch mal mit­betrie­ben, aber als Berlin Mitte dann Szene wurde und die Lesungen immer mehr zu Partys, ist er aus­gestiegen. »Die Gentri­fizierung hat mächtig zuge­schla­gen«, sagt Papenfuß. »Es war dann eher ein Amüsier­schuppen.« Eigent­lich habe er mit dem Geld durch den Verkauf erstmal Pause machen wollen. »Nach zwei Jahren habe ich mir dann gedacht, eigent­lich gibt es gar keinen Ort mehr für so eine Art Literatur. Subkultur oder Under­ground in Anfüh­rungs­strichen.« …

»Literatur, Unter­grund und Kneipe habe schon immer zu­sammen­gehört. Da hat sich im Prinzip wenig dran geändert«. Jeden­falls nicht in der Rumbalotte continua. Es gibt wohl kaum einen geeig­neteren Ort für diese Art von Literatur. Außer einem Haufen Lite­ratur­zeit­schriften, schrägen Fanzines und Lyrik­antho­logien aller Art kann man noch ein paar Er­kennt­nisse mit nach Hause nehmen: Es gibt sie noch, die künst­lerische Sub­version. Sie muss nicht im Abbruch behei­matet sein und lite­rarischer Rock’n Roll geht auch im Prenzlauer Berg noch ganz gut.

/ Johanna Hemkentokrax besuchte für die aktuelle Ausgabe des Magazins poet (nr. 11) vier literarischen Kneipen und Cafés und hielt ihre Eindrücke in einer Reportage fest.

15. Dezember 2011

57. Wolkenhändler

Einsortiert unter: Deutsch — Schlagworte: , , , — lyrikzeitung @ 13:50

Neu bei Lyrikwiki (neben ersten Beiträgen aus den Bibliographieaufgaben unserer Grundkurse, aus über 160 vergebenen Aufgaben, siehe Papenfuß, siehe Literaturzeitschriften, deutsche) der Artikel einer Studentin über eine Figur des Kieler Dichters Klavki (dieselbe, Christiane, hatte schon über eine Figur bei Ann Cotten geschrieben). Vielleicht eine Anregung für künftige Beiträge zu unserer unordentlichen Lyrikenzyklopädie.

14. Dezember 2011

51. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (5)

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland, Israel, Italien, Italienisch, Japan, Katalanisch, Katalonien, Mexiko, Norwegen, Polen, Rußland, Rumänien, Serbien, Serbisch, Spanisch, València — Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , — lyrikzeitung @ 13:08

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Wird in den nächsten 2 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur N – Sch. Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

  1. Shafiq Naz (Hg.) · Der deutsche Lyrikkalender für junge Leser 2012. Jeder Tag ein Gedicht, 366 Ge­dichte von 200 Autorinnen und Autoren von den An­fängen bis zur Gegen­wart, darunter ∙ Ernst Moritz Arndt ∙ Rose Ausländer ∙ Hans Bender ∙ Rolf Dieter Brinkmann ∙ Manfred Chobot ∙ Matthias Claudius ∙ Klaus Peter Dencker ∙ Annette von Droste-Hülshoff ∙ Marie von Ebner-Eschenbach ∙ Manfred Enzensperger ∙ Theo­dor Fontane ∙ Günther Bruno Fuchs ∙ Stefan George ∙ Günter Grass ∙ Peter Handke ∙ Heinrich Heine ∙ Hendrik Jackson ∙ Mathias Jeschke ∙ Franz Kafka ∙ Axel Kutsch ∙ Oskar Loerke ∙ Martin Luther ∙ Christian Morgenstern ∙ Wilhelm Müller ∙ Andreas Noga ∙ Novalis ∙ Martin Opitz ∙ Oswald von Wolkenstein ∙ Wal­ther Petri ∙ August von Platen ∙ Monika Rinck ∙ Joachim Ringelnatz ∙ Paul Scheerbart ∙ Raoul Schrott ∙ Vol­ker von Törne ∙ Georg Trakl ∙ Ludwig Uhland ∙ Friedrich Theodor Vischer ∙ Jan Wagner ∙ Robert Walser ∙ Albin Zollinger, 430 Seiten, Tischkalen­der mit Spi­ralbindung, Alhambra Publishing, B-Bertem 2011.
  2. Cyprian Kamil Norwid: Über die Freiheit des Wortes. Poem. Aus dem Polnischen von Peter Gehrisch. Leipziger Literaturverlag. 220 Seiten.
  3. Gisela Noy · Gänge ans Licht, mit drei Graphiken von Berthold Mallmann, 36 Seiten, handfadengebundene Broschur, numeriert und signiert, Atelier Verlag, Andernach 2011.
  4. Hellmuth Opitz · Die Dunkelheit knistert wie Kandis, 126 Seiten, Hardco­ver, Pendragon Verlag, Biele­feld 2011.
  5. Jutta Over · Grünland Grauland, 24 unpaginierte Seiten, geheftete Broschur, Machandel Verlag, Hase­lünne 2011.
  6. José Emilio Pacheco: Früher oder später. Edition Delta (Aus dem Spanischen von Juana und Tobias Burghardt)
  7. Bert Papenfuß: Pro tussi à gogo. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
  8. Alexej Parschtschikow: Erdöl. Gedichte. Übersetzung: Hendrik Jackson. kookbooks 2011
  9. Teresa Pascual ∙ Die geordnete Zeit & Rebellion des Salzes – El temps en ordre & Rebellió de la sal. Gedichte [zweisprachig]. Aus dem Katalanischen von Juana und Tobias Burghardt. Titelbild von Juana Burghardt. 161 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  10. Miodrag Pavlović: Mißhelligkeiten, alte und neue. Gedichte. Aus dem Serbischen von Peter Urban. Leipziger Literaturverlag. 152 Seiten.
  11. Francesco Petrarca, Canzoniere, aus dem Italienischen übersetzt von Karl-Heinz Stierle, gebunden, 273 Seiten, Insel Verlag 2011.
  12. Annelotte Piper (Hg.): Kaum berührt, zerfällt die Mauer der Nacht.28 japanische Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit Gedichten von Yosano Akiko, Nagase Kiyoko, Fukao Sumako, Sagawa Chika, Machida Shizuko, Ishigaki Rin, Nakamura Chio, Mitsui Futabako, Uchiyama Tomiko, Ibaragi Noriko, Shinkawa Kazue, Shiraishi Kazuko, Tada Chimako, Kora Rumiko, Takarabe Toriko, Kawata Ayane, Kanai Mieko, Tomioka Taeko, Yoshihara Sachiko, Aoki Harumi, Tatara Chieko, Arai Toyomi, Yoshiyuki Rie, Ito Hiromi, Isaka Yoko, Hirata Toshiko, Inaba Mayumi und Kawaguchi Harumi. Mit einem Geleitwort von Yoko Tawada. Aus dem Japanischen von Annelotte Piper. Deutsche Erstausgabe. 368 Seiten. München: dtv, Dezember 2011.
  13. Kai Pohl (Hg.): floppy myriapoda. Subkommando für die freie Assoziation. Heft 18. Mit Gedichten von Niccolò Agnoli, Ernst-Jürgen Dreyer, Emmanuel Eni, Ernst Fuhrmann, Alex Galper, Rex Joswig, Andreas Paul, Kai Pohl, Clemens Schittko, Schwartz, HEL Toussaint, Johannes Witek u. a. Broschur, 40 S. EdK/Distillery, Berlin, Oktober 2011.
  14. Kai Pohl ∙ Clemens Schittko ∙ da kapo mit CS-Gas, 59 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
  15. Kai Pohl: Phantomkalender. Broschur, 24 S. Distillery, Berlin 2011.
  16. Traian Pop (Hg.) · BAWüLON. Süddeutsche MATRIX für Literatur und Kunst, 1. Ausgabe, Essay, Lyrik und Prosa, Gedichte von Johann Lippet · Horst Samson · Rainer Wedler u.a., 106 Seiten, Broschur, Pop Verlag, Ludwigs­burg 2011.
  17. Traian Pop (Hg.) · Matrix. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 24. Ausgabe, Essay, Lyrik und Prosa, Gedichte von Róža Do­mašcyna ∙ Benedikt Dyrlich ∙ Kito Lorenc ∙ Friederike Mayröcker ∙ William Totok u.a., 192 Seiten, Broschur, Pop Ver­lag, Ludwigsburg 2011.
  18. Magorzata Poszewska (Hg.): Ein Fenster bis zum Horizont / Okno po horyzont. 198 Seiten. edition art science, St. Wolfgang. Reihe: Lyrik der Gegenwart, Band 10.
  19. Kevin Prufer, Wir wollten Amerika finden. Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Norbert Lange und Susanna Mewe. luxbooks, 2011.
  20. Hans Raimund/Friedrich Danielis: “Choral Variationen”. Edition Thurnhof, Reihe oxohyph 2011, 24 Euro, ISBN 978-3-900678-15-9. Auflage 400, 20 Exemplare erschienen als Vorzugsausgabe im Holzschuber mit einem Autograph von Hans Raimund und einer Arbeit von Friedrich Danielis, 180 Euro.
  21. Arne Rautenberg: Miami Bach. Illustration/ Grafik: Olrik Kohlhoff. 8 Bögen, keine Nummerierung. Cordel Kiel 2011.
  22. Arne Rautenberg: Triebabfuhr. Gedichte mit Zeichnungen von Thomas Palme, 24 Seiten. Cordel Kiel 2011.
  23. Tom Raworth: Logbuch. Gedichte. Übersetzung: Ulf Stolterfoht. 96 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden, Softcover. Das Wunderhorn 2011.
  24. Marcel Reich-Ranicki (Hg.) ∙ Frankfurter Anthologie. Vierunddreißigster Band, Gedichte und Inter­pretationen, Ge­dichte von H. C. Artmann · Gottfried Benn · Bertolt Brecht · Walter Helmut Fritz · Wolfgang Hilbig · Peter Huchel · Theodor Kramer · Alfred Lichtenstein · Friederike Mayröcker · Helga M. Novak u.v.a., 317 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011.
  25. Walter Rheiner. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 1. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  26. Walter Rheiner · Ausgewählte Gedichte (edition grillenfänger 27). 48 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  27. Øyvind Rimbereid · Herbarium, aus dem Norwegischen von Klaus Anders, 85 Seiten, Klappenbroschur, Edi­tion Rugerup, Berlin · S-Hörby 2011.
  28. Jan Volker Röhnert ∙ Notes from Sofia. Bulgarische Blätter, Gedichte, Notate, Erzählung, 148 Seiten, Klappen­bro­schur, edition AZUR, Dresden 2011.
  29. Ludwig Rubiner · Das himmlische Licht. Gedichte (edition grillenfänger 26). 32 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  30. Tuvia Rübner · Lichtschatten. Gedichte. 102 Seiten, gebunden, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  31. Peter Rühmkorf: Poesiealbum 293. Hg. u. ausgewählt von Richard Pietraß, Grafik Horst Janssen. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011, 32 S.
  32. Wilhelm Runge · Das Denken träumt. Gedichte (edition grillenfänger 30). 62 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  33. Gabriele Sander (Hg.): Die Welt hebt an zu singen. Musik-Gedichte. Reclam. 192 Seiten.
  34. Julia Sander ∙ Der Fernseher blinkt in Blitzblau Augengeflatter, 24 unpaginierte Seiten, Handsatz und Handfadenbindung von Karl-Friedrich Hacker, footura black, Itzehoe 2011.
  35. Ulrike Almut Sandig ∙ Dickicht, 80 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Lese­bändchen, Schöffling & Co., Frankfurt am Main 2011.
  36. Jordi de Sant Jordi · Der letzte Trobador. Eine Anthologie. Herausgegeben und übersetzt von Hans-Ingo Radatz (Reihe: Katalanische Literatur des Mittelalters, Bd. 5), 120 Seiten, broschiert, Berlin – Münster – Wien – Zürich – London, LIT Verlag 2011.
  37. Knut Schaflinger ∙ Schneebrand, 103 Seiten, Klappbroschur, Edition POEMA, Verlag Ralf Liebe, Weilers­wist 2011.
  38. Valeri Scherstjanoi: Mein Futurismus. Mit einem Nachwort von Michael Lentz. Matthes & Seitz Berlin 2011, 191 S.
  39. René Schickele · Ausgewählte Gedichte (edition grillenfänger 22). 48 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  40. Clemens Schittko: Manifest der Nachhut. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
  41. Clemens Schittko: Und ginge es demokratisch zu. sUkUltUr 2011.
  42. Tibor Schneider • Christiane Schweitzer • Anselm Treichler (Hg.), ]trash[pool. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 2. Ausgabe, Lyrik und Prosa von Richard Duraj, Sascha Kokot, Lucia Leidenfrost, Jinn Pogy, Jan Skudlarek u.a., 106 Seiten, Broschur, Tübingen 2011.
  43. Wieland Schmied · Ein Irrer schreibt an einen Blinden. Ezra Pound Studien III (Rimbaud-Taschenbuch Nr. 72), 112 Seiten, broschiert, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  44. Stefan Schmitzer
: scheiß sozialer frieden
. Gedichte. Wien: Edition Korrespondenzen, 2011. Mit einem Nachwort von Clemens Setz, gebunden, 21 x 13 cm, 
96 Seiten.
  45. Ernst Schönwiese · Baum und Träne (Lyrik-Taschenbuch Nr. 74), 72 Seiten, broschiert, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  46. Karl-Heinz Schreiber ∙ Das Wundern der Romantizierer generiert altmodische Beulen, 38 Seiten, gehef­tete Broschur, Silver Horse Edition, Marklkofen 2011.
  47. Natalia Shchyhlevska · Verschränkungen. Leben und Werk von Autoren aus der Bukowina anhand von Briefen und Nachlässen (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 58).7 Abb., 124 Seiten, gebunden, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.

9. Dezember 2011

39. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (1)

Einsortiert unter: Chile, Dänemark, Deutsch, Deutschland, England, Englisch, Färöisch, Finnland, Frankreich, Französisch, Griechenland, Griechisch, Hebräisch, Indien, Irland, Island, Italien, Italienisch, Jiddisch, Koreanisch, Kuba, Lettland, Nikaragua, Portugiesisch, Rußland, Russisch, Sanskrit, Schottland, Schweden, Schwedisch, Schweiz, Spanien, Spanisch, Tschechien, Tschechisch, USA — Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , — lyrikzeitung @ 20:00

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Zusammengelesen von Theo Breuer, Mitarbeit Michael Gratz

Wird in den nächsten 6 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur A + B. – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

Auf dem Weg in ein poetisches Neuland, den jedes gelun­gene Gedicht geht (und dem damit zugleich das Kunst­stück gelingt, dieses Neuland als längst vertraut erschei­nen zu lassen), sind also die formalen Möglichkeiten so vielfältig wie die Anzahl denkbarer Gedichte, befreit von den Fesseln eines festgelegten Formenkanons.

Jan Wagner

  1. Silja Aðalsteinsdóttir, Jón Bjarni Atlason und Björn Kozempel (Hg.): Isländische Lyrik. Berlin: Insel 2011. 223 S.
  2. Kurd Adler · Gedichte (edition grillenfänger 29). 34 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  3. Gerd Adloff. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 4. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  4. Pegah Ahmadi „Mir war nicht kalt“, Gedichte, Sujet Verlag 2011
  5. Ahne · Gedichte, die ich mal aufgeschrieben habe. Voland & Quist, Dresden und Leipzig 2011., 95 Seiten.
  6. Bernhard Albers · Der Fall Michael Guttenbrunner. Eine Verteidigungsschrift (Guttenbrunner-Studien Bd. 3; Rimbaud-Taschenbuch Nr. 73). 8 Abb., 52 Seiten, brosch., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  7. Amanda Aizpuriete (Hg.): Kur Dieviņi paliksi. Wo Gott wirst du bleiben dann. Lettische Volkspoesie. Ausgewählt von Amanda Aizpuriete. Nachgedichtet von Manfred Peter Hein anhand der Übersetzung von Horst Bernhardt (Fäkätä 13). Queich Verlag Germersheim. Imprint des SAXA Verlags 2011. 20 S.
  8. Andreas Altmann · Axel Helbig (Hg.) ∙ Es gibt eine andere Welt. Neue Gedichte. Eine Anthologie aus Sachsen mit Gedichten von Uta Ackermann, Lars-Arvid Brischke, Uwe Claus, Renatus De­ckert, Margot Ehrich, Swen Friedel, Peter Gosse, Martina Hefter, Jayne-Ann Igel, Manfred Jendryschik, Thilo Krause, Kito Lo­renc, Dieter Mucke, Uwe Nösner, Kerstin Preiwuß, Bertram Reinecke, Ulrike Almut Sandig, Sandra Trojan, Günter Ullmann, Guntram Vesper, Michael Wüstefeld, Ulrich Zieger u.v.a., Nachwort von Peter Geist, 400 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, poe­tenladen, Leipzig 2011.
  9. Klaus Anders · Andreas Struve (Hg.) · So schmeckt ein Stern. Norwegische Lyrik des 20. Jahrhun­derts, über­setzt und kommentiert von Klaus Anders und Andreas Struve, Gedichte von Olaf Aukrust, Paul-Helge Haugen, Kristofer Uppdal u.v.a., 254 Seiten, Klappenbroschur, Edition Ru­gerup, Berlin · S-Hörby 2011.
  10. Eugénio de Andrade · Das Salz der Sprache & Die Furchen des Durstes – O Sal da Língua & Os Sulcos da Sede. Gedichte [zweisprachig]. Aus dem Portugiesischen von Juana und Tobias Burghardt. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt. 199 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  11. Guillaume Apollinaire · Poesiealbum 294. Herausgegeben und ausgewählt von Richard Pietraß. Grafik Raoul Dufy. Märkischer Verlag Wilhemshorst 2011.
  12. Michael Arenz ∙ Noch nicht ganz aber fast, 42 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edition, Marklko­fen 2011.
  13. Michael Arenz (Hg.) ∙ Der Mongole wartet. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 22. Ausgabe: Lyrik ∙ Prosa ∙ bildende Kunst, Gedichte Michael Arenz ∙ Peter Ettl ∙ Bernd harlem Fischle ∙ Erna Fitzner ∙ Florian Günther ∙ Kai Pohl ∙ Ruth Velser ∙ Johannes Witek ∙ Maximilian Zander, 504 Seiten, Zenon Ver­lag, Düs­seldorf 2011.
  14. Tone Avenstroup, Stefan Döring, Bert Papenfuß, Michael Peschke, Stefan Ret, Hugo Velarde (Hg.): Gegner. Quartalsschrift. H. 29, September 2011. Gedichte von Jóanes Nielsen, Prosa von Lothar Trolle, Ilia Kitup, Johannes Jansen u.v.a.
  15. Bassirou Ayeva, Cahier D’exil, Gedichte französisch-deutsch, Sujet Verlag 2011
  16. “Matthias” BAADER Holst·  Versensporn 2. Exdition Poesie schmeckt gut. Jena 2011
  17. Ulrike Bail ∙ wundklee streut aus. 47 gedichte über theodora, 103 Seiten, Broschur, CONTE Verlag, Saarbrü­cken 2011.
  18. Hugo Ball ∙ Zinnoberzack, Zeter und Mordio. Alle DADA-Texte, herausgegeben von Eckhard Faul, 144 Seiten, Klappenbroschur, Wallstein Verlag, Göttingen 2011.
  19. Hans Jürgen Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler und Oliver Vogel (Hg.): Neue Rundschau, 122. Jahrgang, Heft 1/ 2011. Thesen zur Literaturkritik. Lyrikosmose 3, zusammengestellt von Michael Braun und Michael Lentz, Gedichte von Konstantin Ames,  Franz Richard Behrens, Ulrich Koch, Dagmara Kraus, Renate Rasp, Werner Riegel, Jürgen Theobaldy. Carte Blanche, Gedichte von Uwe Dick. 248 S.
  20. Mary Jo Bang, Eskapaden, luxbooks, 2011.
  21. Maximilian Barck (Hg.): Kunst- und Literaturzeitschrift HERZATTACKE. Sonderband 2011: Wolfgang Hilbig. Mit Texten von Andreas Altmann, Maximilian Barck, Rita Bischof, Thomas Böhme, Rene Char, Francis Scott Fitzgerald, Eberhard Häfner, Andreas Koziol, E. O. Kuilman, Stéphane Mallarmé, Thomas Martin, Gérard de Nerval, Gert Neumann, Philipp Passeur, Simone Katrin Paul, Arthur Rimbaud, André Schinkel und Ilona Stumpe-Speer. Kunstverein HERZATTACKE e. V.
  22. Roland Bärwinkel: Bevor es zu spät wird. Wartburg Verlag: Edition Muschelkalk der Literarischen Gesellschaft Thüringen, Band 34.
  23. Christoph W. Bauer: getaktet in herzstärkender fremde. Haymon. 20 Seiten
  24. Christoph W. Bauer: mein lieben mein hassen mein mittendrin du. Haymon. 89 Seiten
  25. Sandra Beasley: Die Abtastnadel in der Rille eines traurigen Lieds. Gedichte (übersetzt von Ron Winkler), hochroth Verlag 2011.
  26. BELLA triste 30. [Pappschachtel] Beiträge von Niklas Bardeli ∙ Christian Filips ∙ Monika Rinck ∙ Bo Wiget ∙ Dieter M. Gräf ∙ Hendrik Jackson ∙ Judith Schalansky ∙ Marius Schmidt ∙ Philipp Schönthaler  ∙ Michael Stavaric ∙ Laetizia Praiss ∙ Andreas Töpfer ∙ Robert Wenrich ∙ Uljana Wolf ∙ Christian Hawkey
  27. Hans Bender ∙ O Abendstunde. Ausgewählte Gedichte, mit einem Nachwort von Arnold Stadler, 40 Seiten, handfadengebundene Broschur, Verlag Ulrich Keicher, Warmbronn 2011.
  28. Timo Berger, Rike Bolte, Juan Carlos Guédez Méndez, Enno Stahl (Hg.): Frachtgut Überseepoesie (Latinale 2011). Remesa Poética de Ultramar: Neue Gedichte aus Lateinamerika und Deutschland / Nuevos Poemas de Latinoamérica y Alemania«. Mit llustrationen von Mónica León, unter Verwendung des Logo von Ana Albero. Mit Gedichten von Luis Alberto Arellano, Damaris Calderón, Luis Chaves, Martín Gambarotta, Maricela Guerrero, Victoria Guerrero, Adrian Kasnitz, Odile Kennel, Björn Kuhligk, Stan Lafleur, Swantje Lichtenstein, Marie T. Martin, Benjamín Moreno, Jinn Pogy, Minerva Reynosa, Monika Rinck, Tom Schulz, Enno Stahl, Ernesto Suárez, Andira Watson, Uljana Wolf. sUkUltUr, November 2011.
  29. Aloysius Bertrand, Gaspard de la nuit, Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Jürgen Buchmann, Reinecke & Voß, Leipzig 2011, 150 Seiten.
  30. Wolf Biermann: Fliegen mit fremden Federn. Nachdichtungen und Adaptionen. Hoffmann und Campe 2011, 526 S. Aus dem Griechischen, Portugiesischen, Spanischen, Koreanischen, Tschechischen, Italienischen, Schwyzerdütschen, Schwedischen, Englischen, Russischen, Hebräischen, Jiddischen, Lettischen, Finnischen, Litauischen, Estnischen, Französischen. Texte u.a. von José Marti, Ernesto Cardenal, Victor Jara, Giacomo Leopardi, Mani Matter, William Shakespeare, Robert Burns, William Butler Yeats, Andrew Marvell, Robert Frost, John Keats, John Donne, e.e. cummings, W.H. Auden, George Orwell, Dylan Thomas, Bob Dylan, Bulat Okudshawa, Sergej Jessenin, Novella Matwejewa, Wladimir Wyssozki, Andrej Wosnessenski, Julij Daniel, Jizchak Katzenelson, Elie Wiesel, Hirsch Glik, Uri Zvi Grinberg, Mordechaj Gebirtig, Pierre-Jean de Béranger, Boris Vian, Louis Aragon, Jacques Prévert, George Brassens, Guillaume Apollinaire, Paul Verlaine, Arthur Rimbaud.
  31. Bilhana: Gestohlene Lust. Hg. u. aus dem Sanskrit übersetzt von Albertine Trutmann. München: C.H. beck textura 2011. 128 S.
  32. Horst Bingel, Stafettenlauf. Gedichte aus dem Nachlaß. Corvinus Presse
  33. Paulus Böhmer ∙ Teigwaren auf der Terrasse nachts. 36 Seiten. Ostheim/Rhön, Peter Engstler 2011.
  34. Dietrich Bode (Hg.): Blumen, Gärten, Landschaften. Bilder und Gedichte. Reclam. 183 Seiten, 75 farbige Abbildungen (Gestaltung: Susanne Zippel).
  35. Rike Bolte und Ulrike Prinz (Hg.): Transversalia. Horizontes con versos. Horizonte in verkehrten Versen. Verlagshaus J. Frank. Quartheft 31, Edition Polyphon. 220 S.
  36. Jürgen Born: Endlosreise. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
  37. Nora Bossong ∙ Sommer vor den Mauern, 96 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, Mün­chen 2011.
  38. Michael Braun · Kathrin Dittner · Martin Rector (Hg.): Gegenstrophe. Blätter zur Lyrik 3. Mit Texten und Gedichten von Paulus Böhmer · Michael Braun · Cornelia Jentzsch · Simone Kornappel · Michael Krüger · Nadja Küchenmeister · Michael Lentz · Dirk von Petersdorff · Marion Poschmann · Martin Rector · Bertram Reinecke · Jan Volker Röhnert · Àxel Sanjosé · Jan Wagner · Levin Westermann. 120 Seiten, Hardcover, Wehrhahn Verlag, Hannover 2011. (http://www.wehrhahn-verlag.de/index.php?section=03&subsection=details&id=596)
  39. Michael Braun (Hg.): Lyrikkalender 2012. 740 Seiten, Tagesabreißkalender zum Stellen und Hängen, Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 2011 (http://www.wunderhorn.de/wunderhorn/content/buecher/pool/978_3_88423_365_8/index_ger.html)
  40. Bess Brenck-Kalischer. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 3. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  41. Tom Bresemann · Berliner Fenster, 94 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Berlin Verlag, Berlin 2011.
  42. Rainer Weiss, Martin Bruch (Hg.): „Kein herz ungeteilt”. 99 Haiku von Frauen. Frankfurt/Main: Weissbooks 2011. 96 S. Mit Farbseiten zum Ausklappen, Illustrationen im Siebdruck. Beiträge von Barbara Bongartz, Daniela Danz, Tanja Dückers, Nora Gomringer, Martina Hefter, Ursula Krechel, Swantje Lichtenstein, Elsemarie Maletzke, Ilma Rakusa, Silke Scheuermann, Sabine Scho, Anja Utler u.a.
  43. Helwig Brunner. Vorläufige Tage: Prosagedichte. Leykam
  44. Helwig Brunner + Stefan Schmitzer. gemacht/gedicht/gefunden: über lyrik streiten. Droschl.
  45. Werner Bucher ∙ Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, 98 Seiten, Broschur mit Schutzum­schlag, Verlag im Waldgut, CH-Frauenfeld 2011.
  46. Werner Bucher · Malcolm Green · Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, CD und Booklet, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  47. Werner Bucher · Rütegger Gedichte, 108 Seiten, Klappbroschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  48. Werner Bucher ∙ Jolanda Fäh ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) ∙ Poesie Agenda 2012, Cartoons, ∙ Ge­dichte, ∙ Bil­der ∙ Zitate von Michael Arenz ∙ Hans Bender ∙ Gottfried Benn ∙ Claus Bremer ∙ Blaise Cendrars ∙ René Char ∙ Simon Dach ∙ Margot Ehrich ∙ Peter Ettl ∙ Lawrence Ferlinghetti ∙ Brigitte Fuchs ∙ Alexander Xaver Gwerder ∙ Friedrich Hölderlin ∙ Hadayatullah Hübsch ∙ Alfred Ilk ∙ Kla­bund ∙ Axel Kutsch ∙ Ivo Lederger­ber ∙ Erwin Messmer ∙ Andreas Noga ∙ Frank O’Hara ∙ Vera Piller ∙ Salvatore Quasimodo ∙ Joachim Ringel­natz ∙ Christian Saalberg ∙ Barbara Traber ∙ Jürgen Völkert-Marten ∙ William Carlos Williams ∙ Maximilian Zander u.v.a., 256 Seiten, Broschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  49. Werner Bucher ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) orte. Schweizer Literaturzeitschrift. Nr. 167, Mai/Juni 2011. Sag was zur Nacht – oder: die Gomringers sind hier. Enthält: Werner Bucher: Claus Bremer – von der konkreten Poesie bis zur Einsicht, dass wir andere sind. Gedichte von Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Virgilio Masciadri; Beiträge über Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Forugh Farrokhzad.
  50. Christoph Buchwald ∙ Kathrin Schmidt (Hg.) ∙ Jahrbuch der Lyrik 2011, Gedichte von 138 Au­torinnen und Autoren, darunter Urs Allemann ∙ Friedrich Ani ∙ Anke Bastrop ∙ Thomas Böhme ∙ Mara-Daria Cojo­caru ∙ Crauss ∙ Carolin Dabrowski ∙ Róža Domašcyna ∙ Elke Engelhardt ∙ Elke Erb ∙ Karin Fellner ∙ Ludwig Fels ∙ Mara Gen­schel ∙ Tina Ilse Gintrowski ∙ Caroline Hartge ∙ Mi­chael Hüttenberger ∙ Jan Imgrund ∙ Mag­dalena Jagelke ∙ Manfred Jendryschik ∙ Synke Köhler ∙ Axel Kutsch ∙ Christian Lehnert ∙ Vesna Lubina ∙ Ma­rie T. Martin ∙ Friederike Mayröcker ∙ Mar­cus Neuert ∙ Harry Oberländer ∙ Hellmuth Opitz ∙ Eva Paula Pick ∙ Richard Pietraß ∙ Jan Volker Röhnert ∙ Hendrik Rost ∙ Ulrike Almut Sandig ∙ Vera Schindler-Wunderlich ∙ Marita Tank ∙ Hans Thill ∙ Isabella Vogel ∙ Ernest Wichner ∙ Bastian Winkler ∙ Eva Christina Zeller ∙ Michael Zoch u.v.a., Essays von Jürgen Brôcan · Andre Rudolph · Christa Wißkir­chen u.v.a., Nachworte von Chris­toph Buchwald und Kathrin Schmidt, 272 Seiten, Klappenbroschur, Deutsche Verlags-An­stalt, Mün­chen 2011.
  51. Hansjürgen Bulkowski, Und wie! Corvinus Presse.
  52. Hans Georg Bulla, „Wechselgetriebe – Ausgewählte Gedichte und Notate“, herausgegeben von Gerd Kolter, mit Zeichnungen von Peter Marggraf und einem Nachwort von Hermann Kinder, 174 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag, Bücher der Nyland-Stiftung, Köln, Aisthesis-Verlag, Bielefeld 2011.
  53. Erika Burkart: Nachtschicht. / Ernst Halter: Schattenzone. Weissbooks. 150 S.
  54. John Burnside · Versuch über das Licht, zweisprachige Ausgabe, aus dem Englischen und mit einem Nachwort versehen von Iain Galbraith, 138 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, München 2011.
  55. Matthias Buth, Weltummundung, Gedichte, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2011.

24. Oktober 2011

103. Eberhard Häfner 70

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Exemplarisch für viele Häfner-Texte werden hier mehrere Signalketten verknüpft: eine astronomische („sternhagelvoll“, „Milchstraße“, „schwarzes Loch“), eine sexuell konnotierte („Nagel“, „schwarzes Loch“), eine mythologisch-geschichtliche („Engel“, „Hieroglyphen“) und eine computertechnische („Portal“, „runtergeladen“). Das Wort Sehnsucht rahmt in der ersten und letzten Zeile das Geschehen, und auf der Mittelachse („sternhagelvoll“) funkelt doppelbödiger Humor. So entsteht ein Flechtwerk unterschiedlicher Sprachstränge in rätselvoller Verdichtung. Diese für Häfner charakteristische Methode hat durchaus mit seinen früheren Tätigkeiten zu tun. Bis Mitte der achtziger Jahre arbeitete Häfner als Silberschmied, Metallgestalter und Restaurator in Erfurt, bevor er wie so viele Künstler nach Berlin-Prenzlauer Berg übersiedelte. Zunächst publizierte er in Undergroundzeitschriften, nach 1989 trat er mit Künstlerbüchern, Romanen und immer wieder mit Gedichtbänden an die Öffentlichkeit.

Am heutigen Tage wird der mocking bird, wie auf Englisch jene Spottdrossel heißt, die immer wieder seine Gedichte durchschwirrt, siebzig Jahre alt. Da zu seinen Tugenden neben einem scharfen Verstand, außerordentlicher Belesenheit, Neugier auf das Schaffen jüngerer Kollegen auch eine herzöffnende Freundlichkeit und schamanesker Charme gehören, nimmt es nicht wunder, dass viele gratulieren wollen. / Peter Geist, Tagesspiegel

Zu Ehren von Eberhard Häfner lesen am Samstag, den 29. Oktober ab 19 Uhr in der Villa Elisabeth (Invalidenstr. 3b) unter anderem die Schriftsteller Volker Braun, Kurt Drawert, Bert Papenfuß, Björn Kuhligk und Steffen Popp. Der Gedichtband „Per Anhalter durch den Verstand“ (100 Seiten, 9,50 €) ist im Münchner Allitera Verlag erschienen.

18. Oktober 2011

79. „die gunst der woge ist gischt“

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Bert Papenfuß, Johannes Jansen und Elke Erb* haben einst mit ihren Gedichten die offizielle Parteirhetorik der untergehenden DDR ausgehebelt. Das Politische ist auch später nie ganz aus den Werken der früheren Avantgardisten der Ostberliner Literaturszene verschwunden. Gesinnungs-Lyrik und ein gewisser Anachronismus wurde ihnen und vor allem Bert Papenfuß deshalb vorgeworfen.

Doch jenseits dessen haben sie auch verspielte, sinnliche, schelmische, individualistische Befindlichkeiten besingende Verse geschrieben, die die in Cottbus lebende Malerin Mona Höke so berührt haben, dass sie daraus eine Grafik-Lyrik-Mappe schuf. „die gunst der woge ist gischt“ heißt sie. / Märkische Oderzeitung

Bis 28.10., Mona Höke – Malerei/Grafik, Kulturministerium, Dortustraße 36, Potsdam, Mo–Fr, 7.30 Uhr–17.30 Uhr

*) Ansonsten recht unterschiedliche Autoren

16. Oktober 2011

67. Dritte Ausgabe der KLEINEn AXT – Nachrichten aus dem Widerstand

Die dritte Ausgabe der KLEINEn AXT – Nachrichten aus dem Widerstand ist soeben erschienen. Unter dem Titel “Fuß vom Gas” bietet sie Lyrik, Theorie und Bildkunst von Timo Berger, Ann Cotten, Daniel Falb, Tristan Marquardt, Bert Papenfuß, Ronald Pohl, Marion Poschmann, Daniela Seel, Klaus F. Schneider, Christian Steinbacher, Anja Utler/Christof Heinz und Dan Vulcanescu.

Und hier kann man sie lesen:

http://kleineaxt.wordpress.com/


KLEINE AXT
Nachrichten aus dem Widerstand
c/o BRUETERICH PRESS
Monumentenstraße 34
D-10829 Berlin
0049-(0)30-752 33 56
<http://kleineaxt.wordpress.com/>

17. Juni 2011

70. »Pfeile aus dem Köcher«

Die neue »Schock Edition« wird heute in Berlin vorgestellt

Die zweite Folge der »Schock Edition« enthält Einzelhefte von Bert Papenfuß (»Pro tussi à gogo«), Clemens Schittko (»Manifest der Nachhut«), Brigitte Struzyk (»Das backsteinfressende Moos«), Su Tiqqun (»Im Geröll des Auges«) und Ralf S. Werder (»Bruchland«). Der gebürtige Dresdener Werder hatte im Herbst 1989 an diese Zeitung einen Leserbrief geschickt. Der Leiter der Abteilung Kultur antwortete: »Die Vorstellung macht mich grausen, Leute wie Sie hätten das Sagen«. Zwei Jahrzehnte später verschreiben sich Werder und die vier anderen Autoren nach wie vor dem nicht Marktförmigen. Die Texte sind verdichtete Miniaturen oder holen weit aus. Andere verweisen auf Philosophie und Mythologie. Bert Papenfuß verwandelt Verszeilen aus dem Hávamál der »Edda« in: »Besser ist’s, quick als lebendig zu sein; / wer flitzt, kriegt den Bogen. / Flammen sah ich schlagen / aus dem Feuerlöscher – / Pfeile aus dem Köcher«. / Robert Mießner, junge Welt

»Schock Edition«, Herausgegeben von Kai Pohl, Epidemie der Künste / Distillery, Berlin 2011, 24 Euro

Präsentation heute 22 Uhr, Rumbalotte continua, Metzer Straße 9, Berlin

2. Juni 2011

8. Politisierung einer Poetik

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland — Schlagworte: , , , , , — lyrikzeitung @ 13:42

Es gibt sie (noch), die sorgfältigen, nicht vereinnahmenden Analysen literarischer Werke durch Literaturwissenschaftler. Ausländische zum Beispiel. Gestern veröffentlichte Cécile Millot (Universität Reims) einen Aufsatz aus dem Jahr 2009 über Bert Papenfuß im Netz. Hier die Zusammenfassung und der letzte Absatz:

Die Lyrik Bert Papenfuß’ zwanzig Jahre nach der Wende – Politisierung einer Poetik

In den 1980er Jahren war Bert Papenfuß in der DDR einer der bekanntesten Dichter der alternativen literarischen „Szene“ des Prenzlauer Bergs. Er gehört zu den Autoren jener Zeit, die heute noch sehr viel veröffentlichen. Seine apolitischen Glaubensbekenntnisse aus den 80er Jahren waren dadurch zu erklären, dass das DDR-Regime von den Schriftstellern gerade politisches Engagement erwartete – im Gegensatz dazu schreibt Papenfuß seit der Wende eine deutlicher politisch orientierte Lyrik. Diese Entwicklung wird hier an Hand der Bände « SBZ-Land und Leute » (1998) und der Reihe « Rumbalotte » / « Rumbalotte continua » (2004-2007) untersucht. Diese respektlosen und lebenslustigen Texte dokumentieren, dass die von Papenfuß seit 1989 durchgemachte Entwicklung als charakteristisch betrachtet werden kann. Seine Techniken haben sich geändert, aber der Dichter bleibt dem Prinzip des Experimentierens mit der Sprache treu. Zwanzig Jahre nach der (Wieder-)Vereinigung demonstriert er zudem auf geradezu militante Weise seine Verwurzelung in einer DDR-Identität. Das anarchistische Engagement, zu dem er sich heute bekennt, drückt sich in seinem poetischen Werk, aber auch in anderen künstlerischen und öffentlichen Praktiken, aus.

Schluß:

Ob es sich um politische oder literarische Aktion handelt – Bert Papenfuß situiert sich schlüssig am Kreuzpunkt beider Projekte. Das unterscheidet ihn von Dichtern seiner Generation, die seine Erfahrung teilten. Unter jener dieser Autoren, die bis heute produktiv geblieben sind, kann man die Beobachtung machen, daß sich die Bekanntesten einer eher klassischen poetischen Praxis zuwandten. Durs Grünbein zum Beispiel erfreut sich heute großer Aufmerksamkeit. Er ist etwas jünger als Papenfuß, er begann gerade beim Fall der Mauer zu schreiben, er ist zweifellos im Leben und Schreiben weniger von seiner DDR-Herkunft geprägt, obwohl sie dennoch bis heute spürbar bleibt.  Grünbeins Poetik basiert jedoch auf klassischen Bezügen, auf römischen Autoren und antiker Mythologie, der Barockliteratur und dem Sonett. Uwe Kolbe, der derselben Generation wie Papenfuß angehört und eine vergleichbare Biographie hat (er gehörte zur “alternativen Szene” der DDR), auch wenn er immer zurückhaltender und intellektueller auftrat, hat seinen Platz nach dem Mauerfall im (gelegentlich polemischen) Dialog mit den großen deutschen Autoren gefunden, mit Goethe, Stefan George, den Romantikern, in poetologischen Fragen, in der Begegnung mit Erinnerungsorten. Diejenigen von Papenfuß’ Zeitgenossen, die in der DDR-Vergangenheit verwurzelt blieben, wie Gabriele Stötzer oder Andreas Koziol, haben eher das Feld der Autobiographie gewählt. Bert Papenfuß, heute Rocker und Anarchist, hockt immer noch in seiner Kneipe im Prenzlauer Berg, er ist literarisch und sozial am wenigsten integriert und gehört zu den interessantesten Dichtern.

 

Cécile Millot, « La poésie de Bert Papenfuß vingt ans après la chute du Mur – la politisation d’une poétique », Germanica [En ligne], 44 |  2009, mis en ligne le 01 juin 2011, Consulté le 02 juin 2011. URL : http://germanica.revues.org/612

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