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Archiv der Kategorie: Russisch

Im Netz seit 1.1.2001

Lesung im Ausland …

Lyriklesung: Moritz Gause, Eugene Ostashevsky, Kinga Tóth

http://www.ausland-berlin.de/lyriklesung-gause-ostashevsky-toth

…morgen vormittag (am 20.): Findet in Berlin die auf lange Jahre hin letzte ernstzunehmende, hochprozentige Sonnenfinsternis statt.
…und heute Abend bei uns, soweit wir sehen, der stadtweit letzte – seinerseits hochprozentige respektive hochkarätige – Lyrikabend vor diesem denkwürdigen Naturschauspiel!
Wir freuen uns auf die Lesungen von

Moritz Gause, der aus Jena zu uns kommt,

Kinga Tóth (die im ungarischen Original aus den Kontexten Allmaschine und Party liest – Orsolya Kalász liest die von ihr und Monika Rinck übersetzten Gedichte auf Deutsch) sowie

Eugene Ostashevsky, dessen Gedichte von ihm selbst im amerikanischen Original und von Monika Rinck in deutscher Übersetzung gelesen werden.

Geöffnet ab 20:00 Uhr, Beginn um 20:30 Uhr.
– Zuvor und im Anschluss: Musik & Bar.
Und an der Bar ertrinkt, frei nach Baudelaire, “…die Sonne in ihrem gerinnenden Blut “…

Moritz Gause, *1986 in Berlin, wuchs ebenda, in Brandenburg und in Thüringen auf. Er studiert Komparatistik in Jena und ist seit 2011 Redakteur des Thüringer Literaturprojektes WORT- WECHSEL. Zu seinen letzten Veröffentlichungen gehören “Meditationen hinterm Supermarkt” (mit Graphiken von Susann Arnold, 2015) und der Poesiefilm “Rostock, Grand Café” (Regie: Susann Arnold, 2014); außerdem u.a. in den Zeitschriften “L- Der Literaturbote” (Ffm.) und “metamorphosen” (Berlin). Er wurde ausgezeichnet mit dem Thüringer Autorenarbeits-stipendum (2013) und dem Walter-Dexel-Stipendium der Stadt Jena (2012).
http://fliegenfangen.wordpress.com/

Eugene Ostashevsky, *1968 in Leningrad, lebt in New York und Berlin. In seinen Lyrikbänden experimentiert er mit Phänomenen der Mehrsprachigkeit, dem Erbe klassischer Avantgarde und dem anarchischen Nonsens in Texten der Kinderliteratur. Als Literaturwissenschaftler und Übersetzer arbeitet er zu Daniil Charms und Aleksandr Vvedenskij, Autoren des russischen “Absurdismus” der 1930er Jahre. Auf Deutsch erschien von ihm neben einzelnen Gedichten in Zeitschriften das Leseheft “Auf tritt Morris Imposternak, verfolgt von Ironien” (übers. v. Uljana Wolf, 2010). Im Original erschien das Buch (“Enter Morris Imposternak, Pursued by Ironies”) 2008, im selben Jahr außerdem “The Life and Opinions of DJ Spinoza”.
http://www.berliner-kuenstlerprogramm.de/de/gast.php?id=1231

Kinga Tóth ist Sprachwissenschaftlerin und (Klang-)Poet-Illustratorin und Kulturmanagerin. Sie arbeitet als »Kommunikationsspezialistin« (Journalistin) und ist Lektorin für das Kunstmagazin Palócföld und Roham. Darüber hinaus ist sie Songwriter und Frontfrau des Tóth Kína Hegyfalu-Projekts sowie Vorstandsmitglied des József-Attila-Kreises für junge Schriftsteller und aktives Mitglied bei zahlreichen anderen Projekten und Verbänden. Zu ihren Publikationen zählen Gedichtbände mit Illustrationen: ZSÚR (2013), ALL MACHINE/Allmaschine (Akademie Schloss Solitude Verlag DE, Magvető, HU, 2014) und internationale Publikationen auf Poetry, Colony Magazine, tapin2, Asymptote, hlo.hu, Columbia Granger’s World of Poetry, und Huellkurven. Ihre Texte inszeniert sie auch klanglich und visuell mit Performance und Installationen. Neben dem Tóth Kína Hegyfalu-Projekt nahm Kinga Tóth an weiteren Musikprojekten wie 33 astral bodies (Lyrics, Gesang), Tuning Ballerina (Lyriks, Gesang), Control mit Silvia Rosani (Kontext, Text, Performance), ARKon (Gesang, Lyrik) teil.
http://tothkinga.blogspot.de/

Und in der Schankwirtschaft Rumbalotte Continua

  • Morgen, Freitag
    um 20:30
  • Metzer Straße 9, Prenzlauer Berg, Berlin, Germany
DEUTSCH/RUSSISCH:
(ПО-РУССКИ СМ. НИЖЕ)

Präsentation der Literaturzeitschrift Translit Nr. 15-16 (St. Petersburg)

Mit Pavel Arsenyev (Lyriker und Translit-Herausgeber, St. Petersburg) und Igor Chubarov (Literaturtheoretiker u. Philosoph, Moskau/Berlin)

In deutscher und russischer Sprache mit Übersetzung

Moderation: Alexander Filyuta

Die Literaturzeitschrift Translit ist ein unabhängiges literarisch-theoretisches Magazin, das von einer Gemeinschaft von Dichtern, Künstlern und Geisteswissenschaftlern seit 2005 in St. Petersburg veröffentlicht wird. Das Kollektiv von Translit organisiert Poesiefestivals und ist Herausgeber der Lyrikreihe Kraft sowie der theoretischen Reihe Démarche. Die neueste Ausgabe von Translit #15-16 trägt den Titel “Das literarische Schaffen, der Konflikt, die Gemeinschaft” und widmet sich der Analyse der künstlerischen Konzepte „Arbeit, Konflikt, Gemeinschaft“ – in dieser Reihenfolge werden die Prädikate einer literarischen Existenz angeordnet, die nicht als eine pausenlose Geschichte von Meisterwerken, sondern als Werdegang, Fabrizieren, Herstellung, d. h. wie ein Produktionsprozess verstanden wird. Themen der Arbeit und des Konflikts in der Kunst werden in der gegenwärtigen Situation zunehmend praktisch relevant, sie werden aber im Allgemeinen nicht analytisch betrachtet, während Künstler statt Reflexionen weiterhin die „Kulturinhalte“ ihrer eigenen Situation produzieren. Der Aufgabe einer partisanenartigen Kartierung des Kulturraums, die aus einer gewissen – aus den „parallelen Reihen“ – durchsickernden Militanz abgeleitet wird, sowie der Reflexion von aktiven Prozessen und einer Neudefinierung der etablierten literarischen Kartographie (nicht ohne den politischen Status Quo in Frage zu stellen) sind in dieser Ausgabe nicht nur die visuellen Materialien, sondern auch der inhaltliche Aufbau selbst, gewidmet.

Pavel Arsenyev ist Schriftsteller, Künstler und Herausgeber. Geb. 1986 in Leningrad, lebt zur Zeit in St. Petersburg. Seinen Master hielt er in Literaturtheorie an der Universität St. Petersburg. Zu seinen Beiträgen in russischen und nichtrussischen Zeitschriften zählen z. B. New Literary Observer im Magazin des Künstlerkollektivs Chto Delat. Publikation des Gedichtbandes Things that won’t fit inside your head bei AnnaNova, St. Petersburg, 2005. Er hat an mehreren Poetry-Festivals teilgenommen und ist Mitglied des Laboratory of Poetic Actionism sowie Chefredakteur der literaturkritischen Anthologie Translit.

Igor Chubarov (Dr. habil. phil.), geb. 1965 in Kursk/Russland. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Russischen Akademie der Wissenschaften, Abt. Analytische Anthropologie. Studium der Philosophiegeschichte an der Lomonossov-Universität Moskau, Dissertation 1996 zum Thema „Phänomenologische Philosophie in Russland“. Herausgeber der philosophischen Zeitschrift Logos. Verleger des Logos-altera-Verlags (Moskau). Fellow von Zentrum für Literaturforschung (Berlin, 2002 – 2003). Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung (Berlin, 2006 – 2008).

Es werden außerdem Lyrikübersetzungen ins Russische aus der aktuellen Translit-Ausgabe präsentiert. Und zwar von Hendrik Jackson, Björn Kuhligk, Steffen Popp, Monika Rinck, Katharina Schultens, Daniela Seel, Jan Wagner, Uljana Wolf, allesamt in Übersetzung von Alexander Filyuta.

Weitere Informationen:
www.old.trans-lit.info/english.htm

Mit Lyrik eine Botschaft formulieren

UNESCO-Welttag der Poesie feiert Kulturgut Sprache

Zum Welttag der Poesie am 21. März erinnert die Deutsche UNESCO-Kommission an die Bedeutung und Vielfalt des Kulturguts Sprache. Der von der UNESCO ins Leben gerufene Tag soll Verlage und Medien ermutigen, poetische Werke besonders von jungen Dichtern zu unterstützen. Der Welttag erinnert an die Bedeutung mündlicher Traditionen und fördert den kulturellen Austausch zwischen den Völkern. Seit 2000 wird der Welttag der Poesie, der auf eine Initiative Marokkos zurückgeht, jedes Jahr gefeiert.

„Die Kunst der Poesie ist für das kulturelle und gesellschaftliche Leben unverzichtbar. Die poetische Vielfalt reicht heute von der klassischen Buch-Lyrik bis zum modernen Twitter-Gedicht im Internet. Unser Alltag wird mehr denn je von kurzen Texten und verdichteten Inhalten geprägt. Die Poesie ist damit überraschenderweise vielleicht die aktuellste Form, eine persönliche Botschaft zu formulieren“, sagt Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.

Die zentrale Veranstaltung in Deutschland richtet die Literaturwerkstatt am 20. März in Kooperation mit der Stiftung Brandenburger Tor und weiteren Partnern unter Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission in Berlin aus. Dichterinnen und Dichter aus fünf Ländern präsentieren am Vorabend zum Welttag der Poesie ihre Werke: Es lesen der spanische Künstler Enrique Falcón, dessen Gedicht “Der Marsch der 150 Millionen” für Furore gesorgt hat, die amerikanische Autorin Ellen Hinsey, die über familiäre Traumata schreibt; Afrizal Malna, der zur neuen Dichtergeneration Indonesiens zählt; die russische Lyrikerin Anzhelina Polonskaya, die an die große Erzähltradition ihres Landes anknüpft und der deutsche Lyriker Jan Wagner, der als erster Dichter für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015 nominiert ist.

Das Grußwort hält die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Dr. Verena Metze-Mangold. Es moderiert der Journalist Knut Elstermann.
Weitere Partner sind die Akademie Schloss Solitude, das Berliner Künstlerprogramm des DAAD und das Instituto Cervantes.

  1. März 2015, Beginn 20:00 Uhr
    Welttag der Poesie
    Stiftung Brandenburger Tor
    Max Liebermann Haus, Pariser Platz 7, Berlin
    Moderation: Knut Elstermann (Journalist, Berlin)
    Eintritt frei

Die Platzanzahl ist begrenzt. Anmeldung erforderlich vor dem
16. März unter info@stiftungbrandenburgertor.de

Weitere Informationen:
www.unesco.de/welttag_poesie.html

Brodskys Ukraine-Schmäh

Von Michail Ryklin (Auszüge)

(…) 1991/1992, als die Sowjetunion zerfiel, war der sowjetische Exil-Schriftsteller Joseph Brodsky «poeta laureatus» der Library of Congress Washington DC. Sein ganzes Leben hatte er sich, so ein Freund des Dichters, durch «extremen Individualismus, Selbständigkeit im Denken, Originalität und vielleicht sogar Exzentrik» ausgezeichnet. Das Sowjetimperium bestrafte ihn zuerst wegen Schmarotzertums, dann schickte es ihn ins Exil. Viel hatte Brodsky für dieses Reich nicht übrig, ganz im Gegenteil. Er erzählte gern, wie er halb im Scherz die Frage parierte, von wo aus man am besten auf den Kreml schauen sollte: «Aus der Kabine eines amerikanischen Bombers.»

Sein Leben lang hatte Brodsky – vor allem als Dichter, aber auch im Alltag – in sich den privaten Menschen kultiviert. Seine Nobelpreisrede begann er 1987 mit den Worten: «Für einen Privatmann wie mich, für einen, der sein Leben lang die private Existenz jeder Rolle von sozialer Bedeutung vorgezogen hat (. . .), für einen solchen Menschen stellt es eine unbequeme Herausforderung dar, sich auf diesem Podium wiederzufinden.» (…)

Der Zerfall der Sowjetunion hätte diesen inspirierten Diener der Poesie und Individualisten nicht besonders aufgeregt, wäre nicht dieser eine Umstand gewesen: Die Ukraine erklärte ihre staatliche Selbständigkeit!
Anfangs verstand Brodsky nicht, warum ihn dieser Akt so heftig traf und in Wut versetzte: «Alles, was schlecht ist für die Sowjetunion, ist absolut richtig», hatte er seinerzeit über die Bombardierung Kambodschas durch die Amerikaner gesagt. Der Zerfall der UdSSR, so könnte man glauben, hätte ihn freuen müssen, aber nichts dergleichen: Denn die Ukrainer haben sich von Russland und seiner grossen Kultur abgespalten! Wie aus dem «Bollwerk des Sozialismus» plötzlich Russland wurde, hätte Brodsky vermutlich auch selbst schwer erklären können. Ja, diese Reaktion ist emotional und unlogisch und widerspricht allem, was er früher gepredigt hat. Aber die Wut, die tiefe Kränkung verflogen nicht, sondern verstärkten sich noch, und er setzte sich hin und schrieb das Gedicht «Auf die Unabhängigkeit der Ukraine».

Brodsky sagte von sich: «Ich bin Jude, russischer Dichter und amerikanischer Staatsbürger.» Jetzt machte sich der «russische Dichter», der Bewahrer der grossen Kultur, im Juden und amerikanischen Staatsbürger (ein solcher war der Dichter schon seit 1977) mit unerwarteter Stärke bemerkbar. Der Dichter ging daran, den ukrainischen «Chochols» («Schopf», nach dem Haarschopf der Saporoscher Kosaken) im Namen aller Russen zu antworten. (…)
Dass die Ukrainer einfach ihre Unabhängigkeit gewonnen hatten und selbständig geworden waren, daran glaubte Brodsky nicht eine Sekunde – woher sonst übermannte ihn diese Selbstquälerei: Die Chochols haben, und auch nicht zum ersten Mal, die russischen Brüder gemein betrogen und sich auf die Seite der Feinde geschlagen! Das Gedicht beginnt mit einer Anrede an den Schwedenkönig Karl XII., dessen Armee 1709 bei Poltawa geschlagen wurde: Ja, will der Dichter sagen, damals habt ihr verloren, aber heute, fast dreihundert Jahre später, habt ihr uns dennoch besiegt. Schaut, über der Ukraine flattert die Flagge in denselben Farben, wie eure schwedische: «Gelb-Blau». Aber Schweden liegt ja weit weg von der Ukraine, dagegen sind Polen und Deutschland gleich nebenan, und eben mit den «Fritzen» und den «Polacken» oder «Ljachen» haben die undankbaren Chochols diesmal die Russen verraten. Dort aber erwartet sie nichts Gutes! Mit beispielloser Bosheit, um nicht zu sagen mit Sadismus, zeichnet Brodskys tödlich beleidigte imperiale Phantasie eine Szene der kollektiven Vergewaltigung der Verräter: «Sollen euch jetzt in der Hütte die Fritzen im Chor / Mit den Polacken auf alle Viere stellen, Dreckspack.»

Dann kippt der Dichter über die Chochols*, die Russland angeblich verraten haben, das ganze Arsenal von Ukraine-Klischees aus, über das der Durchschnitts-Kazap** verfügt. Dieses Arsenal ist extrem dürftig und banal: Ruschnik (ein besticktes Handtuch), Karbowanez (ukrainische Währungseinheit bis 1996), Borschtsch (Randensuppe), Ganovenbraut und Knödel. Brodsky, der Aristokrat des Geistes, schreibt diesmal im Namen des gemeinen Mannes; daher die Fülle volkstümlicher Wörtchen und Wendungen.
«Das Kürbismelonen-Volk» (…)

Die Lektüre dieses Gedichts ist ernüchternd: Man versteht plötzlich besser, warum alte russische Bekannte, gestern noch zurechnungsfähig, trunken sind vom Glück der Inbesitznahme der Krim, dafür die ganze Welt brüskieren und in ihrer Ekstase gar nicht merken, wie sie buchstäblich zusehends verarmen. Man wundert sich weniger über die Wirkung der imperialen Anästhesie, wenn man weiss, dass auch der berühmte Dichter, unter Gefährdung seines Rufs als freier und aufgeklärter Denker und von vornherein überzeugt, man werde ihn «falsch verstehen», zum Schreibtisch eilte und auf dem Papier Gefühlen ihren Lauf liess, die er nicht beherrschen konnte. Man möchte seinem Beispiel auf keinen Fall folgen. / NZZ

Der russische Philosoph und Schriftsteller Michail Ryklin, 1948 in Leningrad geboren, lebt in Berlin. Zuletzt erschien von ihm 2014 auf Deutsch im Suhrkamp-Verlag: «Das Buch Anna». – Aus dem Russischen von Gabriele Leupold.

*) Chochol, russ. хохо́л, Schmähwort für Ukrainer, nach dem Kosakenhaarschnitt

**) Kazap, von kak zap, wie ein Ziegenbock, ukrainisches Schmähwort für Russen

Russische Dichterin überfallen

Vor ihrem Wohnhaus in einem Moskauer Außenbezirk ist die russische Dichterin Alina Wituchnowskaja Opfer eines Überfalls geworden. Sie glaubt, in Russland seien auf einer subalternen Machtebene alle Regimegegner für vogelfrei erklärt worden. Durch den Mordanschlag auf Boris Nemzow sieht sie sich bestätigt.

Sie habe am Abend des 23. Februar, der als „Tag der Vaterlandsverteidiger“ begangen wird, vor der Haustür Müll entsorgt, als zwei Männer, einer in Polizeiuniform, der andere in Zivil und deutlich angetrunken, auf sie zugekommen seien und sie aufgefordert hätten, mitzukommen, berichtete Alina Wituchnowskaja der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Als sie sich geweigert habe, hätten die beiden einige ihrer Internetauftritte erwähnt, von ihren politischen Aktivitäten erzählt, von einem in die Ukraine geflohenen Vertrauten, aber auf eine Weise, die klar gemacht habe, sie kannten sie gar nicht, sondern waren instruiert worden, so die Dichterin.

Als sie die zwei etwas maliziös fragte, wer sie überhaupt seien, habe einer der beiden ihr einen Schlag ins Gesicht versetzt. Sie sei in die Wohnung geflohen und habe den ärztlichen Notdienst gerufen, sagt Alina Wituchnowskaja. Als es wenig später an der Tür klingelte, habe sie geöffnet, in der Annahme, es seien die Mediziner. Doch es waren zwei Männer in Zivil, die sich offenbar neue Instruktionen geholt hatten und sie jetzt bewusstlos schlugen. / FAZ 2.3.

„der im flug herausgepresste schrei der blase“

Hendrik Jackson postet auf lyrikkritik.de einen Text von 2003 über den russischen Lyriker Wiktor Iwaniv:

Mir wurde die Aufgabe angetragen, einige russische Gegenwartslyriker zu versammeln und zu übersetzen. Dabei stieß ich auf den fast gänzlich unbekannten jungen Autor Wiktor Iwaniv aus Nowosibirsk, dessen Gedicht „kamera“ meine Aufmerksamkeit erregte. Das Gedicht weist keine Interpunktion auf und zeichnet sich dadurch aus, daß viele Wörter jeweils vor wie auch rückbezogen werden können, innerhalb einer Zeile oder im fortlaufenden Zusammenhang mit der jeweils nächsten Zeile zu lesen sind. Eine mehrfache Lesart findet sich auch inhaltlich wieder. Das beginnt schon bei der Überschrift: kamera. (das ganze Gedicht findet man hier)
Das Wort hat drei Bedeutungen: 1. Kamera (Film, Foto, Video) 2. Zelle, Kammer 3. Blase (vom Fußball). Im ersten Fall ist die russische „kamera“ also eine Art Behälter, oder wie man eben auch für die deutsche Kamera sagt: ein Gehäuse – für Bilder; im zweiten Fall eine Behausung, aber ebenso gehäuseartig relativ klein und kompakt und im dritten, seltenen Fall eine selbst umschlossene Ummäntelung für die Luft, die den Ball trägt, weicher als die ersten beiden „Kapseln“, aber um nichts weniger „luftdicht“, abgeschlossen, und in einem gewissen Sinne gleichförmigen geometrischen Grundformen entsprechend (Quader, Würfel, Kugel etc.)
Die dritte Bedeutung schien etwas abwegig, ich hielt mich zunächst an die ersten beiden.
Ich übersetzte:

Kamera

Im angestrahlten wald war ein süßes singen zu hören
die stimme Lemeschews drang ans ohr irgendwoher
trug ein windstoß wörter verdrehte sie ein kanarienvogel
imitierte sich selbst von unten wie durch eine platte
klopfte regelmäßig geräusch vom aufprallen eines balls
zusammen mit dem gesang sich vereinend wie
wie in einer einzigen kehle
gefiederte kinder liefen voraus drehten sich nicht um
oder führten ihre truppen zurück bis an den Rahmen
jedes von ihnen und nicht nur volodja pinigin
als wüßte er es nicht er steht auf schlammigem grund
die schlange glitt schnell durch die reihen erstarrter kinder
so hätte es aussehen können für den
der sie so durch das Schlüsselloch beobachtet hätte
der klopflaut des balls hörte momentlang auf wie kurzes
kuckucksheulen die quälenden tage zählt
nur jene werden mich verstehen die selbst einmal diesen
im flug herausgepressten schrei der kamera hören sehen mußten
eng zusammengepferchte kinder ihre blicke zur erde gewandt
hinab wo der von schrecklichem schluckauf befallene volodja
auf allen vieren kroch wie ein toter aus der erde
eines anderen morgens durch hingekleckste lichtflecken
ging ich erinnerte mich an zwei namen Wolodja und Wladik
ich nahm damals an der parade teil und schaute den pionieren
nach sie trugen pfingstrosen im porträt des toten führers

Vielleicht eine Filmszene? Ein Film im Wald? Was macht der Kanarienvogel hier? Vielleicht handelt es sich doch um eine Zelle, eine kleine Kammer? Rätselhaft. Jetzt war ich zum ersten Mal irritiert. Eine Platte im Wald? Sicherlich keine Photoplatte. Und dann ein Ball? Eine russische Freundin wies mich auf das Kinderbuch „Unterirdische Kinder“ hin, in dem es um unter der Erde, in Erdhöhlen lebende Kinder ging. Sie sagte auf ihre russische trockene Art: „Klar, sie spielen dort unter dem Wald mit einem Ball, kein Problem.“ Platte, Schallplatte, Photoplatte, Zelle, Kamera… worum handelt es sich?
Das Ende gab auch keinen Aufschluß. Interesse halber schrieb ich dem Autor. Er erklärte kurzerhand, daß die Kinder unter der Erde hier nichts zu suchen hätten und alles würde auf dem Doppelsinn von kamera und „Blase“ (des Fußballs) beruhen, kurzum ein aufgenommenes Fußballspiel. Nun ist es mehr als heikel, den Erklärungen eines Autors beim Übersetzen zu folgen, zumal bei einem so vieldeutigen Gedicht. Dennoch will ich gerade dies anführen, um zu zeigen, daß man die Anmerkungen des Autors nicht ganz negieren soll, zumal, wenn das Gedicht dann eine gewisse Schlüssigkleit gewinnt. Ich übersetzte neu und als erstes die Überschrift, um diese Doppeldeutigkeit zwischen Fußball und Kamera herauszustellen. „Gehäuse“ fiel mir als erste Verbindung zwischen Fußball und Photo ein, allerdings schien mir das nicht geläufig genug, eher schon die Redewendung „etwas im Kasten haben“ und „Kasten“ für Fußballtor.

im kasten

Im angestrahlten wald war ein süßes singen zu hören
die stimme Lemeschews drang ans ohr irgendwoher
trug ein windstoß wörter verdrehte sie ein kanarienvogel
imitierte sich selbst von unten wie durch eine platte
klopfte regelmäßig geräusch vom aufprallen eines balls

Nun wurde alles klar, oder? Es folgen die aus der Kamera-Ferne (Vogelperspektive?) bunten (wie Federn) Trikots der „Truppen“:

zusammen mit dem gesang sich vereinend wie
wie in einer einzigen kehle
gefiederte kinder liefen voraus drehten sich nicht um
oder führten ihre truppen zurück bis

Jetzt endlich das Wort: Gehäuse für die „Rahmen“, den Bildausschnitt und das Tor zugleich. Gehäuse – Kern – Zelle. Zelle: Da war sie die russische „kamera“ in ihrer zweiten Bedeutung. Überwachtes Wohnen, Gefängnis. Gitter – Netz – Im Kasten, im Netz, und also wieder: Fußball, aber auch: Kern, Frucht, Netz mit Früchten, Hülse, Worthülse, die verschiedene Bedeutungskerne beinhaltet, aber sich aufbläht zur Blase: Bildblase, kein sachliches Kamerabild, nicht nur ein Fußballreport in jedem Fall. Weiter:

an das gehäuse
jedes von ihnen und nicht nur volodja pinigin
als wüßte er es nicht er steht auf schlammigem grund
die schlange glitt schnell durch die reihen erstarrter kinder
so hätte es aussehen können für den
der sie so durch das Schlüsselloch beobachtet hätte
der klopflaut des balls hörte momentlang auf wie kurzes
kuckucksheulen die quälenden tage zählt
nur jene werden mich verstehen die selbst einmal diesen
im flug herausgepressten schrei

und hier konnte es jetzt nicht mehr Kamera oder Zelle heißen, hier war die dritte Bedeutung von „kamera“ gefragt: Pocke, Pille, nein, denn dann fiele das fliegende Auge der Kamera weg, wie das vereinen? Mir fiel eins ein: Ich quetschte das Augen direkt in den Sucher der Kamera – und fand – die puPille, allerdings: ein im Flug herausgepresster Schrei der puPille, hmm, ich weiß nicht… dann lieber Blase als Fußballblase, Bildblase, zumal eine gepresste schreiende Blase, das hat etwas Comicartiges und läßt sich vorstellen.

der blase hören sehen mußten
eng zusammengepferchte kinder ihre blicke zur erde gewandt
hinab wo der von schrecklichem schluckauf befallene volodja
auf allen vieren kroch wie ein toter aus der erde

Fußball kann grausam sein, zumal aus der Höhe. Aber wird hier wirklich das Stadion zur geschichtlichen Kammer, aus dem es kein Entrinnen gibt? Kriegssprache und das Ticken wie von Uhren oder Bällen deutet die Vergangenheit oder Zeitlichkeit an, eine Vergangenheit, die (für den jungen Autor) medial (durch Bilder) verdoppelt wird, was direkt an den Bilderkult der alten Zeit anschließen mag… und dennoch bleiben einige Fragen offen, doch staunen wir nicht länger, sondern folgen dem Autor zum Ende und schauen den Wendungen des Gedichts nach wie jene Pioniere…

eines anderen morgens durch hingekleckste lichtflecken
ging ich erinnerte mich an zwei namen Wolodja und Wladik
ich nahm damals an der parade teil und schaute den pionieren
nach sie trugen pfingstrosen im porträt des toten führers

Hendrik Jackson

Dieser kleine Text entstand 2003 anlässlich der Herausgabe einer Sammlung von russischen zeitgenössischen Gedichten. Damals lernte ich den noch völlig unbekannten sibirischen Dichter Iwaniv kennen. Am 25. 2 2015 nahm sich der Dichter, inzwischen russlandweit bekannt und geschätzt, das Leben. Deswegen sei hier das Dokument einer ersten Annäherung und beginnenden Freundschaft sowie eines literarischen Austausches (Iwaniv hat mich ins Russische übersetzt und wurde von der Stiftung Brandenburger Tor nach Berlin eingeladen) publiziert. Die ganze Übersetzung findet man auf parlandopark, den russischen Text auf vavilon.ru

106. Kritik der Kritik

Sehr geehrte Frau Veit,

vielen Dank für Ihre Rezension und die Beschäftigung mit Majakowskis Poem „der fliegende Proletarier“. Ich muss Ihnen allerdings die Bedeutung des Gedichtes noch einmal darstellen und auf die Kunst der Übersetzung hinweisen.

Majakowskis Text ist ein in der Weltliteratur einzigartiges Beispiel für die Verbindung von Poetologie und politischer Lyrik. Die Verse verhandeln bis ins Detail die ästhetischen Debatten der Avantgarde und jungen Sowjet-Kunst: vom Futurismus und Konstruktivismus bis hin zur Literatur des Fakts und dem proletarischen Agitprop. Die Verfahren der neuen Massenmedien, die in den 20er Jahren aufkamen – Radio, Kinofilm, Pulp-Literatur, Werbung, Comic, Plakat – verbindet Majakowski in seinem Text auf eine Weise, wie dies keinem anderen Dichter gelungen ist. Zudem ist sein Text ein Paradebeispiel der utopischen Literatur. Die Thematisierung von Luftkrieg und Raumfahrt ist angesichts der geostrategischen Auseinandersetzungen, die um den „Kontinentalblock“ geführt werden, bis heute aktuell.

Die Übersetzung ist von einer fast wörtlichen Werktreue und erlaubt sich nur dort kleine Freiheiten der Nachdichtung, wo es darum geht, die durchgehende Reimstruktur des Textes nachzubilden und für den Leser erlebbar zu machen. Auch die vereinzelten Verwendungen von Alltagsjargon sind durchaus im Wortsinn des Originals oder entsprechen der Haltung und Tonalität Majakowskis selbst. Dies richtig zu gewichten, muss Literaturkritik schon leisten können.

Das Poem stellt in jedem Fall einen der wichtigsten Klassiker der Avantgarde-Literatur dar. Die im Buch vorhandenen Illustrationen treffen genau den Geist der Zeit. Nachwort, editorische Notiz und Zeitleiste helfen zum kontextuellen Verständnis und werden literaturwissenschaftlichen Kriterien gerecht. Als Lektüre unbedingt zu empfehlen!

Zwei Gedenktage sind ebenfalls im April 2015 mit dem Buch zu verbinden:
6.4.1925 – Premieren-Lesung des „Proletariers“ durch Majakowski im Moskauer Bolschoi-Theater (vor 90 Jahren)
14.4.1930 – Selbstmord Majakowskis (vor 85 Jahren)

Mit herzlichen Grüßen
Boris Preckwitz

(Vgl. hier)

104. “Gescheiterter Versuch”

Harsch das Urteil der Neuen Zürcher Zeitung über die Erstveröffentlichung eines Langgedichts von Wladimir Majakowski über einen “Luftkrieg zwischen den kapitalistischen USA und der kommunistischen Sowjetunion im Jahre 2125″:

Boris Preckwitz, der begeisterte Übersetzer, versucht, das 1925 geschriebene Langgedicht für die Gegenwart aufzumotzen; bald macht er es ulkig poppig und peppig («echt nie», «Newswust», «Nüschte», «Rabbatz», «gefrickelt», «beschlagzeilt», «betarnmalt», «beschraubschwungt»,), bald pathetisch umständlich bis unverständlich («Der Kommandant wringt die Stirn» für: «runzelt die Stirn» «Fiederling» für: «Vogel», «sie spitzen die Hauer» für: «bis an die Zähne bewaffnet»). (…)

Der Versuch, die vor neunzig Jahren entstandenen Verse mittels zeitgemässen Werbejargons sowie Slam-Poetry-Elementen zu aktualisieren, überzeichnet die im Original angelegte verbale Kraftmeierei («und eine Stadt ist getilgt ohne jeden Mucks / von einer erstickend giftigen Gasschicht») zusätzlich und macht sie vollends ungeniessbar. Ein Versuch mit den falschen Mitteln und am falschen Objekt. / Birgit Veit

Wladimir Majakowski: Der fliegende Proletarier. Übersetzung: Boris Preckwitz, Illustrationen: Jakob Hinrichs, Nachwort: Jan Kuhlbrodt, Edition ReVers 3, Berlin 2014. 100 S., € 14.90.

100. Gestorben

Wie der in Odessa lebende Schriftsteller Boris Chersonski auf seiner Facebookseite mitteilt, hat sich der Nowosibirsker Schriftsteller Viktor Iwaniw (Виктор Иванiв, auch Iwanow) im Alter von 37 Jahren das Leben genommen. Er wurde 1977 in Nowosibirsk geboren, studierte dort und arbeitete als Übersetzer aus dem Französischen und Journalist. Er schrieb Gedichte und Prosa und war mehrfach auf Long- und Shortlists für verschiedene Preise nominiert, darunter den Andrej-Bely-Preis.

Hier sein Eintrag in der “Neuen Literaturkarte Rußlands”

Die Todesnachricht hier  |  Gedichte hier | Der Link auf die Seite der Anthologie “Literatur nicht aus der Hauptstadt” (Нестоличная литература) funktioniert nicht.

Hier ein Aufsatz “Natürliches Licht und ‘optische Täuschung’. Über Spinozas Begriff einer unendlichen Anzahl von Attributen ein und derselben Substanz in Bezug auf die Texte Chlebnikows” (russisch)

 

95. Neu bei lyrikkritik

Bücher und Rezensionen, die man nicht verpassen sollte: Kürzlich starb der hochverehrte slowenische Dichter Tomaž Šalamun. Eine wunderbare Hommage an den Dichter gibt es von M. Rinck und N. Broemmer, rezensiert von Meinolf Reul. Eine alte Rezension zu seinem Buch “4 Fragen der Melancholie” findet sich im Archiv von lyrikkritik unter Rezensionen. Erinnert sei auch an Rudert! Rudert!, übertragen von M.Rinck/G. Podlogar, besprochen z.B. von J. Kuhlbrodt, erschienen bei korrespondenzen. Neu übersetzt wurde auch Anne Carson, ausführlich A. Kampmann im deutschlandfunk. Interessante Entdeckungen macht weiterhin Ingold, so zum Beispiel schon vor langer Zet in der nzz: Dada im Kaukasus, vor kürzerem – politisch brisant -: Hereinbrechende Ränder, und neu in der lyrikzeitung über Ilya Sdanewitsch. In diesem zusammenhang findet man auch eine schöne Chlebnikow-Kompilation auf der manchmal etwas skurril gestalteten, aber gehaltvollen Seite planetlyrik.
alte Hinweise

88. Heulende Hunde und küssende Dichter

Das Online-Werbebanner eines Homosexuellenclubs in Almaty (Kasachstan) provozierte [im vergangenen Sommer] Proteste und eine Anzeige. Die Werbung zeigt einen berühmten kasachischen Komponisten des 19. Jahrhunderts, Qurmanghazy Saghyrbaiuly, und den russischen Dichter Alexander Puschkin in einer Kußszene. Der Club Studio 69 liegt an der Kreuzung der Qurmanghazy- und Puschkinstraße. Rund 20 Aktivisten zeigten den Club an und sagten, die Anzeige beleidige sowohl Kasachen als Russen. Der Club entschuldigte sich und versprach, die Werbung nicht mehr öffentlich zu zeigen. Homosexuelle Beziehungen stehen seit den 90er Jahren in Kasachstan nicht mehr unter Strafe, aber es gibt starke Vorurteile. / Radio Free Europe / Radio Liberty

Erstaunlich daran ist vielleicht am meisten, daß die ehemaligen Sowjetbürger eigentlich an Bilder alter küssender Männer gewöhnt waren. Man vergleiche die Bilder:

Gorbatschow und Honecker

 

Breschnew und Honecker

Diese Episode fiel mir ein, als ich eine aktuelle Meldung aus Moskau las, das mit Kasachstan in einer eurasischen Wirtschaftsunion verbunden ist, wiewohl die Verbundenheit bröckelt, weil man ebenso wie in Weißrußland Grund hat, sich vor dem großen Bruder zu fürchten.

Zwei russische Damen, darunter Irina Bergset, die sagt, daß sie früher bei der Duma tätig war und die Mitgründerin der Organisation “Russische Mütter” (russkije materi) ist, melden auf dem Moskauer “Anti-Maidan” Erschröckliches aus Deutschland. Dort ist es “schrecklich, die Hunde heulen, weil sie vergewaltigt werden, weil die zu wenig Weiber haben, wenn man durch die Straßen läuft, hört man dort das Heulen dieser Hunde…. die sind für Liberalismus dort… in allem… In Deutschland gingen Hunderttausende auf die Straße, um für Sodomie zu demonstrieren, das ist normal dort, echt, da gibt es ein Video! Wir waren nicht da. Aber Russia Today hat die Reportagen gemacht, es ist schwierig, das nicht zu glauben…. Es gibt acht unterschiedliche Arten von Homosexualität, die sie legalisieren wollen, Kasparow sagt sogar, 71 Arten. Perversionen! Das ist eine Diagnose, kranke Menschen sind das, und jetzt wird das legalisiert. Da gehören auch Sadomismus dazu, auch Kannibalismus. Das sind Liberale. Die sind alle Perverse.” (Übersetzung Boris Reitschuster) Wers nicht glaubt, hier das Video. Überschrift: “Irina Bergset: Schon 71 Arten Schwule! Hundegeheul in ganz Europa”

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