Lyrikzeitung & Poetry News

16. Mai 2012

48. Reina Sofía für Cardenal

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Der 87jährige Dichter Ernesto Cardenal erhält den diesjährigen Premio Reina Sofía (Königin-Sofía-Preis) für Iberoamerikanische Literatur. Der Preis wird seit 21 Jahren vergeben – jetzt zum ersten Mal an einen Nikaraguaner. Er ist mit 42.000 € dotiert und soll das poetische Werk eines lebenden Autors auszeichnen, das durch seinen literarischen Wert eine bedeutende Bereicherung des kulturellen Erbes Lateinamerikas und Spaniens darstellt.

Der Botschafter Spaniens in Nikaragua, León de la Torre Krais, würdigte den berühmten Dichter bei einem intimen Empfang  mit Freunden und Mitgliedern des Internationalen Poesiefestivals Granada (Nikaragua). Cardenal sagte: “Dieser Preis bedeutet mir viel. Ich wurde fast nie ausgezeichnet, der einzige internationale Poesiepreis, den ich erhielt, war der chilenische Pablo-Neruda-Preis, den mir die damalige Präsidentin Michelle Bachelet überreichte”. / El nuevo diario

16. Dezember 2011

63. Keine Visionen

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Visionen böten allerdings auch keine Antwort, wie der Fall des jahrzehntelang vor allem in Europa hoch bewunderten Ernesto Cardenal zeigt, der – im Grund ein Pablo-Neruda-Epigone – hier ein brüderliches Basis-Christentum predigte und daheim auf der Insel Solentiname seinen eigenen Clan räuberisch schalten und walten liess, derweil er jetzt Ortega des «Verrats» und Machtmissbrauchs zeiht und auf ein unbeflecktes «Vorbild» hinweist – Fidel Castro. / Marko Martin, NZZ 8.12.

9. Dezember 2011

39. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (1)

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Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Zusammengelesen von Theo Breuer, Mitarbeit Michael Gratz

Wird in den nächsten 6 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur A + B. – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

Auf dem Weg in ein poetisches Neuland, den jedes gelun­gene Gedicht geht (und dem damit zugleich das Kunst­stück gelingt, dieses Neuland als längst vertraut erschei­nen zu lassen), sind also die formalen Möglichkeiten so vielfältig wie die Anzahl denkbarer Gedichte, befreit von den Fesseln eines festgelegten Formenkanons.

Jan Wagner

  1. Silja Aðalsteinsdóttir, Jón Bjarni Atlason und Björn Kozempel (Hg.): Isländische Lyrik. Berlin: Insel 2011. 223 S.
  2. Kurd Adler · Gedichte (edition grillenfänger 29). 34 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  3. Gerd Adloff. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 4. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  4. Pegah Ahmadi „Mir war nicht kalt“, Gedichte, Sujet Verlag 2011
  5. Ahne · Gedichte, die ich mal aufgeschrieben habe. Voland & Quist, Dresden und Leipzig 2011., 95 Seiten.
  6. Bernhard Albers · Der Fall Michael Guttenbrunner. Eine Verteidigungsschrift (Guttenbrunner-Studien Bd. 3; Rimbaud-Taschenbuch Nr. 73). 8 Abb., 52 Seiten, brosch., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  7. Amanda Aizpuriete (Hg.): Kur Dieviņi paliksi. Wo Gott wirst du bleiben dann. Lettische Volkspoesie. Ausgewählt von Amanda Aizpuriete. Nachgedichtet von Manfred Peter Hein anhand der Übersetzung von Horst Bernhardt (Fäkätä 13). Queich Verlag Germersheim. Imprint des SAXA Verlags 2011. 20 S.
  8. Andreas Altmann · Axel Helbig (Hg.) ∙ Es gibt eine andere Welt. Neue Gedichte. Eine Anthologie aus Sachsen mit Gedichten von Uta Ackermann, Lars-Arvid Brischke, Uwe Claus, Renatus De­ckert, Margot Ehrich, Swen Friedel, Peter Gosse, Martina Hefter, Jayne-Ann Igel, Manfred Jendryschik, Thilo Krause, Kito Lo­renc, Dieter Mucke, Uwe Nösner, Kerstin Preiwuß, Bertram Reinecke, Ulrike Almut Sandig, Sandra Trojan, Günter Ullmann, Guntram Vesper, Michael Wüstefeld, Ulrich Zieger u.v.a., Nachwort von Peter Geist, 400 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, poe­tenladen, Leipzig 2011.
  9. Klaus Anders · Andreas Struve (Hg.) · So schmeckt ein Stern. Norwegische Lyrik des 20. Jahrhun­derts, über­setzt und kommentiert von Klaus Anders und Andreas Struve, Gedichte von Olaf Aukrust, Paul-Helge Haugen, Kristofer Uppdal u.v.a., 254 Seiten, Klappenbroschur, Edition Ru­gerup, Berlin · S-Hörby 2011.
  10. Eugénio de Andrade · Das Salz der Sprache & Die Furchen des Durstes – O Sal da Língua & Os Sulcos da Sede. Gedichte [zweisprachig]. Aus dem Portugiesischen von Juana und Tobias Burghardt. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt. 199 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  11. Guillaume Apollinaire · Poesiealbum 294. Herausgegeben und ausgewählt von Richard Pietraß. Grafik Raoul Dufy. Märkischer Verlag Wilhemshorst 2011.
  12. Michael Arenz ∙ Noch nicht ganz aber fast, 42 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edition, Marklko­fen 2011.
  13. Michael Arenz (Hg.) ∙ Der Mongole wartet. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 22. Ausgabe: Lyrik ∙ Prosa ∙ bildende Kunst, Gedichte Michael Arenz ∙ Peter Ettl ∙ Bernd harlem Fischle ∙ Erna Fitzner ∙ Florian Günther ∙ Kai Pohl ∙ Ruth Velser ∙ Johannes Witek ∙ Maximilian Zander, 504 Seiten, Zenon Ver­lag, Düs­seldorf 2011.
  14. Tone Avenstroup, Stefan Döring, Bert Papenfuß, Michael Peschke, Stefan Ret, Hugo Velarde (Hg.): Gegner. Quartalsschrift. H. 29, September 2011. Gedichte von Jóanes Nielsen, Prosa von Lothar Trolle, Ilia Kitup, Johannes Jansen u.v.a.
  15. Bassirou Ayeva, Cahier D’exil, Gedichte französisch-deutsch, Sujet Verlag 2011
  16. “Matthias” BAADER Holst·  Versensporn 2. Exdition Poesie schmeckt gut. Jena 2011
  17. Ulrike Bail ∙ wundklee streut aus. 47 gedichte über theodora, 103 Seiten, Broschur, CONTE Verlag, Saarbrü­cken 2011.
  18. Hugo Ball ∙ Zinnoberzack, Zeter und Mordio. Alle DADA-Texte, herausgegeben von Eckhard Faul, 144 Seiten, Klappenbroschur, Wallstein Verlag, Göttingen 2011.
  19. Hans Jürgen Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler und Oliver Vogel (Hg.): Neue Rundschau, 122. Jahrgang, Heft 1/ 2011. Thesen zur Literaturkritik. Lyrikosmose 3, zusammengestellt von Michael Braun und Michael Lentz, Gedichte von Konstantin Ames,  Franz Richard Behrens, Ulrich Koch, Dagmara Kraus, Renate Rasp, Werner Riegel, Jürgen Theobaldy. Carte Blanche, Gedichte von Uwe Dick. 248 S.
  20. Mary Jo Bang, Eskapaden, luxbooks, 2011.
  21. Maximilian Barck (Hg.): Kunst- und Literaturzeitschrift HERZATTACKE. Sonderband 2011: Wolfgang Hilbig. Mit Texten von Andreas Altmann, Maximilian Barck, Rita Bischof, Thomas Böhme, Rene Char, Francis Scott Fitzgerald, Eberhard Häfner, Andreas Koziol, E. O. Kuilman, Stéphane Mallarmé, Thomas Martin, Gérard de Nerval, Gert Neumann, Philipp Passeur, Simone Katrin Paul, Arthur Rimbaud, André Schinkel und Ilona Stumpe-Speer. Kunstverein HERZATTACKE e. V.
  22. Roland Bärwinkel: Bevor es zu spät wird. Wartburg Verlag: Edition Muschelkalk der Literarischen Gesellschaft Thüringen, Band 34.
  23. Christoph W. Bauer: getaktet in herzstärkender fremde. Haymon. 20 Seiten
  24. Christoph W. Bauer: mein lieben mein hassen mein mittendrin du. Haymon. 89 Seiten
  25. Sandra Beasley: Die Abtastnadel in der Rille eines traurigen Lieds. Gedichte (übersetzt von Ron Winkler), hochroth Verlag 2011.
  26. BELLA triste 30. [Pappschachtel] Beiträge von Niklas Bardeli ∙ Christian Filips ∙ Monika Rinck ∙ Bo Wiget ∙ Dieter M. Gräf ∙ Hendrik Jackson ∙ Judith Schalansky ∙ Marius Schmidt ∙ Philipp Schönthaler  ∙ Michael Stavaric ∙ Laetizia Praiss ∙ Andreas Töpfer ∙ Robert Wenrich ∙ Uljana Wolf ∙ Christian Hawkey
  27. Hans Bender ∙ O Abendstunde. Ausgewählte Gedichte, mit einem Nachwort von Arnold Stadler, 40 Seiten, handfadengebundene Broschur, Verlag Ulrich Keicher, Warmbronn 2011.
  28. Timo Berger, Rike Bolte, Juan Carlos Guédez Méndez, Enno Stahl (Hg.): Frachtgut Überseepoesie (Latinale 2011). Remesa Poética de Ultramar: Neue Gedichte aus Lateinamerika und Deutschland / Nuevos Poemas de Latinoamérica y Alemania«. Mit llustrationen von Mónica León, unter Verwendung des Logo von Ana Albero. Mit Gedichten von Luis Alberto Arellano, Damaris Calderón, Luis Chaves, Martín Gambarotta, Maricela Guerrero, Victoria Guerrero, Adrian Kasnitz, Odile Kennel, Björn Kuhligk, Stan Lafleur, Swantje Lichtenstein, Marie T. Martin, Benjamín Moreno, Jinn Pogy, Minerva Reynosa, Monika Rinck, Tom Schulz, Enno Stahl, Ernesto Suárez, Andira Watson, Uljana Wolf. sUkUltUr, November 2011.
  29. Aloysius Bertrand, Gaspard de la nuit, Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Jürgen Buchmann, Reinecke & Voß, Leipzig 2011, 150 Seiten.
  30. Wolf Biermann: Fliegen mit fremden Federn. Nachdichtungen und Adaptionen. Hoffmann und Campe 2011, 526 S. Aus dem Griechischen, Portugiesischen, Spanischen, Koreanischen, Tschechischen, Italienischen, Schwyzerdütschen, Schwedischen, Englischen, Russischen, Hebräischen, Jiddischen, Lettischen, Finnischen, Litauischen, Estnischen, Französischen. Texte u.a. von José Marti, Ernesto Cardenal, Victor Jara, Giacomo Leopardi, Mani Matter, William Shakespeare, Robert Burns, William Butler Yeats, Andrew Marvell, Robert Frost, John Keats, John Donne, e.e. cummings, W.H. Auden, George Orwell, Dylan Thomas, Bob Dylan, Bulat Okudshawa, Sergej Jessenin, Novella Matwejewa, Wladimir Wyssozki, Andrej Wosnessenski, Julij Daniel, Jizchak Katzenelson, Elie Wiesel, Hirsch Glik, Uri Zvi Grinberg, Mordechaj Gebirtig, Pierre-Jean de Béranger, Boris Vian, Louis Aragon, Jacques Prévert, George Brassens, Guillaume Apollinaire, Paul Verlaine, Arthur Rimbaud.
  31. Bilhana: Gestohlene Lust. Hg. u. aus dem Sanskrit übersetzt von Albertine Trutmann. München: C.H. beck textura 2011. 128 S.
  32. Horst Bingel, Stafettenlauf. Gedichte aus dem Nachlaß. Corvinus Presse
  33. Paulus Böhmer ∙ Teigwaren auf der Terrasse nachts. 36 Seiten. Ostheim/Rhön, Peter Engstler 2011.
  34. Dietrich Bode (Hg.): Blumen, Gärten, Landschaften. Bilder und Gedichte. Reclam. 183 Seiten, 75 farbige Abbildungen (Gestaltung: Susanne Zippel).
  35. Rike Bolte und Ulrike Prinz (Hg.): Transversalia. Horizontes con versos. Horizonte in verkehrten Versen. Verlagshaus J. Frank. Quartheft 31, Edition Polyphon. 220 S.
  36. Jürgen Born: Endlosreise. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
  37. Nora Bossong ∙ Sommer vor den Mauern, 96 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, Mün­chen 2011.
  38. Michael Braun · Kathrin Dittner · Martin Rector (Hg.): Gegenstrophe. Blätter zur Lyrik 3. Mit Texten und Gedichten von Paulus Böhmer · Michael Braun · Cornelia Jentzsch · Simone Kornappel · Michael Krüger · Nadja Küchenmeister · Michael Lentz · Dirk von Petersdorff · Marion Poschmann · Martin Rector · Bertram Reinecke · Jan Volker Röhnert · Àxel Sanjosé · Jan Wagner · Levin Westermann. 120 Seiten, Hardcover, Wehrhahn Verlag, Hannover 2011. (http://www.wehrhahn-verlag.de/index.php?section=03&subsection=details&id=596)
  39. Michael Braun (Hg.): Lyrikkalender 2012. 740 Seiten, Tagesabreißkalender zum Stellen und Hängen, Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 2011 (http://www.wunderhorn.de/wunderhorn/content/buecher/pool/978_3_88423_365_8/index_ger.html)
  40. Bess Brenck-Kalischer. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 3. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  41. Tom Bresemann · Berliner Fenster, 94 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Berlin Verlag, Berlin 2011.
  42. Rainer Weiss, Martin Bruch (Hg.): „Kein herz ungeteilt”. 99 Haiku von Frauen. Frankfurt/Main: Weissbooks 2011. 96 S. Mit Farbseiten zum Ausklappen, Illustrationen im Siebdruck. Beiträge von Barbara Bongartz, Daniela Danz, Tanja Dückers, Nora Gomringer, Martina Hefter, Ursula Krechel, Swantje Lichtenstein, Elsemarie Maletzke, Ilma Rakusa, Silke Scheuermann, Sabine Scho, Anja Utler u.a.
  43. Helwig Brunner. Vorläufige Tage: Prosagedichte. Leykam
  44. Helwig Brunner + Stefan Schmitzer. gemacht/gedicht/gefunden: über lyrik streiten. Droschl.
  45. Werner Bucher ∙ Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, 98 Seiten, Broschur mit Schutzum­schlag, Verlag im Waldgut, CH-Frauenfeld 2011.
  46. Werner Bucher · Malcolm Green · Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, CD und Booklet, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  47. Werner Bucher · Rütegger Gedichte, 108 Seiten, Klappbroschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  48. Werner Bucher ∙ Jolanda Fäh ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) ∙ Poesie Agenda 2012, Cartoons, ∙ Ge­dichte, ∙ Bil­der ∙ Zitate von Michael Arenz ∙ Hans Bender ∙ Gottfried Benn ∙ Claus Bremer ∙ Blaise Cendrars ∙ René Char ∙ Simon Dach ∙ Margot Ehrich ∙ Peter Ettl ∙ Lawrence Ferlinghetti ∙ Brigitte Fuchs ∙ Alexander Xaver Gwerder ∙ Friedrich Hölderlin ∙ Hadayatullah Hübsch ∙ Alfred Ilk ∙ Kla­bund ∙ Axel Kutsch ∙ Ivo Lederger­ber ∙ Erwin Messmer ∙ Andreas Noga ∙ Frank O’Hara ∙ Vera Piller ∙ Salvatore Quasimodo ∙ Joachim Ringel­natz ∙ Christian Saalberg ∙ Barbara Traber ∙ Jürgen Völkert-Marten ∙ William Carlos Williams ∙ Maximilian Zander u.v.a., 256 Seiten, Broschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  49. Werner Bucher ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) orte. Schweizer Literaturzeitschrift. Nr. 167, Mai/Juni 2011. Sag was zur Nacht – oder: die Gomringers sind hier. Enthält: Werner Bucher: Claus Bremer – von der konkreten Poesie bis zur Einsicht, dass wir andere sind. Gedichte von Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Virgilio Masciadri; Beiträge über Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Forugh Farrokhzad.
  50. Christoph Buchwald ∙ Kathrin Schmidt (Hg.) ∙ Jahrbuch der Lyrik 2011, Gedichte von 138 Au­torinnen und Autoren, darunter Urs Allemann ∙ Friedrich Ani ∙ Anke Bastrop ∙ Thomas Böhme ∙ Mara-Daria Cojo­caru ∙ Crauss ∙ Carolin Dabrowski ∙ Róža Domašcyna ∙ Elke Engelhardt ∙ Elke Erb ∙ Karin Fellner ∙ Ludwig Fels ∙ Mara Gen­schel ∙ Tina Ilse Gintrowski ∙ Caroline Hartge ∙ Mi­chael Hüttenberger ∙ Jan Imgrund ∙ Mag­dalena Jagelke ∙ Manfred Jendryschik ∙ Synke Köhler ∙ Axel Kutsch ∙ Christian Lehnert ∙ Vesna Lubina ∙ Ma­rie T. Martin ∙ Friederike Mayröcker ∙ Mar­cus Neuert ∙ Harry Oberländer ∙ Hellmuth Opitz ∙ Eva Paula Pick ∙ Richard Pietraß ∙ Jan Volker Röhnert ∙ Hendrik Rost ∙ Ulrike Almut Sandig ∙ Vera Schindler-Wunderlich ∙ Marita Tank ∙ Hans Thill ∙ Isabella Vogel ∙ Ernest Wichner ∙ Bastian Winkler ∙ Eva Christina Zeller ∙ Michael Zoch u.v.a., Essays von Jürgen Brôcan · Andre Rudolph · Christa Wißkir­chen u.v.a., Nachworte von Chris­toph Buchwald und Kathrin Schmidt, 272 Seiten, Klappenbroschur, Deutsche Verlags-An­stalt, Mün­chen 2011.
  51. Hansjürgen Bulkowski, Und wie! Corvinus Presse.
  52. Hans Georg Bulla, „Wechselgetriebe – Ausgewählte Gedichte und Notate“, herausgegeben von Gerd Kolter, mit Zeichnungen von Peter Marggraf und einem Nachwort von Hermann Kinder, 174 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag, Bücher der Nyland-Stiftung, Köln, Aisthesis-Verlag, Bielefeld 2011.
  53. Erika Burkart: Nachtschicht. / Ernst Halter: Schattenzone. Weissbooks. 150 S.
  54. John Burnside · Versuch über das Licht, zweisprachige Ausgabe, aus dem Englischen und mit einem Nachwort versehen von Iain Galbraith, 138 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, München 2011.
  55. Matthias Buth, Weltummundung, Gedichte, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2011.

21. Oktober 2011

93. Das andere Granada

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Zur Zeit der sandinistischen Revolution verkaufte sich Nicaragua als «Land der Vulkane und der Poesie». Dichten, Singen und Träumen von einer besseren Zukunft gehören zur zweiten Natur der Nicaraguaner. Spätestens seit der Nationaldichter und Erneuerer der spanischen Lyrik Rubén Darío Weltruhm erlangte, hat jeder «Nica» – so die geläufige Bezeichnung für die Nicaraguaner – seine eigene poetische Ader entdeckt. Ob Politiker oder Anwalt, ob Student oder Sekretärin, wer etwas auf sich hält, schmiedet Verse. Man erzählt sich, dass in früheren Zeiten sogar Eingaben ans Finanzamt in Verse gegossen wurden und auf Grabsteinen die letzte Gedichtzeile des Verstorbenen prangte.

Granada selber hat sich zur lyrischen Hochburg des Landes erklärt, nicht zuletzt weil eine der auffälligsten Gestalten der Revolutionszeit, der Priester und Poet Ernesto Cardenal, hier geboren wurde und weil hier das der Völkerverständigung gewidmete Kulturzentrum «Casa de los tres Mundos» (Haus der drei Welten) steht. Dessen Gründung geht auf die Initiative Cardenals und des österreichischen Schauspielers Dietmar Schönherr zurück. Cardenal selber richtete als Kulturminister in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts im ganzen Land «Werkstätten der Poesie» fürs Volk ein. / Richard Bauer, NZZ

Interessantes vermeldet der Artikel auch über das Poesie-Festival von Granada, dessen 8. Auflage für Februar 2012 geplant ist:

Auf dem taghell erleuchteten weiten Platz neben der barocken Kathedrale werden vor Hunderten verzückter Zuhörer nächtelang Gedichte rezitiert und Balladen gesungen. An einer Buchmesse signieren die Autoren ihre Werke. Zum Abschluss des Festivals fährt – dem Papamobil ähnlich – ein mit Lautsprechern bestücktes «poeta-móvil» durch die Strassen, auf dem Dichter ihre Verse lesen. Begleitet werden sie von einem Umzug wild lärmender Tanz- und Fasnachtsgruppen.

www.festivalpoesianicaragua.com

31. März 2011

152. Liebe und Kapitalismus

Einsortiert unter: Nikaragua, Spanisch — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 14:17

„Seine Gedichte und Prosabände haben Generationen von Lesern ein neues Bild des Glaubens gegeben“, sagt Pfarrer Andreas Mertens. …

Ernesto Cardenal betrachtet die Menschen nicht nur kritisch, sondern auch voller Hoffnung. In Costa Rica wurde eine eigentlich gewöhnliche Beobachtung der Straße für ihn zu einer Vision der Liebe: Die Farbe eines Pullovers, die „rot glühenden Bäume“, Mutter und Kind, ein eng umschlungenes Paar, eine schwangere Frau, ja selbst eine Telefonzelle werden für ihn zu Symbolen der Liebe.

Wenn nur die Menschheit nicht so viel davon selbst zerstören würde: „Der Kapitalismus ist das Gegenteil der Liebe“, meint Ernesto Cardenal. Sein Gedicht „Das Handy“ sei eine Anklage gegen die Auswüchse des Kapitalismus: „Du sprichst in dein Handy, redest und lachst und weißt nicht, wie es gemacht wird“. Er klärt darüber auf, dass im Kongo Kinder zwischen sieben und zehn Jahren unter lebensgefährlichen Bedingungen Coltan schürfen müssen, damit Handys produziert werden können. / Caroline Rehner, Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung

5. Februar 2011

20. Ernesto Cardenal liest

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Wuppertal. Am Dienstag, 15. März, kommt der aus Nicaragua stammende Dichter Ernesto Cardenal  in die Immanuelskirche an der Sternstraße 73. Der 86-Jährige trägt ab 20 Uhr Lieder und Gedichte über Liebe, Revolution, Gott und die Welt vor. Der Wuppertaler Schriftsteller Hermann Schulz, ein Freund Cardenals, trägt die deutschen Übersetzungen bei. / Westdeutsche Zeitung

4. Mai 2010

16. My favorite anthologies

My favorite anthologies of international poetry are Another Republic: 17 European and South American Writers (edited by Charles Simic and Mark Strand), The Poetry of Survival: Post-War Poets of Central and Eastern Europe (edited by Daniel Weissbort), The Vintage Book of Contemporary World Poetry (edited by J.D. McClatchy), and the beautifully-illustrated This Same Sky (edited by Naomi Shihab Nye). There’s some overlap in the collections. Sometimes I’ll read a certain poem, like Dan Pagis’s “Scrawled in Pencil in a Sealed Car,” in as many translations as I can find. Sometimes I’ll imagine that a favorite poem is in there, when it isn’t, like that Ruben Dario poem that starts, “I was a soldier who slept in the bed/ of Cleopatra the Queen.”

What makes a poem, a poem? In the new edition of Fernando Sorrentino’s Seven Conversations with Jorge Luis Borges, Borges says that he finds the idea that “all arts aspire to the condition of music” to be possibly true, because in music form and content are one. But he also thinks poetry has its own music: “For instance, when I was told that certain compositions of Verlaine had been set to music, it occurred to me that Verlaine would have been indignant about this, because the music is already in the words.” My own favorite poems are music, even when they’re not officially lyric poetry. …

Joseph Brodsky says: “…Every speech, every speech’s truth,/ is sleeping.”

Blaga Dimitrova says: “Write each of your poems,/ tersely, mercilessly,/ with blood–as if it were your last.”

Yannis Ritsos says: “Every word is a doorway/ to a meeting, one often cancelled,/ and that’s when a word is true: when it insists on the meeting.”

Anna Kamienska says: “Lord let me suffer much/ and then die.”

Vasko Popa says: “Let’s see you find the world now.”

Gloria Fuertes says: “…my body is an endless eye/ through which, unfortunately, I see everything.”

Paul Celan says: “It is time the stone made an effort to flower.”

Wislawa Symborska says: “The joy of writing./ A chance to make things stay./ A revenge of a mortal hand.”

/ ELIZABETH BACHNER, Bookslut.com

21. Januar 2010

95. “Es ist nichts geblieben von der Revolution!”

Einsortiert unter: Nikaragua, Spanisch — Schlagworte: — lyrikzeitung @ 11:03

1985 suspendierte ihn der Vatikan endgültig von der Ausübung des Priesteramtes. Er bemühte sich jedoch nie um eine Rückgängigmachung dieser kirchlichen Sanktion. Ein berühmtes Zitat Cardenals: “Das Evangelium hat uns radikalisiert, ich bin durch das Neue Testament zum Marxisten geworden.” …

Cardenal sitzt als zorniger alter Mann daheim im Schaukelstuhl und grantelt vor sich hin. Nicaragua habe sich unter Ortega in eine Diktatur verwandelt, schimpft er. “Es ist nichts geblieben von der Revolution!”, klagt Cardenal, der heute seinen 85. Geburtstag feiert. / Kurier 20.1.

20. Januar 2010

88. Dichter als Nationalheld

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Nicaragua feiert den Dichter Rubén Darío (1867-1916) zum 143. (!) Geburtstag, berichtet Inside Costa Rica. In Metapa, Provinz Matagalpa, wurde das Geburtshaus neugestaltet. Am Sonnabend proklamierte Nikaraguas Präsident Daniel Ortega in León Viejo den Rubén-Darío-Tag der kulturellen Unabhängigkeit. Ende 2009 war der Dichter vom Parlament des Landes zum “Nationalhelden” erklärt worden. Darío gilt als bedeutendster Vertreter des spanischen Modernismo.

87. Ernesto Cardenal 85

Einsortiert unter: Nikaragua, Spanisch — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 05:43

Zum heutigen 85. Geburtstag des nikaraguanischen Dichters Ernesto Cardenal schreibt Erich Hackl, ND 20.1.:

Diese Talleres de Poesía, an denen Soldatinnen, Tagelöhner und Kleinbauern teilnahmen, auch solche, die im Zuge der Alphabetisierung eben erst Lesen und Schreiben gelernt hatten, sollten die vorhin erwähnte Kette weiterspannen. Cardenal wollte aber die Gedichte nicht erzwingen; er wollte vor allem keine schlechte Poesie jener Machart fördern, die nach dem Triumph der kubanischen Revolution vielerorts in Lateinamerika entstanden war: in der sich imperialismo auf comunismo reimte und abstrakte Termini überwogen, in der jeder gefallene Guerrillero als mártir verherrlicht wurde, mit jeder Morgenröte eine neue Hoffnung den Horizont erhellte. Er wollte keinen Optimismus um jeden Preis, er wollte die Gedichte nicht an die Kandare der Agitation nehmen. Deshalb verfasste er ein kleines, kaum eineinhalbseitiges Regelwerk, das die Errungenschaften der avancierten nicaraguanischen Lyrik mitteilte: 1. Ein Gedicht braucht sich nicht zu reimen. 2. Du musst kennen, worüber du schreibst. Und wenn du es nicht kennst, finde es heraus. 3. Konkrete Begriffe sind abstrakten vorzuziehen. Schreib also nicht »Baum«, sondern … Usw.

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