Lyrikzeitung & Poetry News

22. März 2012

96. Wunsch zu schreiben

Einsortiert unter: Chile, Spanisch — Schlagworte: — lyrikzeitung @ 10:04

Der Wunsch zu schreiben verfolgte Rivera Letelier. Er begann mit Lyrik, aber er hütete sich, von seinem Hobby zu sprechen: Gedichte schreiben galt als Beschäftigung für Schwule. Konsequenterweise veröffentlichte er seine Lyrik erst 15 Jahre später, nach dem Ende der Diktatur. 500 Exemplare von “Poemas y Pomadas” ließ er auf eigene Kosten drucken, und er selbst ging von Tür zu Tür, um die Bücher zu verkaufen. / orf

21. März 2012

88. Raúl Zurita in Germersheim übersetzt

Einsortiert unter: Chile, Spanisch — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 10:32

Der chilenische Dichter Raúl Zurita gehört zu den renommiertesten Vertretern der lateinamerikanischen Gegenwartsliteratur und ist dennoch in Deutschland bisher wenig bekannt. Nun ist ein neuer Gedichtband erschienen, für den Zurita rund 20 Texte ausgewählt hat, die von Studentinnen und Dozentinnen des Fachbereichs Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ins Deutsche übersetzt worden sind. / Jura-Forum

Im Mai 2012 wird der Dichter zu einer Lesung aus dem neuen Band „Die Wasserstädte“ in Germersheim erwartet.

Zurita, Raúl: “Las ciudades de agua. Die Wasserstädte”, 2012, (zweisprachige Ausgabe, dt. u. span.), hrsg. v. Liliana Bizama Muñoz, 132 S., ISBN 978-3-86465-008-6

9. Dezember 2011

39. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (1)

Einsortiert unter: Chile, Dänemark, Deutsch, Deutschland, England, Englisch, Färöisch, Finnland, Frankreich, Französisch, Griechenland, Griechisch, Hebräisch, Indien, Irland, Island, Italien, Italienisch, Jiddisch, Koreanisch, Kuba, Lettland, Nikaragua, Portugiesisch, Rußland, Russisch, Sanskrit, Schottland, Schweden, Schwedisch, Schweiz, Spanien, Spanisch, Tschechien, Tschechisch, USA — Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , — lyrikzeitung @ 20:00

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Zusammengelesen von Theo Breuer, Mitarbeit Michael Gratz

Wird in den nächsten 6 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur A + B. – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

Auf dem Weg in ein poetisches Neuland, den jedes gelun­gene Gedicht geht (und dem damit zugleich das Kunst­stück gelingt, dieses Neuland als längst vertraut erschei­nen zu lassen), sind also die formalen Möglichkeiten so vielfältig wie die Anzahl denkbarer Gedichte, befreit von den Fesseln eines festgelegten Formenkanons.

Jan Wagner

  1. Silja Aðalsteinsdóttir, Jón Bjarni Atlason und Björn Kozempel (Hg.): Isländische Lyrik. Berlin: Insel 2011. 223 S.
  2. Kurd Adler · Gedichte (edition grillenfänger 29). 34 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  3. Gerd Adloff. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 4. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  4. Pegah Ahmadi „Mir war nicht kalt“, Gedichte, Sujet Verlag 2011
  5. Ahne · Gedichte, die ich mal aufgeschrieben habe. Voland & Quist, Dresden und Leipzig 2011., 95 Seiten.
  6. Bernhard Albers · Der Fall Michael Guttenbrunner. Eine Verteidigungsschrift (Guttenbrunner-Studien Bd. 3; Rimbaud-Taschenbuch Nr. 73). 8 Abb., 52 Seiten, brosch., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  7. Amanda Aizpuriete (Hg.): Kur Dieviņi paliksi. Wo Gott wirst du bleiben dann. Lettische Volkspoesie. Ausgewählt von Amanda Aizpuriete. Nachgedichtet von Manfred Peter Hein anhand der Übersetzung von Horst Bernhardt (Fäkätä 13). Queich Verlag Germersheim. Imprint des SAXA Verlags 2011. 20 S.
  8. Andreas Altmann · Axel Helbig (Hg.) ∙ Es gibt eine andere Welt. Neue Gedichte. Eine Anthologie aus Sachsen mit Gedichten von Uta Ackermann, Lars-Arvid Brischke, Uwe Claus, Renatus De­ckert, Margot Ehrich, Swen Friedel, Peter Gosse, Martina Hefter, Jayne-Ann Igel, Manfred Jendryschik, Thilo Krause, Kito Lo­renc, Dieter Mucke, Uwe Nösner, Kerstin Preiwuß, Bertram Reinecke, Ulrike Almut Sandig, Sandra Trojan, Günter Ullmann, Guntram Vesper, Michael Wüstefeld, Ulrich Zieger u.v.a., Nachwort von Peter Geist, 400 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, poe­tenladen, Leipzig 2011.
  9. Klaus Anders · Andreas Struve (Hg.) · So schmeckt ein Stern. Norwegische Lyrik des 20. Jahrhun­derts, über­setzt und kommentiert von Klaus Anders und Andreas Struve, Gedichte von Olaf Aukrust, Paul-Helge Haugen, Kristofer Uppdal u.v.a., 254 Seiten, Klappenbroschur, Edition Ru­gerup, Berlin · S-Hörby 2011.
  10. Eugénio de Andrade · Das Salz der Sprache & Die Furchen des Durstes – O Sal da Língua & Os Sulcos da Sede. Gedichte [zweisprachig]. Aus dem Portugiesischen von Juana und Tobias Burghardt. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt. 199 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  11. Guillaume Apollinaire · Poesiealbum 294. Herausgegeben und ausgewählt von Richard Pietraß. Grafik Raoul Dufy. Märkischer Verlag Wilhemshorst 2011.
  12. Michael Arenz ∙ Noch nicht ganz aber fast, 42 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edition, Marklko­fen 2011.
  13. Michael Arenz (Hg.) ∙ Der Mongole wartet. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 22. Ausgabe: Lyrik ∙ Prosa ∙ bildende Kunst, Gedichte Michael Arenz ∙ Peter Ettl ∙ Bernd harlem Fischle ∙ Erna Fitzner ∙ Florian Günther ∙ Kai Pohl ∙ Ruth Velser ∙ Johannes Witek ∙ Maximilian Zander, 504 Seiten, Zenon Ver­lag, Düs­seldorf 2011.
  14. Tone Avenstroup, Stefan Döring, Bert Papenfuß, Michael Peschke, Stefan Ret, Hugo Velarde (Hg.): Gegner. Quartalsschrift. H. 29, September 2011. Gedichte von Jóanes Nielsen, Prosa von Lothar Trolle, Ilia Kitup, Johannes Jansen u.v.a.
  15. Bassirou Ayeva, Cahier D’exil, Gedichte französisch-deutsch, Sujet Verlag 2011
  16. “Matthias” BAADER Holst·  Versensporn 2. Exdition Poesie schmeckt gut. Jena 2011
  17. Ulrike Bail ∙ wundklee streut aus. 47 gedichte über theodora, 103 Seiten, Broschur, CONTE Verlag, Saarbrü­cken 2011.
  18. Hugo Ball ∙ Zinnoberzack, Zeter und Mordio. Alle DADA-Texte, herausgegeben von Eckhard Faul, 144 Seiten, Klappenbroschur, Wallstein Verlag, Göttingen 2011.
  19. Hans Jürgen Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler und Oliver Vogel (Hg.): Neue Rundschau, 122. Jahrgang, Heft 1/ 2011. Thesen zur Literaturkritik. Lyrikosmose 3, zusammengestellt von Michael Braun und Michael Lentz, Gedichte von Konstantin Ames,  Franz Richard Behrens, Ulrich Koch, Dagmara Kraus, Renate Rasp, Werner Riegel, Jürgen Theobaldy. Carte Blanche, Gedichte von Uwe Dick. 248 S.
  20. Mary Jo Bang, Eskapaden, luxbooks, 2011.
  21. Maximilian Barck (Hg.): Kunst- und Literaturzeitschrift HERZATTACKE. Sonderband 2011: Wolfgang Hilbig. Mit Texten von Andreas Altmann, Maximilian Barck, Rita Bischof, Thomas Böhme, Rene Char, Francis Scott Fitzgerald, Eberhard Häfner, Andreas Koziol, E. O. Kuilman, Stéphane Mallarmé, Thomas Martin, Gérard de Nerval, Gert Neumann, Philipp Passeur, Simone Katrin Paul, Arthur Rimbaud, André Schinkel und Ilona Stumpe-Speer. Kunstverein HERZATTACKE e. V.
  22. Roland Bärwinkel: Bevor es zu spät wird. Wartburg Verlag: Edition Muschelkalk der Literarischen Gesellschaft Thüringen, Band 34.
  23. Christoph W. Bauer: getaktet in herzstärkender fremde. Haymon. 20 Seiten
  24. Christoph W. Bauer: mein lieben mein hassen mein mittendrin du. Haymon. 89 Seiten
  25. Sandra Beasley: Die Abtastnadel in der Rille eines traurigen Lieds. Gedichte (übersetzt von Ron Winkler), hochroth Verlag 2011.
  26. BELLA triste 30. [Pappschachtel] Beiträge von Niklas Bardeli ∙ Christian Filips ∙ Monika Rinck ∙ Bo Wiget ∙ Dieter M. Gräf ∙ Hendrik Jackson ∙ Judith Schalansky ∙ Marius Schmidt ∙ Philipp Schönthaler  ∙ Michael Stavaric ∙ Laetizia Praiss ∙ Andreas Töpfer ∙ Robert Wenrich ∙ Uljana Wolf ∙ Christian Hawkey
  27. Hans Bender ∙ O Abendstunde. Ausgewählte Gedichte, mit einem Nachwort von Arnold Stadler, 40 Seiten, handfadengebundene Broschur, Verlag Ulrich Keicher, Warmbronn 2011.
  28. Timo Berger, Rike Bolte, Juan Carlos Guédez Méndez, Enno Stahl (Hg.): Frachtgut Überseepoesie (Latinale 2011). Remesa Poética de Ultramar: Neue Gedichte aus Lateinamerika und Deutschland / Nuevos Poemas de Latinoamérica y Alemania«. Mit llustrationen von Mónica León, unter Verwendung des Logo von Ana Albero. Mit Gedichten von Luis Alberto Arellano, Damaris Calderón, Luis Chaves, Martín Gambarotta, Maricela Guerrero, Victoria Guerrero, Adrian Kasnitz, Odile Kennel, Björn Kuhligk, Stan Lafleur, Swantje Lichtenstein, Marie T. Martin, Benjamín Moreno, Jinn Pogy, Minerva Reynosa, Monika Rinck, Tom Schulz, Enno Stahl, Ernesto Suárez, Andira Watson, Uljana Wolf. sUkUltUr, November 2011.
  29. Aloysius Bertrand, Gaspard de la nuit, Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Jürgen Buchmann, Reinecke & Voß, Leipzig 2011, 150 Seiten.
  30. Wolf Biermann: Fliegen mit fremden Federn. Nachdichtungen und Adaptionen. Hoffmann und Campe 2011, 526 S. Aus dem Griechischen, Portugiesischen, Spanischen, Koreanischen, Tschechischen, Italienischen, Schwyzerdütschen, Schwedischen, Englischen, Russischen, Hebräischen, Jiddischen, Lettischen, Finnischen, Litauischen, Estnischen, Französischen. Texte u.a. von José Marti, Ernesto Cardenal, Victor Jara, Giacomo Leopardi, Mani Matter, William Shakespeare, Robert Burns, William Butler Yeats, Andrew Marvell, Robert Frost, John Keats, John Donne, e.e. cummings, W.H. Auden, George Orwell, Dylan Thomas, Bob Dylan, Bulat Okudshawa, Sergej Jessenin, Novella Matwejewa, Wladimir Wyssozki, Andrej Wosnessenski, Julij Daniel, Jizchak Katzenelson, Elie Wiesel, Hirsch Glik, Uri Zvi Grinberg, Mordechaj Gebirtig, Pierre-Jean de Béranger, Boris Vian, Louis Aragon, Jacques Prévert, George Brassens, Guillaume Apollinaire, Paul Verlaine, Arthur Rimbaud.
  31. Bilhana: Gestohlene Lust. Hg. u. aus dem Sanskrit übersetzt von Albertine Trutmann. München: C.H. beck textura 2011. 128 S.
  32. Horst Bingel, Stafettenlauf. Gedichte aus dem Nachlaß. Corvinus Presse
  33. Paulus Böhmer ∙ Teigwaren auf der Terrasse nachts. 36 Seiten. Ostheim/Rhön, Peter Engstler 2011.
  34. Dietrich Bode (Hg.): Blumen, Gärten, Landschaften. Bilder und Gedichte. Reclam. 183 Seiten, 75 farbige Abbildungen (Gestaltung: Susanne Zippel).
  35. Rike Bolte und Ulrike Prinz (Hg.): Transversalia. Horizontes con versos. Horizonte in verkehrten Versen. Verlagshaus J. Frank. Quartheft 31, Edition Polyphon. 220 S.
  36. Jürgen Born: Endlosreise. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
  37. Nora Bossong ∙ Sommer vor den Mauern, 96 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, Mün­chen 2011.
  38. Michael Braun · Kathrin Dittner · Martin Rector (Hg.): Gegenstrophe. Blätter zur Lyrik 3. Mit Texten und Gedichten von Paulus Böhmer · Michael Braun · Cornelia Jentzsch · Simone Kornappel · Michael Krüger · Nadja Küchenmeister · Michael Lentz · Dirk von Petersdorff · Marion Poschmann · Martin Rector · Bertram Reinecke · Jan Volker Röhnert · Àxel Sanjosé · Jan Wagner · Levin Westermann. 120 Seiten, Hardcover, Wehrhahn Verlag, Hannover 2011. (http://www.wehrhahn-verlag.de/index.php?section=03&subsection=details&id=596)
  39. Michael Braun (Hg.): Lyrikkalender 2012. 740 Seiten, Tagesabreißkalender zum Stellen und Hängen, Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 2011 (http://www.wunderhorn.de/wunderhorn/content/buecher/pool/978_3_88423_365_8/index_ger.html)
  40. Bess Brenck-Kalischer. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 3. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  41. Tom Bresemann · Berliner Fenster, 94 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Berlin Verlag, Berlin 2011.
  42. Rainer Weiss, Martin Bruch (Hg.): „Kein herz ungeteilt”. 99 Haiku von Frauen. Frankfurt/Main: Weissbooks 2011. 96 S. Mit Farbseiten zum Ausklappen, Illustrationen im Siebdruck. Beiträge von Barbara Bongartz, Daniela Danz, Tanja Dückers, Nora Gomringer, Martina Hefter, Ursula Krechel, Swantje Lichtenstein, Elsemarie Maletzke, Ilma Rakusa, Silke Scheuermann, Sabine Scho, Anja Utler u.a.
  43. Helwig Brunner. Vorläufige Tage: Prosagedichte. Leykam
  44. Helwig Brunner + Stefan Schmitzer. gemacht/gedicht/gefunden: über lyrik streiten. Droschl.
  45. Werner Bucher ∙ Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, 98 Seiten, Broschur mit Schutzum­schlag, Verlag im Waldgut, CH-Frauenfeld 2011.
  46. Werner Bucher · Malcolm Green · Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, CD und Booklet, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  47. Werner Bucher · Rütegger Gedichte, 108 Seiten, Klappbroschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  48. Werner Bucher ∙ Jolanda Fäh ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) ∙ Poesie Agenda 2012, Cartoons, ∙ Ge­dichte, ∙ Bil­der ∙ Zitate von Michael Arenz ∙ Hans Bender ∙ Gottfried Benn ∙ Claus Bremer ∙ Blaise Cendrars ∙ René Char ∙ Simon Dach ∙ Margot Ehrich ∙ Peter Ettl ∙ Lawrence Ferlinghetti ∙ Brigitte Fuchs ∙ Alexander Xaver Gwerder ∙ Friedrich Hölderlin ∙ Hadayatullah Hübsch ∙ Alfred Ilk ∙ Kla­bund ∙ Axel Kutsch ∙ Ivo Lederger­ber ∙ Erwin Messmer ∙ Andreas Noga ∙ Frank O’Hara ∙ Vera Piller ∙ Salvatore Quasimodo ∙ Joachim Ringel­natz ∙ Christian Saalberg ∙ Barbara Traber ∙ Jürgen Völkert-Marten ∙ William Carlos Williams ∙ Maximilian Zander u.v.a., 256 Seiten, Broschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  49. Werner Bucher ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) orte. Schweizer Literaturzeitschrift. Nr. 167, Mai/Juni 2011. Sag was zur Nacht – oder: die Gomringers sind hier. Enthält: Werner Bucher: Claus Bremer – von der konkreten Poesie bis zur Einsicht, dass wir andere sind. Gedichte von Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Virgilio Masciadri; Beiträge über Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Forugh Farrokhzad.
  50. Christoph Buchwald ∙ Kathrin Schmidt (Hg.) ∙ Jahrbuch der Lyrik 2011, Gedichte von 138 Au­torinnen und Autoren, darunter Urs Allemann ∙ Friedrich Ani ∙ Anke Bastrop ∙ Thomas Böhme ∙ Mara-Daria Cojo­caru ∙ Crauss ∙ Carolin Dabrowski ∙ Róža Domašcyna ∙ Elke Engelhardt ∙ Elke Erb ∙ Karin Fellner ∙ Ludwig Fels ∙ Mara Gen­schel ∙ Tina Ilse Gintrowski ∙ Caroline Hartge ∙ Mi­chael Hüttenberger ∙ Jan Imgrund ∙ Mag­dalena Jagelke ∙ Manfred Jendryschik ∙ Synke Köhler ∙ Axel Kutsch ∙ Christian Lehnert ∙ Vesna Lubina ∙ Ma­rie T. Martin ∙ Friederike Mayröcker ∙ Mar­cus Neuert ∙ Harry Oberländer ∙ Hellmuth Opitz ∙ Eva Paula Pick ∙ Richard Pietraß ∙ Jan Volker Röhnert ∙ Hendrik Rost ∙ Ulrike Almut Sandig ∙ Vera Schindler-Wunderlich ∙ Marita Tank ∙ Hans Thill ∙ Isabella Vogel ∙ Ernest Wichner ∙ Bastian Winkler ∙ Eva Christina Zeller ∙ Michael Zoch u.v.a., Essays von Jürgen Brôcan · Andre Rudolph · Christa Wißkir­chen u.v.a., Nachworte von Chris­toph Buchwald und Kathrin Schmidt, 272 Seiten, Klappenbroschur, Deutsche Verlags-An­stalt, Mün­chen 2011.
  51. Hansjürgen Bulkowski, Und wie! Corvinus Presse.
  52. Hans Georg Bulla, „Wechselgetriebe – Ausgewählte Gedichte und Notate“, herausgegeben von Gerd Kolter, mit Zeichnungen von Peter Marggraf und einem Nachwort von Hermann Kinder, 174 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag, Bücher der Nyland-Stiftung, Köln, Aisthesis-Verlag, Bielefeld 2011.
  53. Erika Burkart: Nachtschicht. / Ernst Halter: Schattenzone. Weissbooks. 150 S.
  54. John Burnside · Versuch über das Licht, zweisprachige Ausgabe, aus dem Englischen und mit einem Nachwort versehen von Iain Galbraith, 138 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, München 2011.
  55. Matthias Buth, Weltummundung, Gedichte, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2011.

2. Dezember 2011

5. Cervantespreis für Nicanor Parra

Einsortiert unter: Chile, Spanisch — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 03:53

Der chilenische Dichter Nicanor Parra, bekannt als Vater der “Antipoesie”, erhält den Cervantespreis, den “Nobelpreis der spanischsprachigen Literatur”, teilte am Mittwoch der spanische Kulturminister Angeles Gonzalez-Sinde mit.

Der 97jährige habe ein ganz der Poesie gewidmetes Leben geführt, betonte die Vorsitzende der Jury Margarita Salas. Der seit 1975 vergebene Preis ist mit 125.000 € dotiert und wird am 23.4. überreicht, dem Todestag des Schriftstellers Miguel de Cervantes (1616). Der Preis wird jedes Jahr verliehen, im allgemeinen abwechselnd an einen spanischen und lateinamerikanischen Autor. Unter den bisherigen Preisträgern sind  Ana Maria Matute (Spanien), Jorge Luis Borges (Argentinien), Mario Vargas Llosa (Peru) und die Mexikaner Carlos Fuentes und Octavio Paz. / AFP

12. Oktober 2011

49. ‘Poetry Africa’ Festival in Durban

Vom 17.-20.Oktober findet in Durban das 15. internationale Poetry Africa-Festival statt. Veranstalter ist das Centre for Creative Arts der Universität KwaZulu-Natal.

Dichter aus 12 Ländern werden erwartet, darunter der aus Durban stammende Dashen Naicker, Myesha Jenkins aus Johannesburg,  Khadijatou (UK), Raul Zurita (Chile), Shailja Patel (Kenia), Patrice Treuthardt (Reunion), Jaap Blonk (Niederlande), Niyi Osundare (Nigeria), Joshua Bennett (USA) sowie die Südafrikaner David wa Maahlamela, Uzinzo, Sandile Dikeni, Phelelani Makhanya Mphutlane wa Bofelo, Gabeba Baderoon und Oswald Mtshali. Neben den Lesungen in Durban hibt es Touren nach Malawi, Simbabwe, Johannesburg und Kapstadt. Im Vorblick auf die im November in Durban tagende 17. UN-Konferenz zum Klimawandel wird die Eröffnungsveranstaltung Umweltfragen und planetaren Herausforderungen gewidmet sein. Danach lesen an jedem Abend 5 Dichter. Scharfe soziale und politische Stellungnahmen werden ebenso erwartet wir innovative und individuelle Herangehensweisen an Lyrik, Straßenperformanz, Rap und Hiphop. / The Witness

15. August 2011

69. Auseinandersetzen

Pablo Neruda, geboren 1904 als Ricardo Eliecer Neftalí Reyes Basoalto: Er besass «die mächtigste Stimme des lateinamerikanischen Kontinents», meinte Hans Magnus Enzensberger. Die Sammlung «Zwanzig Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung» (1924) gehört zu den meistgelesenen Lyrikbänden überhaupt. «Ich liebe. / Dich, Leib aus Haut, aus Moos, aus Milch, voll Kraft und Begierde. / Ah, die Becher der Brüste! Ah, die entrückten Augen! / Ah, die Rosen des Schambergs! Ah, deine schwere Stimme!» Seine Hymnen und Gesänge verzauberten die Leser nicht minder als die «Elementaren Oden» an die blaue Blume, an Brot oder Zwiebel, an die Seeaalsuppe.

Viele von Nerudas Gedichten haben beim Wiederlesen nichts von ihrer Kraft verloren. Andere wirken banal oder kitschig. In wieder anderen – etwa in den Poemen aus «Der Grosse Gesang» (1950) – spürt man das Streben des Autors, den geschundenen Heimatkontinent in das Zentrum einer neuen Heilslehre zu verwandeln. Neruda wurde Idol der Linken, Verkünder einer gerechteren Welt, er hörte sich selbst als «die Stimme von allen, / die bisher stumm gewesen». / Uwe Stolzmann, NZZ

Der NZZ-Autor fordert “die verspätete Auseinandersetzung mit einer zwiespältigen Persönlichkeit” und führt sie gleich. So kritisiert er die dreibändige Luchterhand-Auswahlausgabe von 2009 als unkritisch-distanzlos, Begründung:

Die Vielfalt der (deutschen) Stimmen ist nun Vor- und Nachteil zugleich. Viele Übertragungen stammen aus DDR-Büchern – Texte von Erich Arendt, Stephan Hermlin, Fritz Rudolf Fries –, sie wurden für die Neuauflage nicht revidiert. (Arendts Arbeiten, von Neruda persönlich autorisiert, gelten gar als sakrosankt.)

Stimmt, eeh, das mit dem Zitieren aus DDR-Büchern muß endlich aufhören. Oder was meint er? 

Pablo Neruda: Die Gedichte. Band 1–3. Aus dem Spanischen von Fritz Rudolf Fries, Erich Arendt, Katja Hayek-Arendt, Stephan Hermlin, Fritz Vogelgsang, Monika López. Luchterhand-Literaturverlag, München 2009. 2922 S., Fr. 72.90. Antonio Skármeta: Mein Freund Neruda. Begegnungen mit einem Dichter. Aus dem Spanischen von Petra Zickmann. Piper-Verlag, München 2011. 224 S., Fr. 30.50. Pablo Neruda: Geografía infructuosa / Unfruchtbare Geographie. Gedichte, spanisch/deutsch. Aus dem Spanischen von Hans-Jürgen Schmitt unter Mitwirkung von Ute Steinbicker. Teamart-Verlag, Zürich 2011. 110 S., Fr. 27.–.

5. August 2011

23. Wir wollen Gedichte

Einsortiert unter: Chile, Spanisch — lyrikzeitung @ 12:47

Gibt’s denn das? Als Pablo Neruda 1969 eine Rede über die Demokratie hielt, riefen die Zuhörer, alles einfache Leute, arme und hungrige: “Gedichte, Gedichte, wir wollen Gedichte!”

Vielleicht hat er dann vorgetragen:

“Lass dich nicht langsam sterben!
Verbiete dir nicht glücklich zu sein!”

Kann das noch sein? Ein junger Mann erobert die Angebetete, indem er ihr Neruda vorliest. Vielleicht versucht man es mit:

“Darum liebe ich dich und auch nicht darum,
wegen so vieler Dinge und so weniger,
und so soll die Liebe sein
halb abgeschlossen und allgemein,
eigen und schrecklich …”

/ kurier.at

25. Juli 2011

96. Chávez rezitiert ein Gedicht

Einsortiert unter: Chile, Spanisch, Venezuela — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 04:37

Ein offensichtlich optimistischer und energischer Präsident sang und rezitierte ein Gedicht des chilenischen Dichters Pablo Neruda zu Ehren von Simón Bolivar, dem Helden der Unabhängigkeit des Landes. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez beging so seine Heimkehr nach einer – nach seinen Worten erfolgreichen – ersten einwöchigen Chemotherapie seiner Krankheit in Kuba. Sein Krebs sei nicht endgültig besiegt – die Ärzte hätten ihn angewiesen, seine Aktivitäten zu beschränken. / Métro Montréal

9. Juli 2011

33. Seuls les poètes peuvent sauver le monde

Einsortiert unter: Chile, Frankreich, Französisch, Japan, Portugal, Spanisch — Schlagworte: , , , , , , , — lyrikzeitung @ 15:34

Nur die Dichter können die Welt retten, schreibt Musina bei Agoravox:

Wie ihr möchte auch ich wahrhaft informiert werden, nicht angeödet von dem Strom von Interpretationen, der von allen Seiten kommt und den man uns als “Analysen von Experten, Gedanken von Intellektuellen, Meinungen von Gelehrten oder Essays von Spezialisten” andreht. Ich schnappe mir lieber einen Stapel Bücher und genieße das kleine Wunder: Bashô, Buson, Issa, die die geschliffensten japanischen Mikrogedichte schrieben, genannt Haiku. Augenblickhafte Wunder der Bildlichkeit, wie frische überfallartige Brisen. Und der große Pablo Neruda, dessen Liebesgedichte einen fast zum Weinen bringen. Oder der erstaunliche und geheimnisvolle Pessoa, der unvermeidliche Baudelaire. Heute aber möchte ich euch Rimbaud anbieten.

Hier eine seiner “Illuminationen”. Lest ihn ohne daß ihr versucht zu verstehen. Laßt euch von den Metaphern forttragen und in die Höhe heben, ihr werdet es erleben:


Métropolitain

Du détroit d’indigo aux mers d’Ossian, sur le sable rose et orange qu’a lavé le ciel vineux viennent de monter et de se croiser des boulevards de cristal habités incontinent par de jeunes familles pauvres qui s’alimentent chez les fruitiers. Rien de riche. — La ville !

 Du désert de bitume fuient droit en déroute avec les nappes de brumes échelonnées en bandes affreuses au ciel qui se recourbe, se recule et descend, formé de la plus sinistre fumée noire que puisse faire l’Océan en deuil, les casques, les roues, les barques, les croupes. — La bataille !

 Lève la tête : ce pont de bois, arqué ; les derniers potagers de Samarie ; ces masques enluminés sous la lanterne fouettée par la nuit froide ; l’ondine niaise à la robe bruyante, au bas de la rivière : les crânes lumineux dans les plans de pois — et les autres fantasmagories — La campagne.

 Des routes bordées de grilles et de murs, contenant à peine leurs bosquets, et les atroces fleurs qu’on appellerait cœurs et sœurs, Damas damnant de longueur, — possessions de féeriques aristocraties ultra-Rhénanes, Japonaises, Guaranies, propres encore à recevoir la musique des anciens — et il y a des auberges qui pour toujours n’ouvrent déjà plus — il y a des princesses, et si tu n’es pas trop accablé, l’étude des astres — Le ciel.

 Le matin où avec Elle, vous vous débattîtes parmi les éclats de neige, les lèvres vertes, les glaces, les drapeaux noirs et les rayons bleus, et les parfums pourpres du soleil des pôles, — ta force.

(Arthur RIMBAUD – Illuminations)

Deutsche Fassungen gibt es reihenweise, zum Beispiel hier:

  • Arthur Rimbaud: Das poetische Werk. München: Matthes & Seitz 1988. (Licht-Spuren)
  • Illuminations. Illuminationen. Französisch und Deutsch, übersetzt von Rainer G. Schmidt. Urs Engeler Editor 2004
  • Illuminations. Farbstiche. Übersetzung Walter Kücher. Reclam Stuttgart 1991

2. Juni 2011

5. Nicanor Parras Metalyrik

Der Titel „Nicanor Parras metalyrische Gedichte als Kommentar zur ‚Weltsprache‘ einer Antipoesie“ eröffnet eine dreifache Fragestellung: zum Ersten ist da die Frage nach der Produktivität von Metalyrik für die Diskussion von Poetizitätskriterien. Zum Zweiten die Frage nach Eigenschaften einer Gedichtsprache in Abgrenzung zur Alltagssprache und zum Dritten die Frage nach einer Systematisierung von Verstößen gegen lyrische Konventionen. Dies soll vor dem Hintergrund Parras so genannter Antipoesie erörtert werden.

Parra wurde 1918 in Chile geboren. Mit seiner Gedichtsammlung „Poemas y antipoemas“ von 1954 gelang ihm der literarische Durchbruch. Für die chilenische Lyrik und die gesamte Literaturgeschichte Lateinamerikas ist diese Publikation ein markanter Einschnitt. Der Band ist in drei Sektionen unterteilt: die „Poemas“, die so genannten „Poemas de transición“ und die „Antipoemas“. Parra setzt sich mit seinen „Antipoemas“ von lyriktypischen Kompositionen ab, wie sie in jener Zeit in Chile verbreitet waren. Insbesondere Vicente Huidobro, Pablo de Rokha und Pablo Neruda sind Zielscheiben seiner Gedichte. In dem Gedicht „Manifiesto“ verflucht er diese drei als „kleinen Gott“, „Heilige Kuh“ und „wütenden Stier“. Auch Jorge Luis Borges bleibt in einem späteren „Antipoema“ von Seitenhieben nicht verschont. In Anspielung auf ein bekanntes, auf Englisch verfasstes Gedicht des magischen Realisten heißt es bei Parra: man solle doch bei Borges bleiben, er biete die Erinnerung an eine gelbe Rose, betrachtet bei der Dämmerung. / Nils Bernstein, literaturkritik.de

Ältere Artikel »

Theme: Silver is the New Black. Bloggen Sie auf WordPress.com.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 242 other followers