Kategorie: Island
85. Abschied mit Portela
Mittwoch, 19. Dezember 2012, 19:30 Uhr
Der Seemann mit den Morgenpferden unter dem Gewand
Es lesen Elías Portela und Denis Abrahams
Eintritt 5,-/4,-€
Liebe Abonnent/inn/en des Lettrétage-Newsletters,
unsere vorläufige Abschiedslesung ist dem galicisch-isländischen Dichter Elías Portela gewidmet, der derzeit in Berlin zu Gast ist. Elías Portela wurde 1981 im galicischen Cangas do Morrazo in Spanien geboren. Neben Gedichtbänden Imaxes na Pel (2009) und Cos Peitos Desenchufados (2010) auf Galicisch veröffentlichte er zuletzt unter dem Pseudonym Elías Knörr in isländischer Sprache den Band Sjóarinn með Morgunhestana undir Kjólnum. Die englische Poetry Society ernannte den Inkognito-Galicier daraufhin zu einem der drei wichtigsten aktuellen isländischen Dichter. Unter anderem übersetzte er zudem Texte der preisgekrönten isländischen Autoren Auður Ava Ólafsdóttir, Sjón und Einar Már Gudmundsson ins Spanische bzw. Galicische und experimentiert mit einer selbst entwickelten Kunstsprache namens Lwyma. 2010 wurde er mit dem Literaturpreis “Xohán de Cangas” ausgezeichnet.
Sie sprechen kein Galicisch und erst recht kein Isländisch? Kommmen Sie bitte trotzdem! Zu unser aller großem Glück liest Denis Abrahams ein weiteres Mal die deutschen Übersetzungen der vorgestellten Texte.
Wir würden uns freuen, Sie noch einmal in der Lettrétage begrüßen zu dürfen! Dies ist wie gesagt die vorläufig letzte Gelegenheit dazu. Im September 2013 eröffnet die Lettrétage in alter und sogar noch etwas zusätzlicher neuer Frische.
Für den Fall, dass wir uns nicht mehr sehen: Wir wünschen Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Herzliche Grüße im Namen des Lettrétage-Teams
Ihr Moritz Malsch
Lettrétage / Methfesselstr. 23-25 /10965 Berlin / Tel. 030 – 692 45 38
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97. Atomdichter
Literarisch am impulsivsten reagierte auf die Kriegsfolgen eine Gruppe junger Dichter. Man beschimpfte sie in der aufwallenden Disputation als „Atomdichter“. Sie brachen mit den tradierten Formen isländischer Dichtung und lösten einen Kulturstreit aus, der die junge Republik über Jahrzehnte erschütterte. Island wurde unter Verletzung seiner Neutralität zunächst von den Briten und ab Juli 1941 von den USA besetzt.
„In der Bevölkerung gab es eine heftige Auseinandersetzung darüber, ob Island Mitglied der NATO werden und ob es einen dauerhaften Stützpunkt im Land zulassen sollte. Genau davon handelte der Roman „Atomstation“ von Laxness, der etwa zur selben Zeit erschien, als im Kulturleben der Streit um die Gedichtform, um die bildende Kunst und um die Frage, ob man dies Isländersagas in neuer Rechtschreibung herausgeben darf, entflammte“, erläuterte Schiffer.
Ein Akteur, der in dem Roman von Laxness als „Atomdichter“ tituliert wird, ist ein schlechter Dichter. Entsprechend nutzten die eher am Status quo interessierten Meinungsbildner des isländischen Kulturbetriebes diese Bezeichnung als Kampfbegriff gegen die Protagonisten der literarischen Moderne. Einar Bragi zählte zu den einflussreichsten Kämpfern unter den jungen Wilden und brachte den Konflikt sprachmächtig auf den Punkt:
„Nach meiner Auffassung ist er vor allem eine Rebellion gegen die stagnierten Formen, das mechanische Alliterieren, das unbelebte Gelabere, das geistlose, gezierte Geschwätz (klingt ein wenig nach Rabelais – liebwerteste Gichtlinge und so weiter….gs), die unoriginellen, oberflächlichen Schilderungen, die bilderlosen epischen Gedichte und gegen allerhand gebundenen nationalen Unsinn, der drauf und dran war, das Gedicht zu ersticken – und gleichzeitig markiert er das Streben nach Erneuerung: das Erschaffen neuer Gedichtarten, die Reinigung der poetischen Sprache, neue Ideen für Bilder, Metaphern und Verknüpfungen von Gedanken mit dem Zweck, das Gedicht an sich auf einen Ehrenplatz zu führen.“
In der Kunst führe kein Weg zurück – hoffentlich nicht nur dort.
/ Gunnar Sohn, ne-na.de
75. Islands Atomdichter
Als nach dem Zweiten Weltkrieg Island in den Sog der amerikanischen Zivilisation und Moderne geriet und junge Autoren in der Folge die überlieferten Normen des Gedichts verabschiedeten und erst noch philosophisch wurden, stand die Insel unter Schock. Der Bauernführer Jónas frá Hriflu verurteilte ungebundene Dichtung ebenso als Zeichen des Niedergangs der Nation, wie der Literaturprofessor Sigurdur Nordal es tat. …
Der Widerstand, auf den die Atomdichtung traf, erinnert den Schriftsteller Andri Snaer Magnason an die Reaktion der Gesellschaft auf das erste Comingout von Homosexuellen in den achtziger Jahren. In seinem klugen Essay berichtet er überdies, wie er 1995 als 22-Jähriger seinen ersten Gedichtband veröffentlichte und von einem alten Mann zur Rede gestellt wurde, der sich masslos darüber aufregte, dass die Gedichte sich nicht reimten. Der Leser deklamierte Strophen aus allen Jahrhunderten und rief: «Das sind Gedichte!» Um den Zorn des Mannes zu begreifen, hörte sich Magnason alte Tonbänder an – Seeleute, die eigene Strophen zum Besten gaben, Bauern, die endlose Balladen rezitierten, wie es schon ihre 1750 geborenen Grossväter getan hatten, alte Frauen, die mit brüchiger Stimme Vierzeiler in jenem Versmass vortrugen, das in der Nation jahrhundertelang verankert war. Gedichte vermittelten Neuigkeiten und vertrieben Gespenster, sie waren überlebenswichtig. Die Atomdichter wagten in einer Zeit des Umbruchs einen Innovationssprung, den wenige verstanden, obwohl viele an Gedichten interessiert waren. / Aldo Keel, Neue Zürcher Zeitung 12.5.
Bei betagten Schiffen / Islands «Atomdichter». Die Horen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik. 56. Jg., Band 2, Ausgabe 242. Zusammengestellt von Eysteinn Thorvaldsson und Wolfgang Schiffer. 418 S.
96. Liebesgedichte vom Land
Steinunn Sigurdardóttir. Die Autorin (Jahrgang 1950) betrat die literarische Bühne einst als Poetin; ihr lyrisches Debüt erschien, als sie neunzehn war. Nun gibt es – parallel zum jüngsten Prosawerk – erstmals einen kompletten Gedichtband der Isländerin auf Deutsch, «Sternenstaub auf den Fingerkuppen» (das Original von 2007 trägt den weniger kitschigen Titel «Ástarljód af landi», «Liebesgedichte vom Land»).
Die Poetin schreibt bald mit Pathos, bald mit Feingefühl, schreibt von Liebessehnen und unerfüllter Liebe, vom Glück der «Herbst-Liebe» und vom Zauber des Beginns. Unerträglich, notiert sie, sei die Vorstellung, «dass jeder Anfang ein Ende nimmt und das Ende des Kusses der Vorläufer eines Lebens ohne Küsse ist». Die Poetin wird ironisch. «An den Allmächtigen, der Liebhaber und Geliebte zuteilt // Bei allem Respekt, bedenke, / dass eine Geliebte / für einen jungen Mann nicht genug ist.» Eine ältere brauche er, eine, die ihm Gedichte zitiert und «die Seele mit dem Strich streichelt, / wie einem verwöhnten Kater», doch für den Abend bitte eine junge «mit blütenzarten Fingern». / Uwe Stolzmann, NZZ 25.1.
Steinunn Sigurdardóttir: Der gute Liebhaber. Roman. Aus dem Isländischen übersetzt von Coletta Bürling. Rowohlt, Reinbek 2011. 223 S., Fr. 27.50. – Sternenstaub auf den Fingerkuppen. Gedichte, isländisch – deutsch, übersetzt von Gert Kreutzer. Mit Aquarellen von Georg Gu∂ni. Kleinheinrich-Verlag, Münster 2011. 160 S., Fr. 48.–.
58. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (6)
Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift
Wird morgen fortgesetzt und abgeschlossen. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden. Bedenken Sie bitte, daß weder Theo Breuer noch ich 1. alles kaufen, 2. alles lesen und 3. wie Computer alles unter dem richtigen Buchstaben abspeichern können. Bei Googleabfragen können Sie testen, daß die von Theo initiierte und uns zur Verfügung gestellte Liste schon jetzt das Auffinden präziser Information sehr verbessert.
(Ergänzungen bitte unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen. Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)
- Isaac Schreyer · Der Tag des Einsamen. Gedichte und Nachdichtungen. Nachwort von Armin Eidherr (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 60). 1 Abb., 172 Seiten, gebunden, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Saza Schröder · Ach Kindheit du schreckliche Süße, 32 Seiten, handfadengeheftet, kartoniert, Künstlerbuch, Bleisatz, edition footura black, Itzehoe 2011.
- Franz Schuh: Der Krückenkaktus. Erinnerungen an die Liebe, die Kunst und den Tod. Verlag Paul Zsolnay, Wien 2011. 255 S.
- Katharina Schultens, gierstabil, 80 S., Klappbroschur, luxbooks, Wiesbaden 2011.
- Iris Schürmann-Mock [Hrsg.]: O schöner, grüner Wald. Ein Lesespaziergang. Hildesheim: Gerstenberg 2011. 159 S. : Ill. ; 24 cm.
- Ursula Schütt: Gehen muß ich auf dem Faden Zeit. Taschenbuch: 100 Seiten. Verlag: d/m/z Druckmedienzentrum Gotha 2011.
- Friederike Schwab: schwebeblätter. Gedichte. 110 Seiten. edition art science, St. Wolfgang. Reihe: Lyrik der Gegenwart, Band 13.
- Daniela Seel: ich kann diese stelle nicht wiederfinden. kookbooks, Berlin 2011. 64 S.
- Giorgos Seferis · LOGBUCH III, zweisprachige Ausgabe, aus dem Neugriechischen von Evtichios Vamvas, 117 Seiten, Broschur mit handgedrucktem Typo-Umschlag, Waldgut Verlag, CH-Frauenfeld 2011.
- Faruk Šehić · Abzeichen aus Fleisch. Bosnisch / Deutsch, übersetzt von Hana Stojić. 160 Seiten, Broschur, fadengeheftet, Wien, Edition Korrespondenzen 2011.
- Shin Dal Ja ∙ Morgendämmerung. Gedichte (mit einigen koreanischen Originaltexten). Werkauswahl (1989–2007). Aus dem Koreanischen und mit einem Nachwort von Sophia Tjonghi Seo. Herausgegeben und Umschlaggestaltung von Juana Burghardt. 169 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
- Volker Sielaff · Selbstporträt mit Zwerg, 101 Seiten, Klappenbroschur, luxbooks, Wiesbaden 2011.
- Rajvinder Singh: WÖRTERWEHEN. Trierer Gedichte – Rajvinder Singh – Gedichte, Liz Crossley – Zeichnungen. Broschur im Format 21 x14,5 cm, 80 Seiten, 16 Abb., Berlin: Aphaia Januar 2011. Aus der Reihe Texte und Bilder.
- Gerd Sonntag ∙ Giovanni Santi malt eine Fliege, Nachwort von Ulrich Koch, 38 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edition, Marklkofen 2011.
- Thomas Spaniel · die irren kurse einer sterbenden fliege. Gedichte. 96 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Michael Speier (Hg.): Berlin, du bist die Stadt. Gedichte. Reclam. 170 Seiten.
- Alberto Spunzberg ∙ Die Piatock-Akademie – La Academia de Piatock. Gedichte, zweisprachig. Aus dem argentinischen Spanisch von Juana und Tobias Burghardt. Umschlaggestaltung von Juana Burghardt. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt. 187 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
- Christel und Armin Steigenberger (Hg.) · außer.dem, 18. Ausgabe, mit Gedichten von Ann-Andreas Altmann, Kathrin Ast, Ernesto Castillo, Caroline Hartge, Birgit Kreipe, Lars Reyer u.a., 51 Seiten, geheftete Broschur, München 2011.
- Lutz Steinbrück: Blickdicht. Gedichte. Verlagshaus J.Frank, Berlin 2011. 76 S.
- Mile Stojić: Cherubs Schwert: Gedichte und Essays. Aus dem Kroatischen von Cornelia Marks. Leipziger Literaturverlag. 230 Seiten.
- Dieter Straub – Gedichte, Peter M. Gotthardt – Kompositionen: Delphische Paiane – Fünf Lieder nach Gedichten von Dieter Straub für Bariton und Klavier. Notenband im Format 29 x 21 cm, 28 Seiten, Berlin: Aphaia 2011. Aus der Reihe: Sonderausgaben.
- Brigitte Struzyk ∙ alles offen, mit einem Vorwort von Peter Wawerzinek und Bildern von Elke Ehninger, 117 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
- Jesper Svenbro · Echo an Sappho, zweisprachige Ausgabe, aus dem Schwedischen von Lukas Dettwiler, mit Beiträgen von Conrad Steinmann und Beat Brechbühl, CD mit musikalischen Nachschöpfungen von Conrad Steinmann zu Texten von Sappho und Alkaios, 83 Seiten, Broschur mit handgedrucktem Typo-Umschlag, Waldgut Verlag, CH-Frauenfeld 2011.
- Tammen, Johann P. (Hg.): die horen. Bei betagten Schiffen. Islands “Atomdichter”. 56. Jg., Nr. 242, 2011. 424 S. Gedichte von Stefán Hörður Grímsson, Jón Óskar, Einar Bragi, Hannes Sigfússon, Sigfús Daðasson, Steinn Steinarr, Jón úr Vör, Jóhannes úr Kötlum, Arnfriður Jónatansdottir, Elías Mar, Jónas E. Svafár, Thor Vilhjálmsson, Vilborg Dagbjartsdóttir, Matthías Johannessen, Baldur Óskarsson, Þorsteinn frá Hamri, Jóhann Hjálmarsson, Nína Björg Árnadóttir, Sigurður Pálsson, Steinunn Sigurðardóttir. Der Kampf um die Moderne. Stimmen – Gegenstimmen – Positionen. Gespräche mit Steinn Steinarr, Hannes Sigfússon. Zeitgenössische isländische Rezensionen. Nachrufe. Erinnerungen von heute. Glossar.
- Veno Taufer: Wasserlinge. Gedichte. Übersetzung: Daniela Kocmut, Herausgeber: Michael Braun. 48 Seiten, Format: 14 x 22 cm, Das Wunderhorn 2011.
- Hans Thill (Hrsg.) ∙ Meine schlichten Reisen. Gedichte aus Belgien. Dreisprachige Ausgabe: niederländisch–französisch–deutsch. Dirk van Bastelaere, Eric Brogniet, Karel Logist, Els Moors, Erik Spinoy, Liliane Wouters übersetzt von Gerhard Falkner, Zsuzsanna Gahse, Norbert Lange, Michael Speier, Ulrike Almut Sandig, Hans Thill nach Interlinearversionen von Beate Thill und Stefan Wieczorek. Gebunden, bibliophile Ausgabe mit Lesebändchen. Heidelberg, Verlag Das Wunderhorn 2011.
- Walter Thümler: Ist jemand da. Gedichte. Leipziger Literaturverlag. 144 Seiten.
- Su Tiqqun: Im Geröll des Auges. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
- Toegye ∙ Als der Hahn im Dorf am Fluß krähte, hing der Mond noch im Dachgesims. Gedichte 1515–1570. Herausgegeben und mit einer Zeichnung von Juana Burghardt. Deutsche Fassungen von Tobias und Juana Burghardt auf der Grundlage der Vorarbeit von Doo-Hwan und Regine Choi. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt. 125 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
- Boško Tomašević: Früchte der Heimsuchung. Gedichte. Aus dem Serbischen von Helmut Weinberger. Leipziger Literaturverlag. 180 Seiten.
- Boško Tomašević: Mitlesebuch 103 – Boško Tomašević, Berlin-Gedichte. Michael Blümel – Zeichnungen. Broschur im Format: 24 x 15 cm, 24 Seiten, fadengeheftet. 1. Auflage: 50 Exemplare, im Druckvermerk vom Autor signiert, Berlin: Aphaia, März 2011.
- Boško Tomašević • Allerneueste Vergeblichkeit, aus dem Serbischen übertragen von Helmut Weinberger, Nachwort von Walter Methlagl, 171 Seiten, Broschur, Pop Verlag, Ludwigsburg 2011.
- Þorsteinn frá Hamri: Jarðarteikn – Erdzeichen. Gedichte. Ausgewählt und aus dem Isländischen übersetzt von Gert Kreutzer. (Fäkätä 14). 36 S. Germersheim: Queich Verlag 2011.
- Tomas Tranströmer: Poesiealbum 298. Hg. u. ausgew. von Richard Pietraß, Grafik Isaac Grünewald, Nachdichtung Hanns Grössel und Richard Pietraß. 32 S. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011.
- Matthias Traxler: You’re welcome. kookbooks, Berlin 2011.
- Verica Tričković: Als rettete mich das Wort. Gedichte teils deutsch, teils serbisch. Leipziger Literaturverlag. 120 Seiten.
- Charlotte Ueckert ∙ Dein Haar ist mein Nest, Vorwort von Peter Engel, 34 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
- Nepumuk Ullmann: Von der Überwindung der Eiszeit in den Gefühlen. fhl Verlag Leipzig 2011, 170 Seiten.
- Sandra Uschtrin (Hg.) ∙ Federwelt. Zeitschrift für Autorinnen und Autoren, 91. Ausgabe, Lyrik-Redaktion Andreas Noga, Gedichte von Friedrich von Hagedorn ∙ Katharina Lanfranconi ∙ Ingrid Miller ∙ Irmhild Oberthür ∙ Klaus Roth ∙ Walle Sayer u.a., 58 Seiten, geheftete Broschur, Uschtrin Verlag, München 2011.
- Günter Vallaster (Hg.) · Paragramme. Ein Sammelband, 156 Seiten, Broschur, Gedichte von Thomas Havlik · Christine Huber · Peter Huckauf · Gerhard Jascke · Ilse Kilic · Richard Kostelanetz · Axel Kutsch · Gerhard Rühm · Fritz Widhalm u.v.a., edition ch, Wien 2011.
- Verein Literaturgruppe Perspektive (Hg.) · perspektive. Hefte für zeitgenössische Literatur, Ausgabe 67/68: Aufstandsbeschreibungen, Gedichte von Dominic Angeloch · Ralf G. Landmesser · Rebekka Olbrich · Kai Pohl · Clemens Schittko u.a., 238 Seiten, Broschur, Graz 2011.
- Mikael Vogel: Massenhaft Tiere. Gedichte. Verlagshaus J. Frank, Berlin 2011. 100 S.
- Florian Voß: Datenströme. Datenschatten. Staub. Gedichte. Verlagshaus J. Frank, Berlin 2011. 80 S.
- Achim Wagner ∙ Flugschau, 67 Seiten, Hardcover, [SIC] – Literaturverlag, Aachen ∙ Zürich 2011.
- Friedrich Wilhelm Wagner: Jungfraun platzen männertoll. hochroth Verlag 2011.
- Friedrich Wilhelm Wagner: Irrenhaus. hochroth Verlag 2011.
- Friedrich Wilhelm Wagner · Jungfraun platzen männertoll / Irrenhaus (edition grillenfänger 18). 38 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Jan Wagner · Die Sandale des Propheten. Beiläufige Prosa, 240 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Berlin Verlag, Berlin 2011.
- Jan Wagner: Poesiealbum 295. Hg. u. ausgewählt von Richard Pietraß, Grafik Werner Friedrichs. 32 S. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011.
- Immanuel Weißglas · Der Nobiskrug. Gedichte. Nachwort von Bernhard Albers (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 55; Lyrik-Taschenbuch Nr. 72). 80 Seiten, broschiert, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Ralf S. Werder: Bruchland. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
- Walt Whitman · Liebesgedichte / Love Poems. Englisch / deutsch. Ausgewählt und übertragen von Frank Schablewski. Vorwort von Johannes Urzidil. Nachwort von Jürgen Brôcan. 128 Seiten, fadengeh. Klappenbroschur, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Ron Winkler (Hg.): Schneegedichte. Schöffling & Co., Frankfurt am Main 2011.
49. Nicht innerlich
Snorri verfasste auch ein Handbuch für Dichter, die «Edda» (die nun in Neuauflage übersetzt von Arthur Häny wieder vorliegt). Sie bot Geschichten von Göttern und Helden, die den Skalden den Stoff für die «Kenningar» lieferten, wie die nach bestimmten Regeln gefügten poetischen Umschreibungen genannt wurden. Eine Schlacht konnte als «Sturm des Rabenweins», also als Blutsturm, bedichtet werden, um ein einfaches Beispiel zu zitieren. Wenn aber der Skalde das «Sohlenblatt des Diebs der Thrud» in seine Strophe einzubauen verstand, ging ein anerkennendes Raunen der Connaisseurs durch den Saal. Ihnen war klar, dass Thrud, eine Tochter des Gottes Thor, von einem Riesen geraubt worden war und dass mit dem Sohlenblatt jener Schild gemeint war, auf den sich der Riese nach einem bekannten Mythos stellte, weil er glaubte, Thor griffe ihn aus der Erde an.
Was eine ordentliche Strophe war, enthielt mehrere «Kenningar». In einem Gedicht stellte Snorri in 102 Strophen ebenso viele Metren vor. Von Erlebnislyrik war dieses hochartifizielle Spiel weit entfernt. Snorri versuchte, altes Wissen in Einklang mit dem christlichen Weltbild zu bringen. Er schrieb gerade auch für die Anhänger von Jesus und Maria. Dichtkunst stand, so gesehen, für Kontinuität in der Geschichte – ähnlich wie in Halldór Laxness Roman «Kirchspielchronik». Die Lyrik, die Laxness’ neuzeitliche Bauern schätzen, ist so wenig innerlich wie ihre Religion. / Aldo Keel, NZZ
Oskar Gudmundsson: Snorri Sturluson. Homer des Nordens. Eine Biografie. Aus dem Isländischen von Regina Jucknies. Böhlau-Verlag, Köln 2011. 447 S., Fr. 35.50. – Eine Neuauflage der «Prosa-Edda. Altisländische Göttergeschichten» liegt bei Manesse vor (Fr. 25.90).
43. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (2)
Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift
Wird in den nächsten 5 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden. (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur C – Ha. – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)
- Odile Caradec: Le Ciel, Le Cœur / Der Himmel, das Herz. Französisch-deutsch. Übertragung von Rüdiger Fischer. Éditions En Fôret / Verlag Im Wald. 258 S.
- Daniil Charms: Werke in 4 Bänden. Hrsg. von Vladimir Glozer und Alexander Nitzberg. Galiani, Berlin 2011.
- Chirikure Chirikure: Aussicht auf eigene Schatten. Gedichte. Dreisprachige Ausgabe, deutsch-englisch-shona. Herausgeber: Indra Wussow, Übersetzung: Sylvia Geist. 120 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden, Hardcover, Fadenheftung, mit CD. Das Wunderhorn 2011.
- Seymour Chwast: Dantes Göttliche Komödie. Adaptiert und gezeichnet von Seymour Chwast. Aus dem Englischen von Reinhard Pietsch. München: Knesebeck 2011, 128 S.
- Karl Corino ∙ In Bebons Tal. Neue Bilder aus Bebenhausen, 136 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Klöpfer & Meyer, Tübingen 2011.
- Ann Cotten: Pflock in der Landschaft. EdK / Distillery, Berlin 2011 (Schock-Edition).
- Carl Cairo Cramer: Dorn, ohne Alpha und Omega. Esslingen: Civitas Imperii Verlag 2011.
- CRAUSS. lakritzvergiftung. Verlagshaus J. Frank Berlin. Quartheft 29 // Edition Polyphon. 179 Seiten
- H.D.: Denken und Schauen : Fragmente der Sappho. (roughbooks 016)
- Christoph Danne · finderlohn, 107 Seiten, Broschur, tauland-Verlag, Köln 2011.
- Dietmar Dath: Gott ruft zurück. Connewitzer Verlagsbuchhandlung. 55 Seiten
- Jan Decker: Der Abdecker, Essay, Prosa, Gedichte, Vorwort: Jürgen Brocan, Illustrationen: Wienke Treblin, FIXPOETRY.Verlag, Hamburg Dezember 2011.
- Dedović, Dragoslav [Hrsg.]: Ulaznica : Srbija: panorama pesništva 21. veka. – Eintrittskarte / Panorama der serbischen Lyrik im 21. Jahrhundert. Klagenfurt : Drava, 2011. 359 S. Texte von Nina Živančević, Zvonko Karanović, Danica Vukićević, Živorad Nedeljković, Dejan Ilić, Vojislav Karanović, Nenad Milošević, Rade Tanasijević, Marija Knežević, Saša Radojčić, Saša Jelenković, Dejana Nikolić, Oto Horvat, Srđan Valjarević, Petar Miloradović, Ana Ristović, Nenad Jovanović, Milena Marković, Miloš Živanović, Alen Bešić, Željko Mitić, Jasmina Topić, Enes Halilović, Petar Matović, Dragana Mladenović, Siniša Tucić, Marjan Čakarević, Ljiljana Jovanović und Maja Solar.
- Udo Degener (Hg.): Deine Dummheit ist nicht zu ertragen. Gedichte über böse Weiber. Von: Blum, Blumauer, Boie, Brockes, Cartheuser, Castelli, Ebersberger, Epple, Förg, Friedreich, Goekingk, Hartleben, Haug, Hengeler, Karsch, Koller, Küttner, Langbein, Lessing, Logau, Marx, Neukirch, Niedermayer, Opitz, Pfeffel, Presber, Rachel, Ratschky, Richey, Rosegger, Rückert, Saphir, Schubart, Thümmel, Tucholsky, Weckherlin, Wedekind, Zuckermandel (edition grillenfänger 25). 60 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Udo Degener (Hg.): Gorilla, Pavian, Madrill. Affengedichte von: Abschatz, Busch, Castelli, Fröhlich, Grillparzer, Hagedorn, Hartleben, Hebbel, Hey, Heym, Heyse, Hoffmann-Donner, Kaulbach, Klabund, Lessing, Lichtwer, Liliencron, Mertens, Michaelis, Müller, Nicolay, Niedermayer, Pfau, Pfeffel, Presber, Thoma, Trojan, Weisse, Weissmann, Zöllner (edition grillenfänger 21). 40 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Klaus Peter Dencker (Hrsg.): Morgenstund hat kurze Beine. Unsinnspoesie. Reclam Stuttgart 2011.
- Stefan Döring ∙ morgestern, 48 Seiten, geheftete Broschur, Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2011.
- Anne Dorn ∙ Wetterleuchten, 79 Seiten, Nachwort von Jayne-Ann Igel, Hardcover mit Schutzumschlag, poetenladen Verlag, Leipzig 2011.
- Richard Dove · Straßenbahn, Hiroshima. Gedichte. Mit einem Nachwort von Pia-Elisabeth Leuschner. 300 Seiten, geb., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Edit. Papier für neue Texte 56. Hg. vom Literaturverein Edit e.V., Leipzig. Gedichte von Jan Imgrund, Anke Bastrop, Rick Reuther, Kenah Cusanit, Mirko Wenig, Sonia A. Petner, Renate Rasp.
- Edit. Papier für neue Texte. Edit 57. Hg. vom Literaturverein Edit e.V., Leipzig. Gedichte von Konstantin Ames, Miron Bialoszewski, Georg Leß; Anagramme von Elfriede Czurda, Michael Lentz, Ferdinand Schmatz und Christian Steinbacher zu einem Gedicht von Carlfriedrich Claus.
- Sara Ehsan ∙ Deutschland Mon Amour, Gedichte, illustriert von Hannes Haus, Sujet Verlag 2011
- Joseph von Eichendorff · Und es schweifen leise Schauer. Die schönsten Gedichte, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Karl-Heinz Ott, 127 Seiten, Hardcover, Hoffmann und Campe, Hamburg 2011.
- Erwin Einzinger: Die virtuelle Forelle. Jung & Jung. 143 Seiten
- Urs Engeler (Hg.): Zwischen den Zeilen. Eine Zeitschrift für Gedichte und ihre Poetik. Nr. 32, Januar 2011. Variations sérieuses – Neue Musik trifft neue Poesie. Ein Projekt der Sing-Akademie zu Berlin, hrsg. von Christian Filips. Mit Compact Disc. 117 S. Beiträge von Ann Cotten, Sebastian Elikowski-Winkler, Christian Filips, Mara Genschel, Christoph Herndler, Harald Muenz, Florian Neuner, Monika Rinck, Arne Sanders, Ulrich Schlotmann, Christian Steinbacher, Katia Tchemberdji, Asmus Trautsch.
- Urs Engeler (Hg.): Quarta Lingua Quadrophon – vier Miniaturen von Luzius Keller zu vier rätoromanischen Gedichten und deren Übersetzung ins Deutsche, Französische und Italienische. roughbook 017, Zürich und Solothurn, November 2011. Gedichte von Andri Peer, Luisa Famos, Vic Hendry. 62 S.
- Jürgen Engler (Hg.): So knallvergnügt: Hundert Gedichte über das Glück. 192 Seiten. Aufbau.
- Epidemie der Künste (Hg.): floppy myriapoda. Subkommando für die freie Assoziation, H. 18, 2011. Gedichte von Kai Pohl, Rex Joswig, Ernst Fuhrmann, Johannes Witek, Ernst-Jürgen Dreyer, Emmanuel Eni, Ronald Galenza, Clemens Schittko, Schwartz, Andreas Paul, HEL Toussaint, Niccolò Agnoli, Ralf S. Werder, Alex Galper, Jörg Burkhard, Siegfried Strauch; Kai Pohl über “Matthias” BAADER Holst, weitere Texte von Scheiffele, Paul Günter Krohn, Ann Cotten, Bertram Reinecke u.v.a. Beilage: lauter heiland 0. (zu einem Kommentar von Knofo, Texte von Alexander Krohn, Thomas Steiner, Tom de Toys u.a.).
- Herbert Fehmer · die welt braucht keine dachdecker. Gedichte. 88 Seiten, Klappenbroschur, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Joachim Feldmann ∙ Frank Lingnau u.a. (Hg.) · Am Erker. Zeitschrift für Literatur, 61. Ausgabe: Über Grenzen, Geschichten ∙ Gedichte ∙ Essays, u.a. mit Gedichten von Gernot Wolz und Johannes Witek, Essay von Martin Brinkmann über Matthias Baader Holst, 160 Seiten, Broschur, Daedalus Verlag, Münster 2011.
- Michael Fiedler ∙ Geometrie und Fertigteile, Nachwort von Jan Kuhlbrodt, 63 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, poetenladen Verlag, Leipzig 2011.
- Julietta Fix (Hg.) ∙ Brennpunkte. Lyrik aus der Schweiz, Gedichte von Irène Bourqin ∙ Brigitte Fuchs ∙ Svenja Herrmann ∙ Marianne Rieter ∙ Nathalie Schmid ∙ Elisabeth Wandeler-Deck, Illustrationen von Judith Sombray, 68 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
- Julietta Fix (Hg.) ∙ ein Bild von einem Gedicht, Bilder und Gedichte von Michael Arenz, ∙ Klara Beten, ∙ Jan Decker ∙ Peter Ettl ∙ Sabine Georg ∙ Herbert Hindringer ∙ Magdalena Jagelke ∙ Ulrich Koch ∙ Sünje Lewejohann ∙ Undine Materni ∙ Frank Norten ∙ Silke Peters ∙ Sophie Reyer ∙ Ulrike Almut Sandig ∙ Iris Thürmer ∙ Janin Wölke ∙ Michael Zoch, 116 Seiten, Broschur, Querformat, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
- Kurt Flasch: Warum hat Dante Odysseus in die tiefste Hölle verbannt? Münchner Reden zur Poesie. Herausgegeben von Ursula Haeusgen und Frieder von Ammon. Rede #9, gehalten am 19. Juli 2010 im Lyrik Kabinett. 23 Seiten.
- Kersten Flenter ∙ Die fetten Haare sind gewaschen, 52 Seiten, geheftete Broschur, Ariel-Verlag, Riedstadt 2011.
- Johannes CS Frank und Aurélie Maurin (Hgg.): Zeitkunst. Lyrik und Prosa. Zweisprachig: deutsch und französisch. Verlagshaus J. Frank Berlin. 240 Seiten.
- Angelica Freitas, rilke shake, gedichte, zweisprachig. aus dem brasilianischen portugiesisch von odile kennel, luxbooks 2011
- Hans-Joachim Gelberg (Hrsg.): Wo kommen die Worte her? Neue Gedichte für Kinder und Erwachsene. Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim 2011. 262 S.
- Ali Ghazanfari · Falsche Züge, Gedichte, Engelsdorfer Verlag 2011
- Traugott Giesen (Herausgeber): Gedichtekalender Kleiner Bruder 2012. Beck. 25 Seiten.
- Tina Gintrowski · PENG. Lyrikstories und andere Gedichte, 86 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, poetenladen Verlag, Leipzig 2011.
- Peter Goßens (Hrsg.) · »So etwas wie eine Bukowiner Dichterschule«. Ernst Schönwieses Briefwechsel mit Dichtern aus der Bukowina (1947/1948). Vorwort von Peter Goßens (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 57). 3 Abb., 64 Seiten, Klappenbrosch., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Benoît Gréan: PSA 14 / Petite suite attique / Kleine attische Suite / Piccola suite attica (französisch, deutsch, griechisch, italienisch). Herausgegeben von G. H. H., hochroth Verlag 2011.
- Andrea Grewe, Hiltrud Herbst und Doris Mendlewitsch (Hgg.): Fliegende Wörter 2012. Postkartenkalender. Daedalus. 56 Seiten
- Durs Grünbein: Limbische Akte. Gedichte. Ausgewählt u. mit einem Nachwort von Norbert Hummelt. Stuttgart: Reclam 2011. 365 S.
- Gert Robert Grünert, „Flußschnellen“, Neun Gedichte und ihre Analyse, 128 Seiten, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2011.
- Oskar Gudmundsson: Snorri Sturluson. Homer des Nordens. Eine Biografie. Aus dem Isländischen von Regina Jucknies. Böhlau-Verlag, Köln 2011. 447 S., Fr. 35.50.
- Gumz, Alexander: Ausrücken mit Modellen. Kookbooks. 88 S.
- Egon Günther: unsortierte wahrnehmungen. gedichte und prosa. medien streu. Engstler Verlag, Ostheim/Rhön 2011, 72 S.
- Florian Günther: Ausgemistet. Gedichte 1989 – 2011. Taschenbuch, 336 S. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2011.
- Philipp Günzel, Simone Kornappel (Hg.): randnummer. literaturhefte 04, September 2011, 128 S. Gedichte von Dennis Büscher-Ulbrich, Kristoffer Patrick Cornils, Max Czollek, Nicolai Kobus, Jan Kuhlbrodt, Tristan Marquardt, Robert Monat, Stephan Reich, Monika Rinck, Tibor Schneider, Sabine Scho, Mathias Traxler, Michael Zoch, Dmitry Golynko, Birgit Kreipe.
- Aldona Gustas, Untoter. Corvinus Presse.
- Victor Hadwiger · Wenn unter uns ein Wandrer ist (edition grillenfänger 19). 28 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Matthias Hagedorn (Hg.) ∙ Rheintor Linz – Anno Domini 2011, 64 Seiten, Bilder ∙ Prosa ∙ Gedichte von Swantje Lichtenstein ∙ Peggy Neidel ∙ A. J. Weigoni ∙ Kurzessays über Stan Lafleur ∙ Swantje Lichtenstein ∙ Andreas Noga ∙ Francisca Ricinski ∙ A. J. Weigoni, Vorzugsausgabe mit einem Holzschnitt von Haimo Hieronymus, Hardcover, Edition Das Labor, Bad Mülheim 2011.
- František Halas, „Töt ich den Schatten der krächzt“, Gedichte, ausgewählt von Antonin Brousek, aus dem Tschechischen übertragen von Manfred Peter Hein, mit einem Essay von Ludvik Kundera, herausgegeben von Volker Demuth und Swantje Lichtenstein, Edition Poema im Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2011.
- Mehrzad Hamzelo · Rudolf Kraus · Gorji Marzban (Hrsg.) · Neun Gärten der Liebe. Zeitgenössische persische Liebesgedichte, Edition Roesner 2011
39. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (1)
Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift
Zusammengelesen von Theo Breuer, Mitarbeit Michael Gratz
Wird in den nächsten 6 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden. (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur A + B. – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)
Auf dem Weg in ein poetisches Neuland, den jedes gelungene Gedicht geht (und dem damit zugleich das Kunststück gelingt, dieses Neuland als längst vertraut erscheinen zu lassen), sind also die formalen Möglichkeiten so vielfältig wie die Anzahl denkbarer Gedichte, befreit von den Fesseln eines festgelegten Formenkanons.
Jan Wagner
- Silja Aðalsteinsdóttir, Jón Bjarni Atlason und Björn Kozempel (Hg.): Isländische Lyrik. Berlin: Insel 2011. 223 S.
- Kurd Adler · Gedichte (edition grillenfänger 29). 34 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Gerd Adloff. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 4. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
- Pegah Ahmadi „Mir war nicht kalt“, Gedichte, Sujet Verlag 2011
- Ahne · Gedichte, die ich mal aufgeschrieben habe. Voland & Quist, Dresden und Leipzig 2011., 95 Seiten.
- Bernhard Albers · Der Fall Michael Guttenbrunner. Eine Verteidigungsschrift (Guttenbrunner-Studien Bd. 3; Rimbaud-Taschenbuch Nr. 73). 8 Abb., 52 Seiten, brosch., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Amanda Aizpuriete (Hg.): Kur Dieviņi paliksi. Wo Gott wirst du bleiben dann. Lettische Volkspoesie. Ausgewählt von Amanda Aizpuriete. Nachgedichtet von Manfred Peter Hein anhand der Übersetzung von Horst Bernhardt (Fäkätä 13). Queich Verlag Germersheim. Imprint des SAXA Verlags 2011. 20 S.
- Andreas Altmann · Axel Helbig (Hg.) ∙ Es gibt eine andere Welt. Neue Gedichte. Eine Anthologie aus Sachsen mit Gedichten von Uta Ackermann, Lars-Arvid Brischke, Uwe Claus, Renatus Deckert, Margot Ehrich, Swen Friedel, Peter Gosse, Martina Hefter, Jayne-Ann Igel, Manfred Jendryschik, Thilo Krause, Kito Lorenc, Dieter Mucke, Uwe Nösner, Kerstin Preiwuß, Bertram Reinecke, Ulrike Almut Sandig, Sandra Trojan, Günter Ullmann, Guntram Vesper, Michael Wüstefeld, Ulrich Zieger u.v.a., Nachwort von Peter Geist, 400 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, poetenladen, Leipzig 2011.
- Klaus Anders · Andreas Struve (Hg.) · So schmeckt ein Stern. Norwegische Lyrik des 20. Jahrhunderts, übersetzt und kommentiert von Klaus Anders und Andreas Struve, Gedichte von Olaf Aukrust, Paul-Helge Haugen, Kristofer Uppdal u.v.a., 254 Seiten, Klappenbroschur, Edition Rugerup, Berlin · S-Hörby 2011.
- Eugénio de Andrade · Das Salz der Sprache & Die Furchen des Durstes – O Sal da Língua & Os Sulcos da Sede. Gedichte [zweisprachig]. Aus dem Portugiesischen von Juana und Tobias Burghardt. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt. 199 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
- Guillaume Apollinaire · Poesiealbum 294. Herausgegeben und ausgewählt von Richard Pietraß. Grafik Raoul Dufy. Märkischer Verlag Wilhemshorst 2011.
- Michael Arenz ∙ Noch nicht ganz aber fast, 42 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edition, Marklkofen 2011.
- Michael Arenz (Hg.) ∙ Der Mongole wartet. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 22. Ausgabe: Lyrik ∙ Prosa ∙ bildende Kunst, Gedichte Michael Arenz ∙ Peter Ettl ∙ Bernd harlem Fischle ∙ Erna Fitzner ∙ Florian Günther ∙ Kai Pohl ∙ Ruth Velser ∙ Johannes Witek ∙ Maximilian Zander, 504 Seiten, Zenon Verlag, Düsseldorf 2011.
- Tone Avenstroup, Stefan Döring, Bert Papenfuß, Michael Peschke, Stefan Ret, Hugo Velarde (Hg.): Gegner. Quartalsschrift. H. 29, September 2011. Gedichte von Jóanes Nielsen, Prosa von Lothar Trolle, Ilia Kitup, Johannes Jansen u.v.a.
- Bassirou Ayeva, Cahier D’exil, Gedichte französisch-deutsch, Sujet Verlag 2011
- “Matthias” BAADER Holst· Versensporn 2. Exdition Poesie schmeckt gut. Jena 2011
- Ulrike Bail ∙ wundklee streut aus. 47 gedichte über theodora, 103 Seiten, Broschur, CONTE Verlag, Saarbrücken 2011.
- Hugo Ball ∙ Zinnoberzack, Zeter und Mordio. Alle DADA-Texte, herausgegeben von Eckhard Faul, 144 Seiten, Klappenbroschur, Wallstein Verlag, Göttingen 2011.
- Hans Jürgen Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler und Oliver Vogel (Hg.): Neue Rundschau, 122. Jahrgang, Heft 1/ 2011. Thesen zur Literaturkritik. Lyrikosmose 3, zusammengestellt von Michael Braun und Michael Lentz, Gedichte von Konstantin Ames, Franz Richard Behrens, Ulrich Koch, Dagmara Kraus, Renate Rasp, Werner Riegel, Jürgen Theobaldy. Carte Blanche, Gedichte von Uwe Dick. 248 S.
- Mary Jo Bang, Eskapaden, luxbooks, 2011.
- Maximilian Barck (Hg.): Kunst- und Literaturzeitschrift HERZATTACKE. Sonderband 2011: Wolfgang Hilbig. Mit Texten von Andreas Altmann, Maximilian Barck, Rita Bischof, Thomas Böhme, Rene Char, Francis Scott Fitzgerald, Eberhard Häfner, Andreas Koziol, E. O. Kuilman, Stéphane Mallarmé, Thomas Martin, Gérard de Nerval, Gert Neumann, Philipp Passeur, Simone Katrin Paul, Arthur Rimbaud, André Schinkel und Ilona Stumpe-Speer. Kunstverein HERZATTACKE e. V.
- Roland Bärwinkel: Bevor es zu spät wird. Wartburg Verlag: Edition Muschelkalk der Literarischen Gesellschaft Thüringen, Band 34.
- Christoph W. Bauer: getaktet in herzstärkender fremde. Haymon. 20 Seiten
- Christoph W. Bauer: mein lieben mein hassen mein mittendrin du. Haymon. 89 Seiten
- Sandra Beasley: Die Abtastnadel in der Rille eines traurigen Lieds. Gedichte (übersetzt von Ron Winkler), hochroth Verlag 2011.
- BELLA triste 30. [Pappschachtel] Beiträge von Niklas Bardeli ∙ Christian Filips ∙ Monika Rinck ∙ Bo Wiget ∙ Dieter M. Gräf ∙ Hendrik Jackson ∙ Judith Schalansky ∙ Marius Schmidt ∙ Philipp Schönthaler ∙ Michael Stavaric ∙ Laetizia Praiss ∙ Andreas Töpfer ∙ Robert Wenrich ∙ Uljana Wolf ∙ Christian Hawkey
- Hans Bender ∙ O Abendstunde. Ausgewählte Gedichte, mit einem Nachwort von Arnold Stadler, 40 Seiten, handfadengebundene Broschur, Verlag Ulrich Keicher, Warmbronn 2011.
- Timo Berger, Rike Bolte, Juan Carlos Guédez Méndez, Enno Stahl (Hg.): Frachtgut Überseepoesie (Latinale 2011). Remesa Poética de Ultramar: Neue Gedichte aus Lateinamerika und Deutschland / Nuevos Poemas de Latinoamérica y Alemania«. Mit llustrationen von Mónica León, unter Verwendung des Logo von Ana Albero. Mit Gedichten von Luis Alberto Arellano, Damaris Calderón, Luis Chaves, Martín Gambarotta, Maricela Guerrero, Victoria Guerrero, Adrian Kasnitz, Odile Kennel, Björn Kuhligk, Stan Lafleur, Swantje Lichtenstein, Marie T. Martin, Benjamín Moreno, Jinn Pogy, Minerva Reynosa, Monika Rinck, Tom Schulz, Enno Stahl, Ernesto Suárez, Andira Watson, Uljana Wolf. sUkUltUr, November 2011.
- Aloysius Bertrand, Gaspard de la nuit, Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Jürgen Buchmann, Reinecke & Voß, Leipzig 2011, 150 Seiten.
- Wolf Biermann: Fliegen mit fremden Federn. Nachdichtungen und Adaptionen. Hoffmann und Campe 2011, 526 S. Aus dem Griechischen, Portugiesischen, Spanischen, Koreanischen, Tschechischen, Italienischen, Schwyzerdütschen, Schwedischen, Englischen, Russischen, Hebräischen, Jiddischen, Lettischen, Finnischen, Litauischen, Estnischen, Französischen. Texte u.a. von José Marti, Ernesto Cardenal, Victor Jara, Giacomo Leopardi, Mani Matter, William Shakespeare, Robert Burns, William Butler Yeats, Andrew Marvell, Robert Frost, John Keats, John Donne, e.e. cummings, W.H. Auden, George Orwell, Dylan Thomas, Bob Dylan, Bulat Okudshawa, Sergej Jessenin, Novella Matwejewa, Wladimir Wyssozki, Andrej Wosnessenski, Julij Daniel, Jizchak Katzenelson, Elie Wiesel, Hirsch Glik, Uri Zvi Grinberg, Mordechaj Gebirtig, Pierre-Jean de Béranger, Boris Vian, Louis Aragon, Jacques Prévert, George Brassens, Guillaume Apollinaire, Paul Verlaine, Arthur Rimbaud.
- Bilhana: Gestohlene Lust. Hg. u. aus dem Sanskrit übersetzt von Albertine Trutmann. München: C.H. beck textura 2011. 128 S.
- Horst Bingel, Stafettenlauf. Gedichte aus dem Nachlaß. Corvinus Presse
- Paulus Böhmer ∙ Teigwaren auf der Terrasse nachts. 36 Seiten. Ostheim/Rhön, Peter Engstler 2011.
- Dietrich Bode (Hg.): Blumen, Gärten, Landschaften. Bilder und Gedichte. Reclam. 183 Seiten, 75 farbige Abbildungen (Gestaltung: Susanne Zippel).
- Rike Bolte und Ulrike Prinz (Hg.): Transversalia. Horizontes con versos. Horizonte in verkehrten Versen. Verlagshaus J. Frank. Quartheft 31, Edition Polyphon. 220 S.
- Jürgen Born: Endlosreise. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
- Nora Bossong ∙ Sommer vor den Mauern, 96 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, München 2011.
- Michael Braun · Kathrin Dittner · Martin Rector (Hg.): Gegenstrophe. Blätter zur Lyrik 3. Mit Texten und Gedichten von Paulus Böhmer · Michael Braun · Cornelia Jentzsch · Simone Kornappel · Michael Krüger · Nadja Küchenmeister · Michael Lentz · Dirk von Petersdorff · Marion Poschmann · Martin Rector · Bertram Reinecke · Jan Volker Röhnert · Àxel Sanjosé · Jan Wagner · Levin Westermann. 120 Seiten, Hardcover, Wehrhahn Verlag, Hannover 2011. (http://www.wehrhahn-verlag.de/index.php?section=03&subsection=details&id=596)
- Michael Braun (Hg.): Lyrikkalender 2012. 740 Seiten, Tagesabreißkalender zum Stellen und Hängen, Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 2011 (http://www.wunderhorn.de/wunderhorn/content/buecher/pool/978_3_88423_365_8/index_ger.html)
- Bess Brenck-Kalischer. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 3. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
- Tom Bresemann · Berliner Fenster, 94 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Berlin Verlag, Berlin 2011.
- Rainer Weiss, Martin Bruch (Hg.): „Kein herz ungeteilt”. 99 Haiku von Frauen. Frankfurt/Main: Weissbooks 2011. 96 S. Mit Farbseiten zum Ausklappen, Illustrationen im Siebdruck. Beiträge von Barbara Bongartz, Daniela Danz, Tanja Dückers, Nora Gomringer, Martina Hefter, Ursula Krechel, Swantje Lichtenstein, Elsemarie Maletzke, Ilma Rakusa, Silke Scheuermann, Sabine Scho, Anja Utler u.a.
- Helwig Brunner. Vorläufige Tage: Prosagedichte. Leykam
- Helwig Brunner + Stefan Schmitzer. gemacht/gedicht/gefunden: über lyrik streiten. Droschl.
- Werner Bucher ∙ Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, 98 Seiten, Broschur mit Schutzumschlag, Verlag im Waldgut, CH-Frauenfeld 2011.
- Werner Bucher · Malcolm Green · Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, CD und Booklet, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
- Werner Bucher · Rütegger Gedichte, 108 Seiten, Klappbroschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
- Werner Bucher ∙ Jolanda Fäh ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) ∙ Poesie Agenda 2012, Cartoons, ∙ Gedichte, ∙ Bilder ∙ Zitate von Michael Arenz ∙ Hans Bender ∙ Gottfried Benn ∙ Claus Bremer ∙ Blaise Cendrars ∙ René Char ∙ Simon Dach ∙ Margot Ehrich ∙ Peter Ettl ∙ Lawrence Ferlinghetti ∙ Brigitte Fuchs ∙ Alexander Xaver Gwerder ∙ Friedrich Hölderlin ∙ Hadayatullah Hübsch ∙ Alfred Ilk ∙ Klabund ∙ Axel Kutsch ∙ Ivo Ledergerber ∙ Erwin Messmer ∙ Andreas Noga ∙ Frank O’Hara ∙ Vera Piller ∙ Salvatore Quasimodo ∙ Joachim Ringelnatz ∙ Christian Saalberg ∙ Barbara Traber ∙ Jürgen Völkert-Marten ∙ William Carlos Williams ∙ Maximilian Zander u.v.a., 256 Seiten, Broschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
- Werner Bucher ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) orte. Schweizer Literaturzeitschrift. Nr. 167, Mai/Juni 2011. Sag was zur Nacht – oder: die Gomringers sind hier. Enthält: Werner Bucher: Claus Bremer – von der konkreten Poesie bis zur Einsicht, dass wir andere sind. Gedichte von Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Virgilio Masciadri; Beiträge über Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Forugh Farrokhzad.
- Christoph Buchwald ∙ Kathrin Schmidt (Hg.) ∙ Jahrbuch der Lyrik 2011, Gedichte von 138 Autorinnen und Autoren, darunter Urs Allemann ∙ Friedrich Ani ∙ Anke Bastrop ∙ Thomas Böhme ∙ Mara-Daria Cojocaru ∙ Crauss ∙ Carolin Dabrowski ∙ Róža Domašcyna ∙ Elke Engelhardt ∙ Elke Erb ∙ Karin Fellner ∙ Ludwig Fels ∙ Mara Genschel ∙ Tina Ilse Gintrowski ∙ Caroline Hartge ∙ Michael Hüttenberger ∙ Jan Imgrund ∙ Magdalena Jagelke ∙ Manfred Jendryschik ∙ Synke Köhler ∙ Axel Kutsch ∙ Christian Lehnert ∙ Vesna Lubina ∙ Marie T. Martin ∙ Friederike Mayröcker ∙ Marcus Neuert ∙ Harry Oberländer ∙ Hellmuth Opitz ∙ Eva Paula Pick ∙ Richard Pietraß ∙ Jan Volker Röhnert ∙ Hendrik Rost ∙ Ulrike Almut Sandig ∙ Vera Schindler-Wunderlich ∙ Marita Tank ∙ Hans Thill ∙ Isabella Vogel ∙ Ernest Wichner ∙ Bastian Winkler ∙ Eva Christina Zeller ∙ Michael Zoch u.v.a., Essays von Jürgen Brôcan · Andre Rudolph · Christa Wißkirchen u.v.a., Nachworte von Christoph Buchwald und Kathrin Schmidt, 272 Seiten, Klappenbroschur, Deutsche Verlags-Anstalt, München 2011.
- Hansjürgen Bulkowski, Und wie! Corvinus Presse.
- Hans Georg Bulla, „Wechselgetriebe – Ausgewählte Gedichte und Notate“, herausgegeben von Gerd Kolter, mit Zeichnungen von Peter Marggraf und einem Nachwort von Hermann Kinder, 174 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag, Bücher der Nyland-Stiftung, Köln, Aisthesis-Verlag, Bielefeld 2011.
- Erika Burkart: Nachtschicht. / Ernst Halter: Schattenzone. Weissbooks. 150 S.
- John Burnside · Versuch über das Licht, zweisprachige Ausgabe, aus dem Englischen und mit einem Nachwort versehen von Iain Galbraith, 138 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, München 2011.
- Matthias Buth, Weltummundung, Gedichte, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2011.
27. Dichtung und Leben
Thórdarson ist unter den verkrachten Geistesaristokraten ein König. Seit sein Gedicht «Nacht» in einer Literaturzeitschrift gedruckt wurde, hält der weltfremde Gymnasiast sich für ein Genie. In der Liebe ist er dagegen noch ein Anfänger, der für seine angebetete Hulda nur platonisch zu schwärmen wagt.
Der Träumer kehrt ernüchtert aus Akureyri zurück: Sehnsucht ist ohnmächtiges Selbstmitleid, das Gerede von reiner Liebe weinerliches Dichtergewäsch. Die Weiber, so lernt er, wollen, wenn sie im Dunkeln zittern, keine Gedichte hören, sondern im Nacken gestreichelt oder noch ganz anders angefasst werden. / Martin Halter, baz
Thórbergur Thórdarson, «Islands Adel», Fischer 2011. ISBN: 978-3-10-078023-2, ca. 35 Franken.
109. Kapitalrealismus
Mitte der 90er Jahre streifte Andri Snær Magnason, so erzählt er es selbst, einmal durch einen Supermarkt der Kette “Bónus” in Reykjavik. “Ich empfand eine gewisse Leere. Der Laden war voller Buchstaben und Botschaften, aber es gab keine Geschichten, keine Gedichte.” Magnason ging zum Chef der Kette und bot ihm einen Lyrikband an. Bald standen seine “Supermarktgedichte” bei Bónus im Regal. Eines hieß “Liebesgedicht an Kasse 1″: “Früher war mein Leben ein Schwarz-Weiß-Fernseher / und an einem guten Tag / kam manchmal etwas Schärfe in die Grautöne /aber nie mehr als das / Dann kamst du / Jetzt ist das Leben ein 40-Zoll-Bildschirm / in Farbe und 3D / die Vögel singen in Stereo”.
“Kapitalrealismus” nannte Magnason das Genre seiner Gedichte, halb ernst, halb ironisch. Anfang zwanzig war der Autor damals, am Beginn seiner Laufbahn. Heute ist er einer der prominentesten Autoren Islands. / Thomas Steiner, Badische Zeitung 26.11.
Der isländische Autor Andri Snær Magnason hält am Sonntag in der Reihe “Capitalism Now” einen Vortrag im Theater Freiburg.