Lyrikzeitung & Poetry News

9. Dezember 2011

39. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (1)

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Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Zusammengelesen von Theo Breuer, Mitarbeit Michael Gratz

Wird in den nächsten 6 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur A + B. – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

Auf dem Weg in ein poetisches Neuland, den jedes gelun­gene Gedicht geht (und dem damit zugleich das Kunst­stück gelingt, dieses Neuland als längst vertraut erschei­nen zu lassen), sind also die formalen Möglichkeiten so vielfältig wie die Anzahl denkbarer Gedichte, befreit von den Fesseln eines festgelegten Formenkanons.

Jan Wagner

  1. Silja Aðalsteinsdóttir, Jón Bjarni Atlason und Björn Kozempel (Hg.): Isländische Lyrik. Berlin: Insel 2011. 223 S.
  2. Kurd Adler · Gedichte (edition grillenfänger 29). 34 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  3. Gerd Adloff. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 4. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  4. Pegah Ahmadi „Mir war nicht kalt“, Gedichte, Sujet Verlag 2011
  5. Ahne · Gedichte, die ich mal aufgeschrieben habe. Voland & Quist, Dresden und Leipzig 2011., 95 Seiten.
  6. Bernhard Albers · Der Fall Michael Guttenbrunner. Eine Verteidigungsschrift (Guttenbrunner-Studien Bd. 3; Rimbaud-Taschenbuch Nr. 73). 8 Abb., 52 Seiten, brosch., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  7. Amanda Aizpuriete (Hg.): Kur Dieviņi paliksi. Wo Gott wirst du bleiben dann. Lettische Volkspoesie. Ausgewählt von Amanda Aizpuriete. Nachgedichtet von Manfred Peter Hein anhand der Übersetzung von Horst Bernhardt (Fäkätä 13). Queich Verlag Germersheim. Imprint des SAXA Verlags 2011. 20 S.
  8. Andreas Altmann · Axel Helbig (Hg.) ∙ Es gibt eine andere Welt. Neue Gedichte. Eine Anthologie aus Sachsen mit Gedichten von Uta Ackermann, Lars-Arvid Brischke, Uwe Claus, Renatus De­ckert, Margot Ehrich, Swen Friedel, Peter Gosse, Martina Hefter, Jayne-Ann Igel, Manfred Jendryschik, Thilo Krause, Kito Lo­renc, Dieter Mucke, Uwe Nösner, Kerstin Preiwuß, Bertram Reinecke, Ulrike Almut Sandig, Sandra Trojan, Günter Ullmann, Guntram Vesper, Michael Wüstefeld, Ulrich Zieger u.v.a., Nachwort von Peter Geist, 400 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, poe­tenladen, Leipzig 2011.
  9. Klaus Anders · Andreas Struve (Hg.) · So schmeckt ein Stern. Norwegische Lyrik des 20. Jahrhun­derts, über­setzt und kommentiert von Klaus Anders und Andreas Struve, Gedichte von Olaf Aukrust, Paul-Helge Haugen, Kristofer Uppdal u.v.a., 254 Seiten, Klappenbroschur, Edition Ru­gerup, Berlin · S-Hörby 2011.
  10. Eugénio de Andrade · Das Salz der Sprache & Die Furchen des Durstes – O Sal da Língua & Os Sulcos da Sede. Gedichte [zweisprachig]. Aus dem Portugiesischen von Juana und Tobias Burghardt. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt. 199 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  11. Guillaume Apollinaire · Poesiealbum 294. Herausgegeben und ausgewählt von Richard Pietraß. Grafik Raoul Dufy. Märkischer Verlag Wilhemshorst 2011.
  12. Michael Arenz ∙ Noch nicht ganz aber fast, 42 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edition, Marklko­fen 2011.
  13. Michael Arenz (Hg.) ∙ Der Mongole wartet. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 22. Ausgabe: Lyrik ∙ Prosa ∙ bildende Kunst, Gedichte Michael Arenz ∙ Peter Ettl ∙ Bernd harlem Fischle ∙ Erna Fitzner ∙ Florian Günther ∙ Kai Pohl ∙ Ruth Velser ∙ Johannes Witek ∙ Maximilian Zander, 504 Seiten, Zenon Ver­lag, Düs­seldorf 2011.
  14. Tone Avenstroup, Stefan Döring, Bert Papenfuß, Michael Peschke, Stefan Ret, Hugo Velarde (Hg.): Gegner. Quartalsschrift. H. 29, September 2011. Gedichte von Jóanes Nielsen, Prosa von Lothar Trolle, Ilia Kitup, Johannes Jansen u.v.a.
  15. Bassirou Ayeva, Cahier D’exil, Gedichte französisch-deutsch, Sujet Verlag 2011
  16. “Matthias” BAADER Holst·  Versensporn 2. Exdition Poesie schmeckt gut. Jena 2011
  17. Ulrike Bail ∙ wundklee streut aus. 47 gedichte über theodora, 103 Seiten, Broschur, CONTE Verlag, Saarbrü­cken 2011.
  18. Hugo Ball ∙ Zinnoberzack, Zeter und Mordio. Alle DADA-Texte, herausgegeben von Eckhard Faul, 144 Seiten, Klappenbroschur, Wallstein Verlag, Göttingen 2011.
  19. Hans Jürgen Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler und Oliver Vogel (Hg.): Neue Rundschau, 122. Jahrgang, Heft 1/ 2011. Thesen zur Literaturkritik. Lyrikosmose 3, zusammengestellt von Michael Braun und Michael Lentz, Gedichte von Konstantin Ames,  Franz Richard Behrens, Ulrich Koch, Dagmara Kraus, Renate Rasp, Werner Riegel, Jürgen Theobaldy. Carte Blanche, Gedichte von Uwe Dick. 248 S.
  20. Mary Jo Bang, Eskapaden, luxbooks, 2011.
  21. Maximilian Barck (Hg.): Kunst- und Literaturzeitschrift HERZATTACKE. Sonderband 2011: Wolfgang Hilbig. Mit Texten von Andreas Altmann, Maximilian Barck, Rita Bischof, Thomas Böhme, Rene Char, Francis Scott Fitzgerald, Eberhard Häfner, Andreas Koziol, E. O. Kuilman, Stéphane Mallarmé, Thomas Martin, Gérard de Nerval, Gert Neumann, Philipp Passeur, Simone Katrin Paul, Arthur Rimbaud, André Schinkel und Ilona Stumpe-Speer. Kunstverein HERZATTACKE e. V.
  22. Roland Bärwinkel: Bevor es zu spät wird. Wartburg Verlag: Edition Muschelkalk der Literarischen Gesellschaft Thüringen, Band 34.
  23. Christoph W. Bauer: getaktet in herzstärkender fremde. Haymon. 20 Seiten
  24. Christoph W. Bauer: mein lieben mein hassen mein mittendrin du. Haymon. 89 Seiten
  25. Sandra Beasley: Die Abtastnadel in der Rille eines traurigen Lieds. Gedichte (übersetzt von Ron Winkler), hochroth Verlag 2011.
  26. BELLA triste 30. [Pappschachtel] Beiträge von Niklas Bardeli ∙ Christian Filips ∙ Monika Rinck ∙ Bo Wiget ∙ Dieter M. Gräf ∙ Hendrik Jackson ∙ Judith Schalansky ∙ Marius Schmidt ∙ Philipp Schönthaler  ∙ Michael Stavaric ∙ Laetizia Praiss ∙ Andreas Töpfer ∙ Robert Wenrich ∙ Uljana Wolf ∙ Christian Hawkey
  27. Hans Bender ∙ O Abendstunde. Ausgewählte Gedichte, mit einem Nachwort von Arnold Stadler, 40 Seiten, handfadengebundene Broschur, Verlag Ulrich Keicher, Warmbronn 2011.
  28. Timo Berger, Rike Bolte, Juan Carlos Guédez Méndez, Enno Stahl (Hg.): Frachtgut Überseepoesie (Latinale 2011). Remesa Poética de Ultramar: Neue Gedichte aus Lateinamerika und Deutschland / Nuevos Poemas de Latinoamérica y Alemania«. Mit llustrationen von Mónica León, unter Verwendung des Logo von Ana Albero. Mit Gedichten von Luis Alberto Arellano, Damaris Calderón, Luis Chaves, Martín Gambarotta, Maricela Guerrero, Victoria Guerrero, Adrian Kasnitz, Odile Kennel, Björn Kuhligk, Stan Lafleur, Swantje Lichtenstein, Marie T. Martin, Benjamín Moreno, Jinn Pogy, Minerva Reynosa, Monika Rinck, Tom Schulz, Enno Stahl, Ernesto Suárez, Andira Watson, Uljana Wolf. sUkUltUr, November 2011.
  29. Aloysius Bertrand, Gaspard de la nuit, Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Jürgen Buchmann, Reinecke & Voß, Leipzig 2011, 150 Seiten.
  30. Wolf Biermann: Fliegen mit fremden Federn. Nachdichtungen und Adaptionen. Hoffmann und Campe 2011, 526 S. Aus dem Griechischen, Portugiesischen, Spanischen, Koreanischen, Tschechischen, Italienischen, Schwyzerdütschen, Schwedischen, Englischen, Russischen, Hebräischen, Jiddischen, Lettischen, Finnischen, Litauischen, Estnischen, Französischen. Texte u.a. von José Marti, Ernesto Cardenal, Victor Jara, Giacomo Leopardi, Mani Matter, William Shakespeare, Robert Burns, William Butler Yeats, Andrew Marvell, Robert Frost, John Keats, John Donne, e.e. cummings, W.H. Auden, George Orwell, Dylan Thomas, Bob Dylan, Bulat Okudshawa, Sergej Jessenin, Novella Matwejewa, Wladimir Wyssozki, Andrej Wosnessenski, Julij Daniel, Jizchak Katzenelson, Elie Wiesel, Hirsch Glik, Uri Zvi Grinberg, Mordechaj Gebirtig, Pierre-Jean de Béranger, Boris Vian, Louis Aragon, Jacques Prévert, George Brassens, Guillaume Apollinaire, Paul Verlaine, Arthur Rimbaud.
  31. Bilhana: Gestohlene Lust. Hg. u. aus dem Sanskrit übersetzt von Albertine Trutmann. München: C.H. beck textura 2011. 128 S.
  32. Horst Bingel, Stafettenlauf. Gedichte aus dem Nachlaß. Corvinus Presse
  33. Paulus Böhmer ∙ Teigwaren auf der Terrasse nachts. 36 Seiten. Ostheim/Rhön, Peter Engstler 2011.
  34. Dietrich Bode (Hg.): Blumen, Gärten, Landschaften. Bilder und Gedichte. Reclam. 183 Seiten, 75 farbige Abbildungen (Gestaltung: Susanne Zippel).
  35. Rike Bolte und Ulrike Prinz (Hg.): Transversalia. Horizontes con versos. Horizonte in verkehrten Versen. Verlagshaus J. Frank. Quartheft 31, Edition Polyphon. 220 S.
  36. Jürgen Born: Endlosreise. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
  37. Nora Bossong ∙ Sommer vor den Mauern, 96 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, Mün­chen 2011.
  38. Michael Braun · Kathrin Dittner · Martin Rector (Hg.): Gegenstrophe. Blätter zur Lyrik 3. Mit Texten und Gedichten von Paulus Böhmer · Michael Braun · Cornelia Jentzsch · Simone Kornappel · Michael Krüger · Nadja Küchenmeister · Michael Lentz · Dirk von Petersdorff · Marion Poschmann · Martin Rector · Bertram Reinecke · Jan Volker Röhnert · Àxel Sanjosé · Jan Wagner · Levin Westermann. 120 Seiten, Hardcover, Wehrhahn Verlag, Hannover 2011. (http://www.wehrhahn-verlag.de/index.php?section=03&subsection=details&id=596)
  39. Michael Braun (Hg.): Lyrikkalender 2012. 740 Seiten, Tagesabreißkalender zum Stellen und Hängen, Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 2011 (http://www.wunderhorn.de/wunderhorn/content/buecher/pool/978_3_88423_365_8/index_ger.html)
  40. Bess Brenck-Kalischer. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 3. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  41. Tom Bresemann · Berliner Fenster, 94 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Berlin Verlag, Berlin 2011.
  42. Rainer Weiss, Martin Bruch (Hg.): „Kein herz ungeteilt”. 99 Haiku von Frauen. Frankfurt/Main: Weissbooks 2011. 96 S. Mit Farbseiten zum Ausklappen, Illustrationen im Siebdruck. Beiträge von Barbara Bongartz, Daniela Danz, Tanja Dückers, Nora Gomringer, Martina Hefter, Ursula Krechel, Swantje Lichtenstein, Elsemarie Maletzke, Ilma Rakusa, Silke Scheuermann, Sabine Scho, Anja Utler u.a.
  43. Helwig Brunner. Vorläufige Tage: Prosagedichte. Leykam
  44. Helwig Brunner + Stefan Schmitzer. gemacht/gedicht/gefunden: über lyrik streiten. Droschl.
  45. Werner Bucher ∙ Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, 98 Seiten, Broschur mit Schutzum­schlag, Verlag im Waldgut, CH-Frauenfeld 2011.
  46. Werner Bucher · Malcolm Green · Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, CD und Booklet, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  47. Werner Bucher · Rütegger Gedichte, 108 Seiten, Klappbroschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  48. Werner Bucher ∙ Jolanda Fäh ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) ∙ Poesie Agenda 2012, Cartoons, ∙ Ge­dichte, ∙ Bil­der ∙ Zitate von Michael Arenz ∙ Hans Bender ∙ Gottfried Benn ∙ Claus Bremer ∙ Blaise Cendrars ∙ René Char ∙ Simon Dach ∙ Margot Ehrich ∙ Peter Ettl ∙ Lawrence Ferlinghetti ∙ Brigitte Fuchs ∙ Alexander Xaver Gwerder ∙ Friedrich Hölderlin ∙ Hadayatullah Hübsch ∙ Alfred Ilk ∙ Kla­bund ∙ Axel Kutsch ∙ Ivo Lederger­ber ∙ Erwin Messmer ∙ Andreas Noga ∙ Frank O’Hara ∙ Vera Piller ∙ Salvatore Quasimodo ∙ Joachim Ringel­natz ∙ Christian Saalberg ∙ Barbara Traber ∙ Jürgen Völkert-Marten ∙ William Carlos Williams ∙ Maximilian Zander u.v.a., 256 Seiten, Broschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  49. Werner Bucher ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) orte. Schweizer Literaturzeitschrift. Nr. 167, Mai/Juni 2011. Sag was zur Nacht – oder: die Gomringers sind hier. Enthält: Werner Bucher: Claus Bremer – von der konkreten Poesie bis zur Einsicht, dass wir andere sind. Gedichte von Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Virgilio Masciadri; Beiträge über Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Forugh Farrokhzad.
  50. Christoph Buchwald ∙ Kathrin Schmidt (Hg.) ∙ Jahrbuch der Lyrik 2011, Gedichte von 138 Au­torinnen und Autoren, darunter Urs Allemann ∙ Friedrich Ani ∙ Anke Bastrop ∙ Thomas Böhme ∙ Mara-Daria Cojo­caru ∙ Crauss ∙ Carolin Dabrowski ∙ Róža Domašcyna ∙ Elke Engelhardt ∙ Elke Erb ∙ Karin Fellner ∙ Ludwig Fels ∙ Mara Gen­schel ∙ Tina Ilse Gintrowski ∙ Caroline Hartge ∙ Mi­chael Hüttenberger ∙ Jan Imgrund ∙ Mag­dalena Jagelke ∙ Manfred Jendryschik ∙ Synke Köhler ∙ Axel Kutsch ∙ Christian Lehnert ∙ Vesna Lubina ∙ Ma­rie T. Martin ∙ Friederike Mayröcker ∙ Mar­cus Neuert ∙ Harry Oberländer ∙ Hellmuth Opitz ∙ Eva Paula Pick ∙ Richard Pietraß ∙ Jan Volker Röhnert ∙ Hendrik Rost ∙ Ulrike Almut Sandig ∙ Vera Schindler-Wunderlich ∙ Marita Tank ∙ Hans Thill ∙ Isabella Vogel ∙ Ernest Wichner ∙ Bastian Winkler ∙ Eva Christina Zeller ∙ Michael Zoch u.v.a., Essays von Jürgen Brôcan · Andre Rudolph · Christa Wißkir­chen u.v.a., Nachworte von Chris­toph Buchwald und Kathrin Schmidt, 272 Seiten, Klappenbroschur, Deutsche Verlags-An­stalt, Mün­chen 2011.
  51. Hansjürgen Bulkowski, Und wie! Corvinus Presse.
  52. Hans Georg Bulla, „Wechselgetriebe – Ausgewählte Gedichte und Notate“, herausgegeben von Gerd Kolter, mit Zeichnungen von Peter Marggraf und einem Nachwort von Hermann Kinder, 174 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag, Bücher der Nyland-Stiftung, Köln, Aisthesis-Verlag, Bielefeld 2011.
  53. Erika Burkart: Nachtschicht. / Ernst Halter: Schattenzone. Weissbooks. 150 S.
  54. John Burnside · Versuch über das Licht, zweisprachige Ausgabe, aus dem Englischen und mit einem Nachwort versehen von Iain Galbraith, 138 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, München 2011.
  55. Matthias Buth, Weltummundung, Gedichte, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2011.

27. Oktober 2011

116. Manfred Peter Hein in der literaturwerkstatt

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland, Finnland — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 11:53

Do 27.10. um 20:00 Poesiegespräch: Manfred Peter Hein

In Lesung und Gespräch: Manfred Peter Hein(Helsinki)  Moderation: Nico Bleutge (Autor und Literaturkritiker, Berlin)

Manfred Peter Hein ist der große Fremde der deutschen Dichtung. Er veröffentlicht seit über einem halben Jahrhundert Gedichte – auf 15 Bände beläuft sich das Oeuvre –, und fast ebenso lange lebt er als ein »deutscher Dichter in Finnland« (Bobrowski). Vielleicht ist diese Entfernung an die Peripherie des Literaturbetriebs die Ursache dafür, dass Hein ein Geheimtipp für Eingeweihte ist. Sein Werk, das in der Traditionslinie Celans, Huchels, Arendts und Bobrowskis steht, ist in Deutschland immer noch zu entdecken.

Anlässlich seines 80. Geburtstages am 25. Mai 2011 veröffentlichte der Wallstein-Verlag dem Band »Weltrandhin« mit Gedichten aus den Jahren 2008–2010. Über diesen Band und ein Leben als Dichter, Beobachter, Übersetzer, Fährtensucher und Fährmann der Literaturen soll an diesem Abend gesprochen werden – und aus diesem Band wird Hein lesen.

»Im Grunde arbeitet Hein in jedem Gedicht an dem Paradox, mit der Sprache gegen das Nichts anzutreten, dort Verse zu setzen, wo eigentlich Schweigen und Stille herrschen.« (Nico Bleutge)

Manfred Peter Hein (*1931 Darkehmen/Ostpreußen) studierte Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Finnougristik in Marburg, München, Helsinki und Göttingen. Er lebt seit den fünfziger Jahren in Finnland. Er hat zahlreiche Gedichtbände, Prosa, Essays publiziert, er ist Übersetzer und Herausgeber. Für seine Gedichte und Übersetzungen wurde er mit renommierten deutschen und internationalen Literaturpreisen geehrt, darunter 1984 mit dem Peter-Huchel-Preis; zuletzt 2006 mit dem Rainer-Malkowski-Preis.

Poesiegespräche bieten die Möglichkeit eines tiefen Einblicks in Schreibstätten und Konzepte von Dichtern, zumal wenn es um deren neuestes Buch geht. Nico Bleutge, selbst Dichter, wird als kritisch begleitender Gesprächspartner auch diese Veranstaltung der Reihe moderieren.

Mit freundlicher Unterstützung des Finnland-Institut in Deutschland und FILI Finnish Literature Exchange

30. August 2011

136. Nachtrag zu Qinghai

Einsortiert unter: Argentinien, China, Finnland, Mongolei, Tschechien — Schlagworte: , , , , — lyrikzeitung @ 14:14

Das Qinghai-See-Festival wird seit 2009 alle zwei Jahre in der Stadt Xining oder am See ausgerichtet (die Stadt liegt 100 km östlich vom See, die Berichte scheinen nicht sehr genau). Eine Tourismus-Seite wirbt, Qinghai sei “one of the olddest birthplace for poem”.

Wikipedia weiß, daß 29 Flüsse in den See strömen (vor den 60er Jahren sogar 108). Wikipedia Deutsch erwähnt, daß 108 im Tibetischen eine heilige Zahl ist. Die englische Version spricht davon, daß hier einer der Herde der asiatischen Vogelgrippe war, die französische ergänzt die Information um ein berüchtigtes Zwangsarbeitslager und daß hier die chinesische Atombombe herkommt, plus Urananreicherung plus Atommüll. (Anscheinend sollen die Dichter helfen, das Image der Region aufzuwerten.)

Der Name des Sees ist auf Tibetisch mTsho sngon po und Mongolisch Köke Naγur, wovon der historische Name Kukunor stammt. Pierers Lexicon weiß:

Die Kukunormongolen durchstreifen meist als Nomaden ihr wildes Gebirgsland, in welchem die Quellbezirke des Hoangho u. Yantsekiang liegen.

Viel ist von der sakralen Bedeutung des Sees zu erfahren, wenig von der behaupteten poetischen. Der finnische Dichter Lauri Viita (1916 – 1965) veröffentlichte 1949 den Band ”Kukunor” (1973 und 1989 wurde er in Finnland verfilmt. Kukunor heißt dort ein Troll.). Viita ist ein wichtiger finnischer Dichter, aber ob in China bekannt? Google findet ein Buch in kyrillisch geschriebenem Mongolisch: Songs of the Kukunor Mongols / Deed Mongolyn yarüü  düün (Deed Mongolyn yarüü nairgiin deej).  Ulaanbaatar,
2006.  120 pages.  ISBN 978-99929-50-005 $25.00. Eine Teilnehmerliste des diesjährigen Festivals konnte ich aber nicht finden.

Gesponsort wird das Festival von der Regierung der Provinz Qinghai, dem Poetry Institute of China und der Chinese Minority Writers’ Society. Der Golden Tibetan Antelope - Preis wurde 2009 zum ersten mal vergeben, Preisträger war der argentinische Dichter Juan Gelman.

Bilder einiger Teilnehmer, darunter Bei Dao mit 3 Dichtern und einer tschechischen Lyrikdebatte auf einem Stein im Qinghai-See gibt es hier

Hier eine Luftaufnahme des größten Binnen-Salzsees in China

Vgl. L&Poe 2011 Aug #77. Uninspiriert / 134. Für die „Reinheit der Poetik“

 

22. Mai 2011

95. Frankfurter Lyriktage

vom 24.-28.5.

Aus dem Programm

Dienstag 24.5.

20 Uhr, Evangelische Stadtakademie Römer9
GEHIRN UND GEDICHT – ERÖFFNUNG DER FRANKFURTER LYRIKTAGE 2011
Lesung und Gespräch mit Raoul Schrott und Gert Scobel

Mittwoch 25.5.

20 Uhr, Sinkkasten Arts Club
MICHAEL LENTZ UND ULRICH WINTERS MERKEN WAS

21 Uhr, Ponyhof Club
PERFORMANCE POESIE EXPERIMENT
Timo Brunke, Mitch Heinrich, Dirk Hülstrunk, Dalibor Markovic, Juha Valkeapää

Donnerstag 26.5.

19 Uhr, Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlößchen
OSMOSEN AUS WÖRTERN UND TÖNEN – DAS VERTONTE GEDICHT
Julia Cloot, Durs Grünbein und Georg Katzer

19 Uhr, Orange Peel
THE SOUND OF ROLF DIETER BRINKMANN
Eckhard Schumacher und Diedrich Diederichsen

21 Uhr, Orange Peel
VERSE SIND ZUM TANZEN DA!
Ein Abend lang Gedichte und Musik
Ulrike Almut Sandig und Marlen Pelny, Marcus Roloff und Christian Löffler sowie Monika Rinck und Frank Bretschneider

Freitag 27.5.

19 Uhr, Literaturhaus Frankfurt
»TO THE GLORY OF GOD«: DAS HEILIGE UND DIE POESIE
Lesung und Gespräch mit Les Murray und Christian Lehnert

20.30 Uhr, Historische Villa Metzler
»EIN WELTGEWANDTES LAND« ÜBERSETZEN ALS EXPERIMENT
Lesung und Gespräch mit Matthias Göritz, Klaus Reichert und Uljana Wolf

Sonnabend 28.5.

19 Uhr, Evangelische Stadtakademie Römer9
DIE LANGE NACHT DES LYRISCHEN EXPERIMENTS
Paulus Böhmer, Christian Filips, Matthias Göritz, Barbara Köhler, Christian Lehnert, Franz Mon, Rick Reuther, Monika Rinck, Ulrike Almut Sandig, Daniela Seel, Ulf Stolterfoth, Franz Tröger, Bo Wiget

Hier das gesamte Programm

14. April 2011

66. Statistik

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden — Schlagworte: — lyrikzeitung @ 20:38

Apropos Zahlen – brandneu kommen diese an:

3sat.online 3satText

 3satText  14.04.11 20:34:47    S.505-1
                       Kultur
                       Nachrichten

 Dichter-Anzahl: Deutschland führt

 Deutschland ist, wie EU-Statistiker
 herausgefunden haben, immer noch ein
 Land der Dichter und Denker. Rund
 330.000 Schriftsteller und Künstler
 arbeiten in der Bundesrepublik, so
 viele wie in keinem anderen europäi-
 schen Land. Großbritannien kann 200.000
 Kulturschaffende vorweisen, Frankreich
 180.000 und Italien 120.000.

 Betrachtet man allerdings nicht die ab-
 soluten Zahlen, sondern die Künstler-
 dichte, sind in Deutschland 0,8 % aller
 Beschäftigten als Schriftsteller und
 Künstler tätig. In Schweden und Finn-
 land liegt ihr Anteil dagegen bei 1,5%.

   500 <-         Ausstellungen -> 515

5. Februar 2011

21. Auftritt. Zugleich etwas über Geographie.

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland, Finnland — Schlagworte: , , , , , — lyrikzeitung @ 14:05

Günter Saalmann (Chemnitz) & Angelika Janz (Essen)* treten in Tampere und Helsinki auf, lese ich. Wir werden ein Auge drauf halten.

*) Es könnte auch heißen: Günter Saalmann (Waldbröl) & Angelika Janz (Aschersleben). Oder: Die westdeutschen (wahlweise: ostdeutschen) Künstler Saalmann und Janz. Kennenlernen konnte ich beide in Greifswald. Tampere wiederum konnte ich durch eine Schweriner Bekannte kennenlernen oder durch einen Mannheimer Bekannten oder beide. Beides freilich nur durch Vermittlung eines Mauerfalls. Der war in Jerichow – der pommersche Mecklenburger Uwe Johnson hat darüber berichtet. Die beiden wiederum habe ich in Greifswald kennengelernt. Die Welt in Greifswald. Geographie ist ganz schön schwer.

2. Oktober 2010

6. Bennholdt-Thomsen-Lyrikpreis

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland, Finnland — Schlagworte: , , , — lyrikzeitung @ 00:01

Die in Finnland lebende Dichterin Dorothea Grünzweig wird mit dem Anke-Bennholdt-Thomsen-Lyrikpreis geehrt. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 26. Oktober in Weimar erstmals vergeben, teilte die Deutsche Schillerstiftung mit. Der nach der Literaturwissenschaftlerin Anke Bennholdt-Thomsen benannte Preis ist ausschließlich Lyrikerinnen vorbehalten und soll künftig alle drei Jahre ausgelobt werden. / SZ 23.9.

27. September 2010

116. Babylonische Verschwörung

“Du schickst mir deine Gedichte, ich schicke dir meine”, beginnt das Gedicht “Die Verschwörung” des amerikanischen Dichters Robert Creeley. Mit diesen Zeilen hat die Wahl-Eislinger Dichterin und Herausgeberin ihren neuen Lyrikband überschrieben. Seit 20 Jahren bestehen in Eislingen die zweisprachigen Lyriklesungen. Vorgestellt wird zeitgenössische Lyrik aus verschiedenen Ländern. Im Original vorgetragen von Muttersprachlern und in der deutschen Übersetzung.

Der jetzt veröffentlichte Lyrikband, für den Tina Stroheker die Herausgeberschaft übernommen hat, fasst einen Teil der zweisprachigen Lyrikabende zu einem bezaubernden, hochkarätigen Stück Literatur zusammen. …

So waren auf der Bühne im Odeon polnische, amerikanische, türkische, niederländische, spanische, arabische, tschechische, schwedische, russische, finnische und isländische Gedichte im Original gelesen von Muttersprachlern und in der deutschen Übersetzung / Südwest Presse

13. August 2010

74. Hinterlassenschaft des Nationalstaatgedankens

Einsortiert unter: Estland, Finnland — Schlagworte: , , , , , — lyrikzeitung @ 12:14

Vielleicht wird man einst das Kalevala – das finnische Nationalepos – und sein lyrisches Seitenstück, die Kanteletar, zusammen mit dem Kalevipoeg, dem estnischen Pendant dazu – als die einzigen Hinterlassenschaften des Nationalstaatgedankens betrachten, die es wert wären, dem kulturellen Gedächtnis der Menschheit erhalten zu bleiben. Alle drei Textsammlungen wurden im 19. Jahrhundert kompiliert, redigiert und ergänzt; in Finnland von Elias Lönnrot, in Estland von Friedrich Kreutzwald. Damit gelangte die ostseefinnische Kultur als letzte zu einer nationalen Identität auf der Grundlage antiker, bis dato mündlich überlieferter Schöpfungsmythen und Heldensagen. Was ethnografischer Fleiß und tiefenhistorische Anamnese der Herausgeber zutage förderte und durch Zusammenstellung und Nachdichtung gleichsam neu erfand, harrt außerhalb des Baltikums immer noch der Entdeckung als Zeugnis ebenso versponnener wie vergleichsweise friedfertiger Gründungsmythen. Dabei verdienen die zum Teil aus vorchristlicher Zeit stammenden Lieder und Epen schon deshalb unsere Aufmerksamkeit, weil sie mit erstaunlicher Zähigkeit 700 Jahre Fremdherrschaft ohne schriftliche Fixierung überdauert haben. Noch mehr befremdet die Paradoxie, daß die Herkunft dieser Texte, die doch den Korpus jeweils staatstragender literarischer Denkmäler ausmachen, die nationalen Grenzen zwischen Finnland, Russland und Estland gänzlich ignoriert.  / Daniele Dell’Agli, Perlentaucher 5.8.

26. Februar 2010

173. Für die Schublade

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland, Finnland — Schlagworte: , , , — lyrikzeitung @ 23:38

Ariane Grundies war im vergangenen Sommer zwei Wochen als Stadtschreiber des Goethe-Instituts in Helsinki. Ende September veröffentlichte das Goethe-Institut ein Gespräch mit ihr. Ist schon eine Weile her, erst jetzt hat mich jemand darauf aufmerksam gemacht, aber interessant ist es vielleicht auch jetzt noch. Auszug:

Haben Sie selbst schriftstellerisch etwas von Ihrer Zeit in Helsinki mitgenommen?

Eine Sache war ungewöhnlich. Ich schreib’ sonst eigentlich kaum Gedichte. Aber in diesen zwei Wochen habe ich plötzlich sehr viele geschrieben. Ich habe keine Ahnung, warum. Aber es ging gut. Vielleicht habe ich auch einfach die Idee von Helsinki, dass man da gut Gedichte schreiben kann.

Mit einem der Gedichte haben Sie ja Ihren Blog abgeschlossen. Werden wir die anderen auch noch zu lesen bekommen?

Nein, die sind für meine Schublade*. Im Ernst: Ich weiß nicht, was aus diesen Gedichten wird. Erstmal nichts. Vielleicht kann ich sie mal meiner Oma zum Geburtstag schenken oder so.

*) Apropos, gerade hörte ich in einer Dokumentation zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs, daß Günter Wallraff seinen Vorlaß an das Archiv gegeben habe, seine frühen Sachen, auch die Jugendlyrik, und man sagt ihm, das lag im Keller, da gab es kaum eine Chance.

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