Lyrikzeitung & Poetry News

10. Juli 2010

47. Morphome des Wissens

Einsortiert unter: Antike, Deutsch, Deutschland, Griechenland, Namibia — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 11:41

Kölner Kongress gibt Einblick in neue Erkenntnisse über antike Weltkarten, Stadtpläne und topografisches Urwissen

Ob alte Wandmalereien der türkischen Siedlung Çatal Hüyük, Hinweise in namibischer Dichtung oder die präzise Beschreibung der Schiffsflotten bei der Eroberung Trojas in Homers „Ilias“ – vielerlei Funde verraten etwas über ihren geographischen Ort.

Wissenschaftler verschiedener Universitäten aus dem In- und Ausland haben ihre neuesten Erkenntnisse zu ihren Funden zusammengetragen und stellen diese nun bei einem Kongress an der Universität zu Köln vor. Das Internationale Kolleg “Morphomata: Genese, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen” veranstaltet den Kongress vom 15. bis 17. Juli unter dem Titel „Morphome des Wissens: Geographische Kenntnisse und ihre konkreten Ausformungen“. Ob Ethnologen, Archäologen, Japanologen, Althistoriker oder Altphilologen, der Kongress versammelt Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen unter einem Dach und ist so auch ein Ort der Begegnung für den wissenschaftlichen Austausch. / Informationsdienst Wissenschaft

25. September 2009

136. Unserdeutsch

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland, Kreolisch, Namibia, Papua-Neuguinea — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 20:03

Harry Hoerler ist bei Berlin geboren. Bei Berlin auf Deutsch-Neuguinea, einem palmenumsäumten Hafennest in der ehemaligen deutschen Südseekolonie. Im roten Hawaiihemd unterm schwarzen Anzug, die grauen Locken dunkel gefärbt, erinnert Hoerler an einen Zirkusdirektor; und auch seine Sprache stiftet Verwirrung: “Ganse Welt is ferik”, sagt er und lächelt philosophisch. “Ferik” ist die Welt, “verrückt”, wenn man wie Hoerler zu den letzten 100 Sprechern der einzigen deutschbasierten Kreolsprache gehört und die übrigen Sprecher über verschiedene Inseln verstreut leben; “ferik”, wenn man sein Unserdeutsch nur noch mit Blumen und Schmetterlingen spricht. Auch die Erzählerin, Yvette Coetzee, führt auf der Bühne eigentlich einen Dauermonolog – wären da nicht die Audio- und Videoeinspielungen, Schatten und Objekte, Kreidegemälde und -animationen, mit denen sie sich die Abwesenden als Dialogpartner herbeiholt. Als Grundlage für ihr “dokumentarisches Südseemärchen” hat Regisseurin Unger im letzten Jahr zehn der letzten Unserdeutsch-Sprecher auf Papua-Neuguinea besucht und interviewt. / taz 21.9.

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