Tag: 29. Mai 2012

112. Tristan

Alexander Rudolph ist Simian Keiser ist Tristan Marquardt. Drei Namen, zwei Pseudonyme. Der 24-Jährige Alexander schreibt gerade seine Doktorarbeit, nebenbei legt er als Simian Platten auf, schreibt als Tristan einen Lyrikband und versucht in München einen Platz für junge Schreibende zu schaffen. Drei Namen.… Continue Reading „112. Tristan“

111. Gedichtschwemme

Soviel (Gegenwarts-)Lyrik war nie bei den 99,977 % des Publikums, deren Lyrikkonsum mit Schulschluß aufhörte. Da ist schon wieder eins. Die taz bringt heute ein Grassgedicht zum Thema Urheberrecht. Als Ghostwriter fungierte der Berliner „Heimatdichter“ (taz) Uli Hannemann, und macht er seine Sache schlecht?… Continue Reading „111. Gedichtschwemme“

110. Gedichtroman

Das ganze Buch ist in Versen verfasst, es handelt sich tatsächlich um den Gedichtroman, den der Untertitel verspricht. So gut wie interpunktionslos dichtet sich Perros durch seine bisherige Vita – gerade einmal 41 Jahre alt war er, als er 1964 diese seine Memoiren verfasste.… Continue Reading „110. Gedichtroman“

109. Misik exklusiv auch in Günter-Grass-Versen

Und in Erwägung, dass wir politisch in der See der Belanglosigkeit treiben Wie einst Odysseus im Mittleren Meer Ist die Frage tatsächlich berechtigt ob nicht die Sprache der Alten In unsere Debatten brächte Kultur Der Dichter Grass jedenfalls Ihn wollen wir preisen Für seine… Continue Reading „109. Misik exklusiv auch in Günter-Grass-Versen“

108. Gedankenfreiheit

Im FAZ-Blog erzählt Marina Weisband die kuriose Geschichte des Liedes „Die Gedanken sind frei“

107. Stolterfoht, der Listige

Der Lyrikvortrag als Leistungsschau, oder anders: Die Lyrik als Betrieb ist das Thema von Stolterfohts „Radioessay“, wie der produzierende Südwestrundfunk das Stück keck klassifiziert. Stolterfoht, der Listige, nimmt die sportive Komponente des „Schauwettbewerb[s]“ beim Wort und prägt seinem „fiktiven Feature“ (Verlag) konsequent das Vokabular… Continue Reading „107. Stolterfoht, der Listige“

106. Auch leise Sensationen

Wer sicher ist in der Welt, schreibt keine Lyrik. Doch für die Wünschelrutengänger nach Wirklichkeit kann der Vers Intensität, also Sinn, also Erdung, bedeuten. Auf einmal schiesst eine banale Aussenwahrnehmung zusammen mit einer Empfindung: Irritation, Staunen, Erschrecken oder Einbruch von Schönheit, Glück. Solche Vorgänge… Continue Reading „106. Auch leise Sensationen“