Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Beim Festival der Worte gibts am 30.5. ein Performers Café, in dem einige der bekanntesten Dichter der kanadischen Stadt Moose Jaw auftreten werden. Die Mitchell Boys, ein reimendes Duo aus den beiden Cowboypoeten Ken und Slim Mitchell, tragen ihre Spielart südsaskatschewanischer Lyrik vor. Der… Continue Reading „80. Cowboy- und 9/11 Truth Poets“
Lyrik ist so eine Sache: sie verschwindet aus der Welt, ein seltener Gast, der nicht mehr eingeladen wird, zu geselligen Treff’s, zu Plauderstunden. Allenfalls in Liebesbriefen findet sich zaghaft Gereimtes: oft, um ein schüchtern Herz in Schwingungen zu versetzen, in pochendes Bangen und sehnsuchtsvolles… Continue Reading „79. Pochend“
Jack Hirschman (USA), John Unrau (Kanada), John Akpata (Kanada), Jacques Roubaud (Frankreich) und Thomas Kunst (Deutschland) bei einer Veranstaltung in Venedig am 5.3. 2011
Die schönste Entdeckung war für mich Hoprichs wundersame Fähigkeit, uns mit Brüchen in seinen Gedichten aus einer gerade eingenommenen bequemen Lesehaltung wieder aufzuschrecken. Immer wieder lockt er mit Geläufigem: „Nimmst du mich, so wie ich bin“, ja sogar „Der Mond ist aufgegangen“ und „Komm,… Continue Reading „77. Verstörend“
Kein Zweifel: «Europa anagrammiert / an Ego-Primärtrauma.» / Thomas Brunnschweiler, Neue Zürcher Zeitung 19.4. Etienne Klein / Jacques Perry-Salkow: Anagrammes renversantes ou Le sens caché du monde. Flammarion, Paris 2011. 112 S. Petra Nagenkögel: Anagramme. da die bäume, die sprache, ein schlaf. Otto-Müller-Verlag, Salzburg 2012. 87… Continue Reading „76. Europa anagrammiert“
Als nach dem Zweiten Weltkrieg Island in den Sog der amerikanischen Zivilisation und Moderne geriet und junge Autoren in der Folge die überlieferten Normen des Gedichts verabschiedeten und erst noch philosophisch wurden, stand die Insel unter Schock. Der Bauernführer Jónas frá Hriflu verurteilte ungebundene… Continue Reading „75. Islands Atomdichter“
Aus welchen Ingredienzien nur mag das Geheimnis des iranischen Kinos gemischt worden sein? Eine seiner faszinierendsten Komponenten, deren Wurzeln wohl in der spezifischen Poetik der persischen Lyrik liegen, mag sicher darin bestehen, dass dem iranischen Filmschaffen seit Jahrzehnten gelingt, wovon das Schweizer Kino seit… Continue Reading „74. Geheimnis“
Ein Wort aus der vorigen Meldung spült ein Scherzo aus der Vergangenheit hoch. Geschrieben nach arg verspäteter Lektüre der 1956er „Geheimrede“ Nikita Chrustschows in einer ins Land geschmuggelten französischen Ausgabe (auf Ostdeutsch erschien sie dann im Januar 1990): wenn die feinde des volks feinde… Continue Reading „73. Scherzo“
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