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Archiv für den Tag 8. März 2012

Im Netz seit 1.1.2001

34. Scanner dichtet mit

„Gegen herzschmerz hilft allein/rilke shake bei facke Ische in44: Nicht auf den ersten Schluck mundet dieser „rilke shake / mit amour&schoko pur*, den Angelica Freitas uns kredenzt – naturgesüßt durch einen Schuss Keats, dazu eine Prise Cantos von Ezra Pound als Geschmack sverstärker und ein „toast ä la blake4* zum Knabbern, das Ganze dekoriert mit den Blütenblättern von Gertru-de Steins „Rose ist eine Rose”.

Aus: FAZ 7.3. S. 28. – Auflösung des Anfangs:

(…) /rilke shake bei fackelschein”:

33. Gestorben

Gerrit Wustmann macht mich darauf aufmerksam, daß heute die große persische Autorin Simin Daneshvar (Daneschwar) gestorben ist. Die einzige mir bisher zugängliche Informationsquelle ist die englische Fassung des Wikipediaartikels, welche das Todesdatum enthält. Sie schrieb Romane und Kurzgeschichten und übersetzte westliche Prosa und Dramen. Sie gehört zu der Gruppe starker Frauen in der neueren Literatur ihres Landes.

Vgl.: «Ich» zu sagen, ziemt sich nicht. Frauen erobern ihren Platz in der iranischen Literatur. NZZ 15.11. 2003

32. Zapfenstreich-Ode

„Ode an die Freude“

Malträtiert von einer Bürokratenvereinigung namens Europäische Union, missbraucht für unzählige Werbespots, zweckentfremdet zur Eröffnung von Olympischen Spielen, Gartenfesten und Friseursalons, ist das Finale von Beethovens 9. Sinfonie samt der Verse von Schiller zu einem Gassenhauer verkommen  …

Und doch gehört dieses Stück voller Zuversicht, Tatendrang und Sinnesfreude zum Besten, was die deutschsprachige Lyrik jemals hervorgebracht hat. Pathetisch gewiss, aber glaubwürdig und deshalb ergreifend. Es geht um Aufbruch, um Revolution, um ein rätselhaftes Elysium.

Was aber hat das mit Wulff zu tun? Will er uns damit ein fröhlich-trotziges „Leckt mich am Arsch“ entgegenschleudern? Geht es ihm, wie seine letzten Fans aus dem Duisburger Moscheeverein vermuten könnten, um das Motiv der Verbrüderung? Oder, wie mäßig begabte Kabarettisten nun kalauern werden, um das Umschlingen der Millionen? Spielt „eines Freundes Freund“ auf Carsten Maschmeyer an? / Deniz Yüzel, taz

31. Kabylischer Dichter und Radiomacher gestorben

Der kabylische Radiomacher und Dichter Mohamed Benhanafi starb im Alter von 85 Jahren. Kabyle.com schreibt:

Die große Stimme des kabylischen Radio Mohamed Benhanafi verabschiedet sich und folgt unseren großen von uns gegangenen Künstlern. Das ist ein großer Verlust für unsere Kultur – noch einmal gesagt, unsere Bibliothek verliert tagtäglich Schatzkammern, die unsere Sprache bewahren konnten trotz Zensur und der Tiefschläge jener, die das Medienmonopol innehaben.

Mohamed Benhanafi, eigentlich Aït Tahar Mohamed, wurde 1927 im Dorf At-Sidi-Atmane geboren. Im Unabhängigkeitskrieg wirkte er als Kommisar in der Stadt Tiaret. Nach der Unabhängigkeit begann seine Rundfunkkarriere. Er schuf zahlreiche Sendungen. Mohamed Benhanafi ist auch ein bedeutender Dichter. Viele große Künstler sangen seine Texte. Er starb am 4.3.

30. Heinar Kipphardts 90.

Kipphardts Stück konnte ein Erfolg werden in jener vorübergehenden Phase der – nach dem 17. Juni 1953 – gelockerten kulturpolitischen Zügel. Kipphardt setzte Alfred Matusche durch, sehr nahe stand er Peter Hacks; aber als er freilich Ilf und Petrows »12 Stühle« modern bearbeitete, blieb ihm die Bühne versagt: Themen wie die ständige Furcht der Funktionäre vor Konspiration und die Furcht anderer vor Verfolgung und Verhaftung überspannten den Bogen dessen, was die SED unter Satire verstand. 1959 ging Kipphardt, in Atemnot geraten unterm Druck der Dogmatiker, zurück in den Westen. »Die Bänder des Kehlkopfs gefrieren/ im Luftzug der Proklamationen« heißt es schon in einem Gedicht von 1949. / Hans-Dieter Schütt, ND 8.3.

29. Neuropolitik Teil V: Das große STAUNEN ist das eine, das große FLUCHEN das andere!

G&GN-INSTITUT DÜSSELDORF 7.3.2012 / Wem die mystischen “Best of” von Tom de Toys gefallen, könnte jetzt einen kleinen Schock bekommen, wenn er die frisch online publizierte Ergänzung dazu liest: “D’DORF HELAAF” heißt das neue PDF-Machwerk zum kostenlosen Download und verspricht im Untertitel 13 Gedichte “zum Mond anheulen” aus den Jahren 1993 bis 2012. Darin finden sich “sorgfältig ausgewählte” Langgedichte von De Toys und seinen beiden Mitarbeitern Ärwin Ängstirn & Bruno Brachland, die man teilweise bereits aus anderen Bezügen kennt – und die alles andere als mystisch, esoterisch oder sonstwie beruhigend wirken… So wurde das “Wutgedicht” ÜBER-B-WERTUNG zum Beispiel von stan lafleur in den Akten der ehemaligen Rheinischen Brigade veröffentlicht und ÜBERSCHREI vom Tacheles-Künstler Tim Roelofs in seine Pariser Rauminstallation integriert. Den Auftakt macht das legendäre SocialBeat-inspirierte Poem INFLATION, das leider nur bruchstückhaft im Kultbuch “Von Acid nach Adlon und zurück” (Johannes Ullmaier, Ventil Verlag 2001, Neuauflage geplant!) vertreten ist, dafür aber als hochwertige Hörversion im G&GN-Institut heruntergeladen werden kann (unter www.NEURODADA.de). Krönendes Schlusslicht, oder sollte man besser “Schlußßlicht” sagen, da es im ganzen PDF vor lauter verbotenen scharfen ß nur so wimmelt, macht das topaktuelle Gedicht ÜBERHO(H)LUNG (PLERomACRON Teil 3), das bereits in der Lyrikzeitung in einem Kommentarfeld seine Erstveröffentlichung erfuhr!

KOSTENLOSER DOWNLOAD ALS PDF BEIM G&GN-INSTITUT @ www.HELAAF.de =
http://poemie.jimdo.com/fotos-bilder/definitiv-ddorf/sommerloch-3/

[oder hier: DDORF HELAAF 13 Gedichte 1993-2012 Poemie-Edition 7.3.12]

PINGPONG: 13.9.2010: 62. Neuropolitik Teil IV & EEE-Teil 8 =
http://lyrikzeitung.com/2010/09/13/62-neuropolitik-teil-iv-eee-teil-8-taugt-das-grose-staunen-als-lebensphilosophie-fur-das-23-jahrhundert/

28. Bleiben & Gehen, Hello and Goodbye

Willkommen und Abschied, Ankommen und Abfahren,
Bleiben & Gehen, Hello and Goodbye

Lyrikwettbewerb für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahre aus Leipzig und den fünf Umgebungsstädten Markkleeberg, Markranstädt, Taucha, Schkeuditz und Zwenkau

Was haltet ihr von Mobilität?

Wie mobil müsst ihr heute schon sein? Wie mobil wollt ihr später mal sein? Wie verkraftet ihr die Trennung von liebgewordenen Gewohnheiten? Wie erlebt ihr Mobilität, als Kinder und Heran­wachsende bei euren Eltern? Wie erlebt ihr Unrast und Hektik? Habt ihr Angst vor Verlusten, wenn ihr als Jugendliche euer Elternhaus, eure Freunde, eure Umgebung verlassen müsst? Leidet die erste (oder zweite) Liebe darunter?

Schreibt es auf, findet Verse dafür.

Mit Fahrrädern, Bussen und Bahnen steuert ihr bereits heute eure Mittel- und Ganztags­schulen oder Gymnasien an. Später wird der Radius durch den Standort eurer Ausbildungs­stätte vermutlich noch erweitert. Manche von euch werden auch das Schüleraustausch­programm wahrnehmen oder gar den Unterricht in anderen Ländern fortsetzen.

Versucht, für eure Gedanken und Gefühle die passenden Worte zu finden.

Anregungen geben viele Dichter, googelt sie oder seht bei Goethe nach, lest dessen Gedicht „Willkomm(en) und Abschied“. Lasst euch von Bertolt Brechts Kurzgedicht „Radwechsel“,  inspirieren, in dem es heißt: „Ich bin nicht gern, wo ich herkomme. / Ich bin nicht gern, wo ich hinfahre. / Warum sehe ich den Radwechsel / mit Ungeduld?“ Geht in die Bibliothek, fragt auch nach Büchern zeitgenössischer Dichterinnen und Dichter. Kramt in Antiquariaten und Buchhand­lungen nach Lyrik und holt euch Anregungen.

Wir freuen uns auf eure Gedichte, auf neue Verse und eigene Töne.

Habt Mut, sucht eure eigene Form.

 

In beiden Kategorien (14 bis 16 Jahre sowie 16 plus) werden jeweils drei Hauptpreise vergeben.

Für jede Kategorie stiftet die Sparkasse Leipzig 500 € als 1. Preis. Die BMW Niederlassung Leipzig stiftet einen Gruppenpreis für die Schule, deren Schüler sich mehrheitlich beteiligt haben. Die besten 30 Texte werden im „Poesiealbum neu“ veröffentlicht und beim Lesefest 2012 vorgestellt. Einsendeschluss ist der 30. April 2012 (Poststempel)

Unsere Teilnahmebedingungen für dich:

-       Du bist mindestens 14 Jahre alt und Schülerin bzw. Schüler.

-       Sende im Zeitraum 1. Oktober 2011 – 30. April 2012  bis zu drei Gedichte ein; es steht dir frei, ob du diese gesammelt oder einzeln einsendest.

-       Jede Einsendung bitte mit deinem Namen, Geburtsdatum, deiner Anschrift und deiner Schule und Klassenstufe  versehen,  gib uns für Rückfrage bitte deine E-Mail-Adresse an.

Bitte kopiere jedes deiner Gedichte sechsmal.

-       Leg deinem Beitrag bitte ein kurzes Schreiben bei, in dem du versicherst, dass du das Gedicht verfasst hast und für diesen Wettbewerb mit der Veröffentlichung einverstanden bist. (Die Autorenrechte bleiben bei dir.)

Deine Unterlagen sendest du bitte an:
Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

Kennwort: Schülerwettbewerb

Gerichtsweg 28
04103 Leipzig

 

Weitere Informationen über:
www.lyrikgesellschaft.de

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