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Man kann sich die Begegnung dieser beiden Dichterschamanen als ein lichterlohes Feuerwerk der Synapsen vorstellen: Mit dem im letzten Jahr überraschend verstorbenen Frankfurter Publizisten, Poeten, 68er Aktivisten und Imam Hadayatullah Hübsch und dem Schweizer Ira-Cohen-Übersetzer und Herausgeber unzähliger Underground-Lyrikbände, Florian Vetsch, scheinen tatsächlich zwei… Continue Reading „88. Zwei Dichterschamanen“
In den ersten Jahren dieses Jahrhunderts sind in Österreich zwei Dichter gestorben, von denen man erwartet und gewünscht hätte, dass sie ihr Werk, das sich in den jeweiligen Konturen allerdings längst erkennen liess, noch um den einen oder anderen Aspekt bereichern. Die Rede ist… Continue Reading „87. Überraschende Textgebilde“
Aus ihren jüngsten Gedichtbüchern hat die 1942 geborene ungarisch-slowakische Dichterin Mila Haugová eine grosszügige Auswahl kompiliert, die nun, von ihr und der Slawistin Anja Utler gemeinsam übersetzt, in einer zweisprachigen Edition vorliegt. Unter dem ebenso schlichten wie enigmatischen Titel «Schlaflied wilder Tiere» – Wildtiere,… Continue Reading „86. Schlaflied wilder Tiere“
Der Lyrikpreis „Petre Stoica”, der seit 2011 alljährlich von der Kulturstiftung Pax 21 und der Temeswarer Zweigstelle des Rumänischen Schriftstellerverbands an einen repräsentativen Banater Lyriker für sein Wirken und Gesamtwerk vergeben wird, geht heuer an den Schriftsteller Dorin Tudoran. … Dieser wertvollste Banater Literaturpreis… Continue Reading „85. Lyrikpreis „Petre Stoica”“
Reinecke setzt die verdienstvolle Arbeit Stefan Sienerths fort, der schon 1983 mit großem persönlichem Risiko in Bukarest den ersten Gedichtband Georg Hoprichs „Gedichte“ herausgebracht hat. Sienerth gelang es trotz schwieriger Umstände ein erstaunlich komplexes Bild des Dichters entstehen zu lassen. Hier knüpft Reinecke an… Continue Reading „84. Hoprichs Methode des literarischen „Risses““
Den Gedichten sieht man den Feinschliff an. Sie machen einem den Einstieg mitunter nicht leicht. Wenn man zu schnell liest, dann holpern die Verse, dann ist da kein Ton und kein Rhythmus, bis man etwas auffängt – ein Bild, eine Formulierung – an dem… Continue Reading „83. Fasernackte Verse“
Die Gemüter haben sich inzwischen beruhigt, aber der Mythos ist derselbe geblieben: Schottland wurde jahrhundertelang von den Engländern niedergehalten, Schottland wäre frei unter einem unabhängigen Parlament in Holyrood (in Anbetracht der feudalistischen Geschichte des Orts eine eher ironisch anmutende Wahl), und der urdemokratische Geist… Continue Reading „82. Schottlands schöne Lügen“
Valéry schreibt in seltsamen Zirkelbewegungen, immer wieder werden, gerade in der Frühphase, bereits veröffentlichte Bücher umformuliert, erweitert und neu herausgegeben, auch die Gedichte erfahren eine Art ständige Revision, über Jahre. Entsprechend bleibt das Werk in seinem Umfang zunächst überschaubar. Den Startschuss für die genuin… Continue Reading „81. Valérys Zirkelbewegung“
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