Tag: 26. November 2011

111. Zwischen Rußland und Deutschland

Kaum zufällig beginnt der Band mit einem Kapitel, das einen treffenden Titel trägt und so etwas wie eine Mini-Autobiografie, mithin auch eine Mini-Poetik Scherstjanois präsentiert: «Liebes Deutschland, ich lebe seit 30 Jahren in dir, mit dir. […] Ich hätte früher nie daran gedacht, dass… Continue Reading „111. Zwischen Rußland und Deutschland“

110. Poetik der Wunde

[…] Unter dieser Voraussetzung kann demnach verständlich(er) werden, welches Ausmaß an Überschreitung (und damit an Verletzung) für die Dichtung Celans konstitutiv ist. Es ist – das kann vorwegnehmend gesagt werden – so gewaltig, dass mit ihm eine Veränderung des Welt-Verhältnisses vorliegt. Ein Welt-Verhältnis, das… Continue Reading „110. Poetik der Wunde“

109. Kapitalrealismus

Mitte der 90er Jahre streifte Andri Snær Magnason, so erzählt er es selbst, einmal durch einen Supermarkt der Kette „Bónus“ in Reykjavik. „Ich empfand eine gewisse Leere. Der Laden war voller Buchstaben und Botschaften, aber es gab keine Geschichten, keine Gedichte.“ Magnason ging zum… Continue Reading „109. Kapitalrealismus“