Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ein Glück, dass die ägyptische Revolution auch die Literatur der Moderne hinweggefegt hat. Die neuen Autoren wollen vor allem leicht und geerdet sein meint Hamdy Abou Golayyel im Freitag: Tatsächlich äußerte sich die oppositionelle Haltung der Moderne gegenüber den totalitären Regimes nie als Widerspruch, sondern… Continue Reading „83. Revolution gegen Moderne“
scheiß angst vor der eigenen wut, scheiß wut auf die eigene angst. scheiß liebe zu beidem. scheiß wissen, worauf es bezogen sein könnte. / scheiße was wir geworden sind. scheiß kifferei und scheiß bier und scheiß schwangerschaften, scheiß stammtische-strammtische, selbst noch scheiß waldspaziergang.… Continue Reading „82. Scheiß Kunst“
Mehr konnte ich leider nicht finden – aber die Information ist ja da: kunstpreis literatur von lotto brandenburg an daniela seel für „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“, 15.9., preisverleihung in potsdam. mit laudatio und lesung. 19.00 h, haus der brandenburgisch-preußischen geschichte, kutschstall, am… Continue Reading „81. Preis für Seel*“
Bedeutet der Name des höchsten afrikanischen Berges, des «Kilimandscharo», nach dem wahrhaft ironischen Understatement des Kiswahili, der am meisten gesprochenen Sprache in Ostafrika, «kleiner Hügel von Njaro»? Oder empfiehlt es sich, seine Spitze – als «den höchsten Punkt afrikanischer und deutscher Erde» – die… Continue Reading „80. Unter- und übertreibend“
Den musikalisch dahinströmenden Versen im Zyklus «Sehnarben» stellt sich etwa der herbere, sprödere Modus von «Wintersaat» entgegen. In den «Briefgedichten» entwirft die Autorin sensible, aufmerksame Porträts von Wegbegleiterinnen und Freundinnen, wobei sie die eigene Existenz in jener der dargestellten Frauen spiegeln lässt, um selbstkritisch… Continue Reading „79. Sehnarben“
Erst anderthalb Jahre zuvor war sie aus London nicht etwa nach Polen oder Russland gezogen, in Länder, deren Sprachen sie beherrscht, wie ihre mehrfach ausgezeichneten Übersetzungen, unter anderem von Olga Tokarczuk, Hanna Krall und Svetlana Vasilenko, zeigen. Nein, Kinsky zog nach Budapest, ohne Ungarisch… Continue Reading „78. Banatsko“
Der Junge aus dem Bürgerhaus im Südwesten Berlins ist an Lebensenergie, Neugier und Entdeckerfreude kaum zu übertreffen. Und Ende der Sechziger bietet die Halbstadt jede Menge Schlupfwinkel, in denen Heranwachsende sich ohne Hilfe von außen erwachsen geben können. Hubert schreibt Gedichte und liest sie… Continue Reading „77. Hubert Skolud (1950-2011)“
The Pope’s Penis It hangs deep in his robes, a delicate clapper at the center of a bell. It moves when he moves, a ghostly fish in a halo of silver seaweed, the hair swaying in the dark and the heat — and at… Continue Reading „76. Meine Anthologie 75: Sharon Olds, The Pope´s Penis“
Der Band «Ich habe keine Feinde, ich kenne keinen Hass» versammelt Texte zu ganz unterschiedlichen Themen, die aber alle das moralische Totalversagen der chinesischen KP illustrieren. Auch wenn Lius Thesen nichts bahnbrechend Neues bringen, so überzeugen sie doch durch ihr reflexives Niveau. In ihnen… Continue Reading „75. Keine Feinde“
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