Tag: 6. September 2011

28. Zwei Dresdner in concert

Es sind wohl auch Fragen von Haltung, hellwachem Geist und einer besonderen Art von Widerspenstigkeit, die Braun und Sommer in eine künstlerische Verwandtschaft rücken. Höchste Zeit also, dass sie sich mal aufeinander einlassen sollten! Ausgerechnet zur Bardinale, dem nun zum 10. Mal ausgerichteten Treffen… Continue Reading „28. Zwei Dresdner in concert“

27. Aufwartungen im Gehäus

Nach fast fünfzehn Jahren der planvollen Abwesenheit meldet sich Ulrich Zieger mit seinen „Aufwar­tungen im Gehäus“ zurück. Und seine Beschwö­rung einer bibli­schen Urszene, die in der lyrischen Adres­sierung „an den Vater von Sem“ anklingt, nimmt ein Motiv aus „Große beruhigte Körper“ wieder auf. Dort… Continue Reading „27. Aufwartungen im Gehäus“

26. Gernhardt-Preis für Gsella und Göritz

Komisch ist die Lyrik von Thomas Gsella (53), auch wenn die Pointen des ehemaligen Chefredakteurs des Satiremagazins „Titanic“ manchmal dafür sorgen, dass das anfangs laute Lachen schnell leiser wird, wenn der Leser sich dabei ertappt, dass er sich über politisch Unkorrektes freut. … [Er… Continue Reading „26. Gernhardt-Preis für Gsella und Göritz“

25. Landsberger Poesieautomat

Im Marbacher Literaturmuseum der Moderne (LiMo) entsteht große Lyrik auf Knopfdruck. In der hohen Eingangshalle wird der Gast von einer großen Anzeigetafel empfangen, die der eines Flughafens nicht unähnlich ist. Doch statt profane Abflugzeiten anzuzeigen, spuckt die schwarze Tafel Gedichte im Akkord aus. Es… Continue Reading „25. Landsberger Poesieautomat“

24. Michael Lentz über Scherstjanoi

Die Vergangenheit hat Begriffe und Namen: russischer Futurismus, Saum’-Sprache; David Burljuk, Welimir Chlebnikow, Alexej Krutschonych, Wladimir Majakowski und – für die jüngste Vergangenheit – Carlfriedrich Claus, den Scherstjanoi 1982 kennenlernte. Ohne die Freundschaft mit Scherstjanoi wäre Claus’ künstlerische Rezeption des russischen (Kubo-)Futurismus auf der… Continue Reading „24. Michael Lentz über Scherstjanoi“

23. Das Sa-umnische als sozialer Dialekt der russischen Futuristen

Von Kai Pohl, junge Welt 6.9. Der soziale Dialekt Sa-um war die Ausrufung einer neuen Sprachpraxis. Nicht die Bedeutung der Worte, allein ihr Lautbild, der Klang zählte: »Ausdruck von Begeisterung!«, »Rebellion, Gewitter, Wirbel, Kampf, Skandal, Brand …« – »Die Gedichte sollen nicht den Frauen… Continue Reading „23. Das Sa-umnische als sozialer Dialekt der russischen Futuristen“