Tag: 26. Mai 2011

114. Frutos, Sendler, Hernández

Der zweithöchste Lyrikpreis Spaniens ging in diesem Jahr an einen Gedichtband, der vergessene Heldinnen wie Irena Sendler feiert. Sendler rettete 2500 jüdische Kinder, indem sie sie aus dem Warschauer Ghetto herausschmuggelte. Im Jahr 2007, ein Jahr vor ihrem Tod, war sie für den Nobelpreis… Continue Reading „114. Frutos, Sendler, Hernández“

113. Lyrische Provinz

Es sei zu befürchten, dass Baden-Württemberg durch den grün-roten Politikstil ‚vom Global Player zur Provinzregion wird‘. Sagen die Politiker einer Partei, die das Ländle nicht mehr regieren darf. Irgendwie muß es mit Lyrik zu tun haben. Haben die einen Lyriker gewählt? Für mich sieht er nicht… Continue Reading „113. Lyrische Provinz“

112. Robert Marceau gestorben

Am 15.5. starb der Dichter und Romancier Robert Marceau bei Anbruch seines 86. Geburtstags. 2005 wurde er mit dem Großen Preis für Poesie der Académie Française ausgezeichnet und im vergangenen Dezember mit dem Mallarmépreis für seinen letzten Gedichtband Le Temps ordinaire (éd. Champ Vallon, 2009), der ein… Continue Reading „112. Robert Marceau gestorben“

111. Keine Fehlleistung

Warum aber liest kaum noch jemand Gedichte? Sind sie, weil jeder Werbespruch mittlerweile Poesie und selbst das Wort „Viagra“ eine lyrische Äußerung ist, wie Schrott behauptete, überflüssig geworden? Scobel erklärte das Phänomen zweigleisig: Erstens sei die Sprache der Wissenschaft mächtiger, weil ökonomisch verwertbar. Zweitens… Continue Reading „111. Keine Fehlleistung“

110. Bachmanns Seifenoper

Die Werkgeschichte der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926–1973) muss nicht neu geschrieben werden, weil die Österreicherin selbst dazu den vielleicht skurrilsten Beitrag schon geliefert hat: mit ihrer Serie der „Radiofamilie“ zu Beginn der 50er Jahre. Und diese wöchentlich gesendeten Familienstorys waren nichts anderes als triviale… Continue Reading „110. Bachmanns Seifenoper“