Monat: Mai 2011

134. Lyrikpreis München 2011

Am 27. Mai 2011 benannte die Abendjury drei Kandidatinnen für das Finale des Lyrikpreises München Marie T. Martin, Köln Sandra Trojan, Leipzig Janin Wölke, Berlin Die Juroren am 27. Mai 2011: Eva-Elisabeth Fischer, Redakteurin SZ Prof. Rolf Grimminger, Germanist Dr. Ludwig Steinherr, Lyriker, Lehrbeauftragter… Continue Reading „134. Lyrikpreis München 2011“

133. Experiment und Existenz

Hier seien „alle wichtigen Stimmen des lyrischen Experiments in der Gegenwartsliteratur“ versammelt, renommierte das Frankfurter Lyrikfestival. Es waren ja tatsächlich sehr schätzenswerte Autoren vertreten, aber „alle“? Das verbuche ich unter „Westdeutsch for you“, Abteilung „Alles über…“: wonach die nächstbeste Zeitschrift 15 Seiten mit großformatigen… Continue Reading „133. Experiment und Existenz“

132. Sein erstes Gedicht. Guntram Vesper zum 70.

Geboren am 28. Mai 1941 in Frohburg in Sachsen, wuchs Vesper in die politischen Verwerfungen der frühen DDR hinein. Einen in krakeliger Schrift geschriebenen Kalendereintrag vom 17. Juni 1953 bezeichnete er später als sein ‚erstes Gedicht‘, ‚Sätze, deren Anfang und Ende ich suchen musste‘:… Continue Reading „132. Sein erstes Gedicht. Guntram Vesper zum 70.“

131. Hölderlins Hauptwort

In Uwe Kolbes Essayband auch ein … Brief an eine Eberswalder Schülergruppe, die sein Gedicht ‚Der Glückliche‘ gelesen hat und fragt, was es mit dem in Vers 10 erwähnten ‚Hauptwort Hölderlins‘ auf sich habe. Der Dichter antwortet: Es ist ‚das kleine Wort ,Aber“. Er… Continue Reading „131. Hölderlins Hauptwort“

130. Nobelpreis für Dylan?

Um Dylan als das auszuzeichnen, was er ist, müsste die Schwedische Akademie nicht die sperrangelweite Tür noch einmal einrennen, die früher mal zwischen ‚Hochkultur‘ und ‚populärer Kultur‘ geschlossen war. Sie müsste sich auch nicht eine Liste von Zitaten von T.S. Eliot oder Robert Burns… Continue Reading „130. Nobelpreis für Dylan?“

129. Gestorben

Der Lyriker, Dramatiker und Übersetzer Edwin Honig starb nach langer Krankheit im Alter von 91 Jahren. Seiner Großmutter, die kaum Englisch, aber Spanisch, Arabisch und Jiddisch sprach, verdankte er sein lebenslanges Interesse am Spanischen und Portugiesischen. 1944 übersetzte er den einige Jahre vorher von… Continue Reading „129. Gestorben“

128. Sagenhaftes Island

Sehr zur Kümmernis der Isländer hatte Dänemark, das lange die Oberhoheit über die Insel besaß, viele Handschriften in seine Museen entführt. Erst 1971 wurden sie an den isländischen Staat zurückgegeben, die Heimkehr geriet zum Volksfest: „Wir standen an den Straßen mit der Nationalflagge in… Continue Reading „128. Sagenhaftes Island“

127. Freiheit und Demokratie für das syrische Volk

Aufruf deutschsprachiger Autorinnen, Autoren und Kulturschaffender Friedliche Demonstranten, die sich für Freiheit und Demokratie einsetzen, werden in Syrien von einem verbrecherischen Regime verhaftet, gefoltert oder auf der Straße ermordet. Seit Wochen werden die Städte Daraa, Banias, Homs u.a. von der Außenwelt abgeschnitten und belagert.… Continue Reading „127. Freiheit und Demokratie für das syrische Volk“

126. Neue Lyrik 1962-1965

Goethe schrieb eine Rezension der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“, in der er zu den über 200 Gedichten des Bandes „das unterhaltende Geschäft [übernahm], sie alle der Reihe nach, so wie es uns der Augenblick eingibt, zu charakterisieren“. Da heißt es „Lieblich konfus und deshalb Phantasie… Continue Reading „126. Neue Lyrik 1962-1965“

125. Gestorben

Die Musikwelt trauert um den Dichter und Musiker Gil Scott-Heron, der im Alter von 62 Jahren in einem Krankenhaus in New York starb. Sein Album The Revolution Will Not Be Televised (1974) bahnte der Rap- und Hip-Hop-Kultur den Weg. / The Guardian Scott-Heron nahm in den… Continue Reading „125. Gestorben“

124. Katalanische Lyrikreihe

Teresa Pascuals Gedicht „Frag mich warum“, das der Mutter gewidmet ist, spricht von einem Erbe „aus einer Epoche der Angst, des Krieges und unmöglicher Fragen“ und erinnert damit an den versuchten Genozid an den Katalanen unter Franco. Das einstige Verbot des öffentlichen Gebrauchs katalanischer… Continue Reading „124. Katalanische Lyrikreihe“

123. Dichten für Kinder

Lyrik ist ein Schwerpunkt der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken, zu der Autoren wie Arne Rautenberg anreisen – Poet, Bildkünstler, Journalist und Lehrbeauftragter an der Kieler Muthesius-Kunsthochschule. Sein Buch „der wind lässt tausend hütchen fliegen“  evoziert ungewöhnliche Bilder, die die Lust am Wort… Continue Reading „123. Dichten für Kinder“

122. Botswanischer Dichter gestorben

Malikongwa wartete nie darauf, daß jemand von außen kommt und sein Werk würdigt. Er war Pionier im Kampf gegen Ignoranz, Analphabetismus, „literary poverty, non-history and non-being“ – literarische Armut, Geschichtslosigkeit und Nicht-Existenz. Er war ein Fußsoldat im Krieg gegen die Hegemonie der Tswana-Kultur gegen… Continue Reading „122. Botswanischer Dichter gestorben“

121. Dichterliebe/Pierrot lunaire

„Habe Vorwort gelesen, Gedichte angeschaut, bin begeistert. Glänzende Idee, ganz in meinem Sinn. Würde das auch ohne Honorar machen wollen“, das notierte Arnold Schönberg 1912 in sein Tagebuch. Die Schauspielerin Albertine Zehme, die besonders für ihre Textrezitation zu Musik bekannt war, hatte ihn gebeten,… Continue Reading „121. Dichterliebe/Pierrot lunaire“

120. Wörterrennen

Was eine Stampede ist, kann man in vielen Westernfilmen sehen: Eine Rinder- oder Büffelherde gerät in Panik und stiebt in wilder Flucht davon. Der munterste Teil des Bandes, listig mit „fuchsia“ (die Füchsin, die Fuchsie) überschrieben, bietet urbane Stampede-Gedichte. Ein fulminantes Wörterrennen hebt da… Continue Reading „120. Wörterrennen“