Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Eine Meldung, die ich nicht unkommentiert durchlassen mag, und es im kurzen Jahrrest nicht mehr schaffe: der Deutschlandfunk stellt den Lyrikkalender ein. Das ist für sich traurig, aber sie tuns auch noch mit der dümmsten aller Begründungen. Nach 5 Jahren und 1800 Gedichten müsse… Continue Reading „116. und letztens 2010: No comment“
Heute wird der Dichter Rolf Haufs 75 Jahre alt und schenkt uns zum Geburtstag eine „Tanzstunde auf See“. … Er hält bis heute seine Gedichte frei von Effekten, Pointen und, zumal, von Botschaften und Meinungen. Seine Gedichte, auch und gerade die neuen „Tanzstunde auf See“… Continue Reading „115. Sandburg / Auf Katzenfüßen“
Ein Berliner Fachblatt berichtet unter der Überschrift „LOVE-NEWS GEDICHTE ÜBER NUTTEN ++ OHNE RAT VON OMA ++ FRAUEN WOLLEN’S ÖFTER“: Der Berliner Autor Peter Wiese hat einen Lyrik-Roman geschrieben, in dem er aus dem Leben von Prostituierten erzählt. Schwermütige Geschichten in lockeren Versen. „Die… Continue Reading „114. Locker“
Der Lyriker Wulf Kirsten fühlte sich schon früh vom schwäbischen Parnass angezogen. Er durfte bereits zu DDR-Zeiten aus Weimar an den Neckar reisen, um dort über Hölderlin zu forschen. Den damaligen Bibliotheksleiter Paul Raabe habe er sehr geschätzt, erinnert sich Kirsten, und schon damals… Continue Reading „113. Vorlaß“
Noch ein Zitat aus dem Artikel aus Stuttgart, #112: „Weißt du“, sagt Nikita, „im Slam hat der Pöbel die Macht, und seine Entscheidungen sind nun mal dumm und ungerecht. Manchmal gewinnt einer nur, weil er richtig angezogen ist.“ / Stuttgarter Nachrichten
Das ist wohl der Traum eines jeden unbekannten Poeten: Die eigenen Verse mal von einer allseits bekannten Stimme gesprochen zu hören. Von einer Stimme, die man auch noch blind erkennt. Diesen Traum hat sich der hallesche Dichter Marschel Schöne gerade erfüllt. Dem 34-Jährigen ist… Continue Reading „111. Stimme“
Nur ein Wort: „Jeder fungierte für die anderen als Lyrik-Polizei“, erinnert sich Ben Harper an die Sessions, die Anfang des Jahres stattfanden. / Hamburger Morgenpost
In seinem angestammten Haus in der im damaligen Vatikanstaat gelegenen Stadt Recanti, hoch über der Adria, schrieb der italienische Dichter Giacomo Leopardi, der größte, den sein Land nach Dante hervorgebracht hat, etwas, das sich jeder Lyrikleser einprägen sollte: „Alles seit Homer ist besser geworden, nur nicht… Continue Reading „109. Nur nicht die Poesie“
„Die meisten unserer Mitglieder befassen sich mit ernsten Themen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Martin von Arndt aus Markgröningen im Kreis Ludwigsburg. Das ist die baden-württembergische Besonderheit im Unterschied zu den anderen Regionalverbänden des Schriftstellerverbands. Der Schwabe ist wohl ein ernster Mensch, und seine prominentesten… Continue Reading „108. Ernste Themen, hartes Brot“
Als Charles Olson 1966 von seinem Übersetzer Klaus Reichert im Literarischen Colloquium Berlin vorgestellt wurde, war dies bereits der zweite Versuch einer deutschen Eingemeindung. 15 Jahre vorher hatte nämlich der junge Freiburger Rainer Maria Gerhardt mit dem Amerikaner einen kleinen Briefwechsel unterhalten. Es ging… Continue Reading „107. Projektiver Vers“
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …« Wie stand es damit bei den ersten zehn Jahren des neuen Jahrhunderts? Auch da fehlte es an Zauber nicht. Geblieben ist wenig. Worüber wir uns mehr wundern und sorgen als Hermann Hesse. Aus dessen Gedicht »Stufen«… Continue Reading „106. Gesunde!“
An Kurt Schwitters „lch frage nach Anna Blume“ Anna Blume du, Dichterin, deren Zähne schwarz geworden sind von den Geheimnissen der Wörter… Schlamm, der den Saum der Schlafröcke beschmutzte… Glieder, die am Konfetti der Liebe hängen. Anne Blume geht gemächlich auf dem Speichel… Continue Reading „105. Meine Anthologie 67: Aqil ´Ali, An Kurt Schwitters“
Sabina Kienlechner skizziert in „Sinn und Form“ zunächst die Geschichte der „Aktionsgruppe Banat“, die sich 1972 als widerständiger Dichterkreis formiert hatte, um den Hofdichtern des Ceausescu-Regimes und den Heimatkitsch-Autoren im Banat und Siebenbürgen eine Poetik der radikalen Moderne entgegenzusetzen. Als spiritus rector dieser damals… Continue Reading „104. Doppelagenten“
Auch in diesem Jahr veröffentlicht Theo Breuer einen seiner umfang-, kenntnis- und façettenreichen Überblicksessays über sein Lese-Jahr. (Poetenladen). 3 Auszüge: 1 … indem ich in der Antwort Friederike Mayröckers Gedichtbuch dieses Jäckchen (nämlich) des Vogel Greif benannte, das alle anderen Lyrikbücher des guten Jahrgangs 2009… Continue Reading „103. Breuers Lese-Jahr 2010“
„Nächtliches Schreiben führt in Lyrik-Bibel“, titelt die Lokalseite Lengerich, Kreis Steinfurt, der Münsterländischen Volkszeitung: Diese „Liebe“ wird wohl die Zeiten überdauern. [N.N.] hat gewollt, dass es jeder erfährt. Insgeheim hat die 23-Jährige befürchtet, dass ihre „Liebe“ nicht gut genug ist. Doch die Fachwelt hat… Continue Reading „102. „Lyrik-Bibel““
Neueste Kommentare