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Ein „Fest für Ernst Jandl“ hatte Jutta Skokan, die Intendantin der Festwochen Gmunden, versprochen, und ein Fest ist es geworden. Vier Tage währten die „Feierlichkeiten“, klug und abwechslungsreich zusammengesetzt aus Vorträgen, Lesungen, Gesprächen, Performances, Ton- und Bilddokumenten. … In der Nacht zum 1. August… Continue Reading „20. Fest für Jandl“
«Um zu bleiben / braucht man hier / (. . .) / zwei schatten / für eine sonne.» Solche Doppelungen und Spaltungen gehören zur Grundbefindlichkeit des Exilierten, und das Gedicht, dem die Zeilen entnommen sind, wirft denn auch selbst sozusagen einen doppelten Schatten: Es… Continue Reading „19. Zwei Schatten“
„Im sonnigen Glanz, bei des Mondlichtes Schein / Die Stadt ist ein lebend Gedicht / Auf dunkler Flut fahren Schiffe darein; / Venedig ist schöner nicht“, schwärmte der Dichter und Journalist Albert Wiek 1915 über Danzig. Auch Joseph von Eichendorff beschwor schon 1842 den… Continue Reading „18. Venedig ist schöner nicht“
Balestrini, Initiator der Lyrikergruppe ‚I Novissimi‘, lustvoller und lautstarker Wortführer der italienischen Neoavantgarde, die mit den bürgerlichen Vorstellungen eines Subjektes kurzen Prozess machte, richtete sich bewusst gegen all“ die Langweiler, die eine Handlung erwarteten und ein wieder erkennbares Personal. Ein erzählendes Ich, was für… Continue Reading „17. I Novissimi“
Nietzsche ist eine der beiden Portalfiguren, die der Dichter Wulf Kirsten an den Beginn seiner großen Anthologie zur deutschen Lyrik zwischen 1880 und 1945 gestellt hat. Und ohne Zweifel wird hier ein neuer Ton angeschlagen. Aber das Instrument ist die in der klassischen Literatur… Continue Reading „16. Nietzsche und Liliencron“
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