Tag: 27. Juli 2010

115. Nachruf

Mit ihrem Debüt „Wie kommt das Salz ins Meer“ hatte sie 1977 einen Gipfel erklommen, von dem aus es nur noch bergab ging: Jetzt wurde die österreichische Schriftstellerin Brigitte Schwaiger tot in der Donau gefunden. / Faz.net 27.7.

114. Sächsisch geholfen

Nur dann wird der Arme wahrgenommen, wenn man glaubt, ihm auch sein Allerletztes aus der Tasche holen zu können. Denen, die so denken und handeln, sollte „sächsisch geholfen“ werden: „Mer wallen ich halfen!“, das heißt: „Wir wollen es euch schon zeigen!“ Satirische Gedichte sind… Continue Reading „114. Sächsisch geholfen“

113. HG Adler

Den Einzelheiten trauen, die letzten Wörter Wagen ins Gedächtnis sich hinaus. Ein junger Tag erwartet, was wir anzubieten haben, jetzt. HG Adler, aus: Einsamkeit, Gedicht, 1985 Gefunden in einer Besprechung von Katja Schickel zu Hans G. Adler: Die Dichtung der Prager Schule. Arco Verlag, Wuppertal… Continue Reading „113. HG Adler“

112. „Ein Rassist als moderner Lyriker“

„Gottfried Benn, geboren 1886 und aufgewachsen in Dörfern der Provinz Brandenburg. Belangloser Entwicklungsgang, belangloses Dasein als Arzt in Berlin“. Mit diesen drei Zeilen stellte sich der Dichter 1919 in in der berühmt gewordenen Lyrikanthologie „Menschheitsdämmerung“ vor. Mit diesen Zeilen beginnt auch Joachim Dycks kompetente… Continue Reading „112. „Ein Rassist als moderner Lyriker““

111. ,Das Gezeichnete Ich‘

So einfach kann es gehen. Der Name stammt aus dem Gedicht «Nur zwei Dinge» von Gottfried Benn. «Das Gedicht ist wunderschön. Es beschäftigt sich mit der Frage, warum wir hier auf der Welt sind, und was das Leben überhaupt für einen Sinn ergibt. ,Das… Continue Reading „111. ,Das Gezeichnete Ich‘“

110. American Life in Poetry: Column 279

BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE Rhyming has a way of brightening a poem, and a depressing subject can become quite a bit lighter with well-chosen rhymes. Here’s a sonnet by Mary Meriam, who lives in Missouri. Are there readers among you who have… Continue Reading „110. American Life in Poetry: Column 279“

109. Eichendorff vertont

Eichendorffs poetischer Rang bleibt unbestritten, die Figur aber ist ambivalent. Einerseits: ‚Eichendorff‘, sagt Killmayer, ‚will sein Glück über die Welt, die Erde mitteilen, die von Gott geschaffen worden ist . . . Er ist glücklich in der Natur und in seinem Glauben.‘ Andererseits: Einem… Continue Reading „109. Eichendorff vertont“