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DIE GANZE WAHRHEIT 26. BIS 29. AUGUST 2010 PROGRAMMINFORMATION Alljährlich am letzten August-Wochenende bietet das Erlanger Poetenfest Gelegenheit, die literarischen Höhepunkte des Frühjahrs Revue passieren zu lassen und einen ersten Blick auf vielversprechende Bücher des Leseherbstes zu werfen. Zum 30. Erlanger Poetenfest – 26.… Continue Reading „132. 30. ERLANGER POETENFEST“
Der russische Dichter Innokentij Annenskij (1855-1909) treibt seine lyrischen Ich-Figuren ruhelos meditierend durchs Gestrüpp eines paradiesischen Gartens. Der seit der Kindheit herzkranke Grübler und Träumer, der 14 Fremdsprachen beherrschte und als Altphilologe sämtliche Tragödien des Euripides übersetzte, bewegt sich – wie ein Gedichttitel lautet… Continue Reading „131. Märtyrer der Schlaflosigkeit“
Selten gelingt mit einem Debüt ein großer Wurf, der sich ins Gedächtnis der Leser einschreibt. „Alle Lichter“ der 1981 in Berlin geborenen Nadja Küchenmeister hat das Zeug dazu. Die ewigen Themen Leben und Sterben, Willkommen und Abschied, Vergänglichkeit und Einsamkeit laufen als Echos und… Continue Reading „130. Wind, Luft, Schatten und Licht strömen anders“
(Und warum nicht mal einen monothematischen Tag. Ausgewogenheit schert mich wenig. Hier noch einmal Alfonsina Storni.) LAS EUMÉNIDAS BONAERENSES Con el viento que arrastra las basuras van a dar al suburbio y se deslizan amarillas por caños de desagüe y se amontonan en las… Continue Reading „129. Wieder gerade denken“
Der Glaube ist ein Rucksack, den sie auf den Schultern des Mannes spürt, der in ihren Armen liegt. Der Glaube und das angebliche Wissen. „Ich bin schon die Frau, die wachsam lebt, / du der schreckliche Mann, der erwacht.“ Weil sie spürt, wie er… Continue Reading „128. Der Mann weiß noch nicht, daß er ein Trottel ist“
Nein, mit Männern soll Alfonsina Storni ihr Lebtag lang kein Glück haben. Sie fühlt sich gedemütigt, geringschätzt, irgendwann wird sie gegen die Machowelt rebellieren, gegen Stereotype, Konventionen, sie wird sich rächen. Mit Versen. »Üble Männer« heißt ein Gedicht. »Geht niemals nachts ins Freie,/ Ihr… Continue Reading „127. Üble Männer“
Nach wie vor ist die Kunde vom bedeutendsten tschechischen romantischen Dichter nicht über die Grenze gedrungen. Karel Hynek Mácha (1810–1836) ist ausserhalb seiner Heimat kaum bekannt. Dabei bildet sein Werk einen Angelpunkt tschechischer Identität, der auch politisch immer wieder wirksam wurde. … Denn Karel… Continue Reading „126. Karel Hynek Mácha“
Für Bilder und Zeiten (FAZ 24.7.) porträtiert Jan Wagner auf einer ganzen Seite den amerikanischen Lyriker Wallace Stevens (1879 bis 1955) unter der Überschrift: „Der junge Dichter als Gott, der alte als Landstreicher“. Stevens nutzt das ganze Arsenal von Rhythmen und Reimen (darunter so übermütige wie… Continue Reading „125. Musikalisch“
Aus einem Bericht der FAZ über die Aufnahme des Spötters Heinrich Heine in die bayrische Walhalla: Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, empfing die [Düsseldorfer] Abordnung mit den Worten: Man freue sich in Bayern ja stets über Besuch, aber in einer solchen Stärke, da sei… Continue Reading „123. Walhalla-Splitter“
Jedes Wort des Librettos stammt von Nietzsche, aber der Text ist von Wolfgang Rihm, und bei ihm hat Nietzsche auch Wittgenstein gelesen. Einer älteren Äußerung nach hielt Rihm Nietzsches Texte einst für unvertonbar, aber die Bedenken haben sich erledigt. Seine Musik beweist eher, dass… Continue Reading „122. Nietzsche hat Wittgenstein gelesen“
Bücher lesen? Nö, lieber kicken gehen. Rechtschreibung? Geh mir fort! Der Deutsch-Türke Cumali Zengin, 18, hatte ganz andere Interessen, als sich Gedanken über Sprache zu machen. Doch dann schrieb er Liebeslyrik und ist heute ein preisgekrönter Dichter – mit einer miserablen Deutschnote. / Spiegel… Continue Reading „121. Cumali Zengin, Dichter“
Der Bernstein-Verlag bereitet die Eröffnung einer trilingualen Weltpoesie-Reihe unter dem Titel »Stimmen der Völker in Liedern/Voices of the World in Song« vor, in der jeweils national-literarische Kostbarkeiten versammelt werden. In der Originalsprache und einer englischen sowie deutschen Übersetzung, nach Möglichkeit auch mit einer Audio-CD der in… Continue Reading „120. Stimmen der Völker in Liedern/Voices of the World in Song“
Sie wollte immer ein Apfelbaum sein Nicht weil Äpfel gut schmecken! Nein Nur damit jemand kommt und sagt, Da bist du Nehal Fekri Ershad (iranischer Maler und Dichter) In diesem Gedicht spricht Nehal über die Freiheit des Ausdrucks in Iran, wo jeder Probleme bekommt,… Continue Reading „119. Poetree“
Sarah Kirsch war schon in ihren frühen Jahren eine berühmte, jedenfalls in der DDR anerkannte Dichterin: Sie wurde 1935 im Harz geboren, sie ging 1977 in die Bundesrepublik. Sie lebte einsam in Schleswig-Holstein und wurde dann, im Westen, offensichtlich unterschätzt. Die Poesie der jungen… Continue Reading „118. Die Poesie der jungen Sarah Kirsch“
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