Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Am 27.5. erhielt der Dichter John Ridland den diesjährigen Balint-Balassi-Gedächtnis-Preis für seine Übersetzung des ungarischen Volksepos*) János Vitez (Held János) bei einer Feier in Los Angeles. Der Preis hat die Form eines gravierten Schwertes. Ridland sprach mit dem Santa Barbara Independent. *) Folk Epos… Continue Reading „70. Ausgezeichnet“
Was im Golf von Mexiko eine Ausnahme darstellt, ist im Golf von Guinea Alltag. Nigerias Ölgebiete im Nigerflussdelta halten den Weltrekord in Verschmutzung und Unfällen mit Ölaustritt: 13 Millionen Barrel „verlorenes“ Öl seit Förderbeginn vor gut fünfzig Jahren – das ist eine komplette Exxon-Valdez-Ladung… Continue Reading „69. Kein Sternenhimmel seit Jahrzehnten“
Ich will Kunst als Poesie. Poesie! Kunst ist Poesie! Menschen brauchen Poesie. Das war von Anfang an so. Belehren tut die Theologie oder die Philosophie oder die Ethik. Aber nicht die Kunst. Kunst war immer Poesie. Und die besten Künstler waren immer Poeten –… Continue Reading „68. Handwerker und Poeten“
In der Badischen Zeitung gratuliert Hartmut Buchholz: Meckel hat seinem Vater Eberhard Meckel 1980 ein in seiner Radikalität einzigartiges „Suchbild“ gewidmet, dem 2002 ein „Suchbild“ der Mutter folgte, das mit dem unerhörten Satz einsetzt: „Ich habe meine Mutter nicht geliebt“. Diese Suchbilder dokumentieren private… Continue Reading „67. Christoph Meckel 75“
Kein Sprachenstreit ist zu erwarten, wenn am 23. Juni die Übersetzerwerkstatt „Poesie der Nachbarn: Belgien“ im Künstlerhaus Edenkoben ihre Arbeit beginnt. Philologisch begleitet von Beate Thill (Französisch) und Stefan Wieczorek (Niederländisch) werden bis zum 28. Juni deutschsprachige Lyriker ihre flämischen und wallonischen Kollegen ins… Continue Reading „66. Flamen und Wallonen in Edenkoben“
In der gleichen Ausgabe der Wiener Zeitung bespricht Hermann Schlösser drei Lyriker aus Österreich mit neuen Gedichtbänden: Im Sommer 1975 reiste der damals zwanzigjährige Bernhard Widder durch Großbritannien. Unterwegs schrieb er Gedichte in englischer Sprache, die er damals allerdings nicht veröffentlichen konnte. In den späten… Continue Reading „65. Drei österreichische Lyriker“
verkündet jemand: „Die Stelle des Festivaldirektors wird outgesourct und durch einen Vertreter der Avantgarde ersetzt, um im Volk das Feuer der Poesie zu entfachen.“
… deutscher Lyriker bespricht Andreas Wirthensohn in der Wiener Zeitung vom 11.5. Im einzelnen: Vergnügt und wagemutig lässt Kathrin Schmidt ihrer Sprachphantasie freien Lauf. Vor allem vermag sie die Wortbildungsproduktivität des Deutschen eindrucksvoll zu nutzen: „sensenfräulein“, „urstromteller“, „körperklangpendel“, „schlupflungenklamm“, „gedachtschneckenspuren“, „wittchenschnee“. Das ist nur eine… Continue Reading „63. Fünf neue Gedichtbände“
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