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53. Wer war Agnes Miegel?

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Nazi-Dichterin, wie sie die MV genannt hat? Mitläuferin, von den Nazis „verführt“? Oder war sie die bloß die „Mutter Ostpreußens“, die Dichterin, die einem ganzen Landstrich Identität gegeben hat? Bürgermeister Franz Möllering will am kommenden Dienstag, 13. April, mit den Anliegern der Agnes-Miegel-Straße sprechen. Wollen sie ihre Straße umbenennen? Muss man das? Die MV will nachfolgend die Heimatdichterin vorstellen und darlegen, wie die Forschung ihr Verhalten während des Nationalsozialismus und danach bewertet. …

„Wegen ihrer Nähe zum Nationalsozialismus kann Agnes Miegel kein pädagogisches Vorbild sein.“ Zu diesem Ergebnis kam ein Gutachten, angefertigt vom Uni-Historiker Hans-Jürgen Döscher. Dabei geht es dem Professor nicht allein um ihre Mitgliedschaft in NS-Organisationen oder Weihegedichte auf den „Führer“. Es geht ihm vor allem um die „unbeugsame Haltung“ der Dichterin Ostpreußens nach 1945: „Dies habe ich mit meinem Gott alleine abzumachen und mit niemandem sonst“, hat Agnes Miegel auf entsprechende Fragen nach ihrer Vergangenheit damals geantwortet. Distanziert hat sie sich nie. …

Im Oktober 1933 gehörte sie zu den 88 deutschen Schriftstellern, die das „Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler“ unterzeichneten – mit ihr unter anderem der Dichter Gottfried Benn, der Schriftsteller Max Halbe und der Dichter Hermann Kasack. …

1944, in der Endphase des Zweiten Weltkrieges, wurde sie von Hitler in die „Gottbegnadetenliste“ mit den sechs wichtigsten deutschen Schriftstellern aufgenommen – neben ihr Gerhard Hauptmann, Hans Carossa, Hanns Johst, Erwin Guido Kolbenheyer und Ina Seidel. / Bocholter-Borkener Volksblatt


1 Kommentar

  1. […] Gedichte entstehen –  Hitler&Benn –  Gedichte –  Benn&Nationalsozialismus –  Kleine Aster –  Blinddarm –  Herkunft Plagiat […]

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