Tag: 2. April 2010

9. Die Fräulein «umnachtet»

Edmund Mach war einer der schizophrenen Patienten, die der legendäre Primar Leo Navratil in der Psychiatrischen Klinik von Maria Gugging bei Wien dazu anhielt, die Eigenheiten und Nöte ihrer Existenz künstlerisch auszudrücken. In seinen Gedichten und Prosastücken, von denen Uwe Schütte jetzt eine schöne… Continue Reading „9. Die Fräulein «umnachtet»“

8. Sprache ohne Nebensätze

Die Sprache der Pirahã bildet keine Nebensätze, die Pirahã kennen keine Farbbezeichnungen wie «Rot» oder «Blau», ausserdem kennen sie keine Zahlwörter. Sie reden nur über Dinge, die sie selbst in der Gegenwart erlebt haben; Vergangenheitsform oder Futur sind ihnen unbekannt. Eine Geschichte wie diejenige… Continue Reading „8. Sprache ohne Nebensätze“

7. Überschwang und Gattenliebe – Schumann neu verdichtet

Für das poesiefestival berlin verdichten Ulf Stolterfoht und Sabine Scho den Liederzyklus Frauenliebe und –leben neu. Insgeheim brodelt es darin vor Überschwang, Vergänglichkeit und Verlustangst, aber Robert Schumann komponierte mit Frauenliebe und -leben ein Hohelied der Gattenliebe. Die Dichter Sabine Scho und Ulf Stolterfoht haben… Continue Reading „7. Überschwang und Gattenliebe – Schumann neu verdichtet“

6. Hybris des Schmerzes

Doch selbst Paul Celan wurde Sachs‘ Leidens-Gestus irgendwann unheimlich. Ende der fünfziger Jahre hatte er brieflich Kontakt zu ihr aufgenommen, bei ihrem Besuch in der Schweiz 1960 holte er sie dann gemeinsam mit Ingeborg Bachmann vom Flughafen ab, lud sie schließlich nach Paris ein… Continue Reading „6. Hybris des Schmerzes“