Tag: 13. März 2010

78. Gedicht

WINTER OHNE LEUCHTANZEIGE, DU Hast an einem Sonntag mit dem Jonglieren Angefangen, mit drei Mandarinen, mit Drei noch nach einer Woche in Silberfolie Eingewickelten, auf dem Sofa verstreuten, Jeweils bis zum Scheitelpunkt hochgeworfenen, mit Den Fingerspitzen nach innen durch das Gesichtsfeld parallel etwas näher… Continue Reading „78. Gedicht“

77. Sanft und gelassen … aus dem Fegefeuer

Nadja Küchenmeisters tritt in ihrem ersten Gedichtband als eine einzigartige lyrische Stimme auf, die sanft und gelassen klingt, obwohl sie mitten aus dem Fegefeuer zwischen Liebe und Tod zu kommen scheint. Seit Ingeborg Bachmann hat niemand mehr ein Du, sich selbst oder den Leser… Continue Reading „77. Sanft und gelassen … aus dem Fegefeuer“

76. Schwyrig

An Hoheliedern auf die Lyrik von Ulrike Almut Sandig fehlt es nicht, und doch scheint es, dass kaum einer ihre Strophen tatsächlich verstanden hat. Zu hermetisch, zu mysteriös kamen die Verse daher. Bang fürchtete man deshalb, dass die gefeierte Autorin das Verrätseln als Hypothek… Continue Reading „76. Schwyrig“

75. Top-Posts

Top Posts (die vergangene Woche)* 31. Grammatik der Sprachen von Babel 148 Besuche 38. Das “ekstatisch-empirisch-esoterische mOMent” der Direkten Dichtung; oder: 1 Unwort sagt mehr als 1000 Gedichte, aber was, bleibt offen (EEE-Teil 3) 125 Besuche 53. EEE-Teil 4: “RE:RE:RE:ÜBERWANDLER-SCHNEE VON ÜBERGESTERN” 79 Besuche 10. Und was… Continue Reading „75. Top-Posts“

74. Freiheits-Manifest

Der Verleger René Rougerie, der 1948 den Lyrikverlag Rougerie gründete, starb vergangene Nacht in Lorient ( Bretagne). Er war 84 Jahre alt. In seinem Verlag erschienen die größten französischen Dichter, von Boris Vian bis Max Jacob, René-Guy Cadou, Xavier Grall oder Joe Bousquet. Er… Continue Reading „74. Freiheits-Manifest“

73. Generationswechsel

Wie die erste Ausgabe der Anthologie „Lyrik von Jetzt“ dokumentiert auch Nummer zwei einen Generationswechsel. Fünfzig überwiegend neue Beiträger, die um 1975 herum geboren wurden, wurden in Zeitschriften, Miniverlagen, Szenespielstätten und auf Lesebühnen entdeckt. Da jeder der Auserwählten mit vier Gedichten vertreten ist, lassen… Continue Reading „73. Generationswechsel“

72. Hochseil

Und hier erleben wir Robert Gernhardt als Äquilibristen auf dem Hochseil über unseren Köpfen: Wird er ins Albern-Triviale abstürzen? Nein! Denn, so Gernhardt verschmitzt, manchmal muss man einen Fund einfach nur so lange liegen lassen, bis sich ein sinntragendes Gedicht um den zarten Reimkern… Continue Reading „72. Hochseil“

71. Prosa wie Lyrik

Kathrin Schmidt ist in der Prosa wie in der Lyrik zuhause. Sie teilt das Entweder-Oder der berühmten Amerikanerin Emily Dickinson nicht, die vor rund 150 Jahren bekannte: „Ich wohne in der Möglichkeit/ Und nicht im Prosahaus/ An Fenstern reich und heller/ Mit Türen ein… Continue Reading „71. Prosa wie Lyrik“