Startseite » Deutsch » 160. Weihnukka

160. Weihnukka

Abu Dhabi Aden Afghanistan Afrika Afrikaans Albanien Albanisch Alemannisch Algerien Altbabylonisch Altgriechisch Althochdeutsch Altägyptisch Amazigh Andalusien Andorra Angola Antike Arabisch Aramäisch Argentinien Armenien Armenisch Aserbaidschan Asien Australien Awadhi Babylonien Bahamas Bahasa Indonesia Bahrain Bairisch Balearen Bangladesch Belgien Belutschisch Bengali Benin Bhojpuri Biafra Bolivien Bosnien-Hercegovina Botswana Brasilien Bulgarien Bulgarisch Burkina Faso Byzanz Böhmen Chile China Chinesisch Côte d'Ivoire DDR Deutsch Deutschland Dominikanische Republik Dubai Dänemark El Salvador Elsässisch England Englisch Eritrea Estland Europa Finnland Frankreich Französisch Färöisch Gabun Galicien Galicisch Georgien Georgisch Ghana Gikuyu Griechenland Griechisch Großbritannien Guadeloupe Guarani Guatemala Guinea-Bissau Gujarati Guyana Gälisch Haiti Hausa Hazara Hebräisch Hethitisch Hindi Igbo Indien Indonesien Irak Iran Irland Island Isländisch Israel Italien Italienisch Jamaika Japan Japanisch Jemen Jenisch Jiddisch Kabylisch Kambodscha Kamerun Kanada Kap Verde Kasachstan Katalanisch Katalonien Katar Kenia Ketschua Kirgistan Kolumbien Kongo (Brazzaville) Kongo (Kinshasa) Korea Koreanisch Kosovo Kreolisch Kroatien Kroatisch Kuba Kurdisch Kuwait Ladinisch Ladino Latein Lettland Libanon Libyen Liechtenstein Litauen Litauisch Luxemburg Madagaskar Maithili Makedonien Malawi Malayalam Malaysia Mali Malta Maltesisch Mandinka Maori Marathi Marokko Martinique Marubo Mauritius Maxakali Mexiko Mittel- u. Südamerika Mittelenglisch Moldau Mongolei Mosambik Moselfränkisch Myanmar Mähren Namibia Nenzisch Nepal Nepal Bhasha (Newari) Nepali Neuseeland Niederdeutsch Niederlande Niederländisch Niger Nigeria Nigerian Pidgin English Nikaragua Nordamerika Nordfriesisch Nordirland Nordkorea Norwegen Norwegisch Ojibwe Okzitanisch Oman Osttimor Pakistan Palästina Papua-Neuguinea Paraguay Paschto Persisch Peru Philippinen Polen Polnisch Portugal Portugiesisch Pruzzisch Pulaar Quebec Reunion Romanes Rumänien Rumänisch Russisch Rußland Rätoromanisch Sambia Samoa Sanskrit Saudi-Arabien Schona Schottland Schweden Schwedisch Schweiz Scots Senegal Sephardisch Serbien Serbisch Serbokroatisch Serer Siebenbürgisch Simbabwe Sindhi Slowakei Slowakisch Slowenien Slowenisch Somalia Sorbisch Spanien Spaniolisch Spanisch St. Lucia Suaheli Sudan Syrien São Tomé e Príncipe Südafrika Südkorea Südsee Tadschikisch Tadschikistan Taiwan Tamilisch Tamâhak (Tuaregsprache) Tansania Tcaetcalaqwilizi Tem Thailand Tibetisch Togo Tschechien Tschechisch Tschetschenien Tschetschenisch Tunesien Turkmenisch Turkmenistan Türkei Türkisch Ubundu Uganda Ukraine Ukrainisch Uncategorized Ungarisch Ungarn Urdu Uruguay USA Usbekisch Usbekistan València Venezuela Vereinigte Arabische Emirate Vietnam Wales Weißrussisch Weißrußland Welt Wolof Xhosa Zypern Ägypten Äthiopien Österreich

Wenn man versucht vorurteilslos und ohne Vorbehalte “White Christmas” noch einmal anzuhören, dann fällt doch der eher nachdenkliche Grundton auf. Der Judaist Irving Saposnik hat unter dem Titel “I’m dreaming of a Jewish Christmas” einen ganzen Aufsatz geschrieben über “Jüdische Weihnachten mit Irving und Bing”. Er denkt bei “White Christmas” eher an einen Blues, der von einer “osteuropäischen Traurigkeit geprägt ist, von der Sehnsucht nach einer unwiederbringlich verlorenen Heimat”. An die “Stelle der christlichen Feststimmung tritt ein jüdisches Erinnern”. Und er fährt fort:

“White Christmas” war ein Lied für alle Amerikaner – es erlaubte den Juden, sich dem Weihnachtsneid hinzugeben, und den Christen, sich mit einem jüdischen Gefühl der Verlorenheit zu identifizieren.

Die Klage über ein säkularisiertes Weihnachtsfest, das jeder feiern kann und darf, die alle Jahre wieder geführt wird, kann so neu nicht sein. Michael Blumenthal, der Direktor des Jüdischen Museums in Berlin, erinnert sich an das Weihnachtsfest in seiner frühesten Jugend in den 20er-Jahren in einer nicht-religiösen jüdischen Familie, und nennt seine Erinnerungen “Wie ich Weihnukka Hitler zu verdanken habe” (…)

Heilige Nacht

Geboren ward zu Bethlehem
ein Kindlein aus dem Stamme Sem.
seit’s in der Krippe lag,
so freun sich doch die Menschen sehr
bis auf den heut’gen tag.
Minister und Agrarier,
Bourgois und Proletarier -
es feiert jeder Arier
zu gleicher Zeit und überall
die Christgeburt im Rindviehstall.
(Das Volk allein, dem es geschah,
das feiert lieber Chanukah)

Besser als Erich Mühsam in seinem Gedicht über die “Heilige Nacht” kann man die kuriose Konstellation an Weihnachten aus jüdischer Sicht kaum zusammenfassen: Christen feiern die Geburt eines “Kindleins aus dem Stamme Sem”, eines jüdischen Kindes als die Geburt des Messias, des Christus, wie er in der jüdischen Bibel, im christlichen Alten Testament vorhergesagt wird. Weil Juden diesem Bekenntnis nicht folgen, feiern sie Chanukka.  / Stefan Förner, DLR


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Besucher seit August 2009:

  • 1,303,282 Treffer
Follow Lyrikzeitung & Poetry News on WordPress.com

Schlagwörter

Adolf Endler Adonis Alexander Gumz Allen Ginsberg American Life in Poetry André Rudolph Angelika Janz Ann Cotten Anthologien Arthur Rimbaud Axel Kutsch Barbara Köhler Berlin Bertolt Brecht Bert Papenfuß Bertram Reinecke Björn Kuhligk Charles Baudelaire Christian Filips Daniela Seel Dante Diktionär Dorothea von Törne Dresden Durs Grünbein Elke Erb Else Lasker-Schüler Emily Dickinson Ernst Jandl Ezra Pound Felix Philipp Ingold Frankfurt/ Main Frank Milautzcki Franz Josef Czernin Friederike Mayröcker Friedrich Hölderlin Friedrich Nietzsche Friedrich Schiller Geistige Gummibärchen Georg Trakl Gerhard Falkner Gottfried Benn Greifswald Günter Grass Günter Kunert Haiku Hamburg Hansjürgen Bulkowski Hans Magnus Enzensberger Harald Hartung Heinrich Heine HEL ToussainT Herta Müller Ilma Rakusa Ingeborg Bachmann Ists auch nicht Lyrik Jan Kuhlbrodt Jan Wagner Joachim Sartorius Johann Wolfgang Goethe John Ashbery Jürgen Brôcan Kathrin Schmidt Konstantin Ames Kurt Drawert Köln Leipzig Leipziger Buchmesse Literaturwerkstatt Berlin Lutz Seiler Mara Genschel Marcel Beyer Marion Poschmann Martina Hefter Mea: Garstig Mea: Poetologisch Mea: Sinnfest Mea: Wortfest Meine Anthologie Michael Braun Michael Krüger Michael Lentz Monika Rinck München Nadja Küchenmeister Nico Bleutge Nora Bossong Nora Gomringer Norbert Hummelt Norbert Lange open mike Oskar Pastior Ossip Mandelstam Oswald Egger Pablo Neruda Paul Celan Peter Handke Peter Rühmkorf Poesiefestival Berlin Politik Rainer Maria Rilke Raoul Schrott Reiner Kunze Robert Gernhardt Rolf Dieter Brinkmann Ron Winkler Sabine Scho Sappho Sarah Kirsch Schule Simone Kornappel Stefan George Steffen Popp Stéphane Mallarmé Sylvia Plath T.S. Eliot Ted Kooser Theo Breuer Thomas Kling Thomas Kunst Tom Bresemann Tom de Toys Tom Schulz Ulf Stolterfoht Uljana Wolf Ulrike Almut Sandig Ulrike Draesner Urs Allemann Uwe Kolbe Valeri Scherstjanoi Vertonung Volker Braun Volker Sielaff Walt Whitman Welimir Chlebnikow Wien William Shakespeare Wladimir ­Majakowski Wolf Biermann Wolfgang Hilbig Wulf Kirsten Übersetzen
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 285 Followern an

%d Bloggern gefällt das: