Monat: März 2001

2001 Mrz

Sonett In der Frankfurter Anthologie vom 31.3. bespricht Norbert Mecklenburg Brechts Sonett „Über Goethes Gedicht „Der Gott und die Bajadere““ Gnaden Daß im Atemholen zweierlei Gnaden sind, erfuhr jetzt auch Hanns-Josef Ortheil in der „ Welt „: Ich war schon auf etwas Hochgestemmtes, Verkrampftes… Continue Reading „2001 Mrz“

2001 Mrz

Über die Versteigerung der Sammlung André Bretons berichtet die SZ am 31.3. „stimmschlund, sibylle“ Nicolai Kobus, einer der intelligentesten Vertreter seiner Zunft, versuchte sich in einem hochfahrenden Dialog mit Baruch Spinoza und Ezra Pound. Der poetische Absturz war gewaltig. Zum Triumph führte das intertextuelle Spiel jedoch bei Anja Utler (Leonce-und-Lena-Hauptpreis,… Continue Reading „2001 Mrz“

Spracherweiterungsprogramm

Den Darmstädter Leonce und Lena-Wettbewerb für Nachwuchslyriker haben am  Samstag Sabine Scho aus Hamburg und die Frankfurterin Silke Scheuermann  gewonnen. Sie teilen sich das Preisgeld von 15 000 Mark. Der Leonce und  Lena-Preis sei entgegen der Tradition geteilt worden, weil kein Autor herausgeragt  habe,… Continue Reading „Spracherweiterungsprogramm“

2001 Mrz

Ansichten zu „Matthias“ BAADER Holst „Matthias“ BAADER Holst. Untergrundpoet, Punk, Anarchist, Vagant, Dadaist, radikaler Künstler, Rebell. Das alles irgendwie. Und das alles irgendwie nicht. Ein sicherlich singulärer Vorfall, der eine Symbiose mit seinen Texten eingegangen war und sie als Klangform der eigenen Unangepasstheit unters… Continue Reading „2001 Mrz“

Novalis

Frankfurter Anthologie der FAZ am 24.3.: Ludwig Harig über Novalis; Alle Menschen seh ich leben – Auf der gleichen Seite schreibt Lothar Müller zum 200. Todestag (Novalis als romantischer Enzyklopädist) Außerdem eine Besprechung des Astralis-Buches von Sophie Vietor (über einen sensationellen Handschriftenfund aus dem… Continue Reading „Novalis“

Reservat Poesie

Betreten erbeten. Heute ist UNESCO Welttag der Poesie. Die Aufmerksamkeit richtet sich damit auf eine schützenswerte, weil aussterbende Gattung. Statt die Poesie jedoch als «Essenz der Kultur» heilig zu sprechen, bringen verschiedene Projekte sie im täglichen Leben wieder zur Geltung. Zum UNESCO Welttag der… Continue Reading „Reservat Poesie“

Janz und Anders

Die Literaturzeitschrift „Wiecker Bote“ stellt ihre Autoren Angelika Janz und Richard Anders während der Leipziger Frühjahrsmesse im Gohliser Schlößchen vor. Angelika Janz liest aus dem in Vorbereitung befindlichen Lyrikband „Unter Strom im Frühlicht“. Richard Anders liest Gedichte und poetologische Texte unter dem nicht zufällig… Continue Reading „Janz und Anders“

Offene Ränder

Ingrid Fichtners Gedichte wehen von irgendwo her. Und einen Schlusspunkt setzen sie selten. Wie so oft in der Sparte Lyrik, gilt es ein Bändchen anzuzeigen, dessen äussere Eigenschaft das Adjektiv schmal bezeichnet. Im vorliegenden Fall handelt es sich nicht nur um ein schmales, sondern… Continue Reading „Offene Ränder“

haariges bein so sehr behaart

Ulrike Draesners reicher Gedichtband „für die nacht geheuerte zellen“ Die Poetisierung des Banalen, besser: die Befreiung des Poetischen aus dem Banalen gelingt Draesner mit Leichtigkeit und Genauigkeit, eben mit „exakter Fantasie“. Die epilierten Haare verwandeln sich zu Hieroglyphen der Natur; man erinnert sich an… Continue Reading „haariges bein so sehr behaart“

Türschild

TÜRSCHILD Vorsicht, bissige Stille, was knarrt sind nur ein paar verzogene Jahresringe, die Königssuite einer Bruchbude ist hier, und jeder Tag hat vierundzwanzig Überstunden. Türschild ist ein im Dezember 2000 entstandenes, bislang unveröffentlichtes Gedicht des 1960 geborenen Walle Sayer, der so überhaupt nicht in… Continue Reading „Türschild“

2001 Mrz

Konflikte zwischen Christentum und indigenen Religionen In der Weltkultur hat sich Afrika im Lauf des zwanzigsten Jahrhunderts langsam, aber sicher seinen Platz erobert. Nun sind es die Afrikaner selbst, die auf Grund religiöser Differenzen die einheimischen Werte torpedieren und zerstören. Der nigerianische Lyriker und… Continue Reading „2001 Mrz“

Kito Lorenc schreibt im Widerschein des Sorbischen

Spricht man von sorbischer Literatur, so fällt der Name Kito Lorenc. Er ist ihr Hirn und, was er ungern zeigt, ihr Herz. «Man kann die Heimat gar nicht zu viel lieben» heisst ein Poem voller mokanter Reimereien. Es steht im schattig blauen handgehefteten Auswahlband… Continue Reading „Kito Lorenc schreibt im Widerschein des Sorbischen“

Alles umsonst, alles unsagbar

Alles umsonst, alles unsagbar. Karel Hynek Mácha, der Heine der Tschechen, mit einer Auswahl aus Prosa, Poesie und Tagebüchern Mácha, in Prag geboren, wuchs in kleinen Verhältnissen auf. 1829 veröffentlichte er – noch auf Deutsch – seinen ersten Gedichtband, beeinflusst von der Lektüre Goethes,… Continue Reading „Alles umsonst, alles unsagbar“

Petersburger Nonkonformist

Am 17. März 2001 ist in St. Petersburg der Dichter und Essayist Viktor Kriwulin im Alter von 56 Jahren gestorben. Die Stadt an der Newa war für Kriwulin mehr als nur Wohnort – er trat während der siebziger und achtziger Jahre als eine der… Continue Reading „Petersburger Nonkonformist“

 Konflikte zwischen Christentum und indigenen Religionen

In der Weltkultur hat sich Afrika im Lauf des zwanzigsten Jahrhunderts langsam, aber sicher seinen Platz erobert. Nun sind es die Afrikaner selbst, die auf Grund religiöser Differenzen die einheimischen Werte torpedieren und zerstören. Der nigerianische Lyriker und Journalist Obi Nwakanma berichtet aus eigener… Continue Reading “ Konflikte zwischen Christentum und indigenen Religionen“